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    <title>Landgericht Stuttgart - Pressemitteilungen</title>
    <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/Pressemitteilungen</link>
    <description>Aktuelle Meldungen von: Landgericht Stuttgart</description>
    <language>German (Germany)</language>
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      <title>Landgericht Stuttgart</title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/Pressemitteilungen</link>
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    <item>
      <title><![CDATA[<justify><br /></justify><justify> </justify>]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/Urteil+in+Verfahren+wegen+eingemauerter+Frauenleiche</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 01.07.2025</p>Im Verfahren um eine eingemauerte Frauenleiche wurde der 47-jährige von der 1. Großen Strafkammer wegen Totschlags zu der Freiheitsstrafe von 10 Jahren verurteilt. Er muss außerdem 10.000,- Schmerzensgeld an den Sohn der Toten bezahlen.<p class="pbs-datum">Datum: 01.07.2025</p><div id="anker24492615" class=" wrap wrap-content"><div id="anker24492616" class=""><!-- HTML ElementId -->
  <div class="composedcontent-pbsbw---html-element"><!-- HTML --><div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker24492617">&nbsp;</a></div>
    <div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<p>Die Strafkammer sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte am 07. Juli 2024 seine Partnerin in den R&#228;umlichkeiten der
Gastst&#228;tte in Stuttgart-Heslach oder in der dahinterliegenden Wohnung t&#246;tete. Anschlie&#223;ende mauerte er die in eine Decke
eingewickelte Leiche in einem Treppenverschlag zusammen mit einem Messer ein. Dort wurde die stark skelettierte Leiche am 21. Oktober 2024
gefunden.</p>
<p>Aufgrund des Zustands der Leiche konnte lediglich anhand einer DNA-Untersuchung festgestellt werden, dass es sich um eine Frau handelte.
Ein weiterer Abgleich mit der DNA des Sohnes der Toten best&#228;tigte deren Identit&#228;t. Wegen der starken Verwesung waren weder die
Tathandlung noch die Todesursache feststellbar.&#160;</p>
<p>Gleichwohl ist die Kammer von der T&#228;terschaft des Angeklagten &#252;berzeugt. Denn auch in diesen F&#228;llen k&#246;nne nach der
Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs dann eine Verurteilung erfolgen, wenn alle in Betracht kommenden Alternativen ausscheiden, so die
Vorsitzende Monika Lamberti. Dies war hier nach der durchgef&#252;hrten Beweisaufnahme mit der Vernehmung zahlreicher Zeugen aus dem Umfeld
der Toten und des Angeklagten der Fall. Ein nat&#252;rlicher Tod, Suizid, fahrl&#228;ssige T&#246;tung, T&#246;tung in Notwehr oder
K&#246;rperverletzung mit Todesfolge scheiden aus. Die Strafkammer habe an der T&#228;terschaft des Angeklagte &#8222;keine Zweifel&#8220;,
so die Vorsitzende.&#160;</p>
<p>Neben vorangehenden Streitigkeiten zwischen den beiden seien insbesondere mehrere einander widersprechende Angaben des Angeklagten
&#252;ber den Verbleib der Toten ausschlaggebend gewesen. &#8222;Der Angeklagte erfand verschiedene Geschichten&#8220;, so Lamberti. So
habe er mal erkl&#228;rt, die Angeklagte sei in Griechenland, dann in Rum&#228;nien und ein anderes Mal soll sie sich in Berlin aufgehalten
haben. Auch dass der Leichnam in dem vom Angeklagten durchgehend bewohnten R&#228;umlichkeiten eingemauert gewesen sei und der Angeklagte
einen bekannten Handwerker im August beauftragt habe, wegen austretenden F&#228;ulnisgestanks und Insektenbefalls die Mauer st&#228;rker
abzudichten, sei bei der Beweisw&#252;rdigung ber&#252;cksichtigt worden.</p>
<p>Das Urteil ist nicht rechtskr&#228;ftig. Der Angeklagte kann gegen das Urteil binnen einer Woche Revision zum Bundesgerichtshof
einlegen.</p>
</div>
  </div>
</div></div>]]></description>
      <pubDate>Tue Jul 01 00:00:00 CEST 2025</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Landgericht Stuttgart weist Klage des Landes Baden-Württemberg auf Feststellungeiner Freistellungspflicht gegen die Projektpartner im Zusammenhang mit der Teilnahme an der Expo 2020 in Dubai ab]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/Klageabweisung+gegen+Land+Expo+2020</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 19.09.2024</p>Die 17. Zivilkammer hat mit Urteil vom 17.09.2024 die Klage des Landes Baden-Württemberg<br />abgewiesen, mit dem dieses die Feststellung der Verpflichtung der Beklagten begehrte<br />(17 O 37/24), dem Land sämtliche im Zusammenhang mit der Realisierung des Projekts &quot;Baden-<br />Württemberg Haus“ im Rahmen der Expo 2020 in Dubai entstandenen Kosten zu ersetzen.<p class="pbs-datum">Datum: 19.09.2024</p><div id="anker21783996" class=" wrap wrap-content"><div id="anker21783997" class=""><!-- HTML ElementId -->
  <div class="composedcontent-pbsbw---html-element"><!-- HTML --><div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker21783998">&nbsp;</a></div>
    <div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<p><strong>Gegenstand des Verfahrens</strong></p>
<p style="text-align: left;"><br />
Mit der erhobenen Klage begehrt das Land von den Beklagten die Freistellung von s&#228;mtlichen<br />
Kosten, die dem Land im Zusammenhang mit der Realisierung des Projekts "Baden-W&#252;rttemberg<br />
Haus&#8220; im Rahmen der Expo 2020 in Dubai entstanden sind und noch entstehen werden.<br />
Das Land hat sich mit dem &#8222;Baden-W&#252;rttemberg-Haus&#8220; an der Weltausstellung Expo 2020 in<br />
Dubai beteiligt, die vom 01.10.2021 bis 31.03.2022 stattfand. Bei den drei Beklagten handelt<br />
es sich um ein Konsortium, das die Teilnahme des Landes an der Expo 2020 mit einem Pavillon<br />
unterst&#252;tzen wollte, unter anderem die Ingenieurkammer Baden-W&#252;rttemberg.<br />
Im Januar 2019 wurde mit der Veranstalterin der Weltausstellung ein Vertrag &#252;ber die Teilnahme<br />
geschlossen. Der Vertrag wurde f&#252;r die Teilnehmerseite von dem Hauptgesch&#228;ftsf&#252;hrer<br />
der Ingenieurkammer Baden-W&#252;rttemberg unterzeichnet.<br />
Das Land tr&#228;gt vor, dass es zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses davon ausgegangen sei,<br />
nicht selbst Vertragspartner zu werden, sondern die Beklagten. Im Nachgang seien auf Seiten<br />
des Landes aufgrund der Formulierung des Vertrages jedoch Zweifel &#252;ber die Identit&#228;t des<br />
Vertragspartners entstanden. Dies habe dazu gef&#252;hrt, dass das Land den haupts&#228;chlich mit<br />
den Verhandlungen befassten damaligen Hauptgesch&#228;ftsf&#252;hrer der Ingenieurkammer Baden2<br />
W&#252;rttemberg aufforderte, klarzustellen, wer Vertragspartner geworden sei und wen die wirtschaftliche<br />
Verantwortung f&#252;r die im Zusammenhang mit der Realisierung des Projekts &#8222;Baden-<br />
W&#252;rttemberg Haus&#8220; entstehenden Kosten treffe.<br />
Daraufhin gab dieser im Februar 2019 eine Erkl&#228;rung ab, wonach das wirtschaftliche Risiko<br />
bzw. die wirtschaftlichen Folgen bei der Realisierung des &#8222;Baden-W&#252;rttemberg Hauses&#8220; auf<br />
der Expo 2020 in Dubai ausschlie&#223;lich bei den Beklagten liege und s&#228;mtliche Schadensersatzanspr&#252;che<br />
gegen das Land ausgeschlossen w&#252;rden. Ferner erkl&#228;rte er, der Teilnehmervertrag<br />
sei zwischen der Ingenieurkammer Baden-W&#252;rttemberg und dem Veranstalter geschlossen<br />
worden und das Land sei nicht Vertragspartner.<br />
Im weiteren Verlauf entstanden dem Land zweistellige Millionenbetr&#228;ge als Kosten f&#252;r die Verwirklichung<br />
des &#8222;Baden-W&#252;rttemberg-Hauses&#8220; auf der Expo 2020. F&#252;r diese und noch zu erwartende<br />
weitere Kosten verlangt das Land mit der Feststellungsklage Freistellung von den<br />
Beklagten.<br />
Das Land st&#252;tzt den geltend gemachten Anspruch auf die schriftliche Erkl&#228;rung des damaligen<br />
Hauptgesch&#228;ftsf&#252;hrers der Ingenieurkammer Baden-W&#252;rttemberg von Februar 2019. Mit der<br />
Erkl&#228;rung habe der Hauptgesch&#228;ftsf&#252;hrer der Ingenieurkammer Baden-W&#252;rttemberg im Namen<br />
aller drei Beklagter wirksam und rechtsverbindlich die Freistellung des Landes von s&#228;mtlichen<br />
Kosten im Zusammenhang mit der Realisierung des Projekts &#8222;Baden-W&#252;rttemberg<br />
Haus&#8220; vereinbart.<br />
Die Beklagten wehren sich gegen diese Auslegung der Erkl&#228;rung sowie eine hieraus folgende<br />
Verpflichtung zur Kostentragung und bestreiten eine Vertretungsbefugnis des Hauptgesch&#228;ftsf&#252;hrers<br />
der Ingenieurkammer Baden-W&#252;rttemberg.<br />
Die Klage hatte keinen Erfolg. Die 17. Zivilkammer hat die die Klage als unbegr&#252;ndet abgewiesen.<br />
Das Urteil ist noch nicht rechtskr&#228;ftig.</p>
<p><br />
<strong>Wesentliche Erw&#228;gungen der Kammer</strong></p>
<p style="text-align: left;"><br />
Die Kammer ist der Auffassung, dass dem Land Baden-W&#252;rttemberg aufgrund der Erkl&#228;rung<br />
des Hauptgesch&#228;ftsf&#252;hrers der Ingenieurkammer Baden-W&#252;rttemberg in dem Schreiben vom<br />
Februar 2019 keine Anspr&#252;che gegen die Beklagten zust&#252;nden. Der Hauptgesch&#228;ftsf&#252;hrer<br />
habe die Beklagten bei der Abgabe der Erkl&#228;rung nicht wirksam vertreten.<br />
Hinsichtlich der Ingenieurkammer Baden-W&#252;rttemberg fehle es trotz seiner Stellung als Hauptgesch&#228;ftsf&#252;hrer<br />
an einer hinreichenden Vollmacht, eine so weitgehende Haftungserkl&#228;rung<br />
abzugeben. Hinsichtlich der beiden anderen Beklagten fehle es bereits an dem erforderlichen<br />
Handeln im Namen des Vertretenen, da aus der Erkl&#228;rung nicht erkennbar hervortrete, dass<br />
diese auch f&#252;r die anderen Beklagten abgegeben werden sollte. Dar&#252;ber hinaus h&#228;tten die<br />
Beklagten den Hauptgesch&#228;ftsf&#252;hrer zur Abgabe einer solchen gemeinsamen Haftungserkl&#228;rung<br />
weder bevollm&#228;chtigt, noch ergebe sich dessen Vertretungsmacht aus Gr&#252;nden des Vertrauensschutzes.<br />
F&#252;r das Land Baden-W&#252;rttemberg seien diese Umst&#228;nde auch offensichtlich<br />
erkennbar gewesen, weshalb es aus der Erkl&#228;rung keine Anspr&#252;che gegen die Beklagten ableiten<br />
k&#246;nne.</p>
</div>
  </div>
</div></div>]]></description>
      <pubDate>Thu Sep 19 00:00:00 CEST 2024</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Urteil der 30. Zivilkammer zum Lkw-Kartell]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/Urteil+der+30_+Zivilkammer+zum+Lkw-Kartell</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 28.04.2022</p>Sammelklage auf Zahlung von Kartellschadenersatz in Höhe von rund 96 Millionen Euro abgewiesen<div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker10065009">&nbsp;</a></div><div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<p>Die 30. Zivilkammer des Landgerichts Stuttgart hat mit Urteil vom heutigen Tag die Sammelklage eines im Rechtsdienstleistungsregister
eingetragenen Inkassounternehmens gegen die Mercedes-Benz Group AG (vormals: Daimler AG) u.a. auf Zahlung von Kartellschadenersatz in
H&#246;he von rund 96 Millionen Euro abgewiesen (Az. 30 O 17/18).<br />
<br />
</p>
<p><strong>Sachverhalt<br />
</strong>Die Europ&#228;ische Kommission hat mit Bescheid vom 19. Juli 2016 (AT.39824 &#8211; Trucks) verschiedene Hersteller von
Nutzfahrzeugen, u.a. die hiesige Beklagte, wegen kartellrechtswidrigen Handelns zu einem Bu&#223;geld in Milliardenh&#246;he verurteilt
(sog. LKW-Kartell). Im Zusammenhang mit dem LKW-Kartell sind beim Landgericht Stuttgart rund 300 Klagen wegen
Kartellschadenersatzanspr&#252;chen eingegangen.</p>
<p>Mit der vorliegenden Klage verlangt ein Inkassounternehmen aus abgetretenem Recht von rund 350 Unternehmen die Zahlung von
Kartellschadenersatz in H&#246;he von rund 96 Millionen Euro zzgl. Zinsen und die Feststellung einer Ersatzpflicht der Beklagten f&#252;r
weitergehende Kartellsch&#228;den. Die Kl&#228;gerin wurde im Oktober 2016 von der Europ&#228;ischer Ladungs-Verbund Internationaler
Spediteure Aktiengesellschaft (nachfolgend: E.L.V.I.S.) als 100 %ige Tochter gegr&#252;ndet und ist im Februar 2017 nach &#167; 10 Abs. 1
Satz 1 Nr. 1 Rechtsdienstleistungsgesetz (RDG) bei der zust&#228;ndigen Beh&#246;rde f&#252;r den Bereich Inkassodienstleistungen
registriert worden. Die Unternehmen sind gr&#246;&#223;tenteils Mitglieder des Ladungsverbundes E.L.V.I.S. und &#252;berwiegend im
Transportdienstleistungsbereich t&#228;tig. Die in Frage stehenden Fahrzeuge sind von den Unternehmen in unterschiedlicher Weise (Kauf,
Mietkauf, Service-Leasing, Finanzierungs-Leasing u.a.) sowie in unterschiedlichem Umfang (von einem bis zu rund 1.600 Fahrzeugen je
Unternehmen) &#8222;beschafft&#8220; worden und betreffen die Marken Daimler, DAF, Fiat/Iveco, MAN, Scania und Volvo/Renault.<br />
<br />
</p>
<p><strong>Entscheidungsgr&#252;nde</strong><br />
Die Kammer hat die Klage mit Urteil vom heutigen Tage abgewiesen. Die T&#228;tigkeit der Kl&#228;gerin versto&#223;e gegen &#167; 3 und
&#167; 4 RDG. Mithin seien die in Rede stehenden Abtretungen etwaiger Kartellschadenersatzanspr&#252;che an die Kl&#228;gerin wegen
Versto&#223;es gegen ein gesetzliches Verbot nichtig, weshalb die Kl&#228;gerin schon gar nicht Inhaberin etwaiger kartellrechtlicher
Schadenersatzanspr&#252;che geworden sei. Sie sei daher mangels Aktivlegitimation nicht dazu berechtigt, die vorliegende Klage zu
f&#252;hren.&#160;</p>
<p><em><strong>Kl&#228;gerin au&#223;erhalb erteilter Inkassobefugnis t&#228;tig (Versto&#223; gegen &#167; 3 RDG)</strong></em><br />
Die Kl&#228;gerin sei nach dem RDG bei der zust&#228;ndigen Beh&#246;rde f&#252;r den Bereich Inkassodienstleistungen registriert worden.
Diese ihr erteilte Rechtsdienstleistungsbefugnis habe die Kl&#228;gerin aber &#252;berschritten. Sie erbringe im vorliegenden Streitfall
keine ihr erlaubte Inkassot&#228;tigkeit im Sinne des RDG, sondern eine umfassende Rechtsberatung.</p>
<p>Zwar sei es der Kl&#228;gerin als registrierter Inkassodienstleisterin grunds&#228;tzlich nicht verwehrt, im Rahmen des
au&#223;ergerichtlichen Forderungseinzugs in substantieller Weise &#8211; auch begleitend zu einem Gerichtsverfahren &#8211; Rechtsberatung
vorzunehmen. Diese m&#252;sse aber dergestalt im Hintergrund stehen, dass es gerechtfertigt sei, das &#252;bertragene Mandat noch als
Inkassot&#228;tigkeit zu werten. Dies sei vorliegend nicht der Fall. Vielmehr ergebe sich schon aus der vagen und nicht n&#228;her
beschr&#228;nkten Auftragserteilung, dass von der Kl&#228;gerin eine umfassende Betreuung der rechtlichen Interessen der Unternehmen
geschuldet sei. Dazuhin h&#228;tten die Unternehmen der Kl&#228;gerin keine konkreten Forderungen benannt, deren Einziehung die
Kl&#228;gerin gegen&#252;ber der Beklagten vornehmen sollte. Vielmehr sei von diesen (lediglich) ein Sachverhalt mitgeteilt worden, den die
Kl&#228;gerin zun&#228;chst habe rechtlich bewerten m&#252;ssen, um konkrete Forderungen gegen die Beklagte richten zu k&#246;nnen. Diese
h&#228;tten sich nach rechtlicher Pr&#252;fung schlie&#223;lich nicht nur in &#8222;blo&#223;en&#8220; Zahlungsanspr&#252;chen
ersch&#246;pft. Vielmehr verfolge die Kl&#228;gerin mit der Klage auch umfassende Feststellungsbegehren.</p>
<p>Au&#223;erdem habe sich die T&#228;tigkeit der Kl&#228;gerin ganz offensichtlich jedenfalls im Kern auf eine gerichtliche Durchsetzung
der Anspr&#252;che gerichtet. Dies weiche vom typischen Inkasso ab und k&#246;nne nur dann als Inkassodienstleistung qualifiziert werden,
wenn es sich um zeitlich, wirtschaftlich und rechtlich relativ beschr&#228;nkte Lebenssachverhalte handle. Vorliegend sei angesichts der
Vielzahl der hier streitgegenst&#228;ndlichen Fallgestaltungen bei rund 15.000 Einzelforderungen und der Komplexit&#228;t der damit
verbundenen Rechtsfragen das Gegenteil der Fall.</p>
<p>Schlussendlich k&#246;nnten kartellrechtliche Schadenersatzanspr&#252;che nicht Gegenstand einer erlaubten Inkassodienstleistung sein
(dazu die Kammer bereits ausf&#252;hrlich im Urteil vom&#160;<br />
20. Januar 2022 &#8211; 30 O 176/19, Holzkartell). Denn kartellschadenersatzrechtliche Fragestellungen w&#252;rden das f&#252;r
Inkassodienstleistungen typische Ma&#223; an rechtlicher Schwierigkeit grunds&#228;tzlich &#252;berschreiten.&#160;</p>
<p><em><strong>Interessenkollision der Kl&#228;gerin gef&#228;hrdet ordnungsgem&#228;&#223;e Vertretung der hinter der Klage stehenden
Unternehmen (Versto&#223; gegen &#167; 4 RDG)<br />
</strong></em>Im Streitfall best&#252;nden bei der Kl&#228;gerin auch Interessenskonflikte, die die ordnungsgem&#228;&#223;e Erbringung der
Rechtsdienstleistung gg&#252;. den Zedenten gef&#228;hrdeten. Solche Rechtsdienstleistungen seien nach &#167; 4 RDG aber
untersagt.<em><strong><br />
</strong></em></p>
<p>Die vorliegende massenhafte Anspruchsb&#252;ndelung sei geeignet, die Pflicht der Kl&#228;gerin zur bestm&#246;glichen
Rechtsdurchsetzung gegen&#252;ber jedem einzelnen Unternehmen zu beeintr&#228;chtigen. Denn die Erfolgsaussichten der Anspr&#252;che der
verschiedenen Unternehmen w&#252;rden sich unterscheiden. Beispielsweise seien einzelne Vertr&#228;ge zur Forderungs&#252;bertragung
streitig. Streitpunkte, die aber nur einzelne Unternehmen betr&#228;fen, z&#246;gen den Rechtsstreit dagegen f&#252;r alle insgesamt in die
L&#228;nge.&#160;</p>
<p>Interessenskonflikte w&#252;rden sich zudem aus den konkreten Prozessfinanzierungsabreden ergeben. Die Kl&#228;gerin habe sich
gegen&#252;ber den Unternehmen zur bestm&#246;glichen Durchsetzung der abgetretenen Forderungen verpflichtet. Es liege auf der Hand, dass
die pers&#246;nlichen Erfolgsaussichten der Unternehmen von der Erfolgsaussicht der Sammelklage insgesamt und der Gesamtrendite, wie sie
ein Prozessfinanzierer im Blick habe, abweichen. Aus der Abh&#228;ngigkeit der im Grunde verm&#246;genslosen Kl&#228;gerin von der
Prozessfinanzierung bestehe die konkrete Gefahr des Einflusses sachfremder Entscheidungskriterien auf die Art und Weise der
Rechtsdurchsetzung jedes einzelnen Anspruchs, was den Interessen der einzelnen Unternehmen zuwiderlaufen k&#246;nne.</p>
<p>Gleiches gelte angesichts der Treupflicht, die die Kl&#228;gerin als 100%ige Tochtergesellschaft des Ladungsverbundes E.L.V.I.S.
gegen&#252;ber dem Initiator des kl&#228;gerischen Gesch&#228;ftsmodells treffe. Die Kl&#228;gerin m&#252;sse dessen Weisungen Folge
leisten, auch wenn diese den Interessen der Unternehmen zuwiderliefen.&#160;</p>
<p><br />
Das Urteil ist nicht rechtskr&#228;ftig. Die Kl&#228;gerin kann dagegen innerhalb eines Monats nach Zustellung des Urteils beim
Oberlandesgericht Stuttgart Berufung einlegen.&#160;</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><em><strong><br />
Anhang: Rechtsvorschriften</strong></em></span></p>
<p><em><strong><span style="text-decoration: underline;">Gesetz &#252;ber au&#223;ergerichtliche Rechtsdienstleistungen
(Rechtsdienstleistungsgesetz - RDG)</span></strong></em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><em><strong>&#167; 3 Befugnis zur Erbringung au&#223;ergerichtlicher
Rechtsdienstleistungen<br />
</strong></em></span><em>Die selbst&#228;ndige Erbringung au&#223;ergerichtlicher Rechtsdienstleistungen ist nur in dem Umfang
zul&#228;ssig, in dem sie durch dieses Gesetz oder durch oder aufgrund anderer Gesetze erlaubt wird.</em></p>
<p>&#160;<span style="text-decoration: underline;"><em><strong>&#167; 4 Unvereinbarkeit mit einer anderen Leistungspflicht<br />
</strong></em></span><em>Rechtsdienstleistungen, die unmittelbaren Einfluss auf die Erf&#252;llung einer anderen Leistungspflicht haben
k&#246;nnen, d&#252;rfen nicht erbracht werden, wenn hierdurch die ordnungsgem&#228;&#223;e Erbringung der Rechtsdienstleistung
gef&#228;hrdet wird. Eine solche Gef&#228;hrdung ist nicht schon deshalb anzunehmen, weil aufgrund eines Vertrags mit einem
Prozessfinanzierer Berichtspflichten gegen&#252;ber dem Prozessfinanzierer bestehen.</em></p>
<p><br />
<br />
</p>
<p><em>Elena Gihr, Sprecherin des Landgerichts Stuttgart in Zivilsachen<br />
Urbanstra&#223;e 20, 70182 Stuttgart, Telefon (0711) 212-3411<br />
E-Mail-Adresse: pressestelle@lgstuttgart.justiz.bwl.de</em></p>
</div>]]></description>
      <pubDate>Thu Apr 28 00:00:00 CEST 2022</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[53. Zivilkammer: Einstweiliges Verfügungsverfahren um die Errichtung von Windenergieanlagen im Staatswald Baden-Württemberg]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/Einstweiliges+Verfuegungsverfahren+um+die+Errichtung+von+Windenergieanlagen+im+Staatswald+Baden-Wuerttemberg</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 21.04.2022</p>Bieter rügt Auswahlverfahren als rechtswidrig und verlangt Untersagung von Vertragsabschlüssen mit konkurrierenden Bewerbern<p class="pbs-datum">Datum: 21.04.2022</p><div id="anker10052184" class=" wrap wrap-content"><div id="anker10052185" class=""><!-- HTML ElementId -->
  <div class="composedcontent-pbsbw---html-element"><!-- HTML --><div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker10052186">&nbsp;</a></div>
    <div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<p>Die 53. Zivilkammer verhandelt am</p>
<p style="text-align: center;" class="FoRCeD">&#160;<strong>Montag, den 25. April 2022, 14.00 Uhr (Saal 155)</strong></p>
<p>einen Rechtsstreit um das Auswahlverfahren von Bewerbern f&#252;r die Errichtung von Windenergieanlagen im Staatswald
Baden-W&#252;rttemberg (Aktenzeichen 53 O 93/22).</p>
<p>In dem Eilverfahren wendet sich die Stadtwerke Heidenheim AG gegen die Forst&#160;<br />
Baden-W&#252;rttemberg A&#246;R. Die Antragstellerin begehrt im Wege des einstweiligen Rechtsschutzes die Untersagung des Abschlusses von
Gestattungsvertr&#228;gen mit den von der Antragsgegnerin ausgew&#228;hlten Bietern.</p>
<p>Die Antragsgegnerin ist zur Umsetzung eines Programms der Landesregierung&#160;<br />
Baden-W&#252;rttemberg mit der Vermarktung von geeigneten Standorten f&#252;r den Bau von bis zu 500 neuen Windkraftanlagen im Staatswald
befasst. Dazu schrieb die Antragsgegnerin im Oktober 2021 sieben Standorte f&#252;r die Errichtung von Windparks in der Gr&#246;&#223;e von
jeweils sieben bis zu 25 Windkraftanlagen aus (Gebiete: Lichtenstein, Bad Waldsee, Sulz/Dornhan, Blauen, Altdorfer Wald Nord, Altdorfer
Wald Mitte, Altdorfer Wald S&#252;d). Mit Schreiben vom 21. Oktober 2021 forderte diese Interessenten zur Abgabe von Angeboten bis zum 8.
Dezember 2021 auf. Die Antragstellerin hat sich fristgerecht auf alle sieben Standorte beworben, wurde indes f&#252;r keinen Standort als
zuk&#252;nftige P&#228;chterin ausgew&#228;hlt.</p>
<p>Nach Auffassung der Antragstellerin sei das Auswahlverfahren rechtswidrig. Sie fordert daher im Wege des einstweiligen Rechtsschutzes,
es der Antragsgegnerin zu untersagen, Gestattungsvertr&#228;ge f&#252;r die betreffenden Fl&#228;chen mit den zum Zuge gekommenen Bietern
abzuschlie&#223;en. Die Antragstellerin vertritt die Auffassung, das von der Antragsgegnerin durchgef&#252;hrte Verfahren sei intransparent
gewesen. Die Bewertungskriterien und deren Gewichtung seien vor dem Ende der Angebotsfrist nicht mitgeteilt worden. Mit der Ausschreibung
habe die Antragsgegnerin au&#223;erdem gegen die europ&#228;ische Dienstleistungs- und Kapitalverkehrsfreiheit, den Gleichheitssatz der
EU-Grundrechtecharta sowie gegen das Verbot des Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung nach &#167; 19 GWB versto&#223;en.</p>
<p>Die Antragsgegnerin tritt dem Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verf&#252;gung entgegen. Sie habe im Hinblick auf weitere geeignete
Fl&#228;chen in Baden-W&#252;rttemberg und in Deutschland keine marktbeherrschende Stellung bei der Standortvergabe von Windkraftanlagen.
Die von der Antragstellerin genannten europarechtlichen Grunds&#228;tze seien auf eine Verpachtung von Fl&#228;chen nicht anzuwenden. Auch
habe das Verfahren den Anforderungen an Transparenz und Gleichbehandlung gen&#252;gt. Die Bewertungskriterien seien schon seit 2012 in der
Anwendung. Da die Antragstellerin in einem fr&#252;heren Auswahlverfahren bereits zum Zuge gekommen und einen Gestattungsvertrag mit der
Antragsgegnerin abgeschlossen habe, seien ihr diese Kriterien auch bekannt gewesen.</p>
<p><em>Elena Gihr, Sprecherin des Landgerichts Stuttgart in Zivilsachen</em><br />
<em>Urbanstra&#223;e 20, 70182 Stuttgart, Telefon (0711) 212-3411</em><br />
<em>E-Mail-Adresse: pressestelle@lgstuttgart.justiz.bwl.de</em></p>
</div>
  </div>
</div></div>]]></description>
      <pubDate>Thu Apr 21 00:00:00 CEST 2022</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Urteil der 35. Kammer für Handelssachen: Klage der Verbraucherzentrale  Baden-Württemberg gegen eine Bank abgewiesen]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/Urteil+der+35_+Kammer+fuer+Handelssachen_+Klage+der+Verbraucherzentrale++Baden-Wuerttemberg+gegen+die+VR-Bank+Ludwigsburg+eG+abgewiesen</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 25.03.2022</p>Hinweis der Bank auf eine notwendige Bezifferung der Forderung bei Rückforderung von Kontoführungsgebühren durch Kunden nicht wettbewerbswidrig<p class="pbs-datum">Datum: 25.03.2022</p><div id="anker9996786" class=" wrap wrap-content"><div id="anker9996787" class=""><!-- HTML ElementId -->
  <div class="composedcontent-pbsbw---html-element"><!-- HTML --><div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker9996788">&nbsp;</a></div>
    <div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<p>Die 35. Kammer f&#252;r Handelssachen des Landgerichts Stuttgart hat mit Urteil vom heutigen Tag die Klage der Verbraucherzentrale
Baden-W&#252;rttemberg gegen eine Bank abgewiesen (Aktenzeichen 35 O 135/ 21 KfH). Danach ist der Hinweis einer Bank auf eine notwendige
Bezifferung der Forderung bei R&#252;ckforderung von Kontof&#252;hrungsgeb&#252;hren durch Kunden nicht wettbewerbswidrig.</p>
<p><strong>Sachverhalt</strong><br />
Im Fr&#252;hjahr 2021 erkl&#228;rte der Bundesgerichtshof die Praxis von Banken, einseitige Preisanpassungen auf Basis vorformulierter
Zustimmungsfiktion durchzusetzen, f&#252;r unzul&#228;ssig. Daraufhin forderte die beklagte Bank ihre Kunden auf, einer
Vertrags&#228;nderung f&#252;r die Zukunft bei gleichzeitigem Verzicht auf eine R&#252;ckerstattung f&#252;r die Vergangenheit zuzustimmen.
Im Anschluss daran erkl&#228;rte ein Kunde sein Einverst&#228;ndnis mit einer Geb&#252;hrenanpassung f&#252;r die Zukunft, forderte aber
die Beklagte auf, die seit der Preisanpassung bezahlte Geb&#252;hrenerh&#246;hung zur&#252;ckzubezahlen. Daraufhin teilte ihm die beklagte
Bank mit, dass er den Forderungsbetrag selbst ermitteln und seine Forderung schriftlich beziffern m&#252;sse. Die klagende
Verbraucherzentrale h&#228;lt dies f&#252;r wettbewerbswidrig. Sie sieht darin eine unzul&#228;ssige Beeinflussung der Verbraucher und
einen Versto&#223; gegen das Transparenzgebot. Die Verbraucherzentrale verlangt mit ihrer Klage neben der Erstattung der Abmahnkosten daher
die folgende Unterlassung:</p>
<p><em>&#8222;Der Beklagten wird untersagt, einem Verbraucher, mit dem die Beklagte einen Girokontovertrag geschlossen hatte und der die
Beklagte zur Erstattung zu Unrecht abgebuchter monatlicher Betr&#228;ge f&#252;r die Kontof&#252;hrung aufgefordert hat, entgegenzuhalten,
der Verbraucher m&#252;sse, damit die Beklagte die &#8222;R&#252;ckzahlungsforderung&#8220; pr&#252;fen w&#252;rde, zun&#228;chst selbst
den zu erstattenden Betrag errechnen bzw. recherchieren und in einem neuen Schreiben geltend machen, wie geschehen im Schreiben der
Beklagten an den Verbraucher C. S. vom 22.09.2021.&#8220;</em></p>
<p><strong>Entscheidungsgr&#252;nde</strong><br />
Die 35. Kammer f&#252;r Handelssachen hat die Klage der Verbraucherzentrale mit Urteil vom heutigen Tag (24.03.2022) abgewiesen.</p>
<p>Das Gericht hat einen Versto&#223; gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) verneint. Eine unzul&#228;ssige Beeinflussung
i.S.v. &#167; 4a UWG liege nicht vor, da die Bank durch den Hinweis auf die Bezifferung kein unzul&#228;ssiges Hindernis f&#252;r die
Geltendmachung der Forderung aufgestellt habe. Vielmehr entspreche es einem allgemeinen Grundsatz, dass der Anspruchssteller eine Forderung
auch beziffern m&#252;sse. Auch liege keine Irref&#252;hrung i.S.v. &#167; 5 UWG vor. Zwar habe der Bankkunde hinsichtlich der bezahlten
Geb&#252;hren einen Auskunftsanspruch, auf den die Bank in ihrem Schreiben nicht hingewiesen habe. Eine unlautere Irref&#252;hrung
&#252;ber die Rechtslage liege aber dann nicht vor, wenn es sich erkennbar nur um eine im Rahmen der Rechtsverteidigung ge&#228;u&#223;erte
Rechtsansicht handele, auch wenn diese unrichtig sei. Die Frage der Richtigkeit der Rechtsansicht m&#252;sse in dem Rechtsverh&#228;ltnis
zwischen dem Kunden und der Bank und nicht im Wettbewerbsprozess der Verbraucherzentrale gepr&#252;ft werden. Auch sei die Beklagte nicht
nach &#167; 5a Abs. 2 UWG verpflichtet gewesen, von sich aus auf das Bestehen eines Auskunftsanspruchs hinzuweisen. Auch unter
Zugrundelegung eines hohen Verbraucherschutzniveaus sei es einem Unternehmen nicht zuzumuten, dem Verbraucher eine Hilfestellung bei der
Durchsetzung seiner Forderung zu gew&#228;hren.</p>
<p>Das Urteil ist noch nicht rechtskr&#228;ftig. Die Verbraucherzentrale kann dagegen binnen einen Monats ab Zustellung des schriftlichen
Urteils Berufung beim Oberlandesgericht Stuttgart einlegen.</p>
<p><br />
<br />
</p>
<p><em>Elena Gihr, Sprecherin des Landgerichts Stuttgart in Zivilsachen</em><br />
<em>Urbanstra&#223;e 20, 70182 Stuttgart, Telefon (0711) 212-3411</em><br />
<em>E-Mail-Adresse: pressestelle@lgstuttgart.justiz.bwl.de</em></p>
</div>
  </div>
</div></div>]]></description>
      <pubDate>Fri Mar 25 00:00:00 CET 2022</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Urteil in dem sog. „Klinikumsverfahren“ ergangen]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/Urteil+in+dem+sog_+_Klinikumsverfahren_+ergangen</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 04.03.2022</p>Zwei Angeklagte u.a. wegen Anstiftung zur Untreue zu Freiheitsstrafen verurteilt.<p class="pbs-datum">Datum: 04.03.2022</p><div id="anker9956957" class=" wrap wrap-content"><div id="anker9956958" class=""><!-- HTML ElementId -->
  <div class="composedcontent-pbsbw---html-element"><!-- HTML --><div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker9956959">&nbsp;</a></div>
    <div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<p>Die 20. Wirtschaftskammer des Landgerichts Stuttgart hat heute in dem Strafverfahren Az. 20 KLs 1901 Js 126339/16 ein Urteil
verk&#252;ndet.</p>
<p>Nach den Feststellungen der Kammer haben die beiden Angeklagten, die sich als Dienstleister im Rahmen der Vermittlung und Betreuung
libyscher Patienten im Klinikum Stuttgart bet&#228;tigt hatten, unter anderem mitzuverantworten, dass unberechtigte Zahlungen aus dem
Verm&#246;gen des Klinikums f&#252;r nicht erbrachte Leistungen in Millionenh&#246;he erfolgten.</p>
<p>Ein Angeklagter wurde heute wegen Anstiftung zur Untreue in vier F&#228;llen sowie wegen versuchten Betruges zu einer Freiheitsstrafe
von f&#252;nf Jahren verurteilt.</p>
<p>Ein weiterer Angeklagter wurde heute wegen Anstiftung zur Untreue in zwei F&#228;llen, Beihilfe zur Untreue in vier F&#228;llen sowie
wegen Beihilfe zum versuchten Betrug zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und neun Monaten verurteilt.</p>
<br />
<br />
<p><span style="font-size: small;"><em>Vors. Richter am Landgericht Dr. Johannes Steinbach, Mediensprecher Strafrecht</em></span><br />
<span style="font-size: small;"><em>Urbanstra&#223;e 20, 70182 Stuttgart, Telefon (0711) 212-3800, Telefax (0711)
212-3539</em></span><br />
<span style="font-size: small;"><em>E-Mail-Adresse: pressestelle@lgstuttgart.justiz.bwl.de</em></span></p>
</div>
  </div>
</div></div>]]></description>
      <pubDate>Fri Mar 04 00:00:00 CET 2022</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Urteil der 30. Zivilkammer im sog. „Rundholzkartell“]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/Urteil+der+30_+Zivilkammer+im+sog_+_Rundholzkartell_</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 20.01.2022</p>Klage auf Zahlung von Kartellschadenersatz in Höhe von rund 450 Millionen Euro gegen das Land Baden-Württemberg abgewiesen.<br /><p class="pbs-datum">Datum: 20.01.2022</p><div id="anker9831764" class=" wrap wrap-content"><div id="anker9831765" class=""><!-- HTML ElementId -->
  <div class="composedcontent-pbsbw---html-element"><!-- HTML --><div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker9831766">&nbsp;</a></div>
    <div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<p style="text-align: justify;"><strong>Klage auf Zahlung von Kartellschadenersatz in H&#246;he von rund 450 Millionen Euro gegen das Land
Baden-W&#252;rttemberg abgewiesen.</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>&#8222;Sammelklage-Inkasso&#8220; f&#252;r kartellrechtliche Schadensersatzanspr&#252;che
verst&#246;&#223;t gegen das Rechtsdienstleistungsgesetz.</strong></p>
<p><br />
<br />
</p>
<p style="text-align: justify;">Die 30. Zivilkammer des Landgerichts Stuttgart hat mit Urteil vom heutigen Tag die Sammelklage gegen das
Land Baden-W&#252;rttemberg auf Zahlung von Kartellschadenersatz in H&#246;he von rund 450 Millionen Euro (einschlie&#223;lich Zinsen)
abgewiesen (Aktenzeichen 30 O 176/19).<br />
<br />
</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Sachverhalt</strong><br />
In den Jahren 1978 bis 2016 vermarktete das Land Baden-W&#252;rttemberg, geb&#252;ndelt mit dem Verkauf von Rundholz aus dem landeseigenen
Staatswald, auch Rundholz aus W&#228;ldern, die im Eigentum baden-w&#252;rttembergischer Kommunen oder Privater standen. Diese
Vermarktungspraxis war Gegenstand eines beim Bundeskartellamt gef&#252;hrten Kartellverfahrens. 2008 hatte sich das Land
Baden-W&#252;rttemberg mit dem Bundeskartellamt darauf geeinigt, den geb&#252;ndelten Rundholzverkauf f&#252;r gr&#246;&#223;ere
Forstbetriebe einzustellen (Beschluss vom 9. Dezember 2008 &#8211; B2-90/01-4). Das 2012 vom Bundeskartellamt wiederaufgenommene Verfahren
endete aus formalen Gr&#252;nden ohne Entscheidung dar&#252;ber, ob die geb&#252;ndelte Rundholzvermarktung rechtlich zul&#228;ssig oder
aber kartellrechtswidrig ist (Beschluss des Bundesgerichtshofs vom 12. Juni 2018 &#8211; KVR 38/17 &#8211; Rundholzvermarktung).</p>
<p style="text-align: justify;">Im Zusammenhang mit dieser Holzvermarktungspraxis sind beim Landgericht Stuttgart mehrere Verfahren
&#252;ber Anspr&#252;che von 95 S&#228;gewerken anh&#228;ngig. Die Kl&#228;ger sind der Auffassung, dass die kartellrechtswidrige
Holzvermarktung des Landes f&#252;r die in der S&#228;geindustrie t&#228;tigen Unternehmen deutlich &#252;berh&#246;hte Einkaufspreise zur
Folge gehabt habe. F&#252;r hieraus entst&#228;nde Sch&#228;den hafte das Land Baden-W&#252;rttemberg.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Kl&#228;gerin des vorliegenden Rechtsstreits ist eine GmbH, die ausschlie&#223;lich zum F&#252;hren des
hiesigen Verfahrens gegr&#252;ndet wurde. Sie ist Teil eines b&#246;rsennotierten US-Amerikanischen Konzerns, der auf die
Prozessfinanzierung spezialisiert ist. F&#252;r die Durchsetzung &#228;hnlicher Anspr&#252;che betreffend die L&#228;nder
Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen und Th&#252;ringen gibt es in dem Konzern vergleichbare Gesellschaften. In dem heute
entschiedenen Fall hat sich die Kl&#228;gerin Schadenersatzanspr&#252;che von insgesamt 36 Betrieben verschiedener Gr&#246;&#223;enordnung
&#8211; vom Einzelkaufmann bis zur Aktiengesellschaft &#8211; im Zusammenhang mit Rundholzbez&#252;gen aus Baden-W&#252;rttemberg in den
Jahren 1978 bis 2016 abtreten lassen (&#8222;Sammelklage-Inkasso&#8220;).</p>
<p style="text-align: justify;">Das beklagte Land Baden-W&#252;rttemberg h&#228;lt seine damalige Vermarktungspraxis f&#252;r rechtlich
zul&#228;ssig. Insbesondere habe diese nicht zu einem h&#246;heren Preis gef&#252;hrt. Vielmehr w&#228;re ohne den geb&#252;ndelten
Rundholzverkauf der Preis gestiegen. Das Land Baden-W&#252;rttemberg beruft sich ferner darauf, dass die vorliegend durch die Kl&#228;gerin
organisierte Sammelklage insbesondere wegen Versto&#223;es gegen das Rechtsdienstleistungsgesetz gesetzeswidrig sei.<br />
<br />
</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Entscheidungsgr&#252;nde</strong><br />
Die Kammer hat die Klage mit Urteil vom heutigen Tage abgewiesen. Das &#8222;Sammelklage-Inkasso&#8220; im Bereich des Kartellrechts sei
wegen Versto&#223;es gegen das Rechtsdienstleistungsgesetz unzul&#228;ssig. Die vorliegende Abtretung der Anspr&#252;che von den
S&#228;gewerken auf die Kl&#228;gerin sei deshalb unwirksam. Mithin sei die Kl&#228;gerin schon gar nicht Inhaberin etwaiger
kartellrechtlicher Schadenersatzanspr&#252;che der S&#228;gewerke gegen&#252;ber dem beklagten Land geworden und deshalb nicht dazu
berechtigt, die vor-liegende Klage zu f&#252;hren.</p>
<p style="text-align: justify;">Das &#8222;Sammelklage-Inkasso&#8220; versto&#223;e bei kartellrechtlichen Schadensersatzanspr&#252;che
gegen &#167;&#167; 3, 2 Abs. 1 RDG in Verbindung mit &#167; 10 Abs. 1, &#167; 2 Abs. 2, &#167; 11 Abs. 1 RDG.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine Rechtsdienstleistung sei nur dann zul&#228;ssig, wenn der Dienstleistungserbringer im
Rechtsdienstleistungsregister eingetragen sei und sich seine T&#228;tigkeit im Rahmen der erteilten Inkassobefugnis halte. Er
&#252;berschreite diese, wenn er im Bereich des Kartellrechts t&#228;tig werde. Zwar sei die Kl&#228;gerin vorliegend als
Inkassodienstleisterin im Rechtsdienstleistungsregister eingetragen. Mit dem vorliegenden Abtretungsmodell und der Sammelklage erbringe die
Kl&#228;gerin im Streitfall aber keine zul&#228;ssige Inkassodienstleistung. Vielmehr biete sie damit Rechtsdienstleistungen auf dem Gebiet
des Kartellrechts an. Sowohl die Rechtsfragen als auch die jeweils zu beurteilenden Sachverhalte seien im Kartellschadensersatzrecht aber
wesentlich komplexer als bei einer &#252;blichen Inkassodienstleistung. So seien regelm&#228;&#223;ig unter anderem umfassende
&#246;konomische und &#246;konometrische Feststellungen zum Marktgeschehen auf verschiedenen M&#228;rkten und Marktstufen und dem Einfluss
des behaupteten Kartells hierauf zu treffen. Damit &#252;berschreite die als Inkassodienstleiterin registrierte Kl&#228;gerin vorliegend
die ihr erteilte Rechtsdienstleistungserlaubnis. Mithin verf&#252;ge die Kl&#228;gerin im Streitfall nicht &#252;ber die erforderliche
Erlaubnis nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz.</p>
<p style="text-align: justify;">Die T&#228;tigkeit der Kl&#228;gerin versto&#223;e zudem gegen &#167; 4 des Rechtsdienstleistungsgesetzes.
Im Streitfall best&#252;nden Interessenskonflikte, die die ordnungsgem&#228;&#223;e Erbringung der Rechtsdienstleistung gg&#252;. den
S&#228;gewerken gef&#228;hrdeten. Solche Rechtsdienstleistungen seien nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz aber untersagt.</p>
<p style="text-align: justify;">Die vorliegende massenhafte B&#252;ndelung der Anspr&#252;che zahlreicher S&#228;gewerke sei geeignet, die
Pflicht der Kl&#228;gerin zur bestm&#246;glichen Rechtsdurchsetzung gegen&#252;ber jedem einzelnen S&#228;gewerk zu beeintr&#228;chtigen.
Denn die Erfolgsaussichten der Anspr&#252;che der verschiedenen S&#228;gewerke w&#252;rden sich unterscheiden. Beispielsweise seien
einzelne Vertr&#228;ge zur Forderungs&#252;bertragung streitig. Streitpunkte, die aber nur einzelne S&#228;gewerke betr&#228;fen,
z&#246;gen den Rechtsstreit dagegen f&#252;r alle insgesamt in die L&#228;nge.</p>
<p style="text-align: justify;">Au&#223;erdem habe die Kl&#228;gerin als Tochtergesellschaft des Prozessfinanzierungskonzerns diesem
gegen&#252;ber eine Treuepflicht und m&#252;sse dessen Weisungen Folge leisten auch wenn diese den Interessen der S&#228;gewerke
zuwiderliefen. Zudem sei die Kl&#228;gerin, die nur &#252;ber ein Stammkapital von 25.000 Euro verf&#252;ge, von ihrer Muttergesellschaft
als Kapitalgeberin abh&#228;ngig. Auch dies begr&#252;nde die Gefahr sachfremder Entscheidungskriterien zu Lasten der S&#228;gewerke.</p>
<p style="text-align: justify;">Schlie&#223;lich gef&#228;hrde auch die zwischen der Kl&#228;gerin und den S&#228;gewerken vereinbarte
Verg&#252;tung die ordnungsgem&#228;&#223;e Erbringung der Rechtsdienstleistung f&#252;r die S&#228;gewerke. Das Verg&#252;tungsmodell
setze Anreize f&#252;r eine kostenintensive Prozessf&#252;hrung zu Lasten der S&#228;gewerke. Denn die Kl&#228;gerin bekomme von etwaigen
Zahlungen des beklagten Landes zun&#228;chst die eigenen Kosten und Kostenrisiken in dreifacher H&#246;he erstattet. Erst der verbleibende
Restbetrag werde zwischen der Kl&#228;gerin und den S&#228;gewerken prozentual aufgeteilt. Damit sei der Gewinn der Kl&#228;gerin umso
h&#246;her, je h&#246;her die Kosten der Rechtsverfolgung seien.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Urteil ist nicht rechtskr&#228;ftig. Die Kl&#228;gerin kann dagegen innerhalb eines Monats nach
Zustellung des Urteils beim Oberlandesgericht Stuttgart Berufung einlegen.</p>
<p><br />
<br />
</p>
<p>&#8195;<br />
<strong>Hintergrund</strong></p>
<p><strong>Leits&#228;tze des Urteils</strong></p>
<ol>
<li>Das sog. &#8222;Sammelklage-Inkasso&#8220; verst&#246;&#223;t gegen &#167;&#167; 3, 2 Abs. 1 RDG in Verbindung mit &#167; 10 Abs. 1,
&#167; 2 Abs. 2, &#167; 11 Abs. 1 RDG, wenn es kartellrechtliche Schadensersatzanspr&#252;che zum Gegenstand hat, weil der klagende
registrierte Inkassodienstleister dadurch die ihm erteilte Befugnis zur Erbringung von Inkassodienstleistungen &#252;berschreitet.</li>
<li>Als &#8222;andere Leistungspflicht&#8220; im Sinne des &#167; 4 RDG kommen auch gesellschaftsrechtliche Treuepflichten des
Rechtsdienstleisters in Betracht.</li>
<li>Ein Versto&#223; gegen &#167; 4 RDG kann sich auch aus einem Verg&#252;tungsmodell des Rechtsdienstleisters ergeben.</li>
</ol>
<p style="text-align: justify;"><strong>Rechtsvorschriften Gesetz &#252;ber au&#223;ergerichtliche Rechtsdienstleistungen
(Rechtsdienstleistungsgesetz - RDG)</strong></p>
<p style="text-align: center;"><br />
<strong>&#167; 3</strong><br />
<strong>Befugnis zur Erbringung au&#223;ergerichtlicher Rechtsdienstleistungen</strong></p>
<p style="text-align: left;">Die selbst&#228;ndige Erbringung au&#223;ergerichtlicher Rechtsdienstleistungen ist nur in dem Umfang
zul&#228;ssig, in dem sie durch dieses Gesetz oder durch oder aufgrund anderer Gesetze erlaubt wird.<br />
</p>
<p style="text-align: center;"><strong>&#167; 4</strong><br />
<strong>Unvereinbarkeit mit einer anderen Leistungspflicht</strong></p>
<p style="text-align: left;">Rechtsdienstleistungen, die unmittelbaren Einfluss auf die Erf&#252;llung einer anderen Leistungspflicht haben
k&#246;nnen, d&#252;rfen nicht erbracht werden, wenn hierdurch die ordnungsgem&#228;&#223;e Erbringung der Rechtsdienstleistung
gef&#228;hrdet wird. Eine solche Gef&#228;hrdung ist nicht schon deshalb anzunehmen, weil aufgrund eines Vertrags mit einem
Prozessfinanzierer Berichtspflichten gegen&#252;ber dem Prozessfinanzierer bestehen.<br />
</p>
<p style="text-align: center;"><strong>&#167; 10</strong><br />
<strong>Rechtsdienstleistungen aufgrund besonderer Sachkunde</strong></p>
<p style="text-align: left;">(1) Nat&#252;rliche und juristische Personen sowie Gesellschaften ohne Rechtspers&#246;nlichkeit, die bei der
zust&#228;ndigen Beh&#246;rde registriert sind (registrierte Personen), d&#252;rfen aufgrund besonderer Sachkunde Rechtsdienstleistungen in
folgenden Bereichen erbringen:<br />
1. Inkassodienstleistungen (&#167; 2 Abs. 2 Satz 1),<br />
(&#8230;)</p>
<p><br />
<br />
</p>
<p style="text-align: left;"><em>Elena Gihr, Sprecherin des Landgerichts Stuttgart in Zivilsachen</em><br />
<em>Urbanstra&#223;e 20, 70182 Stuttgart, Telefon (0711) 212-3442</em><br />
<em>E-Mail-Adresse: pressestelle@lgstuttgart.justiz.bwl.de</em></p>
</div>
  </div>
</div></div>]]></description>
      <pubDate>Thu Jan 20 00:00:00 CET 2022</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Stuttgart Commercial Court: internationaler Unternehmenskauf nach Verhandlung auf Englisch gütlicher Einigung zugeführt]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/9813127</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 13.12.2022</p>Case Management Conference und Vergleichsverhandlungen mit zugeschaltetem chinesischem Managing Director erfolgreich<p class="pbs-datum">Datum: 13.12.2022</p><div id="anker9813133" class=" wrap wrap-content"><div id="anker9813134" class=""><!-- HTML ElementId -->
  <div class="composedcontent-pbsbw---html-element"><!-- HTML --><div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker9813135">&nbsp;</a></div>
    <div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<p style="text-align: justify;">Vor der Wirtschaftszivilkammer des Stuttgart Commercial Court wurde gestern ein Gro&#223;verfahren im Wege
eines Vergleichs rechtskr&#228;ftig beendet (Az. 49 O 4/21). Das Verfahren steht beispielhaft f&#252;r die vor dem Stuttgart Commercial
Court gef&#252;hrten internationalen Wirtschaftszivilverfahren.</p>
<p style="text-align: justify;">Der im November 2020 gegr&#252;ndete Stuttgart Commercial Court ist auf gro&#223;e wirtschaftsrechtliche
und internationale Streitverfahren spezialisiert. Die Zust&#228;ndigkeit des Stuttgart Commercial Court umfasst unter anderem alle
Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit Unternehmenskaufvertr&#228;gen.<br />
<br />
<strong>Sachverhalt</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Gegenstand des Verfahrens war die Klage einer chinesischen Gesellschaft mit Sitz in Hongkong, die im
M&#228;rz 2019 von der Beklagten, einer Schweizer Holding-Gesellschaft, die Mehrheit der Gesellschaftsanteile an einem gro&#223;en
portugiesischen Automobilzuliefererkonzern f&#252;r rund 36 Mio. Euro erworben hat. Mit der Klage wurden von der erwerbenden Gesellschaft
Schadensersatzanspr&#252;che in einer Gr&#246;&#223;enordnung von&#160;19 Mio. Euro geltend gemacht. Nach Auffassung der Kl&#228;gerin
h&#228;tten sich die wirtschaftlichen Verh&#228;ltnisse bei verschiedenen Tochtergesellschaften des erworbenen Konzerns und dessen
finanzielle Situation insgesamt als deutlich schlechter herausgestellt, als dies von der Beklagten in dem Verkaufsprozess kommuniziert
worden sei. F&#252;r die der Kl&#228;gerin hieraus entstandenen Sch&#228;den hafte die Beklagte. Im Anteilskaufvertrag (&#8222;Share
Purchase Agreement&#8220;) war eine Gerichtsstandsklausel zugunsten des Landgerichts Stuttgart vereinbart.<br />
<br />
<strong>Verfahrensgang</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Zur Strukturierung des Verfahrensablaufs wurde mit den beteiligten Anwaltskanzleien zun&#228;chst per
Videokonferenz eine vorbereitende &#8222;Case Management Conference&#8220; durchgef&#252;hrt. Am 15. Dezember 2021 fand vor der 49.
Zivilkammer des Stuttgart Commercial Court unter Vorsitz von Vorsitzendem Richter am Landgericht Dr. Melin eine Hybrid-Verhandlung statt,
zu der der in China wohnhafte Managing Director der Kl&#228;gerin mit Sitz in Hongkong mittels Videokonferenztechnik zugeschaltet war. Die
ausf&#252;hrlichen Vergleichsverhandlungen wurden dabei gem. &#167; 185 Abs. 2 GVG in englischer Sprache gef&#252;hrt. Auf Vorschlag der
Wirtschaftszivilkammer des Stuttgart Commercial schlossen die Parteien zur Abwicklung des Unternehmenskaufs einen umfangreichen
zun&#228;chst widerruflichen Vergleich &#252;ber Anspr&#252;che im Gesamtwert von 30 Mio. Euro. Der Vergleich ist am gestrigen Tag
rechtskr&#228;ftig geworden. Mit dem Vergleich wurden neben den streitgegenst&#228;ndlichen Schadensersatzanspr&#252;chen auch verschiedene
weitere &#8211; zwischen den Parteien streitige &#8211; Anspr&#252;che im Zusammenhang mit dem Unternehmenskauf einer g&#252;tlichen
Einigung zugef&#252;hrt.</p>
<p style="text-align: justify;">N&#228;here Informationen zum Stuttgart Commercial Court finden Sie unter <a href='http://www.commercial-court.de' class=' link link-external' target='_blank'>www.commercial-court.de</a>.</p>
<p><br />
<br />
<br />
<br />
</p>
<p style="text-align: left;"><em><span style="font-size: 10pt;">Elena Gihr, Sprecherin des Landgerichts Stuttgart in
Zivilsachen</span></em><br />
<em><span style="font-size: 10pt;">Urbanstra&#223;e 20, 70182 Stuttgart, Telefon (0711) 212-3442</span></em><br />
<em><span style="font-size: 10pt;">E-Mail-Adresse: pressestelle@lgstuttgart.justiz.bwl.de</span></em></p>
<p><br />
<br />
</p>
</div>
  </div>
</div></div>]]></description>
      <pubDate>Tue Dec 13 00:00:00 CET 2022</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Beginn der Hauptverhandlung gegen ein führendes Mitglied der sog. „Querdenken“-Bewegung ab 02.10.2024]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/9813114</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 06.08.2024</p>Die 10. Große Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts hat Hauptverhandlungstermine ab Mittwoch, 02.10.2024 bis zunächst Ende April 2025 bestimmt.<p class="pbs-datum">Datum: 06.08.2024</p><div id="anker9813120" class=" wrap wrap-content"><div id="anker9813121" class=""><!-- HTML ElementId -->
  <div class="composedcontent-pbsbw---html-element"><!-- HTML --><div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker9813122">&nbsp;</a></div>
    <div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<p>Die 10. Gro&#223;en Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Stuttgart, Az. 10 KLs 3 Js 15816/22, verhandelt ab&#160;</p>
<p>&#160;</p>
<p><strong>Mittwoch, 02.10.2024, 09.00 Uhr,&#160;</strong></p>
<p><strong>Landgericht Stuttgart, Eingang Ulrichstr., 70182 Stuttgart,&#160;</strong></p>
<p><strong>Saal nach Aushang</strong></p>
<p>&#160;</p>
<p>gegen ein f&#252;hrendes Mitglied der sog. &#8222;Querdenken&#8220;-Bewegung.</p>
<p>&#160;</p>
<p>Seit M&#228;rz 2023 ist gegen diesen ein Strafverfahren anh&#228;ngig. Die Staatsanwaltschaft warf dem Angeklagten vor, sich im
Zusammenhang mit der sog. &#8222;Querdenken&#8220;-Bewegung jeweils in einem besonders schweren Fall wegen versuchten Betrugs in 9.450
tateinheitlichen F&#228;llen, vier F&#228;llen der Geldw&#228;sche, versuchter Steuerhinterziehung in vier F&#228;llen sowie vollendeter
Steuerhinterziehung strafbar gemacht zu haben.&#160;</p>
<p>&#160;</p>
<p>Mit Beschluss vom 6. Oktober 2023 lie&#223; die 10. Gro&#223;e Wirtschaftsstrafkammer die Anklage hinsichtlich der
steuerstrafrechtlichen Vorw&#252;rfe zur Hauptverhandlung zu und er&#246;ffnete insoweit das Hauptverfahren. Hinsichtlich der Betrugs- und
Geldw&#228;schevorw&#252;rfe lehnte sie die Er&#246;ffnung des Hauptverfahrens ab.&#160;</p>
<p>Der 1. Strafsenat des Oberlandesgerichts Stuttgart er&#246;ffnete am 24. Januar 2024 auf die sofortige Beschwerde der Staatsanwaltschaft
Stuttgart das Hauptverfahren wegen des Vorwurfs des versuchten Betruges im besonders schweren Fall in 9.450 tateinheitlichen F&#228;llen
vor der 10. Gro&#223;en Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Stuttgart und lie&#223; die Anklage der Staatsanwaltschaft Stuttgart auch
insoweit zur Hauptverhandlung zu. Gleichzeitig best&#228;tigte der Senat den Beschluss des Landgerichts Stuttgart vom 6. Oktober 2023,
soweit darin betreffend die Tatvorw&#252;rfe der Geldw&#228;sche die Er&#246;ffnung des Hauptverfahrens abgelehnt wurde.&#160;</p>
<p>&#160;</p>
<p>Die Wirtschaftsstrafkammer ist in der Hauptverhandlung mit drei Berufsrichtern einschlie&#223;lich des Vorsitzenden sowie zwei
Sch&#246;ffen besetzt.</p>
<p>&#160;</p>
<p>Weitere Verhandlungstermine sind bestimmt auf:</p>
<p>&#160;</p>
<p>Dienstag, 15.10.2024 &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; 09:00 Uhr</p>
<p>Donnerstag, 17.10.2024 &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160;10:00 Uhr</p>
<p>Mittwoch, 06.11.2024 &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; 09:00 Uhr</p>
<p>Dienstag, 12.11.2024 &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; 09:00 Uhr</p>
<p>Donnerstag, 14.11.2024 &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160;09:00 Uhr</p>
<p>Dienstag, 19.11.2024 &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; 09:00 Uhr</p>
<p>Donnerstag, 21.11.2024 &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160;09:00 Uhr</p>
<p>Dienstag, 26.11.2024 &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; 09:00 Uhr</p>
<p>Donnerstag, 28.11.2024 &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160;09:00 Uhr</p>
<p>Dienstag, 03.12.2024 &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; 09:00 Uhr</p>
<p>Donnerstag, 05.12.2024 &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160;09:00 Uhr</p>
<p>Montag, 16.12.2024 &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160;09:00 Uhr</p>
<p>Donnerstag, 19.12.2024 &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160;09:00 Uhr</p>
<p>Dienstag, 07.01.2025 &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; 09:00 Uhr</p>
<p>Freitag, 10.01.2025 &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160;09:00 Uhr</p>
<p>Dienstag, 14.01.2025 &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; 09:00 Uhr</p>
<p>Donnerstag, 16.01.2025 &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160;09:00 Uhr</p>
<p>Freitag, 24.01.2025 &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160;09:00 Uhr</p>
<p>Montag, 27.01.2025 &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160;09:00 Uhr</p>
<p>Freitag, 31.01.2025 &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160;09:00 Uhr</p>
<p>Dienstag, 04.02.2025 &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; 09:00 Uhr</p>
<p>Dienstag, 11.02.2025 &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; 09:00 Uhr</p>
<p>Dienstag, 18.02.2025 &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; 09:00 Uhr</p>
<p>Dienstag, 25.02.2025 &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; 09:00 Uhr</p>
<p>Dienstag, 04.03.2025 &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; 09:00 Uhr</p>
<p>Dienstag, 11.03.2025 &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; 09:00 Uhr</p>
<p>Montag, 17.03.2025 &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160;09:00 Uhr</p>
<p>Dienstag, 25.03.2025 &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; 09:00 Uhr</p>
<p>Dienstag, 01.04.2025 &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; 09:00 Uhr</p>
<p>Dienstag, 08.04.2025 &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; 09:00 Uhr</p>
<p>Montag, 14.04.2025 &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160;09:00 Uhr</p>
<p>Dienstag, 29.04.2025 &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; 09:00 Uhr</p>
<p>&#160;</p>
<p>F&#252;r den Fall, dass weitere Hauptverhandlungstage erforderlich sein sollten, wurden die Verfahrensbeteiligten ferner gebeten, sich
bis Ende des Jahres 2025 einen bestimmten Wochentag freizuhalten.</p>
<p>&#160;</p>
<p><strong>Hinweise f&#252;r Medienvertreter zum Akkreditierungsverfahren folgen demn&#228;chst gesondert!</strong> Wenn Sie Informationen
hierzu erhalten wollen, wird um vorsorglich um eine Nachricht an die Pressestelle des Landgerichts Stuttgart, per E-Mail an&#160;</p>
<p>Pressestelle@LGStuttgart.JUSTIZ.bwl.de</p>
<p>Herrn Richter am Landgericht Dr. Lutfullin, gebeten.</p>
<p>&#160;</p>
<p>Mit freundlichen Gr&#252;&#223;en</p>
<p>Pressestelle des Landgerichts Stuttgart</p>
<p>&#160;</p>
<p>Dr. Timur Lutfullin</p>
<p>Richter am Landgericht</p>
<p>Mediensprecher in Strafsachen</p>
</div>
  </div>
</div></div>]]></description>
      <pubDate>Tue Aug 06 00:00:00 CEST 2024</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[40 Neustellen, davon 27 neue Richterinnen und Richter im Land zur Bewältigung von Diesel-Klagen]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/40+Neustellen_+davon+27+neue+Richterinnen+und+Richter+im+Land+zur+Bewaeltigung+von+Diesel-Klagen</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 27.12.2021</p>Besonders betroffene Stuttgarter Gerichte massiv verstärkt<p class="pbs-datum">Datum: 27.12.2021</p><div id="anker9767033" class=" wrap wrap-content"><div id="anker9767034" class=""><!-- HTML ElementId -->
  <div class="composedcontent-pbsbw---html-element"><!-- HTML --><div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker9767035">&nbsp;</a></div>
    <div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<br />
<br />
<p style="text-align: justify;"><strong>40 Neustellen, davon 27 neue Richterinnen und Richter im Land zur Bew&#228;ltigung von
Diesel-Klagen</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Besonders betroffene Stuttgarter Gerichte massiv verst&#228;rkt</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Ministerin der Justiz und f&#252;r Migration Marion Gentges: &#8222;Die
baden-w&#252;rttembergischen Zivilgerichte sind von so genannten Dieselverfahren regelrecht &#252;berschwemmt worden. Und diese Welle flaut
nicht ab, sie trifft die Gerichte im Land nach wie vor mit hoher Intensit&#228;t.&#8220;</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><br />
</p>
<p style="text-align: justify;">Nachdem der baden-w&#252;rttembergische Landtag am gestrigen Mittwoch das Gesetz &#252;ber die Feststellung
des Staatshaushaltsplans f&#252;r das Haushaltsjahr 2022 verabschiedet hat, erhalten die baden-w&#252;rttembergischen Gerichte massive
Verst&#228;rkung zur Bew&#228;ltigung der Diesel-Klagewelle. Das hat Baden-W&#252;rttembergs Ministerin der Justiz und f&#252;r Migration
Marion Gentges am heutigen Donnerstag (23. Dezember 2021) mitgeteilt. Landesweit werden 40 neue Stellen, davon 27 f&#252;r Richterinnen und
Richter geschaffen. 14 Stellen im Service-Bereich, die ansonsten weggefallen w&#228;ren &#8211; sog. Stellen mit
kw-(&#8222;k&#252;nftig-wegfallend&#8220;)Vermerken &#8211; werden zudem verl&#228;ngert. Die stark betroffenen Stuttgarter Gerichte
profitieren dabei besonders und erhalten den Gro&#223;teil der Stellen f&#252;r Richterinnen und Richter &#8211; und zwar das Landgericht
Stuttgart 17 neue Richterinnen und Richter sowie das Oberlandesgericht Stuttgart f&#252;nf neue Kolleginnen und Kollegen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ministerin der Justiz und f&#252;r Migration Marion Gentges sagte: &#8222;Man muss es so deutlich sagen:
die baden-w&#252;rttembergischen Zivilgerichte, insbesondere die in Stuttgart sind von so genannten Diesel-Verfahren regelrecht
&#252;berschwemmt worden. Und diese Welle ebbt nicht ab, sie trifft die Gerichte im Land nach wie vor mit hoher Intensit&#228;t. Allen
Kolleginnen und Kollegen in der Justiz, die in den vergangenen Jahren mit hohem Engage-ment die Verfahrenswelle bew&#228;ltigt haben, gilt
mein herzlicher Dank.&#8220;</p>
<p style="text-align: justify;">Weiter f&#252;hrte die Ministerin aus: &#8222;An den Zivilgerichten in Baden-W&#252;rttemberg sind im
Zeitraum von 2018 bis zum dritten Quartal 2021 fast 65.000 Verfahren eingegangen, die im Zusammenhang mit der behaupteten Verwendung
unzul&#228;ssiger Abschalteinrichtungen in den Abgasreinigungseinrichtungen von Dieselfahrzeugen stehen. An den Landgerichten ist seit 2018
mithin in etwa jedes vierte eingehende Verfahren ein Diesel-Verfahren. Die Bearbeitung dieser Verfahren stellt f&#252;r die Richterinnen
und Richter eine besondere Belastung dar &#8211; nicht nur aufgrund der hohen Eingangszahlen. Die Verfahren sind oft sehr umfangreich und
lassen sich mit den zur Verf&#252;gung stehenden Beweismitteln &#8211; auch mangels geeigneter Sachverst&#228;ndiger &#8211; nur schwer
aufkl&#228;ren. Umso wichtiger ist es nun, dass wir die Gerichte zur Bew&#228;ltigung dieser Verfahren erheblich verst&#228;rken
k&#246;nnen.&#8220;</p>
<p style="text-align: justify;">Aufgrund des Sitzes der Daimler AG ist das Landgericht Stuttgart mit Diesel-Verfahren besonders belastet.
Die dort zuletzt deutlich &#252;berproportionalen Verfahrenseing&#228;nge f&#252;hren aufgrund der hohen Berufungsquote in Diesel-Verfahren
auch zu einer besonderen Belastung des Oberlandesgerichts Stuttgart. Beide Gerichte waren deswegen zuletzt bereits vorl&#228;ufig
verst&#228;rkt worden: das Landgericht Stuttgart mit f&#252;nf Personalzuweisungen im richterlichen Bereich sowie das Oberlandesgericht
Stuttgart mit einem Vorsitzenden Richter.</p>
<p style="text-align: justify;">Cornelia Horz, Pr&#228;sidentin des Oberlandesgerichts Stuttgart, und Dr. Andreas Singer, Pr&#228;sident
des Landgerichts Stuttgart, dankten Ministerin Gentges und ihrem gesamten Haus f&#252;r ihren gro&#223;en Einsatz f&#252;r die
Justiz:<br />
&#8222;Wir sind sehr dankbar, dass unsere hochbelasteten Gerichte diese Unterst&#252;tzung durch die neuen Stellen erfahren. Wir empfinden
dies als ein wichtiges Zeichen der Wertsch&#228;tzung f&#252;r eine auch in Zukunft leistungsf&#228;hige Dritte Gewalt. Wir sind vor allem
wegen der Diesel-Verfahren, aber auch angesichts der umfangreichen Strafverfahren gegen Terror und organisierte Kriminalit&#228;t dringend
auf diese St&#228;rkung und auf den R&#252;ckhalt durch den Haushaltsgesetzgeber angewiesen. Dass dar&#252;ber im Landtag gro&#223;e
Einigkeit erzielt werden konnte und zus&#228;tzliche Stellen nicht nur f&#252;r Richter, sondern auch f&#252;r dringend ben&#246;tigte
weitere Unterst&#252;tzungskr&#228;fte geschaffen wurden, sehen wir als ein ermutigendes und deutliches Signal f&#252;r einen starken
Rechtsstaat in schwierigen Zeiten.&#8220;</p>
<p style="text-align: justify;">Beim im Bundesvergleich massiv mit Diesel-Verfahren belasteten Oberlandesgericht Stuttgart sind
mittlerweile &#252;ber 9.000 entsprechende Verfahren anh&#228;ngig. Allein im Jahr 2021 sind fast 11.000 derartige Berufungsverfahren gegen
Automobilhersteller neu dort eingegangen. &#8222;Angesichts dieser Verfahrensflut kann die berechtigte Erwartung der Rechtsuchenden und der
eigene Anspruch der Kolleginnen und Kollegen an eine nicht nur qualitativ hochwertige, sondern auch m&#246;glichst zeitnahe Erledigung der
Verfahren derzeit nicht mehr in gleicher Weise wie bisher erf&#252;llt werden&#8220;, so Cornelia Horz. &#8222;Umso wichtiger ist dieses
Zeichen des Beistands durch die Politik auch f&#252;r meine Kolleginnen und Kollegen.&#8220;</p>
<p style="text-align: justify;">Der Pr&#228;sident des Landgerichts betonte: &#8222;Die Klagewellen haben sich bei uns auf die Bearbeitung
aller Verfahren ausgewirkt. Die Neustellen sind daher nicht nur eine gro&#223;e und wertvolle Unterst&#252;tzung zur Bew&#228;ltigung der
Diesel-Verfahren. Vielmehr wollen wir damit allen Rechtsuchenden effektiven und schnellen Rechtsschutz garantieren. Eine starke
unabh&#228;ngige Justiz ist wesentlicher Standortfaktor einer erfolgreichen Wirtschaftsregion. Nur wenn uns die Durchsetzung des Rechts in
angemessener Zeit gelingt, kann die Wirtschaft verl&#228;sslich planen und rechtssicher handeln. Gleicherma&#223;en erwarten die
B&#252;rgerinnen und B&#252;rger zu Recht schnelle und fundierte Gerichtsentscheidungen.&#8220;</p>
<br />
<br />
<p style="text-align: justify;"><strong>Hintergrundinformationen zum Haushalt:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Der Staatshaushaltsplan der Landesregierung des kommenden Jahres setzt insgesamt einen klaren Schwerpunkt
auf die St&#228;rkung der Justiz im Land. Mit rund 450 Neustellen und der Verl&#228;ngerung von 581 Stellen mit kw-Vermerken werden Justiz
und Justizvollzug nicht nur punktuell, sondern in der ganzen Breite gest&#228;rkt.</p>
<p style="text-align: justify;"><br />
</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Hintergrundinformationen zu Diesel-Klagen:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Bei Diesel-Klagen handelt es sich um Klagen von Fahrzeugbesitzern und Eigent&#252;mern gegen
Automobilhersteller wegen der behaupteten Verwendung unzul&#228;ssiger Abschalteinrichtungen in den Abgasreinigungseinrichtungen von
Dieselfahrzeugen. Grunds&#228;tzlich richtet sich die Zust&#228;ndigkeit des angerufenen Gerichtes nach dem allgemeinen Gerichtsstand des
Beklagten. Dieser ist bei Gesellschaften am Sitz des Unternehmens. Das Landgericht Stuttgart ist daher bundesweit f&#252;r alle Klagen
gegen die Autobauer zust&#228;ndig, deren Konzernzentralen in Stuttgart sitzen.</p>
<p style="text-align: justify;">Zum Abbau dieser Verfahren sind im Staatshaushaltsplan 40 Neustellen &#252;ber alle Laufbahnen hinweg
vorgesehen, davon 27 f&#252;r den h&#246;heren Dienst (Richterinnen und Richter), drei f&#252;r den gehobenen Dienst (Rechtspflegerinnen
und Rechtspfleger) sowie zehn f&#252;r den sog. Servicebereich.</p>
<p><br />
<br />
</p>
<p style="text-align: justify;"><em>pressestelle@jum.bwl.de, Tel.: 0711 279-2103,&#160;www.justiz-bw.de, www.service-bw.de</em></p>
</div>
  </div>
</div></div>]]></description>
      <pubDate>Mon Dec 27 00:00:00 CET 2021</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Jahrespressegespräch 2021: Internationale Fahndungserfolge bei verschlüsselten Messengerdiensten führen zu starkem Anstieg der Anklagen]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/Jahrespressegespraech+2021_+Internationale+Fahndungserfolge+bei+verschluesselten+Messengerdiensten+fuehren+zu+starkem+Anstieg+der+Anklagen</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 13.08.2021</p>Starker Anstieg von Strafverfahren in Zusammenhang mit der Entschlüsselung sog. Krypto-Messenger-Dienste / Präsident Dr. Singer: „Verfahren gegen die organisierte Kriminalität werden mit höchster Priorität geführt.“<p class="pbs-datum">Datum: 13.08.2021</p><div id="anker9493821" class=" wrap wrap-content"><div id="anker9493822" class=""><!-- HTML ElementId -->
  <div class="composedcontent-pbsbw---html-element"><!-- HTML --><div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker9493823">&nbsp;</a></div>
    <div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<p>Heute folgten zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der regionalen und &#252;berregionalen Medien der Einladung zum j&#228;hrlichen
Pressegespr&#228;ch am Landgericht Stuttgart. Zu den aktuellen Themen geh&#246;rte der starke Anstieg von Strafverfahren in Zusammenhang
mit der Entschl&#252;sselung sog. Krypto-Messenger-Dienste.</p>
<p><strong>Verfahren vor den Allgemeinen Strafkammern steigen um 71 %</strong></p>
<p>Fahndungserfolge der franz&#246;sischen und niederl&#228;ndischen Ermittlungsbeh&#246;rden f&#252;hrten weltweit zur Einleitung
zahlreicher Strafverfahren: Den Ermittlern war es im letzten Jahr gelungen, die Verschl&#252;sselung des niederl&#228;ndischen
Messengerdienstes EncroChat zu entschl&#252;sseln und millionenfach Nachrichten abzusch&#246;pfen. Wie sich herausstellte, wurden die
speziell angefertigten Krypto-Handys auch von etlichen Verd&#228;chtigen in Deutschland genutzt. Die Erkenntnisse wurden &#252;ber EUROPOL
den deutschen Ermittlungsbeh&#246;rden zur Verf&#252;gung gestellt. Bundesweit wurden nach Po-lizeiangaben &#252;ber 2.000
Ermittlungsverfahren eingeleitet, davon allein 150 Verfahren in Baden-W&#252;rttemberg. Die Strafverfahren betreffen vornehmlich
Rauschgift- und Waffendelikte, die der organisierten Kriminalit&#228;t zugerechnet werden.</p>
<p>Im M&#228;rz 2021 wurde zudem der kanadische Messengerdienst Sky ECC entschl&#252;sselt. Auch dieser soll nach Polizeiangaben
vornehmlich von Kriminellen genutzt worden sein. Nach der Einstellung der Krypto-Messenger EncroChat und Sky ECC wichen zahlreiche Nutzer
auf die vermeintlich sichere Kommunikationsplattform ANOM aus, welche tats&#228;chlich jedoch im Rahmen der Operation Trojan Shield vom FBI
betrieben und ausgelesen wurde. Die dadurch gewonnenen Erkenntnisse werden ebenfalls &#252;ber EUROPOL mit den deutschen
Ermittlungsbeh&#246;rden geteilt.</p>
<p>&#8222;Beim Landgericht Stuttgart verzeichnen wir im ersten Halbjahr 2021 einen starken Anstieg der Verfahren vor den Allgemeinen
Strafkammern um 71% gegen&#252;ber dem Vorjahreszeitraum. Diese Entwicklung ist ma&#223;geblich auf zahlreiche Anklagen gegen die
organisierte Kriminalit&#228;t zur&#252;ckzuf&#252;hren&#8220;, berichtete Pr&#228;sident Dr. Andreas Singer. H&#228;ufig handelt es sich
um eilige Haftsachen, wobei regelm&#228;&#223;ig gleich mehrere Personen angeklagt werden. Schon jetzt sind 17
&#8222;EncroChat&#8220;-Strafverfahren gegen 39 Angeklagte beim gr&#246;&#223;ten Gericht des Landes eingegangen. Doch das ist nur der
Anfang. So hat die Staatsanwaltschaft bereits zahlreiche weitere Verfahren angek&#252;ndigt. &#8222;Die Verfahren gegen die organisierte
Kriminalit&#228;t werden von den Strafkammern des Landgerichts Stuttgart mit h&#246;chster Priorit&#228;t gef&#252;hrt. So konnten bereits
acht &#8222;Encro-Chat&#8220;-Strafverfahren gegen insgesamt 15 Angeklagte mit zum Teil langj&#228;hrigen Haftstrafen abgeschlossen
werden&#8220;, betonte der Pr&#228;sident.</p>
<table style="width: 665px; height: 143px;" border="1">
<tbody>
<tr>
<td>
<p><em><strong>EncroChat</strong> war ein von 2016 - 2020 aktiver Telekommunikationsanbieter mit Sitz in Amsterdam, welcher
verschl&#252;sselte Chat-Services und modifizierte Android-Telefone anbot (sog. Krypto-Handys), bei denen GPS-, Kamera- und
Mikrofon-Hardware entfernt war. Nach Erkenntnissen der franz&#246;sischen Polizei waren &#252;ber 90 % der Kunden in kriminelle
Aktivit&#228;ten verwickelt.</em></p>
<p><em><strong>Sky ECC</strong> war ein von 2008 &#8211; 2021 aktiver Messengerdienst mit Sitz in Vancouver, welcher &#228;hnliche
Dienstleistungen wie EncroChat angeboten hatte und u.a. in Belgien und den Niederlanden vermehrt genutzt wurde.</em></p>
<p><em>Bei <strong>ANOM</strong> handelt es sich um eine vom FBI im Rahmen der Operation Trojan Shield entwickelte
Verschl&#252;sselungs-App, die von Panama aus in das kriminelle Milieu eingeschleust wurde.</em></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><strong>Verfahren mit hohem Sicherungsbedarf</strong></p>
<p>Neben den Verfahren gegen die organisierte Kriminalit&#228;t sind beim Landgericht Stuttgart seit dem letzten Jahr
&#252;berdurchschnittlich viele Anklagen mit einem hohen Sicherungsbedarf eingegangen:</p>
<p>Hierbei handelt es sich einerseits um Verfahren mit politischem Schwerpunkt, wie dem vor der 9. Gro&#223;en Strafkammer &#252;ber zehn
Verhandlungstage gef&#252;hrten Prozess gegen zwei der linken Szene zugeordnete T&#228;ter, die u.a. einen Brandsatz an einem Seitenausgang
der Bundesagentur f&#252;r Arbeit in N&#252;rnberg angebracht hatten.</p>
<p>Auch die Sicherung des Verfahrens bei der 3. Gro&#223;en Jugendstrafkammer, in dem den zwei der linken Szene zugeordneten Angeklagten
vorgeworfen wird, am Rande einer &#8222;Querdenker&#8220;- Demonstration Angeh&#246;rige einer rechtsgerichteten Gewerkschaft angegriffen
zu haben, bindet an jedem Prozesstag zahlreiche Einsatzkr&#228;fte der Polizei, des Justizvollzugs und der Gerichte. Aus
Sicherheitsgr&#252;nden finden die voraussichtlich 25 Verhandlungstage ausschlie&#223;lich im Sitzungssaalgeb&#228;ude in
Stuttgart-Stammheim statt. Dort verhandelt ein Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts parallel ein &#228;u&#223;erst umfangreiches
Verfahren gegen 12 mutma&#223;liche Mitglieder einer rechtsgerichteten Gruppierung.</p>
<p>Besondere Sicherheitsma&#223;nahmen erfordern auch die zahlreichen Strafverfahren in Zusammenhang mit der sog. Stuttgarter Krawallnacht.
Alleine die Gewalttaten in der Nacht auf den 21. Juni 2020 f&#252;hrten beim Landgericht Stuttgart schon jetzt zu 23 Berufungsverfahren
sowie einer erstinstanzlichen Haftsache.</p>
<p>&#8222;Die Sicherung all dieser Verfahren stellt uns vor gro&#223;e Herausforderungen. Den riesigen organisatorischen und personellen
Aufwand k&#246;nnen wir nur dank der Unterst&#252;tzung anderer Gerichte, des Justizvollzugs und der Polizei bew&#228;ltigen&#8220;,
stellte der Pr&#228;sident klar.</p>
<p><br />
</p>
<p><em>VRLG Dr. Johannes Steinbach, Pressesprecher in Strafsachen, Tel.: 0711-212-3800</em></p>
</div>
  </div>
</div></div>]]></description>
      <pubDate>Fri Aug 13 00:00:00 CEST 2021</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Stuttgart Commercial Court: Wirtschaftsprüfer von Wirecard zur Auskunft und Akteneinsicht verurteilt]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/Stuttgart+Commercial+Court_+Wirtschaftspruefer+von+Wirecard+zur+Akteneinsicht+verurteilt</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 13.12.2022</p>Landgericht Stuttgart verurteilt Wirtschaftsprüfungsgesellschaft im Zusammenhang mit der Jahresabschlussprüfung der Wirecard AG zu Auskunft und Einsicht in Handakten<p class="pbs-datum">Datum: 13.12.2022</p><div id="anker9493789" class=" wrap wrap-content"><div id="anker9493790" class=""><!-- HTML ElementId -->
  <div class="composedcontent-pbsbw---html-element"><!-- HTML --><div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker9493791">&nbsp;</a></div>
    <div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<p>Die 31. Kammer f&#252;r Handelssachen des Landgerichts Stuttgart hat mit am 15. November 2022 verk&#252;ndetem Urteil die Ernst &amp;
Young Wirtschaftspr&#252;fungsgesellschaft GmbH antragsgem&#228;&#223; zur Auskunftserteilung und Einsicht in Handakten zur Pr&#252;fung
des Jahresabschlusses der Wirecard AG verurteilt. Ernst &amp; Young muss au&#223;erdem, wie vom Kl&#228;ger beantragt, konkrete Fragen im
Zusammenhang mit der Pr&#252;fung des Konzernabschlusses der Wirecard AG zum 31. Dezember 2016 beantworten.</p>
<p><strong>Gegenstand des Verfahrens</strong></p>
<p>Der Insolvenzverwalter der Wirecard AG und der Wirecard Technologies GmbH verlangt in einem bei der 31. Kammer f&#252;r Handelssachen
des Stuttgart Commercial Court anh&#228;ngigen Verfahren (31 O 125/21 KfH) von der Ernst &amp; Young Wirtschaftspr&#252;fungsgesellschaft
GmbH unter anderem Auskunft &#252;ber den Inhalt von Handakten, Einsicht in die Handakten und Herausgabe der Handakten (letzteres im Wege
der Stufenklage). Es geht dabei um die Handakten, die anl&#228;sslich von Jahresabschlusspr&#252;fungen sowie anl&#228;sslich einer vom
Unternehmen in Auftrag gegebenen forensischen Sonderuntersuchung angelegt worden waren. Au&#223;erdem soll Ernst &amp; Young Auskunft auf
konkrete Fragen zu der Pr&#252;fung geben, die der Insolvenzverwalter in seiner Klage ausformuliert hat.</p>
<p>Im Kern geht es dem Kl&#228;ger dabei um die Frage, weshalb Ernst &amp; Young im April 2017 als Ergebnis der Pr&#252;fung des
Konzernabschlusses der Wirecard AG zum 31. Dezember 2016 einen uneingeschr&#228;nkten Best&#228;tigungsvermerk erteilt hat, obwohl die
Wirtschaftspr&#252;fer noch kurz zuvor dokumentiert hatten, dass es offene Bilanzierungssachverhalte gebe, die im Zusammenhang mit der
forensischen Sonderuntersuchung untersucht worden waren.</p>
<p>Im M&#228;rz 2017 hatte der f&#252;r die Abschlusspr&#252;fung verantwortliche Partner dem Finanzvorstand der Wirecard AG noch
mitgeteilt, dass bestimmte in 2015 und 2016 gebuchte Ums&#228;tze nicht in angemessener Art und Weise nachgewiesen seien und dass sich aus
den involvierten Betr&#228;gen Konsequenzen f&#252;r den Konzernabschluss ergeben k&#246;nnten. Ende M&#228;rz 2017 hatte die Beklagte
abermals die Einschr&#228;nkung des Best&#228;tigungsvermerks angedroht, dann aber wenige Tage sp&#228;ter das Testat erteilt.</p>
<p>Mit der Angelegenheit &#8222;Wirecard&#8220; hatte sich sp&#228;ter u.a. auch ein Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestages
befasst, dem die Beklagte die Handakten einschlie&#223;lich der Arbeitspapiere herausgegeben hatte. Gegen&#252;ber dem Kl&#228;ger, dem
Insolvenzverwalter der Wirecard-Gesellschaften, war sie aber diesbez&#252;glich nicht zur Auskunft &#252;ber den Handakteninhalt, zur
Gew&#228;hrung von Einsicht oder zur Beantwortung der gestellten Fragen bereit.</p>
<p>Im Verfahren vor der 31. Kammer f&#252;r Handelssachen des Stuttgart Commercial Court stritten die Parteien dar&#252;ber, ob ein
Abschlusspr&#252;fer &#252;berhaupt Auskunft &#252;ber seine Handakte geben m&#252;sse. Der Kl&#228;ger hatte seine Klage insbesondere auf
die Rechenschaftspflicht gem. &#167;&#167; 675, 666 Var. 2 BGB gest&#252;tzt. Zu den berufsrechtlich gesch&#252;tzten Arbeitspapieren
(&#167; 51b Abs. 4 WPO) geh&#246;ren aus seiner Sicht nur die Unterlagen, die ausschlie&#223;lich der internen Planung, Dokumentation und
Nachschau des Pr&#252;fungsauftrages dienen, nicht hingegen die Pr&#252;fungsnachweise und &#8211;handlungen selbst. Die Beklagte hatte
demgegen&#252;ber unter anderem auf die besondere Stellung des Wirtschaftspr&#252;fers als Abschlusspr&#252;fer hingewiesen, insbesondere
auf seine Unabh&#228;ngigkeit und Unparteilichkeit, die bei Bejahung einer Rechenschaftspflicht gegen&#252;ber dem gepr&#252;ften
Unternehmen gef&#228;hrdet sei. Sie hatte au&#223;erdem argumentiert, dass Wirtschaftspr&#252;fer einer strengen Kontrolle durch die
Berufsaufsicht unterl&#228;gen. Eine etwaige Rechenschaftspflicht sei auf die &#8222;Handakten im engeren Sinne&#8220; begrenzt. Interne
Arbeitspapiere, seien dagegen durch &#167; 51b Abs. 4 WPO von Auskunfts- und Herausgabeanspr&#252;chen ausgenommen.&#160;</p>
<p><strong>Wesentliche Erw&#228;gungen der Kammer</strong></p>
<p>Die Kammer gab dem Kl&#228;ger in einem am 15. November 2022 verk&#252;ndeten Teil- und Endurteil Recht und verurteilte die
Wirtschaftspr&#252;fungsgesellschaft antragsgem&#228;&#223; zur Auskunftserteilung und Einsicht in die genannten Handakten. Die
Wirtschaftspr&#252;fer m&#252;ssen au&#223;erdem, wie vom Kl&#228;ger beantragt, konkrete Fragen im Zusammenhang mit der Pr&#252;fung des
Konzernabschlusses der Wirecard AG zum 31. Dezember 2016 beantworten. Die Wirtschaftspr&#252;fungsgesellschaft wurde auch dazu verurteilt,
eine Vernichtung der Handakten zu unterlassen. &#220;ber den stufenweise geltend gemachten Herausgabeanspruch hatte die Kammer noch nicht
zu entscheiden.</p>
<p>Auch Abschlusspr&#252;fer unterliegen nach Auffassung der 31. Kammer f&#252;r Handelssachen grunds&#228;tzlich einer umfassenden
Auskunfts- und Rechenschaftspflicht gegen&#252;ber dem Auftraggeber, ungeachtet ihrer gesetzlichen Verpflichtung zur Unabh&#228;ngigkeit
und Unparteilichkeit und ungeachtet ihrer Weisungsfreiheit. Nach Auffassung der 31. Kammer f&#252;r Handelssachen erstreckt sich der (hier
vom Insolvenzverwalter geltend gemachte) Anspruch des Mandanten auf Auskunft und auf Einsicht in die Handakten insbesondere auch auf die
Arbeitspapiere, die zu Recht als wichtige Erg&#228;nzung zum Pr&#252;fungsbericht gelten, denn sie m&#252;ssen s&#228;mtliche
Pr&#252;fungsnachweise enthalten und sollen der St&#252;tzung der Pr&#252;fungsaussagen dienen. Im Rahmen des &#167; 666 BGB m&#252;sse der
Abschlusspr&#252;fer dem Auftraggeber in verkehrs&#252;blicher Weise die notwendige &#220;bersicht und die Kenntnis von den wesentlichen
Einzelheiten der entfalteten Pr&#252;fungst&#228;tigkeit verschaffen. &#167; 51b Abs. 4 WPO d&#252;rfe nicht dahingehend missverstanden
werden, dass s&#228;mtliche Dokumente, mit deren Hilfe der Wirtschaftspr&#252;fer den Fortgang der entfalteten Pr&#252;fungst&#228;tigkeit
festh&#228;lt, dem Zugriff des Mandanten von vornherein entzogen w&#228;ren. Die Norm schr&#228;nke lediglich die Herausgabe von Unterlagen
ein, nicht jedoch den Auskunftsanspruch des Auftraggebers durch Einsicht in die Unterlagen.</p>
<p>Die Frage, ob die Beklagte gegen&#252;ber den Wirecard-Gesellschaften f&#252;r etwaige Sch&#228;den haftet, war nicht Gegenstand des
Verfahrens. Nachdem die Klage jedoch nach kl&#228;gerischer Darstellung der Pr&#252;fung und Verfolgung m&#246;glicher Ersatzanspr&#252;che
in mehrstelliger Millionenh&#246;he dient, setzte die Kammer den Streitwert auf 13 Mio. Euro fest.</p>
<p>Das Teil- und Endurteil wurde im Tenor am 15. November 2022 direkt nach der m&#252;ndlichen Verhandlung verk&#252;ndet und den Parteien
mit ausf&#252;hrlicher Begr&#252;ndung Anfang Dezember 2022 zugestellt. Das Urteil ist noch nicht rechtskr&#228;ftig.</p>
<br />
<br />
<p><span style="font-size: 10pt;"><strong>Dr. Sebastian Sonn<br />
</strong>Sprecher des Landgerichts Stuttgart in Zivilsachen</span><br />
<span style="font-size: 10pt;">Urbanstra&#223;e 20 &#160; 70182 Stuttgart</span><br />
<span style="font-size: 10pt;">(0711) 212-3415</span><br />
<span style="font-size: 10pt;">pressestelle@lgstuttgart.justiz.bwl.de</span></p>
</div>
  </div>
</div></div>]]></description>
      <pubDate>Tue Dec 13 00:00:00 CET 2022</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Jahrespressegespräch 2021: Massenklagen lassen Eingänge am Landgericht Stuttgart um 60 Prozent steigen]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/Jahrespressegespraech+2021_+Massenklagen+lassen+Eingaenge+am+Landgericht+Stuttgart+um+60+Prozent+steigen</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 13.08.2021</p>Diesel- und Kapitalanlegerklagen führen zu steigendem Geschäftseingang  / Präsident Dr. Singer: „Zur Bewältigung der Klageflut ist eine Reform des kollektiven Rechtsschutzes unumgänglich.“<p class="pbs-datum">Datum: 13.08.2021</p><div id="anker9493648" class=" wrap wrap-content"><div id="anker9493649" class=""><!-- HTML ElementId -->
  <div class="composedcontent-pbsbw---html-element"><!-- HTML --><div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker9493650">&nbsp;</a></div>
    <div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<p><strong>Klagewellen bauen sich immer weiter auf</strong><br />
 Massenklagen am Landgericht Stuttgart nehmen das vierte Jahr in Folge dramatisch zu. Dabei pr&#228;gt vor allem die Flut an Diesel- und
Kapitalanlegerklagen den Gesch&#228;ftseingang am gr&#246;&#223;ten Gericht des Landes. Gegen die Volkswagen AG sind in zwei Klagewellen
rund 4.500 Dieselklagen am Landgericht Stuttgart eingegangen. Daneben wurden &#252;ber 11.000 Dieselklagen gegen den Daimler-Konzern
erhoben. Alleine im ersten Halbjahr 2021 waren es 4.500 Klagen gegen den Stuttgarter Autobauer. Dazu kommen hunderte Anlegerklagen gegen
die Porsche Automobil Holding SE, die Volkswagen AG und die Daimler AG, aber auch gegen die Ernst &amp; Young GmbH im Zusammenhang mit
deren Wirtschaftspr&#252;fert&#228;tigkeit f&#252;r die Wirecard AG. &#8222;Die Klagewellen bauen sich damit seit vier Jahren immer weiter
auf&#8220;, erl&#228;utert der Pr&#228;sident des Landgerichts Stuttgart Dr. Andreas Singer: &#8222;Unsere Ressourcen sind auf diese
Massenklagen nicht ausgerichtet.&#8220;</p>
<p><strong>Verfahrensbest&#228;nde seit Beginn der Klagewellen verdoppelt</strong><br />
 In 2020 sind rund 16.700 Klagen bei den erstinstanzlichen Zivilkammern eingegangen. Vor Beginn der Klagewellen waren es noch rund 10.400
Klagen. Mithin haben die Eingangszahlen mit den Massenklagen um &#252;ber 60 Prozent zugelegt. Und der Trend verst&#228;rkt sich weiter. So
wurden im ersten Halbjahr 2021 mit einem Plus von rund 43 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erneut deutlich mehr Klagen
eingereicht. Dieser Anstieg hat gravierende Auswirkungen auf die Best&#228;nde und die Verfahrenslaufzeiten. Ende 2017 waren am Landgericht
Stuttgart noch 6.613 erstinstanzliche Zi-vilverfahren anh&#228;ngig. Zum 30.06.2021 sind es jetzt 13.644 offene Verfahren. Dies entspricht
einer Bestandsverdoppelung in nur 3 &#189; Jahren.</p>
<p>&#8222;&#220;ber die bisherige wertvolle Unterst&#252;tzung hinaus ben&#246;tigen wir weitere Verst&#228;rkung. Unsere
Besch&#228;ftigten arbeiten seit Beginn der ersten Dieselwelle im Jahr 2018 an der Belastungsgrenze. Die Auswirkungen auf den
Gerichtsstandort in der Metropolregion Stuttgart bereiten mir zunehmend Sorge. Zu lange Verfahren gef&#228;hrden das Vertrauen in unseren
Rechtsstaat&#8220;, sagt der Pr&#228;sident. W&#228;hrend ein erstinstanzliches Zivilverfahren vor Beginn der Klagewellen im Jahr 2017 am
Landgericht Stuttgart durchschnittlich 6,8 Monate gedauert hatte, dauerte es in 2020 bereits 7,4 Monate.</p>
<p><strong>Digitalisierung als Treiber der Klagewellen</strong><br />
 &#8222;Die Digitalisierung ist ein massiver Treiber dieser Klagewellen&#8220;, so der Landgerichtspr&#228;sident. Heute gen&#252;gen schon
wenige Klicks, um eine Klage auf den Weg zu bringen. Spezialisierte Anwaltskanzleien werben in den sozialen Medien und auf
Internet-Portalen um neue Mandanten. Das Kostenrisiko der Klagen wird h&#228;ufig von Legal Tech-Unternehmen, Prozessfinanzierern oder
Rechtsschutzversicherern &#252;bernommen. &#8222;Nach amerikanischem Vorbild werden zum Zwecke einer Klageerhebung sogar eigene
Gesellschaften gegr&#252;ndet, die werbewirksam Kl&#228;ger einsammeln und sich deren Anspr&#252;che abtreten lassen &#8211; so am
Landgericht Stuttgart etwa in Kartellverfahren&#8220;, berichtet Singer: &#8222;Dieses Rad wird sich nicht mehr zur&#252;ckdrehen lassen.
Wir sind mitten in einem Umbruch unserer Justiz.&#8220;</p>
<p><strong>Keine geeigneten prozessualen Instrumente</strong><br />
 Noch fehlen geeignete prozessuale Instrumente, um mit diesem Wandel Schritt halten zu k&#246;nnen. &#8222;In den massenhaft erhobenen
Individualklagen geht es immer und immer wieder um &#228;hnlich gelagerte Sachverhalte und parallele Rechtsfragen. Und dennoch m&#252;ssen
wir jede Klage einzeln verhandeln und entscheiden&#8220;, so Singer. Am Landgericht Stuttgart befassen sich derzeit 110 Richterinnen und
Richter mit den rund 15.600 Dieselabgasklagen gegen VW und Daimler. Grunds&#228;tzliche Fragen im Zusammenhang mit einer m&#246;glichen
Haftung der Daimler AG sind auch 2 &#189; Jahre nach Beginn der ersten Klagewelle gegen den Stuttgarter Autobauer h&#246;chstrichterlich
noch nicht gekl&#228;rt. Am Landgericht Stuttgart hat sich daher weiterhin keine einheitliche Linie im Umgang mit den Klagen herausbilden
k&#246;nnen. &#8222;Zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung sind wir auf eine z&#252;gige h&#246;chstrichterliche Kl&#228;rung
dringend angewiesen. Das dauert derzeit schlichtweg zu lange&#8220;, bem&#228;ngelt Singer.</p>
<p><strong>Musterfeststellungsklage hilft nicht weiter</strong><br />
 Die vor zweieinhalb Jahren eingef&#252;hrte Musterfeststellungsklage helfe aus Sicht der Gerichtspraxis nicht weiter, sagt Singer. So habe
die Anwaltschaft trotz des vor dem Oberlandesgericht Braunschweig gef&#252;hrten Musterfeststellungsverfahrens gegen die Volkswagen AG
rechtsschutzversicherten Kl&#228;gern weiterhin eine Individualklage nahegelegt.</p>
<p>Eine positive Entscheidung im Musterfeststellungsverfahren spricht den Verbraucherinnen und Verbrauchern bislang keinen Zahlungsanspruch
zu. Der eigene Anspruch muss im Anschluss in einer eigenen Klage erst noch geltend gemacht werden. Auch bei den Abgasklagen gegen die
Daimler AG r&#228;t die Anwaltschaft Rechtsschutzversicherten von einem Anschluss an die Musterfeststellungsklage vor dem Oberlandesgericht
Stuttgart ab. Au&#223;erdem betreffe die Musterfeststellungklage zu Modellen der Baureihen GLK und GLC nur einen sehr kleinen Ausschnitt an
Fahrzeugen, der keine 10 Prozent der vor dem Landgericht Stuttgart anh&#228;ngigen Daimler-Klagen abdecke, so Singer. &#8222;Aber selbst
diese Verfahren d&#252;rfen wir als Gericht im Hinblick auf das Musterfeststellungsverfahren vor dem Oberlandesgericht Stuttgart nicht
aussetzen. Wir k&#246;nnen also keine h&#246;chstrichterliche Kl&#228;rung abwarten, sondern m&#252;ssen parallel durchentscheiden. Hier
werden Ressourcen verbrannt&#8220;, kritisiert der Pr&#228;sident. Eine sp&#252;rbare Entlastung des Landgerichts durch das j&#252;ngste
Musterverfahren gegen die Daimler AG zu den Gel&#228;ndewagen erwarte er daher nicht.</p>
<p>&#8195;<br />
 <strong>Reform des kollektiven Rechtsschutzes aus Sicht der Praxis unumg&#228;nglich</strong><br />
 Mit der Musterfeststellungsklage in ihrer bisherigen Ausgestaltung werden wir die Massenklagen nicht in den Griff bekommen&#8220;, so
Singer. Er fordere daher ein starkes Instrument f&#252;r kollektiven Rechtsschutz. &#8222;Solange die Individualklage attraktiver als der
Anschluss an eine Sammelklage ist, kann die Justiz Massenklagen nicht kanalisiert und strukturiert abarbeiten&#8220;, prognostiziert der
Landgerichtspr&#228;sident: &#8222;Der Reformdruck ist aus Sicht der gerichtlichen Praxis enorm.&#8220;</p>
<p>Die Justizministerkonferenz hat sich mit Beschluss vom 16. Juni 2021 f&#252;r ein Vorlageverfahren zum Bundesgerichtshof ausgesprochen,
um grunds&#228;tzliche Rechtsfragen k&#252;nftig vorab h&#246;chstrichterlich kl&#228;ren zu lassen. Diesen Vorsto&#223; begr&#252;&#223;e
er, so Singer: &#8222;Eine wichtige Aufgabe der k&#252;nftigen Bundesregierung wird es sein, den kollektiven Rechtsschutz fortzuentwickeln.
Gesch&#228;digte m&#252;ssen schnell und kosteng&#252;nstig zu ihrem Recht kommen.&#8220; Seiner &#220;berzeugung nach sei dabei ein
direkter Zahlungsanspruch am Ende des Verfahrens und eine Verj&#228;hrungshemmung etwaiger Anspr&#252;che unabh&#228;ngig von einem
Anschluss an die Musterfeststellungsklage zentral. Singer verwies darauf, dass der Bundesgesetzgeber aufgrund der
EU-Verbandsklagerichtlinie ohnehin gefordert sei, ein weitergehendes Instrument kollektiven Verbraucherrechtsschutzes zu schaffen:
&#8222;Zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung und aus Gr&#252;nden der Prozess&#246;konomie geh&#246;rt dazu aber auch die
M&#246;glichkeit f&#252;r die erstinstanzlichen Gerichte, anh&#228;ngige Individualklagen bis zur h&#246;chstrichterlichen Kl&#228;rung
auszusetzen.&#8220;</p>
<p><br />
</p>
<p><em>RiLG Elena Gihr, Pressesprecherin in Zivilsachen,&#160;</em><em>Tel.: 0711-212-3411</em></p>
</div>
  </div>
</div></div>]]></description>
      <pubDate>Fri Aug 13 00:00:00 CEST 2021</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Urteil zur Schadensersatzverpflichtung der Porsche Holding SE]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/Urteil+zur+Schadensersatzverpflichtung+der+Porsche+Holding+SE</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 24.10.2018</p>Das Landgericht spricht klagenden Investoren Schadensersatz zu<div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker3306066">&nbsp;</a></div><div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<p style="margin: 16px 0px 0px; text-align: justify; line-height: 150%; text-indent: 0cm;"><span style="margin: 0px; line-height: 150%; font-family: 'Arial',sans-serif; font-size: 11pt;">Das Landgericht Stuttgart hat heute in zwei
Rechtsstreiten (22 O 101/16 und 22 O 348/16) durch den Einzelrichter der 22. Zivilkammer entschieden, dass die Porsche Automobil Holding SE
(PSE) den klagenden Investoren wegen Verletzung kapitalmarktrechtlicher Publizit&#228;tspflichten im Zusammenhang mit dem Einbau
unzul&#228;ssiger Abschalteinrichtungen in Dieselfahrzeugen der Volkswagen AG ihren Kursdifferenzschaden nach &#167; 37b WpHG a.F. zu
ersetzen hat. Die Ersatzpflicht betrifft nur Erwerbsgesch&#228;fte der Vorzugsaktie der PSE im Zeitraum vom 23. Mai 2014 bis zum 22.
September 2015.</span></p>
<p style="margin: 16px 0px 0px; line-height: 150%; text-indent: 0cm;"><span style="margin: 0px; line-height: 150%; font-family: 'Arial',sans-serif; font-size: 11pt;">Die Entscheidung ist nicht
rechtskr&#228;ftig.</span></p>
<p style="margin: 16px 0px 0px; line-height: 150%; text-indent: 0cm;"><span style="margin: 0px; line-height: 150%; font-family: 'Arial',sans-serif; font-size: 11pt;">Das Urteil zum Aktenzeichen 22 O 101/16 ist unter
<a title="Urteil LG Stuttgart 22 O 101-16" class=" link link-download" target="_blank" href="/pb/site/jum2/get/documents/jum1/JuM/import/landgericht%20stuttgart/pdf/PDF%20f%C3%BCr%20Pressemitteilungen/Urteil%2022%20O%20101-16%20.pdf">diesem
Link</a> als PDF-Datei abrufbar (ca. 13,2 MB).</span></p>
<br />
<br />
<p style="margin: 16px 0px 0px; line-height: 150%; text-indent: 0cm;"><em><span style="margin: 0px; line-height: 150%; font-family: 'Arial',sans-serif; font-size: 11pt;">Thomas Wessels, stellvertretender Mediensprecher
f&#252;r Zivilsachen</span></em></p>
<br />
<br />
</div>]]></description>
      <pubDate>Wed Oct 24 00:00:00 CEST 2018</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Urteil zur Mietpreisbegrenzungsverordnung Baden-Württemberg]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/Neue+Termine+im+Hauptverfahren+gegen+ehemalige+Porsche-Vorstaende+wegen+Marktmanipulation+bestimmt</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 13.03.2019</p>Urteil der 13. Zivilkammer: Mietpreisbegrenzungsverordnung Baden-<br />Württemberg wegen fehlender Veröffentlichung der Begründung unwirksam<br />  <div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker3092131">&nbsp;</a></div><div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<p><br />
 <strong>PRESSEMITTEILUNG 13. M&#228;rz 2019</strong></p>
<p><strong>Urteil der 13. Zivilkammer: Mietpreisbegrenzungsverordnung Baden-</strong></p>
<p><strong>W&#252;rttemberg wegen fehlender Ver&#246;ffentlichung der Begr&#252;ndung unwirksam</strong><br />
 <strong>Kl&#228;gerin kann sich nicht auf Mietpreisbremse berufen</strong></p>
<p><br />
 Die 13. Zivilkammer des Landgerichts Stuttgart hat heute unter Vorsitz des Vizepr&#228;sidenten des Landgerichts Christoph Hai&#223; das
Urteil in einem Berufungsverfahren verk&#252;ndet, in dessen Rahmen &#252;ber die Wirksamkeit der Mietpreisbegrenzungsverordnung des Landes
Baden-W&#252;rttemberg zu entscheiden war. Die Kammer h&#228;lt die badenw&#252;rttembergische Mietpreisbegrenzungsverordnung f&#252;r
formell unwirksam, weil es an einer notwendigen Ver&#246;ffentlichung der Begr&#252;ndung fehle.</p>
<p><br />
 <strong>Erw&#228;gungen der Kammer</strong></p>
<p>Eine Ver&#246;ffentlichung der Begr&#252;ndung der Mietpreisbegrenzungsverordnung sei erforderlich, um die Entscheidung der
Landesregierung nachvollziehbar zu machen, weshalb die Mietpreisbremse in einem bestimmten Gebiet gelten solle. Die Begr&#252;ndung der
Verordnung diene zudem dem Grundrechtsschutz der Vermieter. Diese seien durch die Mietpreisbremse in der &#246;konomischen Nutzung ihres
Eigentums eingeschr&#228;nkt. Betroffene Vermieter seien ohne Zugriff auf die vollst&#228;ndige Begr&#252;ndung aber nicht im Stande, ihre
Rechte sachgem&#228;&#223; wahrzunehmen und die Erfolgsaussichten eines Rechtsbehelfs abzusch&#228;tzen. Spiegelbildlich seien auch die zur
Entscheidung &#252;ber die Wirksamkeit der Verordnung berufenen Zivilgerichte nur dann in der Lage, &#252;ber die Einhaltung der
gesetzlichen Vorgaben zu befinden, wenn ihnen die Parteien den n&#246;tigen Prozessstoff vortragen k&#246;nnen.</p>
<p><strong>Bisherige Praxis des Landes gen&#252;ge Anforderungen an eine Ver&#246;ffentlichung nicht</strong></p>
<p><br />
 Das Land Baden-W&#252;rttemberg war dem Rechtsstreit im Berufungsverfahren als Streithelfer beigetreten. Das Land hat die Auffassung
vertreten, dass die Begr&#252;ndung zur Mietpreisbegrenzungsverordnung der &#214;ffentlichkeit ausreichend zug&#228;nglich gemacht worden
sei. Dem folgte die Kammer nicht. Insbesondere reiche es nach Auffassung der Kammer nicht aus, dass die fragliche Begr&#252;ndung auf
Anfrage herausgegeben wurde.</p>
<p><strong>Hintergrund und Folgen des Urteils</strong></p>
<p><br />
 Am 29. September 2015 hat die Landesregierung die Mietpreisbegrenzungsverordnung Baden-W&#252;rttemberg erlassen. Die Landesregierung
wurde auf Grundlage der bundesgesetzlichen Mietpreisbremse des &#167; 556 d BGB zum Erlass der Verordnung erm&#228;chtigt. Die
Landesverordnung legt in Baden-W&#252;rttemberg Gebiete mit einem angespannten Wohnungsmarkt fest, in denen die Miete zu Beginn des
Mietverh&#228;ltnisses die orts&#252;bliche Vergleichsmiete h&#246;chstens um zehn Prozent &#252;bersteigen darf. Unmittelbare Folge des
Urteils ist, dass sich die Kl&#228;gerin des vorliegenden Rechtsstreits auf die Mietpreisbremse nicht berufen kann. Sofern weitere Gerichte
der Auffassung der Kammer folgen, sind von der Entscheidung des Landgerichts Stuttgart s&#228;mtliche Mietverh&#228;ltnisse im Land
betroffen, die in einem Gebiet liegen, in dem die Mietpreisbremse des &#167; 556 d BGB nach der aktuellen Mietpreisbegrenzungsverordnung
des Landes Anwendung findet (Liste der betroffenen St&#228;dte und Gemeinden s.u. Anlage).</p>
<p><br />
 <strong>Urteil rechtskr&#228;ftig &#8211; Revision nicht zugelassen</strong></p>
<p><br />
 Das Urteil ist rechtskr&#228;ftig. Die Kammer hat die Revision nicht zugelassen. Insbesondere<br />
 die Fortbildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung erfordere<br />
 keine Entscheidung des Revisionsgerichts, so die Kammer. Die Annahme einer<br />
 Pflicht zur Ver&#246;ffentlichung der Begr&#252;ndung nach &#167; 556d Absatz 2 BGB entspreche der<br />
 allgemeinen Ansicht in Rechtsprechung und Literatur.</p>
<p><br />
 <strong>Gang des Verfahrens</strong></p>
<p>In erster Instanz hatte das Amtsgericht Stuttgart mit Urteil vom 30. Oktober 2018 (Az 35<br />
 C 2110/18) festgestellt, dass die Mietpreisbegrenzungsverordnung Baden-W&#252;rttemberg<br />
 mangels hinreichender Begr&#252;ndung und mangels Ver&#246;ffentlichung der Begr&#252;ndung unwirksam sei. Die 13. Zivilkammer hat sich
damit im Ergebnis der Auffassung des Amtsgerichts angeschlossen. Anders als das Amtsgericht hat die Kammer ihre Entscheidung indes nicht
auf eine unzureichende Begr&#252;ndung der Verordnung gest&#252;tzt, sondern nur auf eine fehlende Ver&#246;ffentlichung der
Begr&#252;ndung.</p>
<p>Das Urteil Landgericht Stuttgart vom 13.3.2019 &#8211; Aktenzeichen 13 S 181/18 - finden Sie <a title="Urteil zur Mietpreisbegrenzungsverordnung" class=" link link-download" target="_blank" href="/pb/site/jum2/get/documents/jum1/JuM/import/landgericht%20stuttgart/pdf/PDF%20f%C3%BCr%20Pressemitteilungen/Berufungsurteil%2013%20S%20181-18.pdf">hier
verlinkt.</a></p>
<p><em>Elena Gihr, Sprecherin des Landgerichts in Zivilsachen</em></p>
</div>]]></description>
      <pubDate>Wed Mar 13 00:00:00 CET 2019</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Bewährungs- und Geldstrafe für Anton Schlecker, Lars und Meike Schlecker zu Haftstrafen verurteilt]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/Urteil+im+Schleckerprozess</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 27.11.2017</p>Prozess vor dem Landgericht Stuttgart endet mit Schuldsprüchen<div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker3003948">&nbsp;</a></div><div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><span style="line-height: 150%;">Im sog. &#8222;Schleckerprozess&#8220; hat die 11.
Gro&#223;e Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Stuttgart heute, am 29. Prozesstag, Anton Schlecker wegen vors&#228;tzlichem Bankrott in
vier F&#228;llen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt und deren Vollstreckung zu Bew&#228;hrung ausgesetzt. Daneben
verh&#228;ngte die Kammer gegen ihn eine Gesamtgeldstrafe von 360 Tagess&#228;tzen zu je 150 Euro &#8211; insgesamt 54.000 Euro &#8211;
wegen vors&#228;tzlichen Bankrotts in zw&#246;lf F&#228;llen und falscher Versicherung an Eides statt.</span></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><span style="line-height: 150%;"><span style="line-height: 150%;">Seine beiden Kinder
Lars und Meike Schlecker erhielten wegen Untreue in Tateinheit mit vors&#228;tzlichem Bankrott, vors&#228;tzlicher Insolvenzverschleppung
und Beihilfe zu zw&#246;lf bzw. zwei Bankrotttaten ihres Vaters, Gesamtfreiheitsstrafen von zwei Jahren und neun bzw. zwei Jahren und acht
Monaten.</span></span></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><span style="line-height: 150%;"><span style="line-height: 150%;"><span style="line-height: 150%;">Nach einem umfangreichen Beweisprogramm sah es die Kammer als erwiesen an, dass sp&#228;testens am 1. Februar
2011 - nach Eingang einer Betriebsauswertung f&#252;r das Jahr 2010 - die Angeklagten zutreffend erkannten, dass dem Unternehmen Schlecker
die Insolvenz drohte. Dennoch schaffte der Angeklagte Anton Schlecker nach &#220;berzeugung der Kammer auf unterschiedliche Art und Weise
&#8211; etwa durch Zahlungen &#252;berh&#246;hter Stundens&#228;tze an die faktisch von seinen Kindern gef&#252;hrte Logistikfirma LDG oder
durch Geldgeschenke an seine Enkelkinder - Verm&#246;genswerte in H&#246;he von insgesamt ca. 3,6 Millionen Euro beiseite, um diese dem
Zugriff der Gl&#228;ubiger zu entziehen und seiner Familie zukommen zu lassen. Das Vorliegen einer Gewinnsucht verneinte die Kammer,
weshalb sie &#8211; abweichend von der Anklage &#8211; bei Anton Schlecker keinen besonders schweren Fall des Bankrotts annahm. Die
Haftstrafen von Lars und Meike Schlecker beruhten im Wesentlichen darauf, dass sie sich als faktische Gesch&#228;ftsf&#252;hrer am 20.
Januar 2012 zusammen ca. 6,1 Millionen Euro von dem zu diesem Zeitpunkt bereits verschuldeten LDG Logistikunternehmen als
Gewinnaussch&#252;ttung ausbezahlen lie&#223;en.<br />
&#160;<br />
</span></span></span></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><span style="line-height: 150%;">Strafmildernd wirkte bei allen Angeklagten die erfolgte
Schadenswiedergutmachung. Dies f&#252;hrte dazu, dass die Strafkammer bei der Festsetzung der Strafen jeweils von einem geringeren
Strafrahmen ausging und bei Lars und Meike Schlecker bei den Untreuetaten keinen &#8222;besonders schweren Fall&#8220; annahm (vgl. &#167;
46a Strafgesetzbuch. Bei Anton Schlecker erachtete die Kammer bei 13 Einzeltaten eine Freiheitsstrafe f&#252;r nicht unerl&#228;sslich
(vgl. &#167;&#160;47 Abs. 1 Strafgesetzbuch), weshalb sie f&#252;r diese F&#228;lle mit geringerer Schadensh&#246;he eine Gesamtgeldstrafe
verh&#228;ngte und diese neben der zweij&#228;hrigen Gesamtfreiheitsstrafe gesondert stehen lie&#223; (vgl. &#167; 53 Abs. 2 Satz 2
Strafgesetzbuch).</span></p>
<p><br />
&#160;</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><span style="line-height: 150%;"><em><span style="line-height: 150%;">Urteil LG
Stuttgart vom 27.11.2017 - Az.: 11 KLs 152 Js 53670/12<br />
</span></em></span></p>
<br />
<br />
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><em><span style="line-height: 150%;">Dr. Johannes Fridrich, Mediensprecher in
Strafsachen</span></em></p>
<p><em>&#160;</em></p>
<p><em>&#160;</em><strong><em><span style="line-height: 150%; font-size: 10pt;"><br />
&#160;<br />
</span></em></strong></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><strong><em><span style="line-height: 150%; font-size: 10pt;">&#167; 283
(Bankrott)</span></em></strong></p>
<p><em>(1) Mit Freiheitsstrafe bis zu f&#252;nf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer bei &#220;berschuldung oder bei drohender
oder eingetretener Zahlungsunf&#228;higkeit</em></p>
<p><br />
</p>
<p><em>1. Bestandteile seines Verm&#246;gens, die im Falle der Er&#246;ffnung des Insolvenzverfahrens zur Insolvenzmasse geh&#246;ren,
beiseite schafft oder verheimlicht oder in einer den Anforderungen einer ordnungsgem&#228;&#223;en Wirtschaft widersprechenden Weise
zerst&#246;rt, besch&#228;digt oder unbrauchbar macht, (&#8230;)</em></p>
<p><br />
</p>
<p><em>8. in einer anderen, den Anforderungen einer ordnungsgem&#228;&#223;en Wirtschaft grob widersprechenden Weise seinen
Verm&#246;gensstand verringert oder seine wirklichen gesch&#228;ftlichen Verh&#228;ltnisse verheimlicht oder verschleiert.</em></p>
<p><br />
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><strong><em><span style="line-height: 150%; font-size: 10pt;">&#167; 46a Strafgesetzbuch
(Schadenswiedergutmachung)</span></em></strong></p>
<p><em>Hat der T&#228;ter</em></p>
<p><em>1. (&#8230;)</em></p>
<p><em>2. in einem Fall, in welchem die Schadenswiedergutmachung von ihm erhebliche pers&#246;nliche Leistungen oder pers&#246;nlichen
Verzicht erfordert hat, das Opfer ganz oder zum &#252;berwiegenden Teil entsch&#228;digt,</em></p>
<p><em>so kann das Gericht die Strafe nach &#167;</em> <a href='https://dejure.org/gesetze/StGB/49.html' class=' link link-external' target='_blank'><em><span style="color: windowtext; text-decoration: none;">49</span></em></a> <em>Abs.
1 mildern (&#8230;) .</em></p>
<p><em>&#160;</em></p>
<p style="line-height: 150%;"><strong><em><span style="line-height: 150%; font-size: 10pt;">&#167; 47 Abs. 1 Strafgesetzbuch (Kurze
Freiheitsstrafe nur in Ausnahmef&#228;llen)</span></em></strong></p>
<p><em>Freiheitsstrafe unter sechs Monaten verh&#228;ngt das Gericht nur, wenn besondere Umst&#228;nde, die in der Tat oder der
Pers&#246;nlichkeit des T&#228;ters liegen, die Verh&#228;ngung einer Freiheitsstrafe zur Einwirkung auf den T&#228;ter oder zur
Verteidigung der Rechtsordnung unerl&#228;&#223;lich machen.</em></p>
<p><em>&#160;</em></p>
<p style="line-height: 150%;"><strong><em><span style="line-height: 150%; font-size: 10pt;">&#167; 53 Abs. 2 Strafgesetzbuch
(Tatmehrheit)</span></em></strong></p>
<p><em>Trifft Freiheitsstrafe mit Geldstrafe zusammen, so wird auf eine Gesamtstrafe erkannt. Jedoch kann das Gericht auf Geldstrafe auch
gesondert erkennen; soll in diesen F&#228;llen wegen mehrerer Straftaten Geldstrafe verh&#228;ngt werden, so wird insoweit auf eine
Gesamtgeldstrafe erkannt.</em></p>
<p style="line-height: 150%;"><span style="line-height: 150%; font-size: 11pt;">&#160;</span></p>
<p><em>&#160;</em></p>
<p>&#160;</p>
<br />
<br />
</div>]]></description>
      <pubDate>Mon Nov 27 00:00:00 CET 2017</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Gemeinsame Medieninformation]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/Gemeinsame+Medieninformation</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 15.03.2021</p><b>Mit dem Landgericht Stuttgart erhält auch das größte Landgericht in Baden-Württemberg die elektronische Gerichtsakte<br /><br />Justizminister Guido Wolf: „Die Einführung der elektronischen Akte am Landgericht Stuttgart stellt einen Meilenstein im Digitalisierungsprogramm der Justiz in Baden-Württemberg dar.“<br /><br />Präsident des Landgerichts Dr. Andreas Singer: „Die elektronische Akte ist gerade jetzt in der Pandemie eine große Hilfe.“</b><div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker2959169">&nbsp;</a></div><div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<p style="text-align: justify;">In der Nacht vom morgigen Dienstag (16. M&#228;rz 2021) auf Mittwoch (17. M&#228;rz 2021) erfolgt eine
historische Umstellung: Alle Zivilverfahren, die neu beim Landgericht Stuttgart eingehen, werden dann nicht mehr in Papierakten, sondern
ausschlie&#223;lich elektronisch gef&#252;hrt. Aktenberge, verstaubte Aktenschr&#228;nke und rollende Aktenw&#228;gen geh&#246;ren damit in
Stuttgart bald der Vergangenheit an. Die elektronische Akte steht im Zusammenhang mit der stufenweisen Einf&#252;hrung des elektronischen
Rechtsverkehrs. Sie ist die Voraussetzung daf&#252;r, dass die digitale Post innerhalb des Gerichts k&#252;nftig ohne Medienbruch papierlos
bearbeitet werden kann.</p>
<p style="text-align: justify;">&#8222;Die Einf&#252;hrung der elektronischen Akte am Landgericht Stuttgart stellt einen Meilenstein im
Digitalisierungsprogramm der Justiz in Baden-W&#252;rttemberg dar&#8220;, erl&#228;uterte Justizminister Guido Wolf. &#8222;Dann sind alle
17 Landgerichte in Baden-W&#252;rttemberg in Zivilverfahren mit der elektronischen Akte ausgestattet. Mein Dank gilt allen Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern und allen F&#252;hrungskr&#228;ften in der Justiz, die den erheblichen Wandel von der gewohnten Papierakte in die digitale
Arbeitswelt hoch engagiert mitgestalten.&#8220;</p>
<p style="text-align: justify;">Der Pr&#228;sident des Landgerichts Dr. Andreas Singer sagte: &#8222;In allen neu eingehenden
Zivilverfahren gibt es ab Mittwoch keine Papierakten mehr. K&#252;nftig werden die rund 18.000 Klagen pro Jahr vollst&#228;ndig digital
bearbeitet.&#8220; Alle 120 Zivilrichterinnen und Zivilrichter seien dazu mit Laptops und zwei Bildschirmen pro Arbeitsplatz ausgestattet
worden. Urteile und andere gerichtliche Entscheidung werden nicht mehr eigenh&#228;ndig auf Papier unterschrieben, sondern elektronisch
signiert. Daf&#252;r nutzen alle Besch&#228;ftigten k&#252;nftig eine von der Bundesnotarkammer zertifizierte pers&#246;nliche
Signaturkarte, die die Identit&#228;t des Erstellers &#252;berpr&#252;ft und sicherstellt.</p>
<p style="text-align: justify;">&#8222;Auch in den Gerichtsverhandlungen ist die elektronische Akte jederzeit verf&#252;gbar. Alle 31
Zivilsitzungss&#228;le wurden dazu mit Gro&#223;bildschirmen ausgestattet&#8220;, berichtet Singer. Bilder aus den Akten, Unfallskizzen
oder Gutachten k&#246;nnten so komfortabel f&#252;r die Verfahrensbeteiligten visualisiert werden. Die elektronischen Dokumente lie&#223;en
sich zudem leichter durchsuchen und strukturieren.</p>
<p style="text-align: justify;">&#8222;Die Einf&#252;hrung der elektronischen Akte in der Pandemie war und ist f&#252;r die
Besch&#228;ftigten eine gro&#223;e Herausforderung&#8220;, so Minister Wolf. Rund 220 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landgerichts
mussten unter Einhaltung der Infektionsschutzbestimmungen geschult werden. Dennoch sei die elektronische Akte gerade jetzt eine gro&#223;e
Hilfe, ist Pr&#228;sident Dr. Singer &#252;berzeugt. Au&#223;erhalb des Sitzungsbetriebes sei k&#252;nftig jederzeit ein mobiles Arbeiten
komfortabel ohne Aktentransporte m&#246;glich. Die vollelektronischen Akten sind &#252;ber eine gesicherte Internetverbindung von
&#252;berall aus abrufbar. Langfristig ist die elektronische Akte ein wichtiger Schritt zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Insgesamt arbeiten nun mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller Laufbahnen an mehr als 50 baden-w&#252;rttembergischen
Gerichten mit der elektronischen Akte.</p>
<p style="text-align: justify;">Trotz der Corona-Pandemie l&#228;uft die Einf&#252;hrung der elektronischen Akte in der Justiz
Baden-W&#252;rttemberg nun mit Hochdruck weiter. Lediglich zu Beginn der Corona-Pandemie gab es einen kurzen Stopp der
Einf&#252;hrungsplanungen. Die nur rund dreimonatige Unterbrechung wurde aber genutzt, um die notwendigen Schulungen auf die
Pandemiesituation abzustimmen. So wurde die Teilnehmeranzahl pro Pr&#228;senzschulung fast halbiert, Desinfektionsma&#223;nahmen in den
Schulungsr&#228;umen festgelegt, L&#252;ftungspausen optimiert und vor allem das Angebot der Online-Schulung grundlegend &#252;berarbeitet.
Auch die Betreuung der Anwenderinnen und Anwender bei Fragen zur Software nach der Einf&#252;hrung wird aus der Ferne erm&#246;glicht.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Hintergrund zur Einf&#252;hrung der elektronischen Akte:</strong><br />
 Die Justiz in Baden-W&#252;rttemberg ist bundesweit f&#252;hrend bei der Einf&#252;hrung der elektronischen Akte. Bereits seit dem Jahr
2016 wird die Software f&#252;r die elektronische Akte in der Justiz zun&#228;chst an Pilotgerichten, nun z&#252;gig in allen Gerichten in
Baden-W&#252;rttemberg eingef&#252;hrt. Mittlerweile sind bereits mehr als 50 Gerichte in Baden-W&#252;rttemberg mit der elektronischen
Akte ausgestattet. Aufgrund bundesrechtlicher Vorgaben werden alle Gerichte und Strafverfolgungsbeh&#246;rden ab dem 1. Januar 2026 zur
elektronischen Aktenf&#252;hrung verpflichtet.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Landgericht Stuttgart ist das gr&#246;&#223;te Landgericht in Baden-W&#252;rttemberg. Die &#246;rtliche
Zust&#228;ndigkeit erstreckt sich &#252;ber die Amtsgerichtsbezirke Backnang, B&#246;blingen, Esslingen, Kirchheim, Leonberg, Ludwigsburg,
N&#252;rtingen, Schorndorf, Stuttgart, Stuttgart-Bad Cannstatt und Waiblingen. Das Landgericht ist damit f&#252;r rund 2,2 Millionen
B&#252;rgerinnen und B&#252;rger zust&#228;ndig.</p>
</div>]]></description>
      <pubDate>Mon Mar 15 00:00:00 CET 2021</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Akkreditierungsverfahren für die Hauptverhandlung gegen ein führendes Mitglied der sog. &quot;Querdenken&quot;-Bewegung ab 02.10.2024]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/Akkreditierungsverfahren+_Querdenken_</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 09.08.2024</p>Hier erhalten Sie Informationen zum Akkreditierungsverfahren für Medienunternehmen<div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker2488090">&nbsp;</a></div><div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<p>&#160;<br />
1.</p>
<p>F&#252;r die Hauptverhandlung im Verfahren vor der 10. Gro&#223;en Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Stuttgart, Az. 10 KLs 3 Js
15816/22, welches am Mittwoch, 02.10.2024, 09.00 Uhr beginnt, ist ein <strong>Akkreditierungsverfahren</strong> angeordnet.&#160;</p>
<p><br />
<br />
</p>
<p>Hinsichtlich n&#228;herer Einzelheiten wird auf die <a class=" link link-download" target="_blank" href="/pb/site/jum2/get/documents/jum1/JuM/import/landgericht%20stuttgart/pdf/gv/Verf%C3%BCgung%20Akkreditierungsverfahren.pdf">hier</a>
verlinkte Verf&#252;gung der Vorsitzenden &#252;ber die Durchf&#252;hrung eines Akkreditierungsverfahrens sowie die <a class=" link link-download" target="_blank" href="/pb/site/jum2/get/documents/jum1/JuM/import/landgericht%20stuttgart/pdf/gv/Sitzungspolizeiliche%20Verf%C3%BCgung.pdf">hier</a>
verlinkte Sitzungspolizeiliche Verf&#252;gung der Vorsitzenden Bezug genommen. Bitte lesen Sie sich diese sorgf&#228;ltig durch.</p>
<p>2.&#160;<br />
Akkreditierte Medienunternehmen erhalten hierbei die Zugangsberechtigung f&#252;r einen Sitzplatz eines Redakteurs/Journalisten.</p>
<p>&#160;</p>
<p><strong>Das Akkreditierungsverfahren beginnt am</strong></p>
<p><strong>&#160;</strong></p>
<p><strong>Dienstag, den 3. September 2024 um 12:00 Uhr (MESZ)</strong></p>
<p><strong>&#160;</strong></p>
<p><strong>und endet am</strong></p>
<p><strong>&#160;</strong></p>
<p><strong>Montag, den 9. September 2024 um 18:00 Uhr (MESZ).</strong></p>
<p>&#160;</p>
<p>Akkreditierungsgesuche, die vor Beginn oder nach Ablauf der Frist eingehen, k&#246;nnen nicht ber&#252;cksichtigt werden.</p>
<p>&#160;</p>
<p>F&#252;r Medienvertreter stehen an jedem Sitzungstag die ersten drei Reihen (55 Pl&#228;tze) - sofern die Verhandlung in Saal 1 des
Landgerichts stattfindet &#8211; bzw. die ersten zwei Reihen - findet die Verhandlung in einem anderen Saal statt - zur Verf&#252;gung.</p>
<p>&#160;</p>
<p>Alle an einer Teilnahme interessierten Medienunternehmen und freien Journalisten werden gebeten, sich per E-Mail unter &#220;bermittlung
eines g&#252;ltigen Presseausweises bzw. Ausweises einer Rundfunk- oder Fernsehanstalt im Sinne des Pressegesetzes und/oder eines
Referenzschreibens (Besch&#228;ftigungs- oder Auftragsbest&#228;tigung) eines solchen Unternehmens oder eines sonstigen Nachweises ihrer
journalistischen T&#228;tigkeit bei der Pressestelle des Landgerichts Stuttgart, Herr Dr. Lutfullin, Richter am Landgericht,
unter&#160;</p>
<p>&#160;pressestelle@lgstuttgart.justiz.bwl.de</p>
<p>&#160;</p>
<p>f&#252;r &#8222;10 KLs 3 Js 15816/22&#8220; zu akkreditieren.&#160;</p>
<p>&#160;</p>
<p>Dem Akkreditierungsgesuch m&#252;ssen:&#160;</p>
<p>- &#160; &#160; &#160; &#160; Vor- und Nachname,&#160;</p>
<p>- &#160; &#160; &#160; &#160; Geburtsdatum,&#160;</p>
<p>- &#160; &#160; &#160; &#160; sofern gegeben, das entsendende Medienunternehmen und die&#160;</p>
<p>- &#160; &#160; &#160; &#160; Kontaktdaten (Telefonnummer, E-Mail-Adresse)&#160;</p>
<p>zu entnehmen sein.</p>
<p>&#160;</p>
<p>&#160;Ton-, Bild- und Filmaufnahmen im Sitzungssaal nach der Saal&#246;ffnung und vor Beginn der Hauptverhandlung werden am ersten
Hauptverhandlungstag (2. Oktober 2024) und ggf. am Tag einer Urteilsverk&#252;ndung zugelassen. Hinsichtlich der n&#228;heren Ausgestaltung
wird auf die beiliegende Verf&#252;gung &#252;ber die Durchf&#252;hrung eines Akkreditierungsverfahren Bezug genommen.&#160;</p>
<p>&#160;Die interessierten Anstalten, Redaktionen und Agenturen oder Fotografen haben sich sp&#228;testens bis 12.00 Uhr des dritten
Werktags (au&#223;er Samstag) vor dem jeweiligen Sitzungstag (vor dem 1. Hauptverhandlungstag bis Freitag, den 27. September 2024, 12:00
Uhr) per E-Mail bei der Pressestelle des Landgerichts, Herrn Dr. Lutfullin, Richter am Landgericht, unter&#160;</p>
<p>&#160;</p>
<p>pressestelle@lgstuttgart.justiz.bwl.de</p>
<p>&#160;</p>
<p>f&#252;r &#8222;10 KLs 3 Js 15816/22&#8220; zu akkreditieren.&#160;</p>
<p>&#160;</p>
<p>Akkreditierungsgesuche, die nach Ablauf der Frist eingehen, k&#246;nnen nicht ber&#252;cksichtigt werden.&#160;</p>
<p>&#160;</p>
<p>Dem Akkreditierungsgesuch m&#252;ssen:&#160;</p>
<p>- &#160; &#160; &#160; &#160; Vor- und Nachname,&#160;</p>
<p>- &#160; &#160; &#160; &#160; Geburtsdatum,&#160;</p>
<p>- &#160; &#160; &#160; &#160; sofern gegeben, das entsendende Medienunternehmen und die&#160;</p>
<p>- &#160; &#160; &#160; &#160; Kontaktdaten (Telefonnummer, E-Mail-Adresse)&#160;</p>
<p>zu entnehmen sein.&#160;</p>
<p>Dabei ist auch mitzuteilen, ob die Bereitschaft zu einer &#220;bernahme der Poolf&#252;hrerschaft besteht.&#160;</p>
<p>&#160;</p>
<p>Mit freundlichen Gr&#252;&#223;en</p>
<p>Pressestelle des Landgerichts Stuttgart</p>
<p>&#160;</p>
<p>Dr. Timur Lutfullin</p>
<p>Richter am Landgericht</p>
<p>Mediensprecher in Strafsachen</p>
<p><br />
<br />
</p>
</div>]]></description>
      <pubDate>Fri Aug 09 00:00:00 CEST 2024</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Landgericht Stuttgart verkündet Urteil in Sachen Mappus gegen Rechtsanwaltskanzlei]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/Urteil+in+Sachen+Mappus+_+RAe</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 24.02.2015</p><div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker2359536">&nbsp;</a></div><div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<div class="WordSection1">
<table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0">
<tbody>
<tr>
<td valign="top" width="34"><br />

<br />

</td>
<td valign="top" width="609">
<p align="center"><strong>Rechtsstreit Mappus gegen
Rechtsanwälte Gleiss, Lutz, Hotz und Kollegen (LG Stuttgart 9
O 108/14):</strong></p>
<p><strong>Landgericht Stuttgart weist Schadensersatzklage des
ehemaligen Ministerpräsidenten Stefan Mappus gegen die
Rechtsanwaltskanzlei Gleiss, Lutz, Hotz und Kollegen als
unbegründet ab.</strong></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>
<br />

<br />

<p> </p>
<p>Der Kläger macht gegen die Beklagten Ansprüche wegen
behaupteter Verletzung ihrer Beratungspflichten aus einem
Anwaltsvertrag zwischen dem Land Baden-Württemberg und der
beklagten Rechtsanwaltskanzlei nach den Grundsätzen des
Vertrages mit Schutzwirkung zugunsten Dritter geltend.</p>
<p>Der Kläger war Ministerpräsident des Landes
Baden-Württemberg (Land). Die Beklagte Ziffer 1 war als
Anwaltskanzlei für das Land und die Neckarpri GmbH beim Erwerb
der vom Stromkonzern Élétricité de France S.A (EdF)
über seine Tochtergesellschaft E.D.F. International S.A.
gehaltenen Aktien am börsennotierten Energieunternehmen
Energie Baden-Württemberg (EnBW) in Höhe von 45,01% im
November/ Dezember 2010 durch die Neckarpri GmbH, einer im Eigentum
des Landes stehenden Gesellschaft, beratend tätig. Der
Beklagte Ziffer 2 betreute das Mandat als verantwortlicher Partner
der Beklagten Ziffer 1.</p>
<p>Der Kläger beantrag festzustellen, dass die Beklagten als
Gesamtschuldner verpflichtet sind, dem Kläger alle
Schäden zu ersetzen, die der Kläger durch die Verletzung
des Beratungsvertrages zwischen der Beklagten zu 1) und dem Land
Baden-Württemberg betreffend dem Erwerb des EnBW-Aktienpakets
vom Unternehmen Éléctricité de France SA (EDF)
erlitten hat und zwar insbesondere durch die mangelhafte Beratung
in der Frage der Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit einer vorherigen
Beteiligung des Landtages von Baden-Württemberg sowie in der
Frage der rechtlichen Anforderungen an die pflichtgemäße
Prüfung und Bewertung des Kaufgegenstandes.</p>
<p>Die Kammer hat die Klage aus folgenden Gründen als
unbegründet abgewiesen:</p>
<p>Der Kläger hat gegen die Beklagten keinen Anspruch auf
Schadensersatz wegen eventueller Verletzung ihrer Beratungs- und
Aufklärungspflichten gegenüber dem Land aus dem zwischen
dem Land und der Beklagten Ziffer 1 geschlossenen Anwaltsvertrages
nach §§ 280, 611, 675 BGB in Verbindung mit den
Grundsätzen des Vertrages mit Schutzwirkung zugunsten
Dritter.</p>
<p>Die Vertragsparteien haben den Kläger nicht in den
Schutzbereich des Anwaltsvertrages einbezogen.</p>
<p>Ein Dritter kann in den Schutzbereich vertraglicher Pflichten
einbezogen sein, wenn der geschützte Dritte mit der
Hauptleistung des Schutzpflichtigen bestimmungsgemäß in
Berührung kommt, zu dieser Leistungsnähe ein
schutzwürdiges Interesse des Gläubigers an der
Einbeziehung des Dritten in den Schutzbereich des Vertrags
hinzutritt und dem Schutzpflichtigen die Einbeziehung Dritter in
sein vertragliches Haftungsrisiko erkennbar ist. Außerdem muss
der Dritte für diese Haftungserstreckung selbst
schutzwürdig sein.</p>
<p>Die Voraussetzungen, die vom Bundesgerichtshof in zahlreichen
Entscheidungen vom Jahr 1965 bis heute aufgestellt hat, 
liegen nicht vor. Es fehlt bereits am ersten Merkmal, der
sogenannten Leistungsnähe. Die Beratungstätigkeit der
Beklagten für das Land sollte nach dem Inhalt des
Rechtsanwaltsvertrages nicht dem Interesse des Klägers
dienen.</p>
<p>Es fehlt an einem „spezifischen Risikozusammenhang“
zwischen der vertraglichen Tätigkeit der Beklagten und der
Gefährdung der Interessen des Klägers.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p> </p>
<p><em>Bernhard Schabel, Pressesprecher für
 Zivilsachen</em></p>
<p> </p>
<p> </p>
</div>]]></description>
      <pubDate>Tue Feb 24 00:00:00 CET 2015</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Jahrespressegespräch des Landgerichts Stuttgart]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/Pressegespraech+Landgericht+Stuttgart</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 29.07.2019</p>Diesel-Klagewelle am Landgericht Stuttgart. Über 1.100 Klagen gegen Daimler-Konzern im ersten Halbjahr.<br />Präsident des Landgerichts Dr. Singer: &quot;Wir stehen vor einer riesigen Herausforderung und brauchen dringend Verstärkung.&quot;<br /><div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker2274648">&nbsp;</a></div><div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<p style="text-align: justify;">Heute folgten zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der regionalen und &#252;berregionalen Medien der
Einladung zum j&#228;hrlichen Pressegespr&#228;ch am Landgericht Stuttgart. Zentrales Thema war die Diesel-Klagewelle gegen mehrere
Automobilkonzerne am Hauptstadtgericht.</p>
<p><strong>Nach VW-Klagewelle jetzt Klagewelle gegen Daimler</strong></p>
<p style="text-align: justify;">&#8222;Seit dem zweiten Halbjahr 2018 verzeichnen wir einen drastischen Anstieg der Dieselverfahren. Die
erstinstanzlichen Verfahren im zweiten Halbjahr 2018 sind im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2017 um 23,9 Prozent gestiegen. Insgesamt sind
im letzten Jahr bei uns rund 1.900 Diesel-Klagen eingegangen. Hiervon richteten sich &#252;ber 1.500 Klagen gegen den
Volkswagen-Konzern&#8220;, erl&#228;utert der Pr&#228;sident des Landgerichts Dr. Andreas Singer. Die Klagen gegen VW seien in diesem Jahr
mit &#252;ber 300 Neueing&#228;ngen eher r&#252;ckl&#228;ufig, so Singer.</p>
<p style="text-align: justify;">Seit Anfang dieses Jahres nehmen dagegen die Klagen gegen den Daimler-Konzern deutlich zu. Allein im ersten
Halbjahr 2019 sind &#252;ber 1.100 Klagen gegen den Stuttgarter Autobauer eingegangen. In der Gesamtstatistik schl&#228;gt sich dieser
Zuwachs bei den Zivilkammern mit einem Anstieg der erstinstanzlichen Klagen um 28,1 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2018 nieder.
&#8222;Wir verzeichnen damit das zweite Halbjahr in Folge einen sprunghaften Verfahrenszuwachs wegen der Dieselverfahren&#8220;,
erl&#228;utert der Landgerichtspr&#228;sident.</p>
<p><strong>Landgericht Stuttgart bundesweit f&#252;r alle Klagen gegen Daimler-Konzern zust&#228;ndig</strong></p>
<p style="text-align: justify;">&#8222;Die Welle der VW-Klagen hat in Baden-W&#252;rttemberg alle Landgerichte gleicherma&#223;en belastet.
Demgegen&#252;ber ist das Landgericht Stuttgart von den Klagen gegen Daimler so betroffen, wie bundesweit kein anderes Gericht&#8220;, sagt
der Pr&#228;sident. Grunds&#228;tzlich richtet sich die Zust&#228;ndigkeit des angerufenen Gerichtes nach dem sogenannten allgemeinen
Gerichtsstand des Beklagten. Dieser ist bei Gesellschaften am Sitz des Unternehmens. &#8222;Da die Konzernzentrale in Stuttgart sitzt, ist
das Landgericht Stuttgart bundesweit f&#252;r alle Klagen gegen den Autobauer zust&#228;ndig&#8220;, so Singer.</p>
<p><strong>Daimlerklagen k&#246;nnen Landgericht auf Jahre massiv belasten</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Beim Landgericht Stuttgart sind in den letzten Jahren &#252;ber 4.000 Dieselklagen eingegangen. In
Medienberichten haben Anwaltskanzleien und Prozessfinanzierer ange-k&#252;ndigt, dass die Welle derzeit erst zu rollen beginne.
Massenklagen mit tausenden weiteren Fahrzeugen seien bereits in Vorbereitung. Diese Ank&#252;ndigung sieht der Landgerichtspr&#228;sident
mit Sorge: &#8222;Wir stehen vor einer riesigen Herausforderung, deren Ausma&#223; wir derzeit noch gar nicht abschlie&#223;end
einsch&#228;tzen k&#246;nnen. Aber klar ist, dass wir f&#252;r eine auf Jahre angelegte strukturelle Mehrbelastung dringend
Verst&#228;rkung brauchen.&#8220;</p>
<p style="text-align: justify;">Derzeit dauern erstinstanzliche Zivilverfahren am Landgericht Stuttgart durchschnittlich rund 7 &#189;
Monate. Damit werden Zivilverfahren am Landgericht Stuttgart deutlich rascher erledigt als im Bundesdurchschnitt. Dieser liegt bei rund 10
Monaten. Herr Dr. Singer erl&#228;utert: &#8222;Wir m&#252;ssen jetzt reagieren, um unsere Spitzenstellung zu verteidigen.&#8220;</p>
<p><strong>Sachstand zu den Daimlerverfahren am Landgericht Stuttgart</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Von den im letzten Halbjahr eingegangenen &#252;ber 1.100 Klagen gegen den Daimler-Konzern werden rund 800
Klagen auf eine unzul&#228;ssige Abschalteinrichtung und &#252;ber 300 Klagen auf eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung des zum Pkw-Kauf
abgeschlossenen Finanzierungsgesch&#228;fts (Pkw-Darlehensvertrag oder Leasingvertrag) gest&#252;tzt. &#8222;In den Verhandlungen zeigt
sich, dass die bereits bestehenden oder drohenden Fahrverbote f&#252;r Dieselfahrzeuge oftmals der eigentliche Grund f&#252;r die
Klageerhebung sind&#8220;, stellt der Pr&#228;sident fest. Ziel der meisten Kl&#228;ger sei es, ihr Fahrzeug ohne finanzielle Einbu&#223;en
wieder zur&#252;ckgeben zu k&#246;nnen.</p>
<p style="text-align: justify;">In den Schadensersatzklagen behaupten die Kl&#228;ger den Einbau unzul&#228;ssiger Abschalteinrichtungen in
den Fahrzeugen. Je nach Motorentyp gehen sie insbesondere von einer illegalen Pr&#252;fstandserkennung, einer unzul&#228;ssigen Koppelung
der Abgas-reinigung an die Au&#223;entemperatur (&#8222;Thermofenster&#8220;) oder einer gezielten Reduktion der AdBlue-Einspritzung aus.
Der Autokonzern bestreitet die Verwendung unzul&#228;ssiger Abschalteinrichtungen und verweist unter anderem auf Motorschutzgesichtspunkte.
Daimler bietet den Kl&#228;gern bislang keinen Vergleich an. Bei Volkswagen gelingt eine g&#252;tliche Einigung in erster Instanz zumindest
ab und an.</p>
<p style="text-align: justify;">&#8222;Die Verfahren gegen Daimler gestalten sich sowohl in tats&#228;chlicher als auch rechtlicher
Hinsicht deutlich komplexer als gegen VW. Dass im VW-Dieselmotor EA 189 eine Pr&#252;fstandserkennung eingebaut wurde, ist zwischen den
Prozessparteien regelm&#228;&#223;ig unstreitig. Hingegen ist in den Daimlerverfahren in der Regel der gesamte Prozessstoff
streitig,&#8220; so der Gerichtspr&#228;sident. Auch seien zahlreiche Rechtsfragen noch ungekl&#228;rt. Eine grunds&#228;tzliche Linie habe
sich am Gericht daher noch nicht herausgebildet, erl&#228;utert Singer weiter. Bislang waren am Landgericht Stuttgart einzelne Klagen
erfolg-reich. Andere wurden abgewiesen. In einigen Verfahren werden derzeit zu den be-haupteten Abschalteinrichtungen umfangreiche
Sachverst&#228;ndigengutachten eingeholt. In mehreren Verfahren wird eine Vorlage an den Europ&#228;ischen Gerichtshof in Luxemburg in
Erw&#228;gung gezogen.</p>
<p style="text-align: justify;">In den Darlehens-Widerrufsf&#228;llen werden die Klagen am Landgericht Stuttgart &#252;berwiegend
abgewiesen. Die Bankenkammern gehen von einer Erf&#252;llung der vorgeschriebenen Pflichtangaben aus. Das Oberlandesgericht Stuttgart hat
erste Entscheidungen jetzt auch best&#228;tigt. &#8222;Demgegen&#252;ber stehen wir bei den Schadensersatzverfahren noch ganz am
Anfang&#8220;, sagt Dr. Singer.</p>
<br />
<br />
<p style="text-align: justify;">Das Handout zum Jahrespressegespr&#228;ch gibt es <a title="Jahrespressegespr&#228;ch 2019 - Handout" target="_blank">hier
zum Download</a>.</p>
<br />
<br />
<p><em>Elena Gihr, Sprecherin des Landgerichts Stuttgart in Zivilsachen</em></p>
</div>]]></description>
      <pubDate>Mon Jul 29 00:00:00 CEST 2019</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Urteil in dem sog. „Klinikumsverfahren“ rechtskräftig]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/Urteil+in+dem+sog_+_Klinikumsverfahren_+rechtskraeftig</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 31.01.2023</p><justify>Das am 4. März 2022 von der 20. Wirtschaftskammer des Landgerichts Stuttgart in dem Strafverfahren Az. 20 KLs 1901 Js 126339/16 (sog. „Klinikumsverfahren“) verkündete Urteil ist rechtskräftig.</justify><div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker2062116">&nbsp;</a></div><div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<p>Die 20. Strafkammer hatte einen der beiden Angeklagten wegen Anstiftung zur Untreue in vier tateinheitlichen F&#228;llen in Tateinheit
mit versuchtem Betrug zu einer Freiheitsstrafe von f&#252;nf Jahren verurteilt und die Einziehung des Wertes von Tatertr&#228;gen in
H&#246;he von 451.011 Euro angeordnet. Dieser Angeklagte hat seine Revision nach der Zustellung der schriftlichen Urteilsgr&#252;nde im
November 2022 zur&#252;ckgenommen.&#160;</p>
<p>Gegen den zweiten Angeklagten wurde wegen Anstiftung zur Untreue in zwei tateinheitlichen F&#228;llen in Tateinheit mit Beihilfe zur
Untreue in vier tateinheitlichen F&#228;llen und mit Beihilfe zum versuchten Betrug eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und neun Monaten
verh&#228;ngt und die Einziehung des Wertes von Tatertr&#228;gen in H&#246;he von 863.007,76 Euro angeordnet. Die Revision dieses
Angeklagten hat der Bundesgerichtshof nunmehr durch Beschluss vom 10. Januar 2023 (1 StR 342/22) als unbegr&#252;ndet verworfen.</p>
<p><em>Dr. Johannes Steinbach, Vors. Richter am Landgericht, Mediensprecher Strafsachen</em></p>
<p><br />
<br />
</p>
</div>]]></description>
      <pubDate>Tue Jan 31 00:00:00 CET 2023</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Wasserwerfer-Verfahren: Pressesitzplätze u.a.]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/Wasserwerfer_Verfahren_+Pressesitzplaetze+u_a_</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 17.06.2014</p>Ergänzende Regelungen zu Pressesitzplätzen, Gerichtszeichnern und Durchsuchungsmaßnahmen<div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker1907048">&nbsp;</a></div><div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<p>Im Verfahren 18 KLs 5 Js 94868/10 („Wasserwerfer“) hat
die Vorsitzende zur Aufrechterhaltung der Sicherheit und Ordnung in
der am Dienstag, den 24. Juni 2014 beginnenden Hauptverhandlung
gemäß § 176 GVG
angeordnet:           </p>
<p>1. Von den im Zuschauerraum zur Verfügung stehenden
Sitzplätzen sind stets <strong>elf Plätze in der ersten
Sitzreihe</strong> nach Maßgabe der Verfügung vom 5. Mai
2014 vorrangig <strong>für akkreditierte
Medienvertreter</strong> freizuhalten. Bis 10 Minuten vor
Sitzungsbeginn sind des Weiteren <strong>zwei Sitzplätze
für Gerichtszeichner</strong> sowie <strong>drei weitere
Sitzplätze für sonstige Pressevertreter</strong>
freizuhalten.</p>
<p> </p>
<p>2. Für <span style=
"text-decoration: underline;">Gerichtszeichner</span> gilt:</p>
<p>Von den Mitgliedern der 18. Strafkammer dürfen in einer
Gesamtansicht Zeichnungen gefertigt werden. Großzeichnungen
von Einzelpersonen oder –gesichtern sind nicht zulässig.
Dies gilt auch für Sitzungsvertreter der Staatsanwaltschaft
und andere Justizangehörige bzw. Verfahrensbeteiligte.</p>
<p> </p>
<p>Zeichnungen der Angeklagten und Nebenkläger dürfen nur
in anonymisiertem Zustand veröffentlicht werden. Gleiches gilt
auch für Zeugen, soweit es sich nicht um Bildnisse aus dem
Bereich der Zeitgeschichte handelt (§§ 22, 23 KUrhG). Die
Prüfung der Voraussetzungen einer identifizierenden
Bildberichterstattung nach dem vom Bundesgerichtshof (beginnend mit
BGHZ 71, 275 ff.) entwickelten „abgestuften
Schutzkonzept“, obliegt den veröffentlichenden Medien
bzw. Personen.</p>
<p> </p>
<p><span style="text-decoration: underline;">3.
Zuhörern</span> ist nach Maßgabe der Bestimmungen der
folgenden Ziffern dieser Verfügung Zugang zum Sitzungssaal zu
gewähren. Haben so viele Zuhörer Zugang erhalten, wie
freie Sitzplätze vorhanden sind, darf weiteren Personen der
Zutritt nicht mehr gestattet werden; Stehplätze gibt es nicht.
Jedoch ist sicherzustellen, dass frei werdende Sitzplätze bei
Bedarf alsbald wieder besetzt werden können. Sollten die
für die Presse bestimmten Plätze innerhalb 10 Minuten
nach Beginn der Hauptverhandlung nicht besetzt sein, können
sie für Zuhörer freigegeben werden. 
     </p>
<p>4. Als Zuhörer wird nur eingelassen,
wer   <br />

<br />

 a)   sich am Eingang für Zuhörer mit einem zur
Feststellung seiner Identität<br />

       geeigneten Personalausweis oder
Reisepass <strong>ausweist</strong>,  <br />

<br />

 b)   sich einer <strong>Durchsuchung</strong> unterzieht,
wobei Frauen von weiblichen<br />

       Bediensteten kontrolliert
werden,     <br />

<br />

 c)   keine Gegenstände bei sich führt, die geeignet
sind, die Hauptverhand-<br />

      lung zu gefährden oder zu
stören,    <br />

<br />

 d)   nicht zuvor aus sitzungspolizeilichen Gründen
von der Verhandlung<br />

       ausgeschlossen
wurde.       </p>
<p>5. Die <strong>Durchsuchung</strong> erstreckt sich auf
Gegenstände im Sinne der Ziffer 4.c. Dazu gehören auch
Zeitungen, Zeitschriften, Bücher, Handarbeitsmittel, Plakate,
Trillerpfeiffen, Mobilfunktelefone, Laptops u.ä., weil das
Zuhören allein dem Zweck dient, der Hauptverhandlung zu
folgen.       </p>
<p>6. Die <strong>Durchsuchung</strong> erfolgt durch Abtasten der
Kleidung und Absuchen mit einem Metallsuchgerät sowie durch
Überprüfung des auf Verlangen vorzulegenden Inhaltes der
zur Kleidung gehörenden bzw. sonst mitgeführten Taschen
und Behältnisse. Mäntel sind stets, Jacken und Schuhe auf
Verlangen auszuziehen. Spricht das Suchgerät an, so sind auf
Verlangen diejenigen Kleidungsstücke, von denen die Reaktion
ausgeht, so weit zu öffnen, dass eine weitergehende
Überprüfung möglich
ist.           <br />

<br />

 Kleidungsstücke und Kopfbedeckungen sind, soweit dies zur
Überprüfung erforderlich ist, auch dann abzulegen, wenn
sich ein Zuhörer darauf beruft, sie aus religiösen
Gründen tragen zu müssen. Nach der Durchsuchung ist dem
Zuhörer das Wiederanlegen solcher Kleidungsstücke zu
gestatten.</p>
<p>Verbleibt es gleichwohl bei dem begründeten Verdacht, dass
verbotene Gegen-stände mitgeführt werden, dürfen
Durchsuchungen auch am Körper vorgenommen werden. Vor der
Zurückweisung eines Zuhörers ist die Vorsitzende zu
verständigen. Zur Gefährdung oder Störung der
Hauptverhandlung geeignete Gegenstände sowie Aktentaschen,
andere Behältnisse, Funkgeräte, Mobiltelefone, Laptops
sowie Ton- und Bildaufzeichnungsgeräte  aller Art sind -
längstens bis zum Ende des jeweiligen Hauptverhandlungstages -
von den Bediensteten zu
verwahren.        </p>
<p>7. Von der Durchsuchung nach 4. ausgenommen sind<br />

 -     Verteidiger</p>
<p>-     Nebenklagevertreter</p>
<p>-     Angeklagte</p>
<p>-     Nebenkläger</p>
<p>-     Zeugen und Sachverständige an den
Tagen, an denen sie geladen sind<br />

 -     Bedienstete der Staatsanwaltschaft und
des Landgerichts Stuttgart, so-<br />

      fern sie sich durch Dienstausweis
ausweisen oder den durchsuchenden<br />

      Bediensteten dienstlich bekannt sind.</p>
<p><br />

  In Zweifelsfällen ist die Entscheidung der Vorsitzenden
herbeizuführen.</p>
<p> </p>
<p>8. Vertreter von Presse, Rundfunk und Fernsehen sowie
Gerichtszeichner werden unter den gleichen Voraussetzungen wie die
übrigen Zuhörer zugelassen; ihnen ist ihr
mitgeführtes Schreibzeug nach Überprüfung zu
belassen. Gegenstände, die zur Störung in der
Hauptverhandlung - auch durch andere Personen - geeignet
erscheinen, dürfen nicht mitgeführt werden. Dies gilt
auch für <strong>Mobiltelefone</strong> und
<strong>Laptops</strong>. Damit die Mobiltelefone und Laptops in
Sitzungspausen in angemessener Zeit verfügbar sind, sollen sie
vorrangig herausgegeben werden.</p>
<p> </p>
<p>9. Im Sitzungssaal sind während der Dauer der
Hauptverhandlung drei Justizwachtmeister
anwesend.   </p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Mitgeteilt von</p>
<p>Dr. Florian Bollacher</p>
<p>Mediensprecher Landgericht Stuttgart  </p>
</div>]]></description>
      <pubDate>Tue Jun 17 00:00:00 CEST 2014</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Dieselverfahren: Vorlageentscheidung an den Europäischen Gerichtshof]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/Dieselverfahren_+Vorlageentscheidung+an+den+Europaeischen+Gerichtshof</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 13.03.2020</p><div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker1843649">&nbsp;</a></div><div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<p>Das Landgericht Stuttgart hat heute in dem Verfahren Az. 3 O 31/20 gegen die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG durch den Einzelrichter der 3.
Zivilkammer beschlossen, dem Gerichtshof der Europ&#228;ischen Union mehrere Fragen zur Vorabentscheidung (Art. 267 AEUV), unter anderem
zur Auslegung des Begriffs &#8222;Abschalteinrichtung&#8220; in Art. 3 Nr. 10 der Verordnung (EG) Nr. 715/2007 und zu Fragen der
Zul&#228;ssigkeit temperaturabh&#228;ngiger Emissionsminderungsstrategien nach Art. 5 Abs. 1 der Verordnung (EG) Nr. 715/2007,
vorzulegen.</p>
<p>In dem der Vorlageentscheidung zu Grunde liegenden Verfahren begehrt die Klagepartei von der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG die
R&#252;ckabwicklung eines Kaufvertrages &#252;ber einen Porsche Cayenne Diesel Tiptronic, den diese im Mai 2012 erworben hat. Die Klage
st&#252;tzt sich auf deliktsrechtliche Anspruchsgrundlagen.</p>
<p>Die vollst&#228;ndige Entscheidung ist unter <a title="Vorlagebeschluss des LG Stuttgart zum EuGH vom 13 M&#228;rz 2020" class=" link link-download" target="_blank" href="/pb/site/jum2/get/documents/jum1/JuM/import/landgericht%20stuttgart/pdf/PDF%20f%C3%BCr%20Pressemitteilungen/Beschluss%20vom%2013.3.2020%203%20O%2031-20.pdf">diesem
Link</a> abrufbar.</p>
</div>]]></description>
      <pubDate>Fri Mar 13 00:00:00 CET 2020</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Freispruch im Verfahren gegen Stefan Schumacher rechtskräftig]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/Freispruch+im+Verfahren+gegen+Stefan+Schumacher+rechtskraeftig</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 24.03.2014</p>Bitte ausfuellen<div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker1842085">&nbsp;</a></div><div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<p>Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat die gegen das Urteil der
16. Strafkammer des Landgerichts Stuttgart vom 29. Oktober 2013
eingelegte Revision am 19. März 2014
 zurückgenommen. Damit ist der Freispruch gegen den
Straßenradprofi Stefan Schumacher vom Vorwurf des Betrugs
rechtskräftig. Ihm war mit Anklageschrift vom 20. September
2010 zur Last gelegt worden, seinen Vertragspartner und ehemaligen
Teamchef im Sommer 2008 über die Einnahme des Dopingmittels
CERA getäuscht und ihn dadurch zur Fortzahlung der monatlichen
Bezüge in Höhe von jeweils 50.487,50 Euro veranlasst und
insoweit geschädigt zu haben.</p>
<p>Die Kammer unter dem Vorsitz von Martin Friedrich war nach
insgesamt 19 Verhandlungstagen und der Vernehmung von 14 Zeugen
zwar zu der Überzeugung gelangt, dass Schumacher in einem
Gespräch mit Verantwortlichen seines Vertragspartners und des
Rennstalls am 17. Juli 2008 wider besseres Wissen die Einnahme von
CERA abgestritten und damit die Unwahrheit gesagt habe. Die Kammer
konnte aber letztlich nicht ausschließen und die dahingehende
Einlassung Schumachers nicht widerlegen, dass die Tatsache, dass er
gedopt hatte, dem vermeintlich geschädigten Vertragspartner
bereits bekannt war.</p>
<p>Urteil des Landgerichts Stuttgart vom 29. Oktober 2013 - 16 KLs
211 Js 88929/08</p>
<p><em>Dr. Florian Bollacher, Mediensprecher in
Strafsachen</em></p>
</div>]]></description>
      <pubDate>Mon Mar 24 00:00:00 CET 2014</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Urteil im „Stalker-Prozess“ rechtskräftig]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/1842035</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 21.06.2017</p>BGH bestätigt Verurteilung des Landgerichts Stuttgart wegen Nachstellung mit Todesfolge<div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker1842041">&nbsp;</a></div><div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><span style="line-height: 150%;">Der Bundesgerichtshof hat mit Beschluss vom 15. Februar
2017 (4 StR 375/16) die Revision des Angeklagten gegen das Urteil der 1. Schwurgerichtskammer des Landgerichts Stuttgart vom 21. M&#228;rz
2016 (Az.: 1 Ks 21 Js 29276/15 verb. mit 91 Js 112232/15)</span> <span style="line-height: 150%;">verworfen. Damit ist die Verurteilung des
Angeklagten u.a. wegen Nachstellung mit Todesfolge zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von f&#252;nf Jahren und sechs Monaten
rechtskr&#228;ftig.</span></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><span style="line-height: 150%;">Das Stalking-Opfer hatte sich in der Folge der
Nachstellungen ihres nun verurteilten Ex-Freundes das Leben genommen. Hierzu stellte der BGH in seiner Leitsatzentscheidung fest, dass der
Zusammenhang zwischen der Nachstellung und dem Suizid dann vorliegt, wenn das selbstsch&#228;digende Verhalten des Opfers auf die
Nachstellungen durch den T&#228;ter zur&#252;ckzuf&#252;hren ist und diese Motivation - wie im vorliegenden Fall - handlungsleitend
war.</span></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><span style="line-height: 150%;">Wegen der Beschlussgr&#252;nde wird auf die in das
Internet eingestellte Entscheidung des Bundesgerichtshofs verwiesen:</span></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><span style="line-height: 150%; font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;"><a href='http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&Datum=Aktuell&Sort=12288&nr=78635&pos=2&anz=535' class=' link link-external' target='_blank'>http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&amp;Art=en&amp;Datum=Aktuell&amp;Sort=12288&amp;nr=78635&amp;pos=2&amp;anz=535</a></span></p>
<br />
<br />
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><em><span style="line-height: 150%;">Dr. Johannes Fridrich, Mediensprecher in
Strafsachen</span></em></p>
</div>]]></description>
      <pubDate>Wed Jun 21 00:00:00 CEST 2017</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Landgericht Stuttgart lehnt Eröffnung des Hauptverfahrens gegen zwei ehemalige Vorstände der Porsche Automobil Holding SE ab]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/Neuer+Eintrag+Pressemitteilung</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 25.04.2014</p> <div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker1841280">&nbsp;</a></div><div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<p>Die 13. Große Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts
Stuttgart hat mit Beschluss vom 24. April 2014 die Eröffnung
des Hauptverfahrens gegen zwei ehemalige Vorstände der Porsche
Automobil Holding SE abgelehnt.</p>
<p>Die Anklage der Staatsanwaltschaft Stuttgart vom 17. Dezember
2012 wirft den beiden ehemaligen Vorständen vor,
gemeinschaftlich handelnd in fünf Fällen gegen das Verbot
der Marktmanipulation gemäß §§ 20a Abs. 1 S. 1
Nr. 1 Alt. 1, 39 Abs. 2 Nr. 11, 38 Abs. 2 Nr. 1
Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) verstoßen zu haben, weil in von
ihnen im Jahr 2008 veranlassten öffentlichen Erklärungen
des Unternehmens in Bezug auf den Beteiligungserwerb an der
Volkswagen AG unrichtige Angaben gemacht worden seien.</p>
<p>Der nach § 203 Strafprozessordnung für die
Eröffnung des Hauptverfahrens erforderliche hinreichende
Tatverdacht setzt voraus, dass bei vorläufiger Tatbewertung
eine spätere Verurteilung wahrscheinlich ist. Die 13.
Große Wirtschaftsstrafkammer ist der Auffassung, dass die im
Rahmen der Ermittlungen erschöpfend erhobenen und
ausgewerteten, umfangreichen internen Dokumente der Porsche AG/SE,
ihrer Berater und der beteiligten Banken betreffend den
Beteiligungserwerb an der Volkswagen AG sowie die Zeugenaussagen
die den Angeschuldigten angelastete Unrichtigkeit der abgegebenen
Erklärungen nicht hinreichend belegen, um eine Verurteilung
nach dem WpHG wahrscheinlich erscheinen zu lassen. Wegen des
fehlenden hinreichenden Tatverdachts hat die 13. Große
Wirtschaftsstrafkammer die Eröffnung des Hauptverfahrens aus
tatsächlichen Gründen abgelehnt.</p>
<p>Gegen diese Entscheidung steht der Staatsanwaltschaft Stuttgart
die sofortige Beschwerde zu, die nach Zustellung des Beschlusses
binnen einer Woche beim Landgericht Stuttgart einzulegen ist.</p>
<p> </p>
<p><em>Reiner Skujat, Mediensprecher in Strafsachen</em></p>
</div>]]></description>
      <pubDate>Fri Apr 25 00:00:00 CEST 2014</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Termine im Mordprozess Tatzeit 1995 Tatort Sindelfingen-Goldberg]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/Termine+im+Mordprozess+Tatzeit+1995+Tatort+Sindelfingen-Goldberg</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 04.09.2020</p><div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker1818735">&nbsp;</a></div><div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<p>Die 19. Gro&#223;e Schwurgerichtskammer hat das Hauptverfahren gegen einen heute 70 Jahre alten Angeschuldigten er&#246;ffnet. Diesem
wird vorgeworfen, am sp&#228;ten Abend des 14. Juli 1995 das damals 35-j&#228;hrige weibliche Opfer nahe der S-Bahn-Station Goldberg in
Sindelfingen mit mehreren Stichen in die Brust heimt&#252;ckisch get&#246;tet zu haben. Trotz intensiver Ermittlungsarbeit konnte
zun&#228;chst kein Tatverd&#228;chtiger ermittelt werden. U.a. die neuerliche Untersuchung einer damals gesicherten DNA-Spur mit
verbesserter Technik begr&#252;ndet nach der Anklage nun den Tatverdacht gegen den Angeschuldigten.</p>
<p>Die Termine im Hauptverfahren der 19. Gro&#223;en Schwurgerichtskammer finden wie folgt statt (Aktenzeichen 19 Ks 114 Js 38181/00):</p>
<p>Mittwoch, 23. September 2020 um 09.15 Uhr</p>
<p>mit Fortsetzungen am</p>
<p>&#8226; Mittwoch, 7. Oktober 2020 um 09.15 Uhr<br />
 &#8226; Mittwoch, 14. Oktober 2020 um 09.15 Uhr<br />
 &#8226; Freitag, 23. Oktober 2020 um 09.15 Uhr<br />
 &#8226; Montag, 26. Oktober 2020 um 09.15 Uhr<br />
 &#8226; Mittwoch, 4. November 2020 um 09.15 Uhr<br />
 &#8226; Mittwoch,11. November 2020 um 09.15 Uhr<br />
 &#8226; Mittwoch, 18. November 2020 um 09.15 Uhr<br />
 &#8226; Mittwoch, 25. November 2020 um 09.15 Uhr<br />
 &#8226; Mittwoch, 2. Dezember 2020 um 09.15 Uhr<br />
 &#8226; Mittwoch, 9. Dezember 2020 um 09.15 Uhr<br />
 &#8226; Mittwoch, 16. Dezember 2020 um 09.15 Uhr<br />
 &#8226; Montag, 21. Dezember 2020 um 09.15 Uhr<br />
 &#8226; Montag, 11. Januar 2021 um 09.15 Uhr<br />
 &#8226; Mittwoch, 20. Januar 2021 um 09.15 Uhr<br />
 &#8226; Mittwoch, 27. Januar 2021 um 09.15 Uhr<br />
 &#8226; Mittwoch, 3. Februar 2021 um 09.15 Uhr<br />
 &#8226; Mittwoch, 10. Februar 2021 um 09.15 Uhr<br />
 &#8226; Mittwoch, 17. Februar 2021 um 09.15 Uhr und<br />
 &#8226; Mittwoch, 24. Februar 2021 um 09.15 Uhr.</p>
<p>Mit freundlichen Gr&#252;&#223;en<br />
 Pressestelle des Landgerichts Stuttgart</p>
<p><br />
</p>
<p>Dr. Johannes Steinbach<br />
 Richter am Landgericht<br />
 Mediensprecher Strafrecht</p>
</div>]]></description>
      <pubDate>Fri Sep 04 00:00:00 CEST 2020</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[„Nic-Stic-Mammutverfahren“: Urteil am 197. Verhandlungstag]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/_Nic-Stic-Mammutverfahren_+Urteil+am+197_+Verhandlungstag</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 07.03.2017</p><b>6. Große Wirtschaftsstrafkammer verhängt langjährige Haftstrafen wegen Anlagebetruges und knapp 16 Millionen Euro Betrugsschaden</b><div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker1809697">&nbsp;</a></div><div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<p style="text-align: justify; line-height: 150%; margin-top: 12pt;"><span>Im &#8222;Nic-Stic-Verfahren&#8220; hat die 6. Gro&#223;e
Wirtschaftsstrafkammer heute die beiden bereits einschl&#228;gig vorbestraften Angeklagten wegen Betrugs im besonders schweren Fall zu
Freiheitsstrafen von 10 &#189; und 11 &#189; Jahren verurteilt.</span></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%; margin-top: 12pt;"><span style="line-height: 150%;">Nach &#220;berzeugung der Kammer
ver&#228;u&#223;erten die heute 63 und 64 Jahre alten Angeklagten in den Jahren 2004 bis Mitte 2006 &#252;ber vielfache Vertriebswege
Aktien der Nic-Stic-Aktiengesellschaft, deren Gr&#252;ndung von ihnen initiiert und begleitet worden war. Gegen&#252;ber potentiellen
Anlegern bewarben die Angeklagten die Gesellschaft als ein solide finanziertes Unternehmen, welches sich auf die Entwicklung, die
Produktion und den Vertrieb der elektrischen Zigarette &#8222;Nic-Stic&#8220; spezialisiert habe. Die hierbei als lukrative Geldanlage
angepriesenen Aktien der Nic-Stic-AG waren tats&#228;chlich indes v&#246;llig wertlos. Entgegen den leeren Versprechungen der Angeklagten
wurde der Nic-Stic in Deutschland nie patentiert. Anstatt der beworbenen baldigen Serienreife gab es zu keinem Zeitpunkt ein
funktionsf&#228;higes Produkt. Vielmehr war die Gesellschaft &#8211; so die &#220;berzeugung der Richter &#8211; auf Grund ihrer
Unterkapitalisierung von vorneherein schon gar nicht in der Lage, in Entwicklung und Produktion zu investieren. Durch die
Ver&#228;u&#223;erung der wertlosen Aktien an gutgl&#228;ubige Investoren entstand 528 Anlegern in Deutschland, der Schweiz und anderen
europ&#228;ischen L&#228;ndern ein Schaden von insgesamt rund 15,8 Millionen Euro.</span></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%; margin-top: 12pt;"><span style="line-height: 150%;">Als Kopf des betr&#252;gerischen
Gesch&#228;ftsmodells waren die Angeklagten nach &#220;berzeugung der Kammer sowohl bei dem systematischen Aufbau, als auch bei der
jahrelangen Aufrechterhaltung des auf die Straftaten ausgerichteten Gesch&#228;ftsbetriebes die zentralen Akteure. Demgegen&#252;ber
bedienten sie sich zur Anwerbung einzelner Anleger einer Vielzahl von Mitarbeitern und Vermittlern. Das Gericht st&#252;tzte seine
Verurteilung daher im Wesentlichen auf die Lenkungs- und Leitungsfunktion der Angeklagten im betr&#252;gerischen Gesamtsystem und hat
infolgedessen ein sogenanntes &#8222;uneigentliches Organisationsdelikt&#8220; mit einer Vielzahl von Einzelf&#228;llen angenommen. Unter
Ber&#252;cksichtigung dar&#252;ber hinaus auch konkret zuordenbarer Einzeltaten umfasst das Urteil der Kammer insgesamt 1056 angeklagte
Betrugstaten.</span></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%; margin-top: 12pt;"><span style="line-height: 150%;">Mit dem heutigen Urteil ging eines
der l&#228;ngsten Strafverfahren, das am Landgericht Stuttgart je verhandelt wurde, am 197. Verhandlungstag zu Ende. Die
Wirtschaftsstrafkammer hatte alleine in Bezug auf den Kern des Tatgeschehens ein komplexes Geflecht von &#252;ber 30 Firmen und eine
Vielzahl undurchsichtiger vertraglicher Konstruktionen aufzukl&#228;ren, welche die Angeklagten &#252;ber Jahre hinweg zur Verschleierung
ihres betr&#252;gerischen Gesch&#228;ftsmodells genutzt hatten. Hierzu hat die Kammer im Rahmen ihrer Beweisaufnahme rund 700 Urkunden
verlesen. Au&#223;erdem wurden 88 Zeugen &#8211; teils im Rechtshilfewege in der Schweiz &#8211; und 7 Sachverst&#228;ndige vernommen.
Insgesamt hatte</span> <span>sich die Kammer mit 438 Stehordnern Ermittlungsakten und 46 Stehordnern Gerichtsakte zu befassen.
Au&#223;erdem umfasste das Verfahren 118 Umzugskartons an Beweismitteln und etwa 6 Terabyte an sichergestellten Daten.</span></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%; margin-top: 12pt;"><span style="line-height: 150%;">Dar&#252;ber hinaus war die
Beweisaufnahme von einer gro&#223;en Anzahl an Verfahrensantr&#228;gen und umfangreichen Erkl&#228;rungen der Angeklagten zu einzelnen
Beweiserhebungen gepr&#228;gt. Neben 18 Befangenheitsantr&#228;gen, 10 Aussetzungsantr&#228;gen und einer Vielzahl sonstiger
Verfahrensantr&#228;ge wurden 281 Beweisantr&#228;ge gestellt, mit welchen unter anderem die Verlesung von rund 1500 Urkunden und die
Vernehmung von 70 Zeugen beantragt wurde. Zwar wurden die Beweisantr&#228;ge gegen Ende der Beweisaufnahme gr&#246;&#223;tenteils wieder
zur&#252;ckgenommen. Allein deren gesetzlich vorgeschriebene Einf&#252;hrung in die Hauptverhandlung durch Verlesung, sowie die
Vorbereitung einer Bescheidung hatte zuvor aber bereits erhebliche Zeit beansprucht. Auch eine regelm&#228;&#223;ig von den Angeklagten
vorgebrachte Verhandlungsunf&#228;higkeit pr&#228;gte das Verfahren.</span> <span>Seit Februar 2015 verhandelte die Kammer zur
durchg&#228;ngigen &#220;berpr&#252;fung der Verhandlungsf&#228;higkeit beider Angeklagten daher in st&#228;ndiger Anwesenheit eines
Rechtsmediziners.</span></p>
<br />
<br />
<p style="text-align: justify; line-height: 150%; margin-top: 12pt;"><em><span style="line-height: 150%; font-size: 11pt;">Mediensprecher
in Strafsachen, Tel.: 0711-212-3800</span></em></p>
</div>]]></description>
      <pubDate>Tue Mar 07 00:00:00 CET 2017</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Urteil der 20. Zivilkammer: Regionales TV-Werbeverbot des Medienstaatsvertrages ist europarechtswidrig]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/Urteil+der+20_+Zivilkammer_+Regionales+TV-Werbeverbot+des+Medienstaatsvertrages+ist+europarechtswidrig</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 23.12.2021</p><div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker1809687">&nbsp;</a></div><div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<p><br />
<br />
</p>
<p><strong>Medienunternehmen trotz Regionalwerbeverbots f&#252;r nationale Fernsehveranstalter zur Ausstrahlung regionaler Werbung
verurteilt</strong></p>
<p>Die 20. Zivilkammer des Landgerichts Stuttgart hat mit Urteil vom heutigen Tag &#252;ber die Vereinbarkeit des im Medienstaatsvertrag
verankerten regionalen TV-Werbeverbots f&#252;r nationale Fernsehveranstalter mit Europarecht entschieden (Aktenzeichen 20 O 43/19). Die
Kammer h&#228;lt das Verbot f&#252;r europarechtswidrig, weil dieses mit dem freien Dienstleistungsverkehr (Art. 56 des Vertrags &#252;ber
die Arbeitsweise der Europ&#228;ischen Union - AEUV) und dem unionsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz (Art. 20 der Charta der
Grundrechte der Europ&#228;ischen Union) nicht vereinbar sei.&#160;</p>
<p><br />
<br />
</p>
<p><strong>Sachverhalt</strong></p>
<p>Die Kl&#228;gerin ist ein Modeunternehmen mit Sitz in &#214;sterreich. Sie betreibt Modefachgesch&#228;fte in &#214;sterreich und im
Freistaat Bayern. Die Beklagte ist die Vermarktungsgesellschaft eines gro&#223;en deutschen Medienunternehmens. Sie hat ihren Sitz im
Landkreis M&#252;nchen. Die Parteien haben einen Vertrag &#252;ber die Einbuchung eines Werbespots der Kl&#228;gerin in ein Fernsehprogramm
des Medienunternehmens geschlossen. Die Einbuchung der Werbung wurde dabei auf das Gebiet Bayern begrenzt, mithin sollte diese nicht in das
bundesweit ausgestrahlte Fernsehprogramm eingef&#252;gt werden.&#160;</p>
<p>Die Beklagte verweigert die Einbuchung des Werbespots der Kl&#228;gerin und dessen Ausstrahlung im Fernsehprogramm. Obwohl die Beklagte
unstreitig dazu in der Lage ist, regionale Werbung ausstrahlen zu lassen, beruft sie sich darauf, den Vertrag aufgrund von &#167; 8 Abs. 11
des Medienstaatsvertrags (MStV) nicht erf&#252;llen zu k&#246;nnen (&#8222;rechtliche Unm&#246;glichkeit&#8220;). Denn nach dem
Medienstaatsvertrag bed&#252;rfte die vorgesehene regionale Ausstrahlung durch einen bundesweiten TV-Anbieter einer - vorliegend nicht
gegebenen - gesonderten landesrechtlichen Gestattung oder Zulassung (anders als bei einer Ausstrahlung regionaler Werbung durch regionale
TV-Sender).&#160;</p>
<p>Beide Parteien sind der Ansicht, dass &#167; 8 Abs. 11 MStV gegen das Recht der Europ&#228;ischen Union versto&#223;e und das
Regionalwerbeverbot f&#252;r nationale Fernsehsender deshalb nicht greife. Die Kl&#228;gerin verlangt mit ihrer Klage daher die
Erf&#252;llung des Vertrages &#252;ber die Ausstrahlung der regionalen Werbung.</p>
<p>Die 20. Zivilkammer hat mit Beschluss vom 12.07.2019 das Verfahren ausgesetzt und dem Gerichtshof der Europ&#228;ischen Union mehrere
Fragen zur Auslegung des Rechts der Europ&#228;ischen Union vorgelegt, &#252;ber die mit Urteil des Gerichtshofs vom 03.02.2021
(Rechtssache C-555/19, juris) entschieden wurde.</p>
<p>&#160;</p>
<p><strong>Entscheidungsgr&#252;nde</strong></p>
<p>Die Kammer hat die Beklagte zur Ausstrahlung der Werbung verurteilt.</p>
<p>Die Beklagte k&#246;nne sich nicht darauf berufen, dass ihr die Ausstrahlung aufgrund des in &#167; 8 Abs. 11 MStV enthaltenen
regionalen TV-Werbeverbots f&#252;r nationale Fernsehsender rechtlich unm&#246;glich sei. Das auf den Schutz des Medienpluralismus zielende
Verbot sei nicht anwendbar, weil es mit dem europarechtlich garantierten freien Dienstleistungsverkehr und mit dem unionsrechtlichen
Gleichbehandlungsgrundsatz nicht vereinbar sei. Es versto&#223;e daher gegen Europarecht.</p>
<p>Der mit dem regionalen TV-Werbeverbot f&#252;r bundesweite Fernsehsender verbundene Eingriff in die Dienstleistungsfreiheit sei nicht
gerechtfertigt. Das Verbot sei nicht dazu geeignet, sein angestrebtes Ziel &#8211; den Schutz regionaler TV-Sender, denen Regionalwerbung
gestattet ist &#8211; umfassend zu erreichen. Nach &#220;berzeugung des Gerichts stellen die &#252;ber Internetplattformen erbrachten
Werbedienstleistungen auf dem regionalen Markt gleichfalls eine echte Konkurrenz f&#252;r die regionalen und lokalen Fernsehveranstalter
dar. Die Internetplattformen w&#252;rden in &#228;hnlich gro&#223;em Ma&#223;e wie die nationalen Fernsehveranstalter die Einnahmen
gef&#228;hrden, die die regionalen und lokalen Fernsehveranstalter mit dieser Werbung erzielen. Von den Internetplattformen gehe daher die
gleiche Gefahr f&#252;r das finanzielle Wohlergehen und den Fortbestand der regionalen und lokalen Fernsehveranstalter aus. Ein Schutz des
Medienpluralismus sei daher mit einem regionalen TV-Werbeverbot f&#252;r bundesweite TV-Sender nur bruchst&#252;ckhaft zu erreichen. Die
mit dem Verbot verbundene Beschr&#228;nkung der Dienstleistungsfreiheit sei daher im Sinne der Rechtsprechung des Europ&#228;ischen
Gerichtshofs inkoh&#228;rent. Auf Grund dieser Inkoh&#228;renz sei das Verbot bereits ungeeignet, sein angestrebtes Ziel &#8211; den Schutz
des Medienpluralismus &#8211; umfassend zu verwirklichen.</p>
<p>Die Nichtvereinbarkeit mit dem unionsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz beruhe, darauf, dass infolge des regionalen TV-Werbeverbots
nationale Fernsehveranstalter anders behandelt w&#252;rden als Anbieter von Werbedienstleistungen im Internet. Denn diesen sei eine
Regionalwerbung gestattet. Damit w&#252;rden vergleichbare Sachverhalte unterschiedlich behandelt, ohne dass es daf&#252;r eine objektive
Rechtfertigung gebe. Die jeweiligen Gesch&#228;ftsmodelle sind nach &#220;berzeugung der Kammer vergleichbar. Sowohl bei
Werbedienstleistungen nationaler Fernsehsender als auch bei Internetwerbung gehe es darum, die Aufmerksamkeit von Konsumenten zu erlangen
und daf&#252;r Werbeeinnahmen zu erzielen. Auch mit Blick auf die Zielgruppen (Konsumenten) liege eine Vergleichbarkeit der
Werbedienstleistungen erbringenden nationalen Fernsehveranstalter und der Anbieter von Werbedienstleistungen im Internet vor.
Rechtfertigungsgr&#252;nde f&#252;r diese Ungleichbehandlung best&#252;nden nicht, so die 20. Zivilkammer.</p>
<p>Die Kammer hat zur Analyse des regionalen TV- und Internetmarktes ein &#246;konomisches Sachverst&#228;ndigengutachten des
Sachverst&#228;ndigen Prof. Dr. Hinz (Inhaber der Professur f&#252;r Wirtschaftsinformatik und Informationsmanagement an der
Goethe-Universit&#228;t Frankfurt am Main) eingeholt und sich dessen Ausf&#252;hrungen aufgrund eigener &#220;berzeugungsbildung
angeschlossen. Der Sachverst&#228;ndige hat im Rahmen seines Gutachterauftrags unter anderem Zielgruppenbefragungen in &#252;berwiegend
kleineren und mittleren Betrieben durchgef&#252;hrt, die in Lokal- und Regionalsendern werben.</p>
<p>Das Urteil ist nicht rechtskr&#228;ftig. Die Beklagte kann dagegen innerhalb eines Monats nach Zustellung des Urteils beim
Oberlandesgericht Stuttgart Berufung einlegen.</p>
<p><br />
<br />
</p>
<p><em>R'inLG Elena Gihr, Pressesprecherin in Zivilsachen, Tel.: (0711) 212-3442</em></p>
<p><br />
<br />
</p>
<hr/>
<p><br />
<br />
</p>
<p><strong>Hintergrund:</strong></p>
<p>Der <strong>Staatsvertrag zur Modernisierung der Medienordnung in Deutschland</strong> (&#8222;Medienstaatsvertrag&#8220;) der
Bundesl&#228;nder regelt Pflichten und Rechte der Rundfunk- und Telemedienanbieter in Deutschland. Der Vertrag ist seit dem 07.11.2020 in
Kraft, nachdem er von den 16 deutschen Landesparlamenten angenommen wurde:</p>
<p>&#160;</p>
<p style="text-align: center;" class="FoRCeD"><strong>&#167; 8 Werbegrunds&#228;tze, Kennzeichnungspflichten</strong></p>
<p>(&#8230;)</p>
<p>(11) Die nichtbundesweite Verbreitung von Rundfunkwerbung oder anderen Inhalten in einem bundesweit ausgerichteten oder zur bundesweiten
Verbreitung beauftragten oder zugelassenen Programm ist nur zul&#228;ssig, wenn und soweit das Recht des Landes, in dem die
nichtbundesweite Verbreitung erfolgt, dies gestattet. Die nichtbundesweit verbreitete Rundfunkwerbung oder andere Inhalte privater
Veranstalter bed&#252;rfen einer gesonderten landesrechtlichen Zulassung; diese kann von gesetzlich zu bestimmenden inhaltlichen
Voraussetzungen abh&#228;ngig gemacht werden.</p>
<p>(&#8230;)</p>
<p>&#160;</p>
<p>&#160;</p>
<p style="text-align: left;" class="FoRCeD"><strong>Vertrag &#252;ber die Arbeitsweise der Europ&#228;ischen Union</strong></p>
<p style="text-align: center;" class="FoRCeD"><strong>Artikel 56 (ex-Artikel 49 EGV)</strong></p>
<p>Die Beschr&#228;nkungen des freien Dienstleistungsverkehrs innerhalb der Union f&#252;r Angeh&#246;rige der Mitgliedstaaten, die in
einem anderen Mitgliedstaat als demjenigen des Leistungsempf&#228;ngers ans&#228;ssig sind, sind nach Ma&#223;gabe der folgenden
Bestimmungen verboten.&#160;</p>
<p>(&#8230;)</p>
<p>&#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160;&#160;</p>
<p>&#160;</p>
<p><strong>Charta der Grundrechte der Europ&#228;ischen Union</strong></p>
<p style="text-align: center;" class="FoRCeD"><strong>Artikel 20</strong></p>
<p style="text-align: center;" class="FoRCeD"><strong>Gleichheit vor dem Gesetz</strong></p>
<p>Alle Personen sind vor dem Gesetz gleich.</p>
<p><br />
<br />
</p>
</div>]]></description>
      <pubDate>Thu Dec 23 00:00:00 CET 2021</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Landgericht Stuttgart untersagt bestimmte Ausgestaltungen der Nachrichten-App „NEWSZONE&quot; des SWR im Wege der einstweiligen Verfügung]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/Nachrichten-App+_NEWSZONE_+untersagt</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 21.10.2022</p>Landgericht Stuttgart untersagt bestimmte Ausgestaltungen der Nachrichten-App „NEWSZONE&quot; des SWR im Wege der einstweiligen Verfügung<div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker1809035">&nbsp;</a></div><div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<p>Die 53. Zivilkammer des Landgerichts Stuttgart hat mit am 21. Oktober 2022 verk&#252;ndetem Urteil dem Antrag auf einstweilige
Verf&#252;gung von 16 Verlagen gegen die Nachrichten-App &#8222;NEWSZONE&#8220; der S&#252;dwestrundfunkanstalt des &#246;ffentlichen
Rechts (SWR) stattgegeben (53 O 177/22).</p>
<p><strong>Gegenstand des Verfahrens</strong></p>
<p>Die S&#252;dwestrundfunkanstalt des &#246;ffentlichen Rechts (&#8222;SWR&#8220;) bietet seit M&#228;rz 2022 die Nachrichten-App
&#8222;NEWSZONE&#8220; an, die sich nach eigenen Angaben an die &#8222;Generation Z&#8220; richtet und &#8222;auf einfachen Zugang zu News
und starke Individualisierbarkeit&#8220; setzt. Die App ist dabei an die Website des SWR-Senders DASDING.de angekn&#252;pft.</p>
<p>Der SWR wurde Ende M&#228;rz von 16 Presseverlagsh&#228;usern aus dem S&#252;dwesten Deutschlands abgemahnt und aufgefordert, die
Verbreitung der App zu unterlassen, da die Verlage der Auffassung waren, die App versto&#223;e gegen den Medienstaatsvertrag. Da der SWR
dem nicht nachkam, beantragten die Verlage eine einstweilige Verf&#252;gung zun&#228;chst beim Landgericht Freiburg, das das Verfahren
jedoch wegen &#246;rtlicher Unzust&#228;ndigkeit an das Landgericht Stuttgart verwies.</p>
<p>Die Verf&#252;gungskl&#228;ger begehren mit der Verf&#252;gungsklage, es dem SWR zu untersagen, die App NEWSZONE in ihrer
urspr&#252;nglichen Form &#8211; Stand 14. April 2022 &#8211; zu verbreiten bzw. &#246;ffentlich zug&#228;nglich zu machen. Die
Verf&#252;gungsbeklagte begehe Rechtsbruch, indem sie mit der App ein nach dem Medienstaatsvertrag (&#8222;MStV&#8220;) unzul&#228;ssiges
Telemedienangebot anbiete. Den Verf&#252;gungskl&#228;gern stehe daher ein Unterlassungsanspruch nach &#167;&#167; 3a, 8 UWG i.V.m.
&#167;&#167; 30, 32 MStV zu.</p>
<p>Die App sei ein selbst&#228;ndiges Telemedienangebot des SWR und damit genehmigungspflichtig im Sinne des &#167; 32 MStV. Eine
Genehmigung liege jedoch nicht vor. Dar&#252;ber hinaus sei sie jedenfalls in der angegriffenen Fassung vom 14. April 2022 aufgrund der in
gr&#246;&#223;erem Umfang enthaltenen Textberichterstattung, die nicht zugleich im H&#246;rfunk- und Fernsehangebot des SWR enthalten war,
presse&#228;hnlich und damit gem&#228;&#223; &#167; 30 Abs. 7 MStV unzul&#228;ssig.</p>
<p>&#214;ffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ist es nach &#167; 30 Abs. 7 MStV untersagt, presse&#228;hnliche Erzeugnisse anzubieten
und so in den Markt privater Verlage einzugreifen.</p>
<p>Ferner begehren die Verf&#252;gungskl&#228;ger, es dem SWR zu untersagen, die App mit den Aussagen &#8222;keine Werbung&#8220; und/oder
&#8222;kein Abo&#8220; und/oder &#8222;keine Abo-Fallen und keine versteckten Kosten&#8220; zu bewerben. Diese Aussagen seien
irref&#252;hrend und damit wettbewerbswidrig. Denn sie seien zwar inhaltlich richtig, allerdings handele es sich dabei um
Selbstverst&#228;ndlichkeiten, die zum Wesen durch den Rundfunkbeitrag finanzierter Angebote des &#246;ffentlich-rechtlichen Rundfunks
geh&#246;rten. Damit werde indirekt der falsche Eindruck erweckt, das beworbene Angebot sei anderen Produkten oder Leistungen
&#252;berlegen. Dieser Unterlassungsanspruch wird auf &#167;&#167; 5, 8 UWG gest&#252;tzt.</p>
<p>Die Verf&#252;gungsbeklagte h&#228;lt die Verf&#252;gungsklage bereits f&#252;r unzul&#228;ssig, da &#167; 30 Abs. 7 MStV zun&#228;chst
ein Schlichtungsverfahren vorsehe, das vor Antragstellung nicht durchgef&#252;hrt worden sei. Sie beruft sich zudem darauf, die App sei
nicht gesondert nach &#167; 32 MStV genehmigungspflichtig, da sie eine blo&#223;e unselbst&#228;ndige Ausspielungsform des genehmigten
Telemedienkonzepts des SWR sei. Sie gebe lediglich die Inhalte von DASDING.de wieder. &#220;berdies sei sie auch nicht presse&#228;hnlich.
Jeder Beitrag k&#246;nne bequem per Kopfh&#246;rer-Symbol als abrufbarer Audio-Beitrag h&#246;rbar gemacht werden.</p>
<p>Zwischenzeitlich hat die Beklagte mehrere strafbewehrte Unterlassungserkl&#228;rungen in Bezug auf bestimmte Beitr&#228;ge in der App
abgegeben. Die App wird weiterhin angeboten.</p>
<p><strong>Wesentliche Erw&#228;gungen der Kammer</strong></p>
<p>Die Kammer h&#228;lt die Verf&#252;gungsklage f&#252;r zul&#228;ssig. Insbesondere setze die Klage kein vorab durchgef&#252;hrtes
Schlichtungsverfahren voraus. Nach &#167; 30 Abs. 7 S. 6 MStV soll zwar von den &#246;ffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und den
Spitzenverb&#228;nden der Presse f&#252;r die &#220;berwachung der Presse&#228;hnlichkeit von Angeboten des &#246;ffentliche-rechtlichen
Rundfunks eine Schlichtungsstelle eingerichtet werden. Dies sei auch erfolgt. Ein gesetzlicher Zwang zur Anrufung der Schlichtungsstelle
vor Klageerhebung sei jedoch nicht vorgesehen.</p>
<p>Die Kammer hat sich aufgrund des beschr&#228;nkten Verf&#252;gungsantrags lediglich mit der am 14. April 2022 bestehenden Ausgestaltung
der App NEWSZONE befasst, nicht mit mittlerweile m&#246;glicherweise ge&#228;nderten Ausgestaltungen der App.</p>
<p>Die 53. Zivilkammer hat der Verf&#252;gungsklage in der Sache teilweise stattgegeben. Das Angebot der App NEWSZONE in der angegriffenen
Ausgestaltung vom 14. April 2022 versto&#223;e gegen &#167;&#167; 30, 32 MStV und sei daher wettbewerbswidrig i.S.d. &#167; 3a UWG, weshalb
den Verf&#252;gungskl&#228;gern ein Unterlassungsanspruch gem. &#167; 8 UWG zustehe.</p>
<p>Die Kammer erachtet die App in der angegriffenen Form nicht als unselbst&#228;ndige Ausspielungsform des &#252;bergeordneten
Telemedienkonzepts DASDING.de. Sie sei damit einem Genehmigungsverfahren gem&#228;&#223; &#167; 32 MStV zu unterziehen. Ein solches habe
jedoch nicht stattgefunden. Die App greife zwar auf Inhalte des Onlineauftritts DASDING.de zu. Dies allein f&#252;hre jedoch nicht dazu,
dass die App nur eine unselbstst&#228;ndige Ausspielungsform des bestehenden Telemedienangebots sei. Anderenfalls k&#246;nnten die
&#246;ffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten Inhalte einer gesonderten Pr&#252;fung dadurch entziehen, dass sie sich allgemein im
&#252;bergeordneten, vielf&#228;ltigen Gesamttelemedienangebot einer &#246;ffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt bef&#228;nden. Auch eine
Verlinkung innerhalb der App auf das Gesamtangebot verm&#246;ge den eigenst&#228;ndigen Charakter der App nicht entscheidend zu
ver&#228;ndern.</p>
<p>In der Nachrichten-App liege vielmehr eine grundlegende thematisch-inhaltliche &#196;nderung im Vergleich zu dem genehmigten
Telemedienangebot DASDING.de. Dies wird bereits dadurch deutlich, dass die Verf&#252;gungsbeklagte eine eigene DASDING-App anbietet.
Demgegen&#252;ber ver&#228;ndere die App NEWSZONE die Angebotsmischung im Vergleich zum Telemedienangebot DASDING.de substanziell.</p>
<p>Ungeachtet der fehlenden Genehmigung sei die App dar&#252;ber hinaus in der angegriffenen Form vom 14. April 2022 presse&#228;hnlich und
damit gem&#228;&#223; &#167; 30 Abs. 7 MStV unzul&#228;ssig. Die Kammer geht dabei zun&#228;chst mit der bisherigen Rechtsprechung zur
Vorg&#228;ngerregelung von der Verfassungsm&#228;&#223;igkeit des &#167; 30 Abs. 7 MStV aus. Diese k&#246;nne im Verfahren des
einstweiligen Rechtsschutzes nicht vertieft gepr&#252;ft werden.</p>
<p>Nach den von der Rechtsprechung und Literatur entwickelten Grunds&#228;tzen d&#252;rften Telemedienangebote von
&#246;ffentlich-rechtlichen Sendern nicht durch stehende Texte und Bilder gepr&#228;gt sein, sondern m&#252;ssten ihren Schwerpunkt in
einer h&#246;rfunk- oder fernseh&#228;hnlichen Gestaltung oder einer entsprechenden Kombination haben.</p>
<p>F&#252;r die Pr&#252;fung der Presse&#228;hnlichkeit sei die Gesamtheit der nichtsendungsbezogenen Beitr&#228;ge der App NEWSZONE
ma&#223;geblich. Die Presse&#228;hnlichkeit ergebe sich bereits daraus, dass die Verf&#252;gungsbeklagte zwischenzeitlich f&#252;r die eine
dreistellige Anzahl von Beitr&#228;gen (und damit f&#252;r den &#252;berwiegenden Teil) gegen&#252;ber den Verf&#252;gungskl&#228;gern
strafbewehrte Unterlassungserkl&#228;rungen abgegeben habe. Dies belege den Schwerpunkt des Angebots in quantitativer Hinsicht. Qualitativ
seien die nichtsendungsbezogenen Beitr&#228;ge der App von stehenden Texten und Bildern dominiert. Die Einbindung von interaktiven
Gestaltungsm&#246;glichkeiten gen&#252;ge nicht zur Beseitigung der Presse&#228;hnlichkeit. Die Funktion der Vorlesbarkeit sowie die
Beteiligung der Nutzer &#252;ber Emoji- und Abstimmungsbuttons stellten lediglich technische Zusatzfunktionen dar. Das Verbot
presse&#228;hnlicher Angebote d&#252;rfe nicht durch die Einbettung der presse&#228;hnlichen Beitr&#228;ge in eine unterhaltsame Peripherie
umgangen werden.</p>
<p>Die Werbeaussagen seien indes nicht wettbewerbswidrig. Eine unzul&#228;ssige irref&#252;hrende Werbung liege nicht vor.</p>
<p>Eine solche sei zwar nach &#167; 5 Abs. 1 UWG auch m&#246;glich, wenn Werbeaussagen objektiv den Tatsachen entsprechen aber mit
Selbstverst&#228;ndlichkeiten geworben werde, die zwingend gesetzlich vorgeschrieben sind oder zum Wesen der angebotenen Ware oder Leistung
geh&#246;ren. Damit k&#246;nne indirekt der falsche Eindruck erweckt werden, das beworbene Angebot sei anderen Produkten oder Leistungen
&#252;berlegen.</p>
<p>Eine Werbung mit Selbstverst&#228;ndlichkeiten sei jedoch nach den Grunds&#228;tzen der Rechtsprechung nicht irref&#252;hrend, wenn der
Verkehr diesen Umstand erkenne. Dies sei vorliegend deswegen der Fall, da die Verf&#252;gungsbeklagte auf die Finanzierung durch den
Rundfunkbeitrag f&#252;r den &#246;ffentlich-rechtlichen Rundfunk in ausreichender Form hinweise. &#220;berdies h&#228;tten die
Verf&#252;gungskl&#228;ger eine ma&#223;gebliche Irref&#252;hrungsquote nicht dargelegt oder glaubhaft gemacht. Schlie&#223;lich beruhe die
Werbe- und Kostenfreiheit der App NEWSZONE zwar auf gesetzlichen Vorgaben des Medienstaatsvertrags. Dies stelle jedoch &#8211; anders als
in den F&#228;llen der unzul&#228;ssigen Werbung mit Selbstverst&#228;ndlichkeiten &#8211; einen tats&#228;chlichen Vorteil gegen&#252;ber
anderen privaten Angeboten dar. Mit diesem d&#252;rfe auch geworben werden.</p>
<p><span style="font-size: 10pt;"><strong>Dr. Sebastian Sonn</strong></span><br />
<span style="font-size: 10pt;">Sprecher des Landgerichts Stuttgart in Zivilsachen</span><br />
<span style="font-size: 10pt;">Urbanstra&#223;e 20 &#160; 70182 Stuttgart</span><br />
<span style="font-size: 10pt;">(0711) 212-3415</span><br />
<span style="font-size: 10pt;">pressestelle@lgstuttgart.justiz.bwl.de</span></p>
</div>]]></description>
      <pubDate>Fri Oct 21 00:00:00 CEST 2022</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Schleckerprozess: Hauptverhandlung gegen Wirtschaftsprüfer endet mit vorläufiger Einstellung gegen Geldauflagen]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/Schleckerprozess_+Einstellung+Wirtschaftspruefer</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 23.05.2017</p>Staatsanwaltschaft und Angeklagte stimmen dem Kammervorschlag zu.<div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker1809023">&nbsp;</a></div><div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><span style="line-height: 150%;">Die 11. Gro&#223;e Wirtschaftsstrafkammer hat im sog.
Schleckerprozess das Verfahren gegen die beiden angeklagten Wirtschaftspr&#252;fer mit Zustimmung der Staatsanwaltschaft und der beiden
Angeklagten gem&#228;&#223; &#167; 153a Abs. 2 StPO gegen Zahlung von Geldauflagen in H&#246;he von 25.000,- Euro bzw. 20.000,- Euro
vorl&#228;ufig eingestellt.</span></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><span style="line-height: 150%;">Den beiden Wirtschaftspr&#252;fern wurde vorgeworfen,
dass sie bei der Pr&#252;fung des Jahresabschlusses des Einzelunternehmens Anton Schlecker e.K. (2009) und des Schleckerkonzerns (2010)
jeweils zu Unrecht attestiert hatten, dass diese den gesetzlichen Vorschriften entsprachen.</span></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><span style="line-height: 150%;">Nach Auffassung der Kammer bestehe zwar nach
vorl&#228;ufiger W&#252;rdigung weiterhin der Verdacht, dass es sich sowohl bei der fraglichen stillen Beteiligung in H&#246;he von 270
Millionen Euro als auch bei dem Darlehen der Logistik- und Dienstleistungsgesellschaft &#252;ber 50 Millionen Euro nicht - wie bilanziert -
um Eigenkapital, sondern um Fremdkapital handelte. Allerdings stehe einer Einstellung unter Auflagen die Schwere der Schuld nicht entgegen:
Die beiden Wirtschaftspr&#252;fer seien nicht vorbestraft, es handelt sich jeweils nur um eine Position der Bilanz eines gro&#223;en
Unternehmens, die ansonsten nicht zu beanstanden sei, &#252;berdies konnte die Kammer bisher nicht feststellen, dass jemand durch die
etwaig unrichtige Bilanzierung gesch&#228;digt worden sei. Insbesondere h&#228;tten die sog. &#8222;Schlecker-Frauen&#8220; nicht dadurch
ihren Arbeitsplatz verloren. Die Kammer konnte auch nicht ausschlie&#223;en, dass sich die Angeklagten aus ihrer subjektiven Sicht in einem
Graubereich befanden.</span></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><span style="line-height: 150%;">Sollten die Geldauflagen an gemeinn&#252;tzige
Einrichtungen (insg. 40.000,- Euro) bzw. die Staatskasse (5000,- Euro) bezahlt werden, wird die Kammer das Verfahren gegen die beiden
Wirtschaftspr&#252;fer endg&#252;ltig einstellen. Eine Verurteilung ist mit der Einstellung gegen Geldauflagen nicht verbunden. Es gilt
weiterhin die Unschuldsvermutung.</span></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><em><span style="line-height: 150%;">Dr. Johannes Fridrich, Mediensprecher in
Strafsachen</span></em></p>
<p><br />
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><strong><em><span style="line-height: 150%; font-size: 10pt;">&#167; 153a StPO (Absehen
von der Verfolgung unter Auflagen und Weisungen)</span></em></strong></p>
<p style="text-align: justify; text-indent: -18pt; margin-left: 36pt;"><em><span><span>(1)<span style="font: 7pt/normal 'Times New Roman'; font-size-adjust: none; font-stretch: normal;">&#160;</span></span></span></em> <span class="n"><em>Mit</em></span> <em>Zustimmung des f&#252;r die Er&#246;ffnung des Hauptverfahrens zust&#228;ndigen Gerichts und des
Beschuldigten kann die Staatsanwaltschaft bei einem Vergehen vorl&#228;ufig von der Erhebung der &#246;ffentlichen Klage absehen und
zugleich dem Beschuldigten Auflagen und Weisungen erteilen, wenn diese geeignet sind, das &#246;ffentliche Interesse an der Strafverfolgung
zu beseitigen, und die Schwere der Schuld nicht entgegensteht. <span class="n">Als</span> Auflagen oder Weisungen kommen insbesondere in
Betracht,</em> (&#8230;)</p>
<p style="text-align: justify; margin-left: 36pt;"><em>2. einen Geldbetrag zugunsten einer gemeinn&#252;tzigen Einrichtung oder der
Staatskasse zu zahlen (&#8230;).</em></p>
<p style="text-align: justify; text-indent: -18pt; margin-left: 36pt;"><em><span><span>(2)<span style="font: 7pt/normal 'Times New Roman'; font-size-adjust: none; font-stretch: normal;">&#160;</span></span></span></em> <em>Ist die
Klage bereits erhoben, so kann das Gericht mit Zustimmung der Staatsanwaltschaft und des Angeschuldigten das Verfahren bis zum Ende der
Hauptverhandlung, in der die tats&#228;chlichen Feststellungen letztmals gepr&#252;ft werden k&#246;nnen, vorl&#228;ufig einstellen und
zugleich dem Angeschuldigten die in Absatz 1 Satz 1 und 2 bezeichneten Auflagen und Weisungen erteilen. (&#8230;)</em></p>
</div>]]></description>
      <pubDate>Tue May 23 00:00:00 CEST 2017</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Verfahren gegen Heiler und Exorzisten wegen Vergewaltigung mit Zustimmung der Staatsanwaltschaft eingestellt]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/Verfahren+gegen+Heiler+und+Exorzisten+wegen+Vergewaltigung+mit+Zustimmung+der+Staatsanwaltschaft+eingestellt</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 05.04.2017</p>Tatnachweis eines Verbrechens konnte nicht geführt werden<div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker1809013">&nbsp;</a></div><div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><span style="line-height: 150%;">Die 2. Gro&#223;e Jugendkammer hat das Strafverfahren
gegen einen als Heiler und Exorzisten t&#228;tigen 56 Jahre alten Mann wegen des Vorwurfes des sexuellen Missbrauchs unter Ausnutzung eines
Beratungs-/ Behandlungs- oder Betreuungsverh&#228;ltnisses zum Teil in Tateinheit mit exhibitionistischer Handlung, Vergewaltigung bzw.
K&#246;rperverletzung (2 KLs 21 Js 17728/16) mit Zustimmung der Staatsanwaltschaft Stuttgart und des Angeklagten gem&#228;&#223; &#167; 153
Absatz 2 StPO wegen geringer Schuld ohne weitere Auflagen eingestellt. Dem Angeklagten wird zudem f&#252;r die erlittene Untersuchungshaft
Entsch&#228;digung gew&#228;hrt.</span> <span style="line-height: 150%;">Die Kosten des Verfahrens sowie die notwendigen Auslagen des
Angeklagten fallen au&#223;erdem im Wesentlichen der Staatskasse zur Last. Zuvor hatte die Kammer den gegen den Angeklagten bestehenden
Haftbefehl bereits aufgehoben.</span></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><span style="line-height: 150%;">&#160;</span><span style="line-height: 150%;">Nach dem
Ergebnis der bisherigen Beweisaufnahme konnte der Tatnachweis eines Verbrechens nicht gef&#252;hrt werden. Insbesondere w&#228;re nach
&#220;berzeugung der Kammer eine Verurteilung wegen Vergewaltigung oder sonstiger gravierender Missbrauchsvorw&#252;rfe nicht in Betracht
gekommen.</span></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><span style="line-height: 150%;">&#160;</span><span style="line-height: 150%;">Zu dem
Aussageverhalten der mutma&#223;lich Gesch&#228;digten und weiterer Zeugen aus deren Umfeld hatte zuletzt d</span>ie aussagepsychologische
Sachverst&#228;ndige eine aktuelle schriftliche Stellungnahme vorgelegt, wonach die Glaubhaftigkeit der Angaben der Gesch&#228;digten
nunmehr in Zweifel gezogen wurde. Die aussagepsychologische Analyse der aktuellen Beweiserhebungen habe eine &#196;nderung in Bezug auf das
schriftliche Sachverst&#228;ndigengutachten ergeben. Hiernach sei nach aktueller Einsch&#228;tzung ein Erlebnisbezug der Aussage der
mutma&#223;lich Gesch&#228;digten nicht (mehr) belegbar. Die Kammer schloss sich dieser gutachterlichen Bewertung an.</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><span style="line-height: 150%;">&#160;</span><span style="line-height: 150%;">Die
infolgedessen allenfalls noch im Raum stehenden Vorw&#252;rfe w&#228;ren - so die Gro&#223;e Jugendkammer - allesamt im Bereich der
Vergehen einzuordnen gewesen. Insbesondere auch im Hinblick auf die bereits &#252;ber ein Jahr andauernde Untersuchungshaft des Angeklagten
und dessen besondere Haftempfindlichkeit w&#228;re die bei einer Verurteilung noch zu erwartende Schuld daher gering.</span></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><span style="line-height: 150%;">Da der derzeit noch bestehende Tatverdacht erheblich
hinter dem zur&#252;ckbleibt, der zur Untersuchungshaft gef&#252;hrt hat, hat die Kammer au&#223;erdem eine Entsch&#228;digung f&#252;r die
erlittene Untersuchungshaft gew&#228;hrt (&#167;&#167; 8 Absatz 1 Satz 1, 3 StrEG).</span></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><span style="line-height: 150%;">&#160;</span></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><strong><em><span style="line-height: 150%; font-size: 10pt;">&#167; 153 StPO (Absehen
von der Verfolgung bei Geringf&#252;gigkeit)</span></em></strong></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><em><span style="line-height: 150%; font-size: 10pt;">(1) Hat das Verfahren ein Vergehen
zum Gegenstand, so kann die Staatsanwaltschaft mit Zustimmung des f&#252;r die Er&#246;ffnung des Hauptverfahrens zust&#228;ndigen Gerichts
von der Verfolgung absehen, wenn die Schuld des T&#228;ters als gering anzusehen w&#228;re und kein &#246;ffentliches Interesse an der
Verfolgung besteht. Der Zustimmung des Gerichtes bedarf es nicht bei einem Vergehen, das nicht mit einer im Mindestma&#223; erh&#246;hten
Strafe bedroht ist und bei dem die durch die Tat verursachten Folgen gering sind.</span></em></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><em><span style="line-height: 150%; font-size: 10pt;">&#160;</span></em><em><span style="line-height: 150%; font-size: 10pt;">(2) Ist die Klage bereits erhoben, so kann das Gericht in jeder Lage des Verfahrens unter den
Voraussetzungen des Absatzes 1 mit Zustimmung der Staatsanwaltschaft und des Angeschuldigten das Verfahren einstellen. Der Zustimmung des
Angeschuldigten bedarf es nicht, wenn die Hauptverhandlung aus den in &#167; 205 angef&#252;hrten Gr&#252;nden nicht durchgef&#252;hrt
werden kann oder in den F&#228;llen des &#167; 231 Abs. 2 und der &#167;&#167; 232 und 233 in seiner Abwesenheit durchgef&#252;hrt wird.
Die Entscheidung ergeht durch Beschlu&#223;. Der Beschlu&#223; ist nicht anfechtbar.</span></em></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><strong><em><span style="line-height: 150%; font-size: 10pt;">&#167; 12 StGB (Verbrechen
und Vergehen)</span></em></strong></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><em><span style="line-height: 150%; font-size: 10pt;">(1) Verbrechen sind rechtswidrige
Taten, die im Mindestma&#223; mit Freiheitsstrafe von einem Jahr oder dar&#252;ber bedroht sind.</span></em></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><em><span style="line-height: 150%; font-size: 10pt;">(2) Vergehen sind rechtswidrige
Taten, die im Mindestma&#223; mit einer geringeren Freiheitsstrafe oder die mit Geldstrafe bedroht sind.</span></em></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><em><span style="line-height: 150%; font-size: 10pt;">(3) Sch&#228;rfungen oder
Milderungen, die nach den Vorschriften des Allgemeinen Teils oder f&#252;r besonders schwere oder minder schwere F&#228;lle vorgesehen
sind, bleiben f&#252;r die Einteilung au&#223;er Betracht.</span></em></p>
<p><strong><em><span style="line-height: 150%; font-size: 10pt;">&#167;3 StrEG (Entsch&#228;digung bei Einstellung nach
Ermessensvorschrift)</span></em></strong></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><em><span style="line-height: 150%; font-size: 10pt;">Wird das Verfahren nach einer
Vorschrift eingestellt, die dies nach dem Ermessen des Gerichts oder der Staatsanwaltschaft zul&#228;&#223;t, so kann f&#252;r die in
&#167; 2</span></em> <em><span style="line-height: 150%; font-size: 10pt;">genannten Strafverfolgungsma&#223;nahmen eine Entsch&#228;digung
gew&#228;hrt werden, soweit dies nach den Umst&#228;nden des Falles der Billigkeit entspricht.</span></em></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><em><span style="line-height: 150%; font-size: 7pt;">&#160;</span></em></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%; margin-bottom: 12pt;"><em><span style="line-height: 150%;">Elena Gihr, Mediensprecherin
in Strafsachen, Tel.: 0711-212-3800</span></em></p>
</div>]]></description>
      <pubDate>Wed Apr 05 00:00:00 CEST 2017</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Prozessauftakt im „Schlecker-Verfahren“ - Saalverlegung und Parkverbotszone gegenüber dem Gerichtsgebäude]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/Prozessauftakt+im+_Schlecker-Verfahren_+-+Saalverlegung+und+Parkverbotszone+gegenueber+dem+Gerichtsgebaeude</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 01.03.2017</p>Prozessauftakt in Sitzungssaal 18<div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker1808950">&nbsp;</a></div><div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><span style="line-height: 150%;">Die am <span>6. M&#228;rz 2017 um 9.00 Uhr</span>
beginnende Hauptverhandlung gegen sechs Angeklagte im Zusammenhang mit der Insolvenz einer Drogeriemarkt-Kette (<span>11 KLs 152 Js
53670/12)</span> wird von Saal 1 in den</span></p>
<p style="text-align: center; line-height: 150%;" align="center"><strong><span style="line-height: 150%;">Sitzungssaal 18<br />
des Landgerichts Stuttgart, Olgastra&#223;e 2, 70182 Stuttgart,</span></strong><span style="line-height: 150%;">&#160;</span></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><span style="line-height: 150%;">verlegt.</span><span style="line-height: 150%;">&#160;</span></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><span style="line-height: 150%;">Die insgesamt zur Verf&#252;gung stehenden
Sitzpl&#228;tze im Zuschauerbereich reduzieren sich damit von rund 160 auf rund 120. Das f&#252;r Medienvertreter reservierte
Sitzplatzkontingent verringert sich hierdurch nicht.</span><span style="line-height: 150%;">&#160;</span></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><span style="line-height: 150%;">Der Sitzungssaal 1 wird an diesem Tag f&#252;r das
Verfahren 9 Ks 212 Js 106234/16 ben&#246;tigt. Das vorgenannte Verfahren bedarf besonderer pr&#228;ventiver Sicherheitsvorkehrungen, die
mangels anderweitiger r&#228;umlicher Alternativen am Landgericht Stuttgart in ausreichendem Ma&#223;e derzeit nur in Saal 1
gew&#228;hrleistet werden k&#246;nnen. In dem Verfahren ist es insbesondere in der vergangenen Woche zu einem Aufeinandertreffen
gewaltbereiter und zum Teil bewaffneter rivalisierender Gruppierungen aus der kurdisch beziehungsweise t&#252;rkisch-nationalistisch
gepr&#228;gten Szene im und um das Gerichtsgeb&#228;ude gekommen. Ein voraussichtlich gesteigertes Aufkommen an Justizwachtmeistern und
Polizeieinsatzkr&#228;ften am 6. M&#228;rz 2017 im Gerichtsviertel ist dementsprechend in einem Zusammenhang mit dem Verfahren 9 Ks 212 Js
106234/16 zu sehen. Zudem wird am 6. M&#228;rz 2017 in der Olgastra&#223;e zwischen den Hausnummern 3 - 7 gegen&#252;ber dem Haupteingang
des Gerichtsgeb&#228;udes eine Parkverbotszone eingerichtet sein.</span><span style="line-height: 150%;">&#160;</span></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><span style="line-height: 150%;">Auch mehrere weitere Hauptverhandlungstage des
&#8222;Schlecker-Verfahrens&#8220; kollidieren mit Sitzungstagen des Verfahrens 9 Ks 212 Js 106234/16. Der Sitzungssaal f&#252;r das
&#8222;Schlecker-Verfahren&#8220; wird daher jeweils erst kurzfristig vorab festgelegt und kann am Sitzungstag an der Pforte,
Olgastra&#223;e 2, 70182 Stuttgart, erfragt werden.</span><span>&#160;</span></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%; margin-bottom: 10pt;"><span>F&#252;r R&#252;ckfragen steht Ihnen die Pressestelle gerne
zur Verf&#252;gung.</span><em><span style="line-height: 150%;">&#160;</span></em></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><em><span style="line-height: 150%;">&#160;</span></em></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><em><span style="line-height: 150%;">Elena Gihr</span></em><em><span style="line-height: 150%;">, Mediensprecherin in Strafsachen, Tel.: 0711-212-3800</span></em></p>
</div>]]></description>
      <pubDate>Wed Mar 01 00:00:00 CET 2017</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Kläger gewinnt im Breuninger Beteiligungsprozess]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/Klaeger+gewinnt+im+Breuninger+Beteiligungsprozess</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 22.01.2014</p><div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker1752977">&nbsp;</a></div><div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<p>Die 22. Zivilkammer des Landgerichts gab der Klage im Breuninger
Beteiligungsprozess teilweise statt. Dem Kläger steht ein
Anteil von 10 % an der BSG Beteiligungs-GmbH zu.</p>
<p>Die von dem Kaufmann Heinz Breuninger im Jahr 1969
gegründete Heinz Breuninger Stiftung war
Alleingesellschafterin der gemeinnützigen Breuninger Stiftung
GmbH. Diese hielt sämtliche Anteile an der BSG Beteiligungs-
GmbH, einer Obergesellschaft der Breuninger Unternehmensgruppe.</p>
<p>Der Kläger und die beiden Beklagten waren mit zwei weiteren
Personen Mitglieder des Vorstands der Heinz Breuninger
Stiftung.</p>
<p>Im Jahr 2002 setzten vor dem Hintergrund einer damaligen
Schwäche des Kaufhausunternehmens Breuninger Bestrebungen zur
Aufhebung der Heinz Breuninger Stiftung ein. Dadurch sollte die
wirtschaftliche Abhängigkeit der Stiftungstätigkeit von
den Erträgen des Kaufhausunternehmens beendet werden.
Ursprünglich beabsichtigt war ein Erwerb des
Beteiligungsbesitzes der Stiftung durch die  fünf
Mitglieder des Stiftungsvorstands.</p>
<p>Im Juli 2004 wurde die Heinz Breuninger Stiftung durch
einstimmigen Beschluss des Stiftungsvorstands aufgehoben. Hierdurch
fiel das Stiftungsvermögen an Dr. Helga Breuninger als
Alleinerbin des Stiftungsgründers. Sie veräußerte
den Beteiligungsbesitz der Breuninger Stiftung GmbH für einen
Kaufpreis von € 41,1 Mio. an die Beklagten.</p>
<p>Im Folgenden führten die Parteien bis in das Jahr 2011
Verhandlungen über die Realsierung der Beteiligung des
Klägers. Mit seiner Klage nahm er die Beklagten auf
Übertragung von 20 % der Anteile an der BSG Beteiligungs- GmbH
in Anspruch. Die Parteien stritten im Kern um die Frage, ob dem
Kläger ein Anspruch auf Beteiligung rechtsverbindlich
eingeräumt wurde oder lediglich unverbindlich in Aussicht
gestellt worden war.</p>
<p>Die 22. Zivilkammer des Landgerichts Stuttgart kam nach
Vernehmung mehrerer Zeugen und Auswertung zahlreicher
Schriftstücke zu dem Schluss, dass sich die Parteien
anlässlich der Auflösung der Heinz Breuninger Stiftung
gegenseitig die wirtschaftliche Beteiligung an der
Unternehmensgruppe versprochen hatten. Im Hinblick auf dieses
Versprechen stimmte der Kläger der Stiftungsauflösung zu,
ohne die der Erwerb durch die Beklagten nicht möglich gewesen
wäre. Der Kläger sollte den ihm letztlich versprochenen
Anteil von 10 % erst nach einer gewissen Karenzzeit übertragen
bekommen. Um dieses gemeinsam verfolgte Ziel zu erreichen, bildeten
die Parteien mit ihren beiden Vorstandskollegen ein
Erwerberkonsortium, dem zunächst die Beklagten angehörten
und dem der Kläger zu einem späteren Zeitpunkt beitreten
sollte.</p>
<p>Der Beitritt des Klägers erfolgte mit Ablauf des
30.03.2011. Nachdem der Kläger in einem Schreiben im Januar
2010 den beiden Beklagten den Vorschlag unterbreitet hatte, die
Aufnahme der übrigen Vorstandsmitglieder mit Wirkung zum
01.01.2011 zu vollziehen, teilte der Beklagte van Agtmael mit
Schreiben vom 19.02.2010 dem Beteiligten Dr. Meilicke mit, dass die
einvernehmlich vorgesehene Anteilsübertragung in den
nächsten Wochen umzusetzen sei. Hierauf fassten die Beklagten
am 25.03.2010 den Beschluss, dass der Kläger und die weiteren
Vorstandsmitglieder spätestens am 30.03.2011 Gesellschafter
der BSG Beteiligungs-GmbH werden.</p>
<p>In rechtlicher Hinsicht stellt das Erwerberkonsortium eine
Gesellschaft bürgerlichen Rechts dar. Deren Zweck wurde mit
der Aufnahme aller Stiftungsvorstände erreicht. Das führt
zur Beendigung und Auflösung der Gesellschaft. Im Rahmen der
Auseinandersetzung der Gesellschaft kann der Kläger die
Übertragung der im Streit stehenden Geschäftsanteile
entsprechend seiner Beteiligungsquote verlangen. Dieser sich aus
dem Gesetz ergebende Anspruch unterliegt keinen
Formvorschriften.</p>
<p>Aus dem Beitritt des Klägers zum Erwerberkonsortium ergibt
sich auch ein Anspruch auf Erteilung von Auskunft über die
Aufwendungen und Gewinne, die den Beklagten aus dem Erwerbsvorgang
angefallen sind. Noch offen ist die Frage, ob und in welcher
Höhe der Kläger einen weitergehenden Anspruch auf
Beteiligung an Gewinnen der BSG Beteiligung-GmbH hat. Insoweit ist
vor einer abschließenden Entscheidung die von den Beklagten zu
erteilende Auskunft abzuwarten.</p>
<p>- LG Stuttgart, 22 O 582/11 –</p>
<p> </p>
<p>Schabel, Pressesprecher für Zivilsachen</p>
</div>]]></description>
      <pubDate>Wed Jan 22 00:00:00 CET 2014</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Kein Anspruch der Kläger gegen die BRD wegen &quot;VW-Diesel-Abgasskandals&quot;]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/Kein+Anspruch+der+Klaeger+gegen+die+BRD+wegen+_VW-Diesel-Abgasskandals_</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 27.08.2020</p>  Urteile der 7. Zivilkammer: Kein Anspruch der Kläger auf Schadenersatz gegen die BRD im Zusammenhang mit dem Erwerb eines vom sogenannten „VW-Diesel-Abgasskandal“ betroffenen Fahrzeugs <br /><br />Feststellungsklagen unzulässig und unbegründet <br />  <div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker1644897">&nbsp;</a></div><div class="basecontent-pbsbw---text">
  <p>  <justify>Die 7. Zivilkammer des Landgerichts Stuttgart hat heute unter Vorsitz des Vorsitzenden Richters am Landgericht Schabel drei Urteile in den mittlerweile mehr als 20 anhängigen gleichgelagerten Schadenersatzklagen gegen die Bundesrepublik Deutschland wegen behaupteter Amtspflichtverletzung verkündet. Die Kläger sind bzw. waren jeweils Inhaber eines mit dem Motor EA 189 ausgestatteten Fahrzeugs des VW-Konzerns und begehren jeweils die Feststellung, dass ihnen die Bundesrepublik Deutschland im Zusammenhang mit dem sog. VW-Diesel-Abgasskandal zum Schadenersatz verpflichtet ist. Die Kammer hat die Feststellungsklagen jeweils abgewiesen. </justify><br /><br /><b>Erwägungen der Kammer </b><br />  <justify>Die Kammer hält die Feststellungsklagen bereits für unzulässig und jedenfalls für unbegründet. Den Klägern fehle es bereits aus mehreren Gründen am erforderlichen Feststellungsinteresse. So hat sich ein Kläger bereits mit der VW AG auf einen Vergleich verständigt und hat infolgedessen das Fahrzeug nicht mehr im Besitz. Zudem sei der von den Klägern jeweils geltend gemachte europarechtliche Staatshaftungsanspruch nicht gegeben. So fehle es bereits an einer europarechtlichen Norm, die dem Schutz individueller Vermögensinteressen der Fahrzeugkäufer diene und bezwecke, diesen insoweit Rechte zu verleihen. Das Ziel der von den Klägern bemühten Richtlinie 2007/46/EG sei in erster Linie die Vollendung des europäischen Binnenmarktes; darüber hinaus solle sie die technischen Anforderungen in Rechtsakten harmonisieren und spezifizieren, wobei diese Rechtsakte vor allem auf hohe Verkehrssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz, rationelle Energienutzung und wirksamen Schutz gegen unbefugte Nutzung abzielten. Individualinteressen, vor allem das Vermögensinteresse von Kraftfahrzeugerwerbern, finde darin nach Ansicht der Kammer keine Erwähnung. Zudem sei für die Kammer nicht ersichtlich, dass die Bundesrepublik Deutschland Art. 46 der Richtlinie 2007/46/EG unzureichend in nationales Recht umgesetzt habe. Nach dieser Vorschrift haben die Mitgliedstaaten bei Verstößen gegen die Richtlinie, insbesondere beim Anbieten, Verkaufen und Inbetriebnehmen von nicht genehmigten Teilen und Ausrüstungen nach Art. 31 der Richtlinie, wirksame, verhältnismäßige und abschreckende Sanktionen festzulegen. Auch einen die Haftung begründenden erforderlichen hinreichend qualifizierten Verstoß des Kraftfahrtbundesamts bei der Erteilung der Typengenehmigung für die streitgegenständlichen Fahrzeuge – in Gestalt der von den Klägern behaupteten fehlerhaften Überwachung der Automobilindustrie – könne die Kammer nicht feststellen. Etwaigen Ansprüchen der Kläger nach der deutschen Amtshaftungsnorm § 839 BGB i.V.m. Art. 34 GG stünde entgegen, dass nach dem vorgetragenen Sachverhalt eine Haftung der Herstellerin VW AG gemäß § 826 BGB in Betracht komme und ein etwaiger Amtshaftungsanspruch daher kraft Gesetzes zurücktrete. </justify>  <justify> <br /><b><br />Urteile nicht rechtskräftig – Berufung zum OLG möglich<br /></b></justify>  <justify>Die Urteile sind nicht rechtskräftig. Den Kläger steht das Rechtsmittel der Berufung zum Oberlandesgericht offen. </justify><br /><justify><i>Urteile Landgericht Stuttgart vom 27.08.2020</i></justify>  <justify><i>Aktenzeichen 7 O 425/19, 7 O 66/20, 7 O 67/20</i></justify>  <justify><i> <br /><br />Dr. Johannes Steinbach</i></justify>  <i>Mediensprecher Landgericht Stuttgart</i></p>
</div>]]></description>
      <pubDate>Thu Aug 27 00:00:00 CEST 2020</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Urteil im Verfahren gegen Verantwortliche von Porsche wegen Kreditbetrugs]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/1196063</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 04.06.2013</p> <div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker1416168">&nbsp;</a></div><div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify"><span style="COLOR: black; LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt"><font class="font3" size="3">Die 11. Große Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Stuttgart hat heute das Urteil gegen zwei Männer aus dem Leitungs- bzw. Finanzbereich der Porsche Automobil Holding SE (im Folgenden: Porsche) verkündet. Der ehemalige Finanzvorstand und sein Mitarbeiter wurden wegen gemeinschaftlichen Kreditbetrugs zu Geldstrafen in Höhe von 180 Tagessätzen zu je 3.500,00 Euro sowie 90 Tagessätzen zu je 700,00 Euro verurteilt.</font></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify"><span style="COLOR: black; LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt"><font class="font3" size="3">Das Gericht ist aufgrund der Erkenntnisse aus der 32 Verhandlungstage umfassenden, kontrovers geführten Hauptverhandlung zu der Überzeugung gelangt, dass die Angeklagten bewusst unrichtige Angaben gegenüber einer Bank im Rahmen von Verhandlungen über einen im März 2009 abgeschlossenen Anschlusskonsortialkredit machten, an dem diese Bank mit 500 Millionen Euro beteiligt war. Dabei gaben die Angeklagten den Netto-Kapitalbedarf, der sich bei der Ausübung der von Porsche gehaltenen Kaufoptionen auf VW-Stammaktien ergeben hätte, um etwa 1,4 Milliarden Euro zu niedrig an.</font></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify"><span style="COLOR: black; LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt"><font class="font3" size="3">Im Mittelpunkt der Hauptverhandlung stand einerseits die unterschiedliche Auffassung der Prozessbeteiligten über verschiedene, inhaltlich wenig bestimmte Begriffe aus der Finanz- und Bankbranche, insbesondere den in den verfahrensgegenständlichen Unterlagen enthaltenen „net purchase price“. Nach der Überzeugung der 11. Großen Wirtschaftsstrafkammer, wie deren Vorsitzender Richter am Landgericht Dr. Martis in seiner Urteilsbegründung ausführte, seien ungeachtet des Sprachgebrauchs einzelner Wissenschaftler jedenfalls die vertragschließenden Angeklagten und Bankmitarbeiter übereinstimmend von derselben Bedeutung ausgegangen. Gemeint sei der in Zukunft noch an eine Bank für die Aufstockung der Anteile an VW-Stammaktien zu überweisende Geldbedarf nach Abzug der bereits überwiesenen Sicherheiten gewesen. Dieser habe tatsächlich um rund 1,4 Milliarden Euro höher gelegen, als seitens der Angeklagten angegeben wurde, was ihnen bewusst gewesen sei.</font></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify"><span style="COLOR: black; LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt"><font class="font3" size="3">Darüber hinaus stellte sich im Laufe des Verfahrens die Frage, auf welchen Entscheidungsträger innerhalb des Bankkonzerns abzustellen war und welche Rolle die vor den unrichtigen Angaben erfolgte stattgebende Kreditvergabeentscheidung der Bankenzentrale in Paris spielte. Die Kammer ist diesbezüglich zu der Überzeugung gelangt, dass in der Pariser Zentrale zwar bereits eine allgemeine Grundsatzentscheidung für die Vergabe des Kredits getroffen worden sei, diese jedoch nur einen von zwei Bausteinen darstelle. Die zweite erforderliche Zustimmung habe durch die Filiale in Frankfurt erteilt werden müssen, die insoweit eine eigene Zuständigkeit besessen und noch weitere Details zu klären gehabt habe. Diese noch offenen Details hätten unter anderem die Beurteilung der Frage umfasst, ob die von Porsche erhaltenen Angaben für die Kreditvergabe ausreichend waren oder ob die Zentrale in Paris erneut darüber hätte beraten müssen.</font></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify"><span style="COLOR: black; LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt"><font class="font3" size="3">Nach Überzeugung der Kammer waren die unrichtigen Angaben der Angeklagten für die Kreditvergabe auch erheblich. Entsprechend den Regelungen des Kreditvertrags hätte sich im Fall der zutreffenden Darstellung des Netto-Kapitalbedarfs eine andere Risikobewertung durch die Bank ergeben, welche sich auch auf die Zinshöhe hätte auswirken können.</font></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify"><font class="font3" size="3"><span style="COLOR: black; LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt">Generell ist für die Erfüllung des Tatbestands des Kreditbetrugs gemäß § 265b Abs. 1 Nr. 1b StGB hingegen nicht erforderlich, dass sich die Bank bei ihrer Kreditvergabe im konkreten Fall tatsächlich auf die Richtigkeit der Angaben stützt, oder dass seitens der Bank ein Schaden eintritt. Die Strafvorschrift bezweckt den abstrakten Schutz des Kreditwesens vor einer Gefährdung</span> durch unrichtige <span style="COLOR: black; LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt">Angaben.</span></font></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify"><span style="COLOR: black; LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt"><font class="font3" size="3">Die Strafkammer blieb mit dem Strafmaß hinter dem Antrag der Staatsanwaltschaft zurück, welche eine Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung nebst Zahlungsauflage von 1 Million Euro für den ehemaligen Finanzvorstand und 300 Tagessätze zu je 750,00 Euro für dessen Mitarbeiter beantragt hatte. Zu Gunsten der Angeklagten wertete die Kammer unter anderem, dass der Kredit im Rahmen dringlicher Entscheidungen zur Rettung von Porsche beitrug und der Kredit durch VW-Aktien ausreichend abgesichert war.</font></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify"><i style="mso-bidi-font-style: normal"><span style="COLOR: black; LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt"><font class="font3" size="3">Thomas Wessels und Dr. Florian Bollacher, Mediensprecher in Strafsachen</font></span></i></p>
</div>]]></description>
      <pubDate>Tue Jun 04 00:00:00 CEST 2013</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Verfahrensflut bei den Bankenkammern des Landgerichts Stuttgart]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/1196059</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 28.05.2013</p> <div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker1333009">&nbsp;</a></div><div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify"><span style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt"><font class="font3" size="3">Fast 1800 Klagen sind beim Landgericht Stuttgart während der letzten Woche in Kapitalanlagesachen eingegangen. Die die Anleger vertretenden Anwälte haben die Klage gleich mit einem Transporter anliefern lassen. Bei etwa 10.000 erstinstanzlichen Klagen<span style="mso-spacerun: yes"> </span> insgesamt pro Jahr stellt die gleichzeitige Erhebung von 1.751 Klagen eine enorme Herausforderung für Richter und Unterstützungskräfte dar.</font></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify"><span style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt"><font class="font3" size="3">In der Sache geht es um die persönliche Haftung des Gründungsgesellschafters der sog. Dreiländerfonds für Schäden, die den Klägern durch ihre angeblich nicht rentable<span style="mso-spacerun: yes"> </span> Beteiligung entstanden sein soll.<span style="mso-spacerun: yes"> </span> Bei den Dreiländerfonds handelt es sich um geschlossene Immobilienfonds mit Investitionen in Immobilien in Deutschland, den USA und in ein Wertpapierdepot in der Schweiz. Insgesamt sind in den Jahren 1987 bis 1999 17 dieser Fonds aufgelegt worden</font></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify"><span style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt"><font class="font3" size="3">Die Kläger haben sich als Kommanditisten mittelbar über eine Treuhänderin beteiligt. Zum Teil sind bis zu sechsstellige Summe investiert worden. Zur Hemmung der absoluten Verjährungsfrist von 10 Jahren sind nach dem Vortrag der Kläger in allen Fällen Güteverfahren vor staatlich anerkannten Gütestellen eingeleitet worden, die aufgrund der Masse der Verfahren erst Ende 2012 beendet wurden. Nach Abschluss des Güteverfahrens muss bei dessen Erfolglosigkeit innerhalb von 6 Monaten geklagt werden, um die Verjährungshemmung fortdauern zu lassen, was mit den Klagen erreicht werden soll.</font></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-AUTOSPACE: ideograph-numeric; TEXT-ALIGN: justify; mso-layout-grid-align: auto; punctuation-wrap: hanging; mso-vertical-align-alt: auto"><font class="font3" size="3"><span style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt">Vorgeworfen werden dem Gründungsgesellschafter inhaltliche Unrichtigkeiten in den Prospekten.</span></font></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-AUTOSPACE: ideograph-numeric; TEXT-ALIGN: justify; mso-layout-grid-align: auto; punctuation-wrap: hanging; mso-vertical-align-alt: auto"><i style="mso-bidi-font-style: normal"><span style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-family: Arial; mso-bidi-font-size: 12.0pt"><font class="font3" size="3">Bernhard Schabel, Pressesprecher für <span style="mso-spacerun: yes"> </span> Zivilsachen</font></span></i></p>
</div>]]></description>
      <pubDate>Tue May 28 00:00:00 CEST 2013</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Landgericht Stuttgart weist Klagen geschädigter Anleger der Eventus eG gegen den vbw Verband baden-württembergischer Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. ab]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/Urteile+in+den+Verfahren+der+Anleger+der+Eventus+eG+gegen+den+vbw</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 29.06.2022</p>Die unter anderem für Haftungsansprüche gegen genossenschaftliche Prüfungsverbände zuständige 27. Zivilkammer des Landgerichts Stuttgart hat mit am 29.06.2022 verkündeten Urteilen 15 Klagen investierender Mitglieder der insolventen Eventus eG gegen den vbw Verband baden-württembergischer Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. (vbw) sowie weitere Beklagte abgewiesen.<br /><div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker1285471">&nbsp;</a></div><div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<p><strong><br />
Gegenstand der Klagen</strong></p>
<p>Mit den Klagen wurden der vbw, ein vormals f&#252;r den vbw t&#228;tiger Wirtschaftspr&#252;fer sowie ein vormaliges Vorstandsmitglied
des vbw auf Schadensersatz in Anspruch genommen.&#160;</p>
<p>Die Klageparteien haben sich zu unterschiedlichen Zeitpunkten als investierende Mitglieder an der Eventus eG beteiligt. Der vbw ist der
genossenschaftliche Pr&#252;fungsverband, welchem die Eventus eG angeh&#246;rte. Im Rahmen der registergerichtlichen
Gr&#252;ndungspr&#252;fung (&#167; 11 Abs. 2 Nr. 3 GenG) erstellte der vbw am 08.08.2012 eine gutachterliche &#196;u&#223;erung &#252;ber
die in Gr&#252;ndung befindliche Eventus eG und f&#252;hrte dabei aus, eine Gef&#228;hrdung der Belange der Mitglieder oder der
Gl&#228;ubiger der Eventus eG sei &#8222;aus heutiger Sicht nicht zu besorgen&#8220;. In der Folgezeit war der vbw mit der
genossenschaftlichen Gesch&#228;ftspr&#252;fung der Eventus eG befasst und berichtete &#252;ber die Pr&#252;fung der Gesch&#228;ftsjahre
2012/2013 und 2014. Am 27.12.2017 wurde das Insolvenzverfahren &#252;ber das Verm&#246;gen der Eventus eG er&#246;ffnet. Der vormalige
Vorstandsvorsitzende der Eventus eG wurde mittlerweile u.a. wegen Betrugs zum Nachteil investierender Mitglieder der Eventus eG zu einer
langj&#228;hrigen Haftstrafe verurteilt.&#160;</p>
<p>Die Klageparteien werfen dem vbw vor, die gutachterliche &#196;u&#223;erung vom 08.08.2012 sei in vors&#228;tzlicher Weise fehlerhaft
gewesen. Das Gesch&#228;ftsmodell der Eventus eG sei von Anfang an offensichtlich nicht tragf&#228;hig und die sp&#228;tere Insolvenz der
Eventus eG damit vorprogrammiert gewesen. Bei pflichtgem&#228;&#223;em Verhalten des vbw w&#228;re die Eventus eG schon nicht ins
Genossenschaftsregister eingetragen worden und die Klageparteien h&#228;tten der Eventus eG dann nicht beitreten k&#246;nnen. Auch die
sp&#228;teren Gesch&#228;ftspr&#252;fungen seien auf vors&#228;tzliche Weise fehlerhaft gewesen. Bei pflichtgem&#228;&#223;er Pr&#252;fung
w&#228;re das von der Eventus eG betriebene Schneeballsystem sehr viel fr&#252;her beendet worden.</p>
<p><strong>Wesentliche Erw&#228;gungen der Kammer</strong></p>
<p>Nach Auffassung der Kammer komme allein ein Anspruch wegen vors&#228;tzlicher sittenwidriger Sch&#228;digung gem. &#167; 826 BGB in
Betracht. Die Kammer hat jedoch offengelassen, ob die Gr&#252;ndungspr&#252;fung sowie die sp&#228;teren Gesch&#228;ftspr&#252;fungen der
Eventus eG auf eine Weise fehlerhaft waren, welche den Vorwurf vors&#228;tzlichen sittenwidrigen Handelns tr&#228;gt. Auch wenn dies zu
Gunsten der Klageparteien unterstellt werde, k&#246;nnten die Klageparteien keinen Schadensersatz wegen ihrer Entscheidung fordern, sich
als investierende Mitglieder an der Eventus eG beteiligt zu haben. Nachdem die gutachterliche &#196;u&#223;erung im Gr&#252;ndungsverfahren
und die sp&#228;teren Pr&#252;fungsberichte unstreitig weder ver&#246;ffentlicht noch den Klageparteien auf sonstige Weise bekannt geworden
waren, fehle es jedenfalls an der konkreten Kausalit&#228;t dieser Pr&#252;fungsergebnisse f&#252;r den Beteiligungsentschluss der
Klageparteien.&#160;</p>
<p>Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs sei der Nachweis eines konkreten Kausalzusammenhangs zwischen dem Arbeitsergebnis eines
Pr&#252;fers und der Kapitalanlageentscheidung des Gesch&#228;digten erforderlich, um Anspr&#252;che aus &#167; 826 BGB geltend machen zu
k&#246;nnen. Eine generelle Kausalit&#228;t in dem Sinne, dass die Eventus eG bei pflichtgem&#228;&#223;er Pr&#252;fung schon gar nicht ins
Genossenschaftsregister eingetragen worden w&#228;re und sich die Klageparteien dann nicht an diesem Gesch&#228;ftsmodell beteiligt
h&#228;tten, gen&#252;ge daf&#252;r nicht. Erforderlich sei vielmehr der Nachweis konkreter Kausalit&#228;t im Hinblick auf den
Willensentschluss des gesch&#228;digten Anlegers, an welchem es hier mangels Kenntnis der Klageparteien von den Arbeitsergebnissen der
Beklagten fehle. Der von den Klageparteien geltend gemachte Umstand, dass die Eintragung der Eventus eG im Genossenschaftsregister
ver&#246;ffentlicht worden sei und Anleger aus der Registereintragung h&#228;tten schlie&#223;en k&#246;nnen, ein Pr&#252;fungsverband habe
im Rahmen der Gr&#252;ndungspr&#252;fung eine positive Einsch&#228;tzung abgegeben, reiche f&#252;r den Nachweis einer konkreten
Kausalit&#228;t nicht aus, zumal das Registergericht an das Votum des Pr&#252;fungsverbands nicht gebunden sei.</p>
<p>In einigen F&#228;llen k&#246;nne die Pr&#252;fungst&#228;tigkeit der Beklagten f&#252;r die Entscheidung der Klageparteien, sich an der
Eventus eG zu beteiligen, &#252;berdies schon deshalb nicht kausal geworden sein, weil sich manche der Klageparteien zu einem Zeitpunkt an
der Eventus eG beteiligt haben, als diese noch gar nicht ins Genossenschaftsregister eingetragen worden war, teilweise sogar zu einem
Zeitpunkt, als der vbw gegen&#252;ber dem Registergericht noch gar keine gutachtliche Stellungnahme abgegeben hatte.&#160;</p>
<p>&#160;</p>
<p><strong>Ma&#223;gebliche Rechtsvorschriften &#160;&#160;</strong>&#160;</p>
<p>&#167; 826 BGB</p>
<p><strong>Sittenwidrige vors&#228;tzliche Sch&#228;digung</strong></p>
<p>Wer in einer gegen die guten Sitten versto&#223;enden Weise einem anderen vors&#228;tzlich Schaden zuf&#252;gt, ist dem anderen zum
Ersatz des Schadens verpflichtet.</p>
<p>&#167; 11 GenG</p>
<p><strong>Anmeldung der Genossenschaft</strong></p>
<p>(&#8230;)</p>
<p>(2) &#160; Der Anmeldung sind beizuf&#252;gen:</p>
<p>(&#8230;)</p>
<p>3. die Bescheinigung eines Pr&#252;fungsverbandes, dass die Genossenschaft zum Beitritt zugelassen ist, sowie eine gutachtliche
&#196;u&#223;erung des Pr&#252;fungsverbandes, ob nach den pers&#246;nlichen oder wirtschaftlichen Verh&#228;ltnissen, insbesondere der
Verm&#246;genslage der Genossenschaft, eine Gef&#228;hrdung der Belange der Mitglieder oder der Gl&#228;ubiger der Genossenschaft zu
besorgen ist.</p>
<p>&#160;&#167; 53 GenG</p>
<p><strong>Pflichtpr&#252;fung</strong></p>
<p>Zwecks Feststellung der wirtschaftlichen Verh&#228;ltnisse und der Ordnungsm&#228;&#223;igkeit der Gesch&#228;ftsf&#252;hrung sind die
Einrichtungen, die Verm&#246;genslage sowie die Gesch&#228;ftsf&#252;hrung der Genossenschaft mindestens in jedem zweiten
Gesch&#228;ftsjahr zu pr&#252;fen. (&#8230;)</p>
</div>]]></description>
      <pubDate>Wed Jun 29 00:00:00 CEST 2022</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Dieselverfahren: Vorlageentscheidung an den Europäischen Gerichtshof in Rechtsschutzversicherungsfall]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/Dieselverfahren_+Vorlageentscheidung+an+den+Europaeischen+Gerichtshof+in+Rechtsschutzversicherungsfall</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 18.09.2020</p>Fragen zur Zulässigkeit des sogenannten Thermofensters<div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker1366896">&nbsp;</a></div><div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<p>Das Landgericht Stuttgart hat heute in dem Verfahren Az. 3 O 236/20 gegen einen Rechtsschutzversicherer durch den Einzelrichter der 3.
Zivilkammer dem Gerichtshof der Europ&#228;ischen Union mehrere Fragen zur Vorabentscheidung (Art. 267 AEUV), unter anderem zu der Frage
der Zul&#228;ssigkeit des sog. Thermofensters im Rahmen der Verordnung (EG) Nr. 715/2007, vorgelegt.</p>
<p>In dem der Vorlageentscheidung zu Grunde liegenden Verfahren begehrt die Klagepartei von der Beklagten Deckungsschutz aus einer
bestehenden Rechtsschutzversicherung f&#252;r ihre beabsichtigte Rechtsverfolgung gegen&#252;ber der Bayerischen Motorenwerke AG. Nach
Auffassung der Klagepartei verf&#252;ge ihr Fahrzeug BMW X3 (Zulassung 2012) &#252;ber eine unzul&#228;ssige Abgassteuerung.</p>
<p>Die Erteilung der Deckungszusage im Ausgangsverfahren h&#228;nge von der Kl&#228;rung der Zul&#228;ssigkeit eines sog. Thermofensters
und von der Sanktionswirkung der EU-Normen ab. Dabei gen&#252;ge es f&#252;r die Verurteilung im Rahmen einer Deckungsklage, wenn eine
zumindest gleich gro&#223;e Wahrscheinlichkeit des positiven Ausgangs des Rechtsstreits wie f&#252;r einen negativen Ausgang bestehe. Das
abschlie&#223;ende Wahrscheinlichkeitsurteil zu den Erfolgsaussichten der Klage k&#246;nne erst nach Anrufung des Europ&#228;ischen
Gerichtshofs beantwortet werden (vgl. Beschluss durch den Einzelrichter der 3. Zivilkammer vom 18.09.2020, Az. 3 O 236/20).</p>
<p>Die vollst&#228;ndige Entscheidung ist auf der Homepage des Landgerichts Stuttgart <a title="Vorlagebeschluss zum EuGH vom 18.09.2020" class=" link link-download" target="_blank" href="/pb/site/jum2/get/documents/jum1/JuM/import/landgericht%20stuttgart/pdf/PDF%20f%C3%BCr%20Pressemitteilungen/3%20O%20236-20%20Beschluss%20vom%2018.9.2020.pdf">hier</a>
abrufbar.</p>
</div>]]></description>
      <pubDate>Fri Sep 18 00:00:00 CEST 2020</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Sitzplatzvergabe und Akkreditierung für Foto-/Filmaufnahmen im „Schlecker-Verfahren“]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/Akkreditierungsverfahren+im+Verfahren+gegen+Strassenradprofi+wegen+Betrugs</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 18.01.2017</p><b>Fristgebundene Akkreditierung für Film-      und Fotoaufnahmen/ kein Akkreditierungsverfahren für Medienvertreter zur Sitzplatzvergabe</b><div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker1337621">&nbsp;</a></div><div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<p><span style="line-height: 150%;">F&#252;r die am</span></p>
<p style="text-align: center; line-height: 150%;" align="center"><strong><span style="line-height: 150%;">6. M&#228;rz 2017 um 9.00
Uhr</span></strong> <strong><span style="line-height: 150%;">im Sitzungssaal 1<br />
 des Landgerichts Stuttgart, Olgastra&#223;e 2, 70182 Stuttgart,</span></strong></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><span style="line-height: 150%;">beginnende Hauptverhandlung gegen sechs Angeklagte im
Zusammenhang mit der Insolvenz einer Drogeriemarkt-Kette (<span>11 KLs 152 Js 53670/12)</span> hat der Vorsitzende der 11.&#160;Gro&#223;en
Wirtschaftsstrafkammer gem&#228;&#223; &#167; 176 Gerichtsverfassungsgesetz folgende Bestimmungen getroffen (Auszug aus der
sitzungspolizeilichen Verf&#252;gung):</span>&#160;</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><strong><span style="line-height: 150%;">1.</span></strong></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><strong><span style="line-height: 150%;">Von den im Zuschauerraum zur Verf&#252;gung
stehenden Sitzpl&#228;tzen sind stets die ersten drei Reihen vorrangig f&#252;r Medienvertreter, die jeweils mit <span style="text-decoration: underline;">Presseausweis</span> legitimiert sind, bis 5 Minuten vor Sitzungsbeginn
freizuhalten</span></strong><span style="line-height: 150%;">, sofern die Verhandlung im Saal 1 des Geb&#228;udes Olgastr. 2 stattfindet.
Findet die Verhandlung in einem anderen Saal statt, sind entsprechend die ersten zwei Reihen freizuhalten. Bis 5 Minuten vor Sitzungsbeginn
nicht eingenommene Pl&#228;tze werden an wartende Zuh&#246;rer vergeben, die sonst keinen Einlass finden k&#246;nnten.</span> <span style="line-height: 150%;"><br />
</span> <span style="line-height: 150%;">Verl&#228;sst ein Medienvertreter nicht nur kurzfristig den Saal oder bleibt sein Platz nach einer
Unterbrechung der Verhandlung w&#228;hrend eines Sitzungstages unbesetzt, kann er ebenfalls von einem anderen Zuh&#246;rer eingenommen
werden.<br />
</span> <strong><span style="line-height: 150%;">Die Sitzpl&#228;tze f&#252;r Journalisten</span></strong><span style="line-height: 150%;">, die nicht dem Akkreditierungsverfahren f&#252;r Bild- oder Filmaufnahmen (s. Nr. 5) unterliegen
(&#8222;schreibende Journalisten&#8220;), <strong>werden ohne vorherige Anmeldung in der Reihenfolge ihres Erscheinens im Sitzungssaal
vergeben</strong>. Sind mehr Journalisten anwesend, als Pl&#228;tze f&#252;r Medienvertreter reserviert sind, k&#246;nnen sie im
&#252;brigen Zuh&#246;rerbereich Platz nehmen, sofern dort noch Pl&#228;tze frei sind. Sind alle Pl&#228;tze belegt, m&#252;ssen sie den
Sitzungssaal verlassen.</span></p>
<p><strong>2.</strong>&#160;</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="line-height: 150%;">Zuh&#246;rer haben Zutritt zum Sitzungssaal, soweit Sitzpl&#228;tze im
Zuh&#246;rerbereich vorhanden sind. Sind alle Sitzpl&#228;tze belegt, wird weiteren Personen der Zutritt nicht mehr gestattet.
Stehpl&#228;tze gibt es nicht. Zuh&#246;rer, die keinen Sitzplatz gefunden haben, m&#252;ssen den Sitzungsaal verlassen. Frei werdende
Sitzpl&#228;tze werden bei Bedarf wartenden Zuh&#246;rern zur Verf&#252;gung gestellt.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="line-height: 150%;">3.</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="line-height: 150%;">Mobiltelefone, Laptops und andere Ger&#228;te, die zur Aufzeichnung oder
&#220;bertragung von Bild- oder Tonaufnahmen benutzt werden k&#246;nnen, d&#252;rfen von Medienvertretern und anderen Zuh&#246;rern nicht
benutzt werden und sind auszuschalten.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="line-height: 150%;">4.</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="line-height: 150%;">Ton-, Bild- und Filmaufnahmen im Sitzungssaal sind - mit Ausnahme der
nachfolgend unter Nr. 5. getroffenen Bestimmungen - nicht gestattet; der Ton-, Bild- oder Filmaufnahme dienende Gegenst&#228;nde
d&#252;rfen nicht mitgef&#252;hrt werden.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="line-height: 150%;">5.</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="line-height: 150%;">Jeweils 10 Minuten vor Beginn der Hauptverhandlung am ersten Sitzungstag
(06. M&#228;rz 2017) und vor Beginn der Urteilsverk&#252;ndung werden Ton-, Bild- und Filmaufnahmen im Sitzungssaal mit folgenden
Ma&#223;gaben gestattet:</span></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%; text-indent: -14.15pt; margin-left: 35.45pt;"><span style="line-height: 150%;"><span>a)<span style="font: 7pt/normal 'Times New Roman'; font-size-adjust: none; font-stretch: normal;">&#160;</span></span></span> <span style="line-height: 150%;">F&#252;r Filmaufnahmen werden <strong>zwei</strong> akkreditierte <strong>Fernsehteams</strong> (ein
&#246;ffentlich- rechtlicher und ein privatrechtlicher Sender) zugelassen, die jeweils aus h&#246;chstens drei Personen bestehen. F&#252;r
Fotoaufnahmen werden <strong>vier</strong> akkreditierte <strong>Agenturfotografen</strong> und <strong>vier</strong> akkreditierte
<strong>freie Fotografen</strong> zugelassen.</span><span style="line-height: 150%;">&#160;</span></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%; text-indent: -14.15pt; margin-left: 35.45pt;"><span style="line-height: 150%;"><span>b)<span style="font: 7pt/normal 'Times New Roman'; font-size-adjust: none; font-stretch: normal;">&#160;</span></span></span> <span style="line-height: 150%;">Akkreditierungsverfahren: Fernsehteams und Fotografen k&#246;nnen sich ausschlie&#223;lich per Email unter dem
Betreff &#8222;Schlecker" und unter namentlicher Benennung der Medienvertreter (Vor- und Zuname) sowie unter Angabe der Zugeh&#246;rigkeit
zu einem Medienorgan (Sender, Sendeanstalt, Agentur, freier Fotograf usw.) &#252;ber das Akkreditierungspostfach der Pressestelle des
Landgerichts</span></p>
<p style="text-align: center; line-height: 150%; margin-left: 35.45pt;" align="center"><strong><span style="line-height: 150%;">pressestelle@lgstuttgart.justiz.bwl.de</span></strong></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%; margin-left: 35.45pt;"><span style="line-height: 150%;">&#160;</span><span style="line-height: 150%;">akkreditieren. Unvollst&#228;ndige oder auf anderem Wege (z.B. per Telefax, schriftlich oder unter anderen
Email-Adressen) eingehende Akkreditierungsgesuche werden nicht ber&#252;cksichtigt und werden auch nicht weitergeleitet. Die Akkreditierung
der Medienvertreter wird von den Mediensprechern des Landgerichts Stuttgart durchgef&#252;hrt. Auf Verlangen ist ein g&#252;ltiger
Presseausweis zu &#252;bermitteln.</span></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%; text-indent: -14.15pt; margin-left: 35.45pt;"><span style="line-height: 150%;"><span>c)<span style="font: 7pt/normal 'Times New Roman'; font-size-adjust: none; font-stretch: normal;">&#160;</span></span></span> <strong><span style="line-height: 150%;">Die Akkreditierungsfrist beginnt am Montag, den 23. Januar 2017 um<br />
 09.00 Uhr und endet am Freitag, den 03. Februar 2017 um 16.00 Uhr</span></strong><span style="line-height: 150%;">.
Akkreditierungsgesuche, die vor Beginn oder nach Ablauf der Frist eingehen, k&#246;nnen nicht ber&#252;cksichtigt werden. Einige Tage nach
Ablauf der Frist versendet die Pressestelle des Landgerichts eine Benachrichtigung &#252;ber die erfolgreiche bzw. nicht erfolgreiche
Akkreditierung.</span></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%; text-indent: -14.15pt; margin-left: 35.45pt;"><span style="line-height: 150%;"><span>d)<span style="font: 7pt/normal 'Times New Roman'; font-size-adjust: none; font-stretch: normal;">&#160;</span></span></span> <span style="line-height: 150%;">Gehen mehr Akkreditierungsgesuche ein als nach Nr. 5 a) zugelassen werden, m&#252;ssen die Fernsehteams und
Fotografen folgende <strong>Pools</strong> bilden: Die &#246;ffentlich-rechtlichen und die privatrechtlichen Fernsehsender sowie die
Agentur- und freien Fotografen m&#252;ssen dann jeweils &#252;bereinstimmend und gemeinsam bestimmen, wer aus jeder dieser vier Gruppen zum
Poolf&#252;hrer/ zu Poolf&#252;hrern f&#252;r den ersten Sitzungstag und wer zum Poolf&#252;hrer/ zu Poolf&#252;hrern f&#252;r den Tag der
Urteilsverk&#252;ndung bestellt wird.</span></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%; margin-left: 35.45pt;"><span style="line-height: 150%;">Hierzu teilt die Pressestelle des
Landgerichts den Medienvertretern, die sich innerhalb der unter Nr. 5 c) genannten Frist angemeldet haben, mit, welche Medienvertreter aus
ihrer Gruppe sich angemeldet haben. Die jeweils erforderlichen Absprachen zur Bestimmung der Poolf&#252;hrer obliegen im Einzelnen diesen
Medienvertretern.</span></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%; margin-left: 35.45pt;"><strong><span style="line-height: 150%;">Die einvernehmlich
bestimmten Poolf&#252;hrer f&#252;r den ersten Sitzungstag sind der Pressestelle sp&#228;testens bis zum 27. Februar 2017 mitzuteilen. Die
Poolf&#252;hrer f&#252;r den Tag der Urteilsverk&#252;ndung sind der Pressestelle grunds&#228;tzlich sp&#228;testens eine Woche im Voraus
zu benennen. Sofern diese Frist auf Grund der zeitlichen Abl&#228;ufe nicht eingehalten werden kann, hat die Mitteilung jedenfalls so rasch
als m&#246;glich im Voraus zu erfolgen. Die Poolf&#252;hrer haben zudem sp&#228;testens drei Werktage vor dem jeweiligen Sitzungstag unter
Nutzung der vorgenannten Emailadresse der Pressestelle die Personen namentlich zu benennen, die die Film- und Bildaufnahmen am ersten
Sitzungstag und am Tag der Urteilsverk&#252;ndung fertigen sollen.</span></strong></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%; margin-left: 35.45pt;"><span style="line-height: 150%;">Die Poolf&#252;hrer haben sich
dabei zu verpflichten, das Bild-/ Filmmaterial ihren Konkurrenzunternehmen oder weiteren Medienvertretern auf Wunsch unverz&#252;glich und
kostenfrei zur Verf&#252;gung zu stellen. Insoweit ist die Pressestelle berechtigt, auf Anfrage die unter Nr. 5b mitgeteilten Daten der
Poolf&#252;hrer an Konkurrenzunternehmen oder weitere Medienvertreter herauszugeben.</span></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%; margin-left: 35.45pt;"><span style="line-height: 150%;">Kommt eine Einigung &#252;ber die
Poolf&#252;hrerschaft nicht zustande, d&#252;rfen im Sitzungssaal von der jeweiligen Gruppe keinerlei Aufnahmen gemacht werden.</span></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%; margin-left: 35.45pt;"><span style="line-height: 150%;">Wollen Mitglieder eines Pool-
oder Aufnahmeteams oder Fotografen nach Fertigung der Film- und Bildaufnahmen an der Verhandlung als Prozessbeobachter teilnehmen,
m&#252;ssen sie einen Sitzplatz nach der unter Nr. 1 genannten Regelung haben.</span></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%; text-indent: -14.15pt; margin-left: 35.45pt;"><span style="line-height: 150%;"><span>e)<span style="font: 7pt/normal 'Times New Roman'; font-size-adjust: none; font-stretch: normal;">&#160;</span></span></span> <span style="line-height: 150%;">Die Kameras sind ausschlie&#223;lich im Zuh&#246;rerbereich des Sitzungssaals auf-zustellen; der Bereich der
Verfahrensbeteiligten darf nicht betreten werden. Dies gilt entsprechend f&#252;r Bild- oder Tonaufnahmen.</span></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%; text-indent: -14.15pt; margin-left: 35.45pt;"><span style="line-height: 150%;"><span>f)<span style="font: 7pt/normal 'Times New Roman'; font-size-adjust: none; font-stretch: normal;">&#160;&#160;</span></span></span> <span style="line-height: 150%;">Von den Mitgliedern der 11. Strafkammer d&#252;rfen in einer Gesamtansicht Film- oder Bildaufnahmen bei deren
Einzug in den Sitzungssaal bis zum Beginn der Hauptverhandlung gefertigt werden. Gro&#223;aufnahmen von Einzelpersonen oder -gesichtern
sind nicht zul&#228;ssig. Dies gilt entsprechend auch f&#252;r Sitzungsvertreter der Staatsanwaltschaft und andere
Justizangeh&#246;rige.</span></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%; text-indent: -14.15pt; margin-left: 35.45pt;"><span style="line-height: 150%;"><span>g)<span style="font: 7pt/normal 'Times New Roman'; font-size-adjust: none; font-stretch: normal;">&#160;</span></span></span> <span style="line-height: 150%;">Film- und Bildaufnahmen der Angeklagten d&#252;rfen nur in anonymisiertem Zustand (etwa &#8222;verpixelt&#8220;)
ver&#246;ffentlicht werden, es sei denn, <span style="color: black;">sie sind mit der Ver&#246;ffentlichung ihres Bildnisses einverstanden
oder</span></span> <span style="line-height: 150%;">es handelt sich um Bildnisse aus dem Bereich der Zeitgeschichte (&#167;&#167; 22, 23
KUrhG). Die Pr&#252;fung der Voraussetzungen einer identifizierenden Bildberichterstattung nach dem vom Bundesgerichtshof (beginnend mit
BGHZ 71, 275 ff.) entwickelten &#8222;abgestuften Schutzkonzept&#8220;, obliegt den ver&#246;ffentlichenden Medien bzw. Personen. Gleiches
gilt auch f&#252;r Zeugen.</span></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%; text-indent: -14.15pt; margin-left: 35.45pt;"><span style="line-height: 150%;"><span>h)<span style="font: 7pt/normal 'Times New Roman'; font-size-adjust: none; font-stretch: normal;">&#160;</span></span></span> <span style="line-height: 150%;">Film- oder Bildaufnahmen sind nach Aufforderung des Vorsitzenden oder der von ihm beauftragten Personen
(Pressesprecher, Justizwachtmeister) sofort einzustellen, die Ger&#228;te abzuschalten und aus dem Sitzungssaal zu entfernen.</span></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%; text-indent: -14.15pt; margin-left: 35.45pt;"><span style="line-height: 150%;"><span>i)<span style="font: 7pt/normal 'Times New Roman'; font-size-adjust: none; font-stretch: normal;">&#160;&#160;&#160;</span></span></span> <span style="line-height: 150%;">Die Aufnahmen d&#252;rfen nur zur aktuellen Berichterstattung &#252;ber das vorliegende Strafverfahren verwendet
werden.</span></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%; text-indent: -14.15pt; margin-left: 35.45pt;"><span style="line-height: 150%;"><span>j)<span style="font: 7pt/normal 'Times New Roman'; font-size-adjust: none; font-stretch: normal;">&#160;&#160;&#160;</span></span></span> <span style="line-height: 150%;">Etwaige Interviews mit Verfahrensbeteiligten oder anderen Personen sind nur au&#223;erhalb des Sitzungssaals
gestattet.</span>&#160;</p>
<p style="text-align: left; line-height: 150%; text-indent: -14.15pt; margin-left: 35px;"><strong><span style="line-height: 150%;">6.</span></strong></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%; text-indent: -14.15pt; margin-left: 35px;"><span style="line-height: 150%;">Die
Genehmigung von Ton-, Bild- und Filmaufnahmen im Sitzungssaal vor anderen Verhandlungstagen&#160;oder in Sitzungspausen werden auf Antrag
vom Vorsitzenden jeweils gepr&#252;ft.</span></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><em><span style="line-height: 150%; font-size: 11pt;">&#160;</span></em></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><em><span style="line-height: 150%;">Elena Gihr</span></em><em><span style="line-height: 150%;">, Mediensprecherin in Strafsachen, Tel. 0711/212-3800</span></em></p>
<p><br />
 &#160;</p>
</div>]]></description>
      <pubDate>Wed Jan 18 00:00:00 CET 2017</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Urteil der 12. Zivilkammer: Anlegerklage gegen vbw Verband baden-württembergischer Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. wegen unzureichender Prüfung der Eventus eG abgewiesen]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/12_+Zivilkammer+weist+Anlegerklage+gegen+vbw+Verband+baden-wuerttembergischer+Wohnungs-+und+Immobilienunternehmen+e_V_+wegen+unzureichender+Pruefung+der+Eventus+eG+ab</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 14.01.2021</p><left><b>Klage gegen vbw wegen unzureichender Prüfung der Eventus eG abgewiesen</b><br />(Az. 12 O 472/19)</left><div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker1375314">&nbsp;</a></div><div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<p style="text-align: justify;">Die 12. Zivilkammer des Landgerichts Stuttgart hat die Schadenersatzklage eines Mitglieds der Eventus eG
gegen den vbw Verband baden-w&#252;rttembergischer Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. mit Urteil vom heutigen Tag abgewiesen
(Aktenzeichen 12 O 472/19).</p>
<p><strong>Gegenstand der Klage</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Dem Rechtsstreit liegt eine Klage auf Zahlung von Schadensersatz in H&#246;he von 70.000,00 Euro aufgrund
behaupteter fehlerhafter und unzureichender Pr&#252;fung der Eventus eG durch den beklagten genossenschaftlichen Pr&#252;fverband vbw
Verband baden-w&#252;rttembergischer Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. zu Grunde.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Kl&#228;ger und seine Ehefrau schlossen bei der Eventus eG zwischen Juni 2014 und Februar 2017 drei
Beteiligungen mit insgesamt 70.000,00 Euro als investierende Mitglieder ab. Die Eventus eG war Mitglied des Beklagten, der f&#252;r die
Gr&#252;ndungspr&#252;fung der Eventus eG und die weiteren gesetzlich vorgesehenen Pr&#252;fungen zust&#228;ndig war.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Kl&#228;ger behauptet, der Beklagte habe bei der Erstellung des Gr&#252;ndungsgutachtens der Eventus eG
erkennen m&#252;ssen, dass diese nie als Genossenschaft h&#228;tte eingetragen werden d&#252;rfen. Weiter habe der Beklagte bei den
folgenden Pflichtpr&#252;fungen die Verm&#246;genslage der Eventus eG falsch bewertet und damit gegen Berichts- und Sorgfaltspflichten aus
dem Genossenschaftsgesetz versto&#223;en. Der Beklagte habe deshalb die Anleger der Eventus eG vors&#228;tzlich und sittenwidrig
gesch&#228;digt (&#167; 826 BGB).</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wesentliche Erw&#228;gungen der Kammer</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Der Vortrag des Kl&#228;gers reiche f&#252;r die Annahme einer vors&#228;tzlichen sittenwidrigen
Sch&#228;digung des Beklagten nicht aus.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine vors&#228;tzliche sittenwidrige Sch&#228;digung setze vorliegend voraus, dass die Pr&#252;fer des
Beklagten zumindest grob nachl&#228;ssig schwerwiegenden Verdachtsmomenten nicht nachgegangen seien und dabei einen sich abzeichnenden
Schadenseintritt billigend in Kauf genommen h&#228;tten. Der Beklagte m&#252;sse seine Aufgabe etwa durch unzureichende Ermittlungen oder
durch Angaben ins Blaue hinein nachl&#228;ssig erledigt und dabei eine R&#252;cksichtslosigkeit an den Tag gelegt haben, die angesichts der
Bedeutung des Gutachtens f&#252;r die Entscheidung Dritter als gewissenlos erscheine.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Klagvortrag rechtfertige keine deliktische Haftung des Pr&#252;fverbandes</em><br />
 Ein derart gravierender Fehler bei Erstellung des Gr&#252;ndungsgutachtens lasse sich aus dem Widerspruch zwischen dem tats&#228;chlich
gelebten Gesch&#228;ftsmodell der Eventus eG und ihrem satzungsgem&#228;&#223;en F&#246;rderzweck einer sozial verantwortbaren
Wohnungsversorgung nicht ableiten. Ma&#223;geblich f&#252;r die Erstellung des Gr&#252;ndungsgutachtens sei das Gesch&#228;ftsmodell der
Eventus eG gewesen, wie es laut dem urspr&#252;nglichen Business Plan bestanden habe. Dass der Vorstand aus den Anlegergeldern letztlich
ein Schneeballsystem aufgebaut habe, welches mit dem F&#246;rderzweck nichts mehr zu tun gehabt habe, k&#246;nne dem Beklagten nur dann
angelastet werden, wenn sich bereits aus dem Business Plan oder anderen damals bekannten Umst&#228;nden ergeben habe, dass das gesamte
Modell von vornherein nicht realisierbar gewesen sei und sich ein Betrugsversuch aus damaliger Sicht geradezu aufgedr&#228;ngt habe.
Derartige Ankn&#252;pfungstatsachen habe der Kl&#228;ger aber nicht ausreichend vorgetragen.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch lasse der Klagevortrag unzureichende Ermittlungen mit dem n&#246;tigen Gewicht bei der Pr&#252;fung
der Jahresabschl&#252;sse 2012 bis 2015 und einer entsprechenden Billigung dieser Nachl&#228;ssigkeiten durch die pr&#252;fenden
Mitarbeiter nicht erkennen.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Keine Beiziehung des &#8222;Bansbach-Gutachtens&#8220; im Zivilprozess</em><br />
 Bei seinem Vortrag habe sich der Kl&#228;ger insbesondere nicht auf das &#8222;Bansbach-Gutachten&#8220; beziehen k&#246;nnen, das vom
Wirtschaftsministerium im Rahmen des gegen den Beklagten eingeleiteten Aufsichtsverfahrens in Auftrag gegeben worden sei. Eine Bezugnahme
auf dieses Gutachten ersetze im Zivilprozess nicht den notwendigen konkreten Tatsachenvortag. Daher sei auch dem Antrag des Kl&#228;gers
auf Beiziehung der Strafakte gegen den Vorstand der Eventus eG und auf Herausgabe des &#8222;Bansbach-Gutachtens&#8220; durch die
Staatsanwaltschaft Stuttgart nicht stattzugeben gewesen.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Urteil ist noch nicht rechtskr&#228;ftig. Der Kl&#228;ger kann innerhalb eines Monats nach
Urteilszustellung Berufung beim Oberlandesgericht Stuttgart einlegen.</p>
<br />
<br />
<p style="text-align: justify;">Elena Gihr,<br />
 Sprecherin des Landgerichts Stuttgart in Zivilsachen</p>
</div>]]></description>
      <pubDate>Thu Jan 14 00:00:00 CET 2021</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Großverfahren zum Bauvorhaben Leuze-Tunnel beginnt]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/Grossverfahren+zum+Bauvorhaben+Leuze-Tunnel+beginnt</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 07.09.2020</p>Rund 115 Mio. Euro zwischen Landeshauptstadt Stuttgart und dem Bauunternehmen im Streit<div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker1343957">&nbsp;</a></div><div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<p>Vor der 28. Zivilkammer des Landgerichts Stuttgart beginnt am</p>
<p style="text-align: center;"><span style="text-decoration: underline;">Montag, den 14. September 2020 um 10.00 Uhr im Saal 105</span></p>
<p>unter dem Vorsitz der Vorsitzenden Richterin am Landgericht Dr. Wittig der Rechtsstreit der Landeshauptstadt Stuttgart gegen die Firma
Wolff &amp; M&#252;ller Ingenieurbau GmbH und die Firma Wolff &amp; M&#252;ller Hoch- und Industriebau GmbH &amp; Co. KG wegen des
Bauvorhabens Leuze-Tunnel (Aktenzeichen 28 O 194/18).</p>
<p><strong>Verfahrensinhalt</strong><br />
 Zwischen den Parteien steht die Abrechnung des von der Stadt Stuttgart gek&#252;ndigten Bauvertrages &#252;ber das Bauvorhaben
&#8222;B10/B14 Verbindung am Leuze&#8220; im Streit.</p>
<p>W&#228;hrend die klagende Stadt von ihren bereits geleisteten Abschlagszahlungen in H&#246;he von rund 29 Mio. Euro rund 13 Mio. Euro
zur&#252;ckfordert und dar&#252;ber hinaus Schadensersatz in H&#246;he von rund 46,7 Mio. Euro wegen erh&#246;hter Kosten der
Fertigstellung geltend macht, verlangen die beiden beklagten Bauunternehmen f&#252;r bereits erbrachte und k&#252;ndigungsbedingt nicht
mehr erbrachte Leistungen eine restliche Verg&#252;tung von ann&#228;hernd 55 Mio. Euro. Darin enthalten sind mehr als 30 Mio. Euro
f&#252;r eine Vielzahl im Einzelnen streitiger Nachtragsleistungen. Der Gesamtstreitwert des Gro&#223;verfahrens betr&#228;gt damit rund
115 Mio. Euro.</p>
<p><strong>Programm des ersten Verhandlungstermins</strong><br />
 In dem anstehenden Termin wird &#252;ber die vorab zu entscheidende Frage der Wirksamkeit der fristlosen K&#252;ndigung des Bauvertrags
durch die Stadt Stuttgart verhandelt. Hiervon h&#228;ngt in weiten Teilen der Erfolg oder Misserfolg der gegenseitig erhobenen
Anspr&#252;che ab. Die Parteien streiten &#252;ber 11 K&#252;ndigungsgr&#252;nde, allen voran &#252;ber einen behaupteten Versto&#223;
gegen Sicherheitsvorschriften beim Bau in unmittelbarer N&#228;he zu den Stadtbahngleisen der SSB. Zum Termin ist ein Sachverst&#228;ndiger
f&#252;r den schienengebundenen Personennahverkehr geladen.</p>
<p><strong>Hochkomplexes Umfangsverfahren</strong><br />
 Das Leuze-Tunnel-Verfahren ist ein hochkomplexes Umfangsverfahren, das die Kammer voraussichtlich auf Jahre hinaus binden wird. Die
Schrifts&#228;tze der Parteien umfassen inzwischen mehr als 4.500 Seiten. Au&#223;erdem haben die Prozessparteien rund 180 Ordner mit
Unterlagen vorgelegt. Alleine die Schlussrechnung der Beklagten umfasst 24 Aktenordner.</p>
<p>Umfangsverfahren in dieser Gr&#246;&#223;enordnung sind am Gro&#223;stadtgericht Stuttgart keine Ausnahme, sondern eine
regelm&#228;&#223;ige Herausforderung &#8211; aktuell etwa die rund 280 Lkw-Kartell-Verfahren, die rund 350 Anlegerklagen wegen
unterlassener Kapital-marktinformationen im sogenannten Dieselabgasskandal oder die Schadenersatzklage des Insolvenzverwalters &#252;ber
das Verm&#246;gen der Maple Bank gegen die Wirtschaftspr&#252;-fungsgesellschaft Ernst &amp; Young GmbH wegen behaupteter pflichtwidriger
Testate und fehlerhafter Beratung. Neben dem Leuze-Tunnel-Verfahren sind in der 28. Zivilkammer derzeit 443 weitere Zivilverfahren
anh&#228;ngig, die von den drei Berufsrichtern der Kammer parallel dazu bearbeitet werden m&#252;ssen. Darunter befinden sich 26 weitere
Bausachen, die ebenfalls Gro&#223;projekte &#8211; unter anderem die Universit&#228;tsbibliothek Freiburg, ein H&#246;rsaalgeb&#228;ude der
Universit&#228;t Hohenheim und die neue John-Cranko-Schule &#8211; betreffen.</p>
<p><br />
<br />
</p>
<p><em>Elena Gihr, Sprecherin des Landgerichts in Zivilsachen</em></p>
</div>]]></description>
      <pubDate>Mon Sep 07 00:00:00 CEST 2020</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Landgericht Stuttgart verwirft Beschwerde im Verfahren wegen "EnBW-Deals"]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/1196035</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 12.02.2013</p> <div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker1416361">&nbsp;</a></div><div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify"><font class="font3" size="3">Die 13. Große Strafkammer des Landgerichts Stuttgart hat mit heutigem Beschluss eine Beschwerde des früheren Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg, Stefan Mappus, gegen die Beschlagnahme von Unterlagen als unbegründet verworfen. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart, die gegen den Beschwerdeführer und andere ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Untreue im Zusammenhang mit dem Ankauf von Aktien der EnBW AG durch das Land Baden-Württemberg Ende 2010 führt („EnBW-Deal“), hatte bei der am 11. Juli 2012 durchgeführten Durchsuchung der Wohnräume des Beschwerdeführers zahlreiche Unterlagen und elektronische Speichermedien sichergestellt. Auf den Widerspruch des Beschwerdeführers bestätigte das Amtsgericht Stuttgart die Beschlagnahme mit Beschluss vom 17. Dezember 2012. Über die dagegen eingelegte Beschwerde hatte nunmehr eine Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Stuttgart zu entscheiden.</font></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify"><font class="font3" size="3">Der Begründung des heutigen Beschlusses zufolge sei die Beschlagnahme rechtmäßig, weil sämtliche beschlagnahmte Unterlagen und Daten als mögliche Beweismittel in dem von der Staatsanwaltschaft geführten Verfahren in Betracht kommen, auch wenn diese teilweise erst zeitlich nach dem Anteilskauf entstanden seien. Nach Ansicht der Kammer stehen der Beschlagnahme auch keine gesetzlichen Verbote entgegen. Insbesondere handele es sich weder um beschlagnahmefreie Verteidigerpost noch um Unterlagen oder Daten, die dem Beschwerdeführer von Abgeordneten des Landtags Baden-Württemberg <span style="mso-spacerun: yes"> </span> in dieser Eigenschaft anvertraut worden seien.</font></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify"><font class="font3" size="3">Die Entscheidung ist nicht anfechtbar.</font></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify"> </p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify"> </p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-AUTOSPACE: ideograph-numeric; TEXT-ALIGN: justify; mso-layout-grid-align: auto; punctuation-wrap: hanging; mso-vertical-align-alt: auto"><i style="mso-bidi-font-style: normal"><span style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-bidi-font-family: Arial"><font class="font3" size="3">Dr. Florian Bollacher, Mediensprecher in Strafsachen</font></span></i></p>
</div>]]></description>
      <pubDate>Tue Feb 12 00:00:00 CET 2013</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Urteil im Verfahren gegen den Vater des Amokläufers von Winnenden und Wendlingen]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/1196031</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 01.02.2013</p> <div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker1284946">&nbsp;</a></div><div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"> </p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"><font class="font4" size="4">PRESSEMITTEILUNG</font></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"> </p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"> </p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"><font class="font4" size="4">Urteil im Verfahren gegen den Vater des Amokläufers von Winnenden und Wendlingen</font></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"> </p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify"><font class="font3" size="3">Die 7. Große Strafkammer des Landgerichts Stuttgart hat am heutigen Vormittag das Urteil im Verfahren <span style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-bidi-font-family: Arial; mso-bidi-font-weight: bold">gegen den Vater des Amokläufers von Winnenden und Wendlingen, Tim K., verkündet und den Angeklagten wegen fahrlässiger Tötung in 15 tateinheitlichen Fällen in Tateinheit mit fahrlässiger Körperverletzung in 14 tateinheitlichen Fällen in Tateinheit mit fahrlässigem Überlassen einer erlaubnispflichtigen Schusswaffe und erlaubnispflichtiger Munition an einen Nichtberechtigten, jeweils begangen durch Unterlassen, zu einer Freiheitsstrafe von 1 Jahr und 6 Monaten verurteilt, deren Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt wurde. Damit bleibt der Schuldspruch gegenüber dem vorangegangenen aufgehobenen Urteil der 18. Großen Strafkammer vom 10. Februar 2011 unverändert.</span></font></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify"><span style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-bidi-font-family: Arial; mso-bidi-font-weight: bold"><font class="font3" size="3">Nach den bereits in der ersten Verhandlung gegen den Angeklagten rechtskräftig getroffenen Feststellungen hatte der Sohn des Angeklagten, der damals 17-jährige Tim K., am 11. März 2009 insgesamt 15 Personen erschossen und 14 Personen durch Schüsse verletzt. Die meisten Opfer waren Schülerinnen, Schüler und Lehrerinnen seiner ehemaligen Schule, der Albertville-Realschule in Winnenden; Tim K. hatte auf sie in Klassenzimmern und darüber hinaus im ganzen Schulgebäude geschossen. Anschließend flüchtete er zunächst auf das Gelände der psychiatrischen Klinik in Winnenden, wo er einen zufällig anwesenden Monteur erschoss. Danach zwang er einen ihm bis dahin unbekannten Kraftfahrer, ihn nach Wendlingen zu fahren, wo er sich schließlich auf dem Gelände eines Autohauses eine Schießerei mit der Polizei lieferte, durch die ein Angestellter und ein Kunde des Autohauses zu Tode kamen und mehrere Polizeibeamte verletzt wurden. Am Ende erschoss sich Tim K. selbst.</font></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify"><span style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-bidi-font-family: Arial; mso-bidi-font-weight: bold"><font class="font3" size="3">Aufgrund der neuerlichen Verhandlung kam die nunmehr zuständige 7. Große Strafkammer des Landgerichts - wie zuvor auch die 18. Große Strafkammer - zu dem Ergebnis, dass der Angeklagte die in seinem Besitz befindliche Sportpistole Beretta und die dazugehörige Munition entgegen den waffenrechtlichen Vorschriften nicht ausreichend sicher aufbewahrte und dadurch seinem Sohn den Zugriff darauf ermöglichte. „Es ist die Überzeugung der Kammer, dass es nicht zum Amoklauf gekommen wäre, wenn Sie die Waffe und die Munition ordnungsgemäß verschlossen hätten“, führte der Vorsitzende Richter an den Angeklagten gerichtet aus. Nach den Feststellungen der Kammer hatte Tim K. im Zeitraum zwischen Herbst 2008 und dem 11. März 2009 vom Angeklagten unbemerkt sowohl die Waffe und als auch insgesamt 285 Schuss Munition an sich gebracht, die der Angeklagte häufig unverschlossen an unterschiedlichen Orten in seiner Wohnung verwahrte, so auch in seinem Schlafzimmerschrank. Nach den Feststellungen der Kammer habe es der Angeklagte dabei voraussehen können, dass sein Sohn aufgrund der unzureichenden Sicherung von Waffen und Munition diese an sich nehmen und auf Menschen schießen wird. Dem Angeklagten waren die waffenrechtlichen Vorschriften zur sicheren Verwahrung bekannt, die gerade verhindern sollen, dass Nichtberechtigte in den Besitz von Waffen und der Möglichkeit ihres Gebrauchs kommen. Darüber hinaus war dem Angeklagten ebenfalls bekannt, dass sein Sohn unter einer behandlungsbedürftigen psychischen Störung litt und von Waffen begeistert war.</font></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify"><span style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-bidi-font-family: Arial; mso-bidi-font-weight: bold"><font class="font3" size="3">Die Kammer blieb mit ihrem Urteil etwas unter der von der Staatsanwaltschaft beantragten Strafhöhe von 1 Jahr und 9 Monaten. Dies begründete die Kammer vor allem mit dem Umstand, dass in der nunmehrigen Verhandlung nicht erwiesen werden konnte, dass der Angeklagte tatsächlich Kenntnis von den Tötungsfantasien hatte, die sein Sohn im Rahmen seiner Behandlung im Klinikum Weinsberg geäußert hatte. Die Verteidigung des Angeklagten hatte eine Verurteilung des Angeklagten lediglich wegen des Verstoßes gegen Vorschriften des Waffengesetzes angestrebt und ein Absehen von Strafe nach § 60 StGB beantragt. Der Vorsitzende Richter bedauerte, dass der Angeklagte keine Angaben im Verfahren gemacht hatte. „Sie hätten nicht befürchten müssen, dass die Kammer Ihnen nicht den Respekt entgegenbringt, der Ihnen als Person zusteht.“, teilte er dem Angeklagten zu Beginn der Urteilsbegründung mit.</font></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify"><span style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-bidi-font-family: Arial; mso-bidi-font-weight: bold"><font class="font3" size="3">Der Angeklagte war bereits mit Urteil des Landgerichts vom 10. Februar 2011 derselben Taten schuldig gesprochen und zu einer Freiheitsstrafe von 1 Jahr und 9 Monaten zur Bewährung verurteilt worden. Auf eine mit der Revision geltend gemachte Verfahrensrüge des Angeklagten hatte der Bundesgerichtshof (BGH) mit Beschluss vom 22. März 2012 (1 StR 359/11) das Urteil der 18. Großen Strafkammer mit einem Großteil der Feststellungen aufgehoben und zur neuen Verhandlung an eine andere Strafkammer des Landgerichts verwiesen. Den Verfahrensmangel sah der BGH darin, dass die Kammer einer für die Beweiswürdigung wesentlichen Zeugin zu Unrecht ein Auskunftsverweigerungsrecht zugebilligt habe und dadurch die Verteidigung zu keiner Zeit Gelegenheit gehabt habe, die Zeugin zu befragen.</font></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify"><span style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-bidi-font-family: Arial; mso-bidi-font-weight: bold"><font class="font3" size="3">Das Urteil ist nicht rechtskräftig.</font></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-AUTOSPACE: ideograph-numeric; TEXT-ALIGN: justify; mso-layout-grid-align: auto; punctuation-wrap: hanging; mso-vertical-align-alt: auto"><i style="mso-bidi-font-style: normal"><span style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-bidi-font-family: Arial"><font class="font3" size="3">Dr. Florian Bollacher und Thomas Wessels, Mediensprecher in Strafsachen</font></span></i></p>
</div>]]></description>
      <pubDate>Fri Feb 01 00:00:00 CET 2013</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Urteil gegen ehemalige Führungsriege der verbotenen Gruppierung „Osmanen Germania BC“]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/Urteile+im+_Osmanen-Verfahren_</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 24.01.2019</p> <i>Urteil im Großverfahren fällt am 50. Verhandlungstag</i><br />  <div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker1320981">&nbsp;</a></div><div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<p>Die 3. Gro&#223;e Jugendstrafkammer des Landgerichts Stuttgart hat heute nach 10-monatiger Hauptverhandlung am 50. Sitzungstag das
Urteil gegen die sieben noch verbliebenen 20 bis 47 Jahre alten Angeklagten, f&#252;hrende Mitglieder der mittlerweile verbotenen
rocker&#228;hnlichen Gruppierung &#8222;Osmanen Germania BC&#8220;, verk&#252;ndet. &#220;berwiegend wegen Gewaltdelikten
(gef&#228;hrlicher K&#246;rperverletzung, r&#228;uberischer Erpressung) wurden f&#252;nf der Angeklagten zu mehrj&#228;hrigen Freiheits-
bzw. Jugendstrafen verurteilt &#8211; so auch der &#8222;Stuttgarter Pr&#228;sident&#8220; zu sechs Jahren sechs Monaten und der
&#8222;ehemalige Vizeweltpr&#228;sident&#8220; zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren vier Monaten. Gegen zwei Angeklagte, darunter der
ehemalige Weltpr&#228;sident, wurden Bew&#228;hrungsstrafen verh&#228;ngt. Nach den Feststellungen der 3. Jugendstrafkammer ging es in dem
Verfahren um Bandenkriminalit&#228;t und interne Bestrafungsaktionen, nicht jedoch um die politische Dimension der mitt-lerweile verbotenen
&#8222;Osmanen Germania BC&#8220;.</p>
<p>Das sog. &#8222;Osmanen-Verfahren&#8220; war unter ungew&#246;hnlich hohen Sicherheitsanforderun-gen im Sitzungssaal des
Mehrzweckgeb&#228;udes in Stuttgart-Stammheim durchgef&#252;hrt worden. Die 3. Gro&#223;e Jugendstrafkammer konnte w&#228;hrend des
vielschichtigen und kom-plexen Umfangsverfahrens - so wurden Zeugen aus dem ganzen Bundesgebiet und auch Auslandszeugen vernommen - keine
weiteren Verfahren bearbeiten, was zur erheblichen Belastung des Landgerichts Stuttgart beitrug.</p>
<p>Dr. Johannes Fridrich und Christian Klotz, Mediensprecher in Strafsachen</p>
</div>]]></description>
      <pubDate>Thu Jan 24 00:00:00 CET 2019</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Verantwortliche der Bordellkette im „Paradise-Prozess“ zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/Urteil+im+_Paradise-Prozess_</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 27.02.2019</p> Kammer erhofft sich von der Verurteilung wegen Beihilfe zur Zuhälterei und Menschenhandel Signalwirkung<br />  <div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker1378276">&nbsp;</a></div><div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt; line-height: 150%;" class="MsoNormal"><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;" class="font3"><span style="line-height: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-bidi-font-family: Arial; mso-bidi-font-weight: bold;">Nach 11-monatiger
Hauptverhandlung hat die 7. Gro&#223;e Strafkammer des Landgerichts Stuttgart im sog. &#8222;Paradise-Prozess&#8220; heute gegen zwei
Verantwortliche einer Bordellkette und einen weiteren Angeklagten die Urteile gesprochen. Am 56. Verhandlungstag verurteilte das
Landgericht den 65-j&#228;hrigen Bordellbetreiber und seinen 52-j&#228;hirgen &#8222;Marketingleiter&#8220; wegen Beihilfe zur
Zuh&#228;lterei und zum (schweren) Menschenhandel sowie wegen Betrugsdelikten zu einer Gesamtfreiheitstrafe von f&#252;nf Jahren bzw.
&#8211; unter Einziehung einer weiteren Strafe &#8211; zu drei Jahren drei Monaten. Ein dritter 71-j&#228;hriger Angeklagter bekam wegen
Beihilfe zum Betrug eine Bew&#228;hrungsstrafe von einem Jahr vier Monaten.</span></span></p>
<p><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">Gegen den ehemaligen Chef der Bordellkette ordnete die
Strafkammer zudem die Einziehung von Wertersatz in H&#246;he von etwa 1,3 Millionen Euro an.</span></p>
<p><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">Nach einer umfangreichen Beweisaufnahme stellte die Kammer
fest, dass die beiden Verantwortlichen der &#8222;Paradise-Bordelle&#8220; in Leinfelden-Echterdingen und Saarbr&#252;cken es
erm&#246;glicht haben, dass dort von M&#228;rz 2008 bis Dezember 2014 mindestens 17 den Gewaltt&#228;tigkeiten von Menschenh&#228;ndlern
und Zuh&#228;ltern ausgelieferte junge Frauen zeitweise der Prostitution ohne wesentlichen eigenen Verdienst nachgehen mussten.</span></p>
<p><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">Der Kammervorsitzende machte deutlich, dass er sich von dem
Urteil eine Signalwirkung verspricht: Verantwortliche eines Bordells seien strafrechtlich zu belangen, wenn mit ihrer Billigung
Menschenh&#228;ndler und Zuh&#228;lter Frauen in das Bordell schicken, die dort der Prostitution nachgehen, so der Vorsitzende. Dies gelte
unabh&#228;ngig von der Kenntnis der konkreten Drangsalierungen, unter denen die jungen Frauen zu leiden hatten. &#8222;Ein sauberes
Bordell in dieser Gr&#246;&#223;e ist kaum vorstellbar&#8220; betonte der Vorsit-zende.</span></p>
<p><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">&#220;berdies wurde der als &#8222;Bordellk&#246;nig&#8220;
bekannte gest&#228;ndige Angeklagte daf&#252;r verurteilt, dass er von 2012 bis 2014 in betr&#252;gerischer Weise verm&#246;gende
Investoren und Darlehensgeber, die im Prostitutionsgewerbe hohe Profite erzielen wollten, um etwa 2,5 Millionen Euro gesch&#228;digt hat.
In einem dieser F&#228;lle haben die weiteren Angeklagten durch Verwendung gesch&#246;nter Zahlenwerke hierzu Hilfe geleistet. Zu Gunsten
des Hauptangeklagten wertete die Kammer die in betr&#228;chtlicher H&#246;he erfolgte Schadenswiedergutmachung.</span></p>
<br />
<br />
<p><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">Das Urteil, dem eine Verfahrensabsprache zugrunde liegt, ist
noch nicht rechtskr&#228;ftig.</span></p>
<br />
<br />
<p><em>Urteil LG Stuttgart vom 26.02.2019 - Az.: 7 KLs 200 Js 115430/13</em><br />
 <em>Dr. Johannes Fridrich, Mediensprecher in Strafsachen</em><br />
 &#8195;</p>
<p><br />
<br />
<br />
</p>
<p><em>&#167; 27 (Beihilfe)</em><br />
 <em>(1) Als Gehilfe wird bestraft, wer vors&#228;tzlich einem anderen zu dessen vors&#228;tzlich begangener rechtswidriger Tat Hilfe
geleistet hat.</em><br />
 <em>(2) 1Die Strafe f&#252;r den Gehilfen richtet sich nach der Strafdrohung f&#252;r den T&#228;ter. 2Sie ist nach &#167; 49 Abs. 1 zu
mildern.</em></p>
<p><br />
</p>
<p><em>&#167; 181a (Zuh&#228;lterei)</em><br />
 <em>(1) Mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu f&#252;nf Jahren wird bestraft, wer</em><br />
 <em>1. eine andere Person, die der Prostitution nachgeht, ausbeutet oder</em><br />
 <em>2. seines Verm&#246;gensvorteils wegen eine andere Person bei der Aus&#252;bung der Prostitution &#252;berwacht, Ort, Zeit,
Ausma&#223; oder andere Umst&#228;nde der Prostitutionsaus&#252;bung bestimmt oder Ma&#223;nahmen trifft, die sie davon abhalten sollen,
die Prostitution aufzugeben,</em><br />
 <em>und im Hinblick darauf Beziehungen zu ihr unterh&#228;lt, die &#252;ber den Einzelfall hinausgehen.</em><br />
 <em>(2) Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer die pers&#246;nliche oder wirt-schaftliche
Unabh&#228;ngigkeit einer anderen Person dadurch beeintr&#228;chtigt, dass er gewerbsm&#228;&#223;ig die Prosti-tutionsaus&#252;bung der
anderen Person durch Vermittlung sexuellen Verkehrs f&#246;rdert und im Hinblick darauf Beziehungen zu ihr unterh&#228;lt, die &#252;ber
den Einzelfall hinausgehen.</em><br />
 <em>(3) Nach den Abs&#228;tzen 1 und 2 wird auch bestraft, wer die in Absatz 1 Nr. 1 und 2 genannten Handlungen oder die in Absatz 2
bezeichnete F&#246;rderung gegen&#252;ber seinem Ehegatten oder Lebenspartner vornimmt.</em></p>
<p><br />
</p>
<p><em>&#167; 232 (Menschenhandel)</em></p>
<p><br />
</p>
<p><em>(1) 1Mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu f&#252;nf Jahren wird bestraft, wer eine andere Person unter Ausnutzung ihrer
pers&#246;nlichen oder wirtschaftlichen Zwangslage oder ihrer Hilflosigkeit, die mit dem Aufent-halt in einem fremden Land verbunden ist,
oder wer eine andere Person unter einundzwanzig Jahren anwirbt, bef&#246;rdert, weitergibt, beherbergt oder aufnimmt, wenn</em><br />
 <em>1. diese Person ausgebeutet werden soll</em><br />
 <em>a) bei der Aus&#252;bung der Prostitution oder bei der Vornahme sexueller Handlungen an oder vor dem T&#228;ter oder einer dritten
Person oder bei der Duldung sexueller Handlungen an sich selbst durch den T&#228;ter oder eine dritte Person,</em><br />
 <em>b) durch eine Besch&#228;ftigung,</em><br />
 <em>c) bei der Aus&#252;bung der Bettelei oder</em><br />
 <em>d) bei der Begehung von mit Strafe bedrohten Handlungen durch diese Person,</em><br />
 <em>2. diese Person in Sklaverei, Leibeigenschaft, Schuldknechtschaft oder in Verh&#228;ltnissen, die dem ent-sprechen oder &#228;hneln,
gehalten werden soll oder</em><br />
 <em>3. dieser Person rechtswidrig ein Organ entnommen werden soll.</em><br />
 <em>2Ausbeutung durch eine Besch&#228;ftigung im Sinne des Satzes 1 Nummer 1 Buchstabe b liegt vor, wenn die Besch&#228;ftigung aus
r&#252;cksichtslosem Gewinnstreben zu Arbeitsbedingungen erfolgt, die in einem auff&#228;lligen Missverh&#228;ltnis zu den
Arbeitsbedingungen solcher Arbeitnehmer stehen, welche der gleichen oder einer vergleichbaren Besch&#228;ftigung nachgehen (ausbeuterische
Besch&#228;ftigung).</em><br />
 <em>(2) Mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren wird bestraft, wer eine andere Person, die in der in Absatz 1 Satz 1
Nummer 1 bis 3 bezeichneten Weise ausgebeutet werden soll,</em><br />
 <em>1. mit Gewalt, durch Drohung mit einem empfindlichen &#220;bel oder durch List anwirbt, bef&#246;rdert, weitergibt, beherbergt oder
aufnimmt oder</em><br />
 <em>2. entf&#252;hrt oder sich ihrer bem&#228;chtigt oder ihrer Bem&#228;chtigung durch eine dritte Person Vorschub leistet.</em><br />
 <em>(3) 1In den F&#228;llen des Absatzes 1 ist auf Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren zu erken-nen, wenn</em><br />
 <em>1. das Opfer zur Zeit der Tat unter achtzehn Jahren alt ist,</em><br />
 <em>2. der T&#228;ter das Opfer bei der Tat k&#246;rperlich schwer misshandelt oder durch die Tat oder eine w&#228;hrend der Tat begangene
Handlung wenigstens leichtfertig in die Gefahr des Todes oder einer schweren Gesundheitssch&#228;digung bringt oder</em><br />
 <em>3. der T&#228;ter gewerbsm&#228;&#223;ig handelt oder als Mitglied einer Bande, die sich zur fortgesetzten Begehung solcher Taten
verbunden hat.</em><br />
 <em>2In den F&#228;llen des Absatzes 2 ist auf Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren zu erkennen, wenn einer der in Satz 1
Nummer 1 bis 3 bezeichneten Umst&#228;nde vorliegt.</em><br />
 <em>(4) In den F&#228;llen der Abs&#228;tze 1, 2 und 3 Satz 1 ist der Versuch strafbar.</em></p>
<p><br />
</p>
</div>]]></description>
      <pubDate>Wed Feb 27 00:00:00 CET 2019</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Jahrespressegespräch des Landgerichts Stuttgart]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/Jahrespressegespraech+des+Landgerichts+Stuttgart</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 08.08.2016</p>Jahrespressegespräch am 8. August 2016<div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker1364695">&nbsp;</a></div><div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<p style="text-align: justify; line-height: 150%; margin-top: 12pt;"><span style="line-height: 150%;">Heute fand das j&#228;hrliche
Pressegespr&#228;ch des Landgerichts mit Vertretern der Medienorgane statt. In dem Gespr&#228;ch erl&#228;uterte zun&#228;chst die
Pr&#228;sidentin des Landgerichts Cornelia Horz die Gesch&#228;ftsbelastung des Landgerichts im vergangenen Jahr, wobei an Eing&#228;ngen
in 2015 insgesamt 15.157 Zivil- und 1.433 Strafverfahren zu verzeichnen waren. Im ersten Halbjahr 2016 sind 7.361 Zivil- und 805
Strafverfahren eingegangen.</span></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%; margin-top: 12pt;"><span style="line-height: 150%;">Als diesj&#228;hriges
Schwerpunktthema wurden Besonderheiten, Arbeitsweisen und Arbeitsbelastung der Gro&#223;en Wirtschaftsstrafkammern er&#246;rtert. Das
Landgericht Stuttgart ist im w&#252;rttembergischen Landesteil das einzige Landgericht mit einer erstinstanzlichen Zust&#228;ndigkeit
f&#252;r Wirtschaftsstrafsachen und hat damit im Bezirk des Oberlandesgerichts Stuttgart insoweit ein Alleinstellungsmerkmal.
Erstinstanzliche Wirtschaftsstrafverfahren am Landgericht Stuttgart sind oftmals Gro&#223;verfahren, die sich regelm&#228;&#223;ig durch
eine hohe Komplexit&#228;t und Schwierigkeit in rechtlicher sowie tats&#228;chlicher Hinsicht, durch einen weit &#252;berdurchschnittlich
gro&#223;en Aktenumfang und lange Verfahrensdauern auszeichnen.</span></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%; margin-top: 12pt;"><span style="line-height: 150%;">Zudem gaben die Mediensprecher einen
Ausblick auf &#246;ffentlichkeitswirksame Verfahren im Zivil- und Strafbereich im 2. Halbjahr 2016. Im Zivilbereich sind derzeit u.a.
Verfahren im Zusammenhang mit dem sog. VW-Skandal, der Schlecker-Insolvenz und zahlreiche Widerrufsf&#228;lle im Zusammenhang mit
Verbraucherkreditvertr&#228;gen anh&#228;ngig. Im Herbst 2016 werden u.a. das Strafverfahren wegen des Brandanschlages auf eine
t&#252;rkische Einrichtung in Feuerbach und das Verfahren wegen illegalen Waffenhandels via Internet beginnen.</span></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><em><span style="line-height: 150%; font-size: 11pt;">&#160;</span></em></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><em><span style="line-height: 150%; font-size: 11pt;">&#160;</span></em></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><em><span style="line-height: 150%; font-size: 11pt;">Elena Gihr und Dr. Bettina
Gebert</span></em><em><span style="line-height: 150%; font-size: 11pt;">, Mediensprecherinnen in Strafsachen, Tel.
0711/212-3800</span></em></p>
</div>]]></description>
      <pubDate>Mon Aug 08 00:00:00 CEST 2016</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Strafverfahren Hochschule Ludwigsburg]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/Strafverfahren+Hochschule+Ludwigsburg</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 18.05.2020</p><b>Strafverfahren Hochschule Ludwigsburg: Verfahren gegen zwölf Professoren gegen Geldauflagen eingestellt - Verhandlung gegen früheren Rektor und Kanzler ab September geplant</b><div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker1363276">&nbsp;</a></div><div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<p style="text-align: justify;">In dem Strafverfahren gegen Leitungspersonen und Professoren der Hochschule f&#252;r &#246;ffentliche
Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg hat die 5. Gro&#223;e Strafkammer des Landgerichts Stuttgart das Strafverfahren gegen zw&#246;lf
Professoren gem&#228;&#223; &#167; 153a Abs. 2 StPO gegen Geldauflagen vorl&#228;ufig eingestellt. Damit hat die Strafkammer zugleich die
Weichen f&#252;r den z&#252;gigen Beginn einer neuen Hauptverhandlung gestellt.</p>
<p style="text-align: justify;">Dem fr&#252;heren Rektor sowie dem fr&#252;heren Kanzler der Hochschule f&#252;r &#246;ffentliche
Verwaltung und Finanzen in Ludwigsburg wird vorgeworfen, 13 an der Hochschule lehrenden Professoren unrechtm&#228;&#223;ig Zulagen zu ihrem
Gehalt gew&#228;hrt zu haben. Den 13 Professoren liegt eine Beihilfe zu den Untreuetaten zur Last. Die bereits begonnene Hauptverhandlung
gegen den fr&#252;heren Rektor und den fr&#252;heren Kanzler musste im Januar dieses Jahres infolge eines unvorhergesehenen Krankheitsfalls
ausgesetzt werden. Im Verfahren gegen die 13 Professoren, das infolge eines Beschwerdeverfahrens bislang abgetrennt war, hat die 5.
Gro&#223;e Strafkammer auf Grundlage der bislang gewonnenen Erkenntnisse nun das Strafverfahren hinsichtlich zw&#246;lf der Angeklagten mit
Zustimmung der Staatsanwaltschaft und der Angeklagten gegen Geldauflagen, die &#252;berwiegend zwischen 20.000 EUR und 26.000 EUR lagen,
vorl&#228;ufig eingestellt. Einer der Zulagenempf&#228;nger stimmte einer Verfahrenseinstellung unter den von der Strafkammer vorgegebenen
Bedingungen nicht zu. Das Strafverfahren gegen ihn wird demnach fortgesetzt und zur gemeinsamen Verhandlung mit dem Verfahren gegen den
fr&#252;heren Rektor und den fr&#252;heren Kanzler der Hochschule verbunden. Der Neubeginn der Hauptverhandlung ist bereits f&#252;r
September geplant.</p>
<p>(Az. 5 KLs 120 Js 6253/15)</p>
<p>Pressekontakt:<br />
RLG Dr. Christoph Buchert, Pressesprecher in Strafsachen<br />
Tel. 0711/212-3800 oder pressestelle@lgstuttgart.justiz.bwl.de</p>
<br />
<br />
</div>]]></description>
      <pubDate>Mon May 18 00:00:00 CEST 2020</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Beginn der Hauptverhandlung und Akkreditierung im Verfahren gegen Verantwortliche von Porsche wegen des Vorwurfs des Kreditbetrugs]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/1196011</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 09.08.2012</p> <div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker1314615">&nbsp;</a></div><div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify"><b style="mso-bidi-font-weight: normal"><font class="font3" size="3">Eröffnung der Hauptverfahrens und Termine</font></b></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify"><font class="font3" size="3">Die 11. Große Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Stuttgart hat mit Beschluss vom 18. Juni 2012 das Hauptverfahren gegen drei Männer im Alter von 45, 56 und 61 Jahren aus dem Leitungs- bzw. Finanzbereich der Porsche Automobil Holding SE (im Folgenden: Porsche) eröffnet und die Anklage der Staatsanwaltschaft Stuttgart vom 14. Februar 2012 in unveränderter Form zugelassen. Den drei Angeklagten wird vorgeworfen, gegenüber einer Bank unrichtige Angaben im Rahmen von Verhandlungen über einen im März 2009 abgeschlossenen Anschlusskonsortialkredit, an dem diese Bank mit 500 Millionen Euro beteiligt gewesen sein soll, gemacht zu haben. Die Angeklagten sollen dabei den Netto-Liquiditätsbedarf, der sich bei der Ausübung der von Porsche gehaltenen Kaufoptionen auf VW-Stammaktien ergäbe, um etwa 1,4 Milliarden Euro zu niedrig angegeben haben. Des Weiteren sollen die Angeklagten in ihrer Erklärung rund 45 Millionen von Porsche veräußerte Verkaufsoptionen auf Stammaktien der Volkswagen AG verschwiegen haben. Den Angeklagten sei nach der Anklage bewusst gewesen, dass diese Angaben unrichtig und für eine Kreditvergabeentscheidung erheblich gewesen seien. Der Anklagevorwurf lautet auf gemeinschaftlichen <span style="COLOR: black">Kreditbetrug gemäß §§ 265b Abs. 1 Nr. 1b, 25 Abs. 2 StGB.</span></font></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify"><font class="font3" size="3"><span style="COLOR: black">Die 11. Große Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Stuttgart hat folgende Termine zur Durchführung der Hauptverhandlung</span> bestimmt:</font></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify"> </p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify"><b style="mso-bidi-font-weight: normal"><font class="font3" size="3"><span style="mso-tab-count: 2">                       </span> <span style="mso-tab-count: 1">           </span> Mittwoch, 5. September 2012,</font></b></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify"><b style="mso-bidi-font-weight: normal"><font class="font3" size="3"><span style="mso-tab-count: 2">                       </span> <span style="mso-tab-count: 1">           </span> Donnerstag, 27. September 2012,</font></b></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify"><b style="mso-bidi-font-weight: normal"><font class="font3" size="3"><span style="mso-tab-count: 3">                                  </span> Freitag, 28. September 2012,</font></b></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify"><b style="mso-bidi-font-weight: normal"><font class="font3" size="3"><span style="mso-tab-count: 3">                                  </span> Montag, 08. Oktober 2012,</font></b></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify"><b style="mso-bidi-font-weight: normal"><font class="font3" size="3"><span style="mso-tab-count: 3">                                  </span> Dienstag, 09. Oktober 2012,</font></b></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify"><b style="mso-bidi-font-weight: normal"><font class="font3" size="3"><span style="mso-tab-count: 3">                                  </span> Freitag, 19. Oktober 2012,</font></b></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify"><b style="mso-bidi-font-weight: normal"><font class="font3" size="3"><span style="mso-tab-count: 3">                                  </span> Donnerstag, 08. November 2012,</font></b></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify"><b style="mso-bidi-font-weight: normal"><font class="font3" size="3"><span style="mso-tab-count: 3">                                  </span> Freitag, 09. November 2012,</font></b></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify"><b style="mso-bidi-font-weight: normal"><font class="font3" size="3"><span style="mso-tab-count: 3">                                  </span> Montag, 12. November 2012,</font></b></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify"><b style="mso-bidi-font-weight: normal"><font class="font3" size="3"><span style="mso-tab-count: 3">                                  </span> Dienstag, 13. November 2012,</font></b></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify"><b style="mso-bidi-font-weight: normal"><font class="font3" size="3"><span style="mso-tab-count: 3">                                  </span> Dienstag, 20. November 2012,</font></b></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify"><b style="mso-bidi-font-weight: normal"><font class="font3" size="3"><span style="mso-tab-count: 3">                                  </span> Mittwoch, 21. November 2012,</font></b></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify"><b style="mso-bidi-font-weight: normal"><font class="font3" size="3"><span style="mso-tab-count: 3">                                  </span> Montag, 26. November 2012,</font></b></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify"><b style="mso-bidi-font-weight: normal"><font class="font3" size="3"><span style="mso-tab-count: 3">                                  </span> Dienstag, 27. November 2012,</font></b></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify"><b style="mso-bidi-font-weight: normal"><font class="font3" size="3"><span style="mso-tab-count: 3">                                  </span> Montag, 03. Dezember 2012,</font></b></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify"><b style="mso-bidi-font-weight: normal"><font class="font3" size="3"><span style="mso-tab-count: 3">                                  </span> Dienstag, 04. Dezember 2012,</font></b></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify"><b style="mso-bidi-font-weight: normal"><font class="font3" size="3"><span style="mso-tab-count: 3">                                  </span> Dienstag, 11. Dezember 2012,</font></b></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify"><b style="mso-bidi-font-weight: normal"><font class="font3" size="3"><span style="mso-tab-count: 3">                                  </span> Mittwoch, 12. Dezember 2012,</font></b></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify"><b style="mso-bidi-font-weight: normal"><font class="font3" size="3"><span style="mso-tab-count: 3">                                  </span> Donnerstag, 20. Dezember 2012,</font></b></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify"><b style="mso-bidi-font-weight: normal"><font class="font3" size="3"><span style="mso-tab-count: 3">                                  </span> Donnerstag, 10. Januar 2013</font></b></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt 70.8pt; TEXT-INDENT: 35.4pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify"><b style="mso-bidi-font-weight: normal"><font class="font3" size="3">jeweils<span style="mso-spacerun: yes"> </span> 09.00 Uhr.</font></b></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-AUTOSPACE: ideograph-numeric; TEXT-ALIGN: justify; mso-layout-grid-align: auto; punctuation-wrap: hanging; mso-vertical-align-alt: auto"><span style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-weight: bold; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-bidi-font-family: Arial"><font class="font3" size="3">Der Saal, in welchem die Hauptverhandlungstermine stattfinden werden ist derzeit noch nicht bekannt. Ob alle Termine durchgeführt werden oder weitere Termine erforderlich werden, richtet sich nach dem Prozessverlauf; Terminänderungen sind daher jederzeit möglich.</font></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-AUTOSPACE: ideograph-numeric; TEXT-ALIGN: justify; mso-layout-grid-align: auto; punctuation-wrap: hanging; mso-vertical-align-alt: auto"><b><span style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-bidi-font-family: Arial"><font class="font3" size="3">Informationen für Medienvertreter</font></span></b></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-AUTOSPACE: ideograph-numeric; TEXT-ALIGN: justify; mso-layout-grid-align: auto; punctuation-wrap: hanging; mso-vertical-align-alt: auto"><span style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-weight: bold; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-bidi-font-family: Arial"><font class="font3" size="3">Für die Medienvertreter und die Zulassung von Fernseh- und Bildaufnahmen hat der Vorsitzende der 11. Strafkammer folgende Bestimmungen getroffen (Auszug aus der sitzungspolizeilichen Verfügung):</font></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt 21.3pt; TEXT-INDENT: -21.3pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify; mso-pagination: none; mso-vertical-align-alt: auto; mso-list: l0 level1 lfo1; tab-stops: -99.0pt list 21.3pt 53.25pt"><span style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-fareast-font-family: Arial; mso-bidi-font-family: Arial"><span style="mso-list: Ignore"><font class="font3" size="3">1.</font><span style="FONT: 7pt 'Times New Roman'">    </span></span></span> <span style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-bidi-font-family: Arial"><font class="font3" size="3">Von den im Zuschauerraum zur Verfügung stehenden Sitzplätzen sind stets die ersten zwei Reihen vorrangig für Medienvertreter (jeweils mit Presseausweis legitimiert) bis 5 Minuten vor Sitzungsbeginn freizuhalten. Bis dahin nicht eingenommene Plätze werden an wartende Zuhörer vergeben, die sonst keinen Einlass finden könnten.<br />
<br />
</font></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt 21.3pt; TEXT-INDENT: -21.3pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify; mso-pagination: none; mso-vertical-align-alt: auto; mso-list: l0 level1 lfo1; tab-stops: -99.0pt list 21.3pt 53.25pt"><span style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-fareast-font-family: Arial; mso-bidi-font-family: Arial"><span style="mso-list: Ignore"><font class="font3" size="3">2.</font><span style="FONT: 7pt 'Times New Roman'">    </span></span></span> <span style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-bidi-font-family: Arial"><font class="font3" size="3">Zuhörer haben Zutritt zum Sitzungssaal, soweit Sitzplätze im Zuhörerbereich vorhanden sind. Sind alle Sitzplätze belegt, wird weiteren Personen der Zutritt nicht mehr gestattet; Stehplätze gibt es nicht. Frei werdende Sitzplätze werden bei Bedarf wartenden Zuhörern zur Verfügung gestellt.</font></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt 21.3pt; TEXT-INDENT: -21.3pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-AUTOSPACE: ideograph-numeric; TEXT-ALIGN: justify; mso-layout-grid-align: auto; punctuation-wrap: hanging; mso-vertical-align-alt: auto; mso-list: l0 level1 lfo1; tab-stops: list 21.3pt 53.25pt"><span style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-fareast-font-family: Arial; mso-bidi-font-family: Arial"><span style="mso-list: Ignore"><font class="font3" size="3">3.</font><span style="FONT: 7pt 'Times New Roman'">    </span></span></span> <span style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-bidi-font-family: Arial"><font class="font3" size="3">Mobiltelefone und Laptops dürfen von Medienvertretern und anderen Zuhörern nicht benutzt werden und sind auszuschalten.</font></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt 21.3pt; TEXT-INDENT: -21.3pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-AUTOSPACE: ideograph-numeric; TEXT-ALIGN: justify; mso-layout-grid-align: auto; punctuation-wrap: hanging; mso-vertical-align-alt: auto; mso-list: l0 level1 lfo1; tab-stops: list -44.0pt 21.3pt 53.25pt"><span style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-fareast-font-family: Arial; mso-bidi-font-family: Arial"><span style="mso-list: Ignore"><font class="font3" size="3">4.</font><span style="FONT: 7pt 'Times New Roman'">    </span></span></span> <span style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-bidi-font-family: Arial"><font class="font3" size="3">Ton- und Bildaufnahmen im Sitzungssaal sind - mit Ausnahme der nachfolgend unter Nr. 5. getroffenen Bestimmungen - nicht gestattet; der Ton- oder Bildaufnahme dienende Gegenstände dürfen nicht mitgeführt werden.</font></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt 21.3pt; TEXT-INDENT: -21.3pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-AUTOSPACE: ideograph-numeric; TEXT-ALIGN: justify; mso-layout-grid-align: auto; punctuation-wrap: hanging; mso-vertical-align-alt: auto; mso-list: l0 level1 lfo1; tab-stops: list -82.5pt 21.3pt 53.25pt"><span style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-fareast-font-family: Arial; mso-bidi-font-family: Arial"><span style="mso-list: Ignore"><font class="font3" size="3">5.</font><span style="FONT: 7pt 'Times New Roman'">    </span></span></span> <span style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-bidi-font-family: Arial"><font class="font3" size="3">Jeweils 15 Minuten vor Beginn der Hauptverhandlung am ersten Sitzungstag<br />
 (05. September 2012) und vor Beginn der Urteilsverkündung werden Fernseh- und Bildaufnahmen im Sitzungssaal mit folgenden Maßgaben gestattet:</font></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt 70.8pt; TEXT-INDENT: -49.5pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify; tab-stops: list 38.5pt left 49.5pt"><span style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-bidi-font-family: Arial"><font class="font3" size="3"><span style="mso-tab-count: 1">     </span> a)<span style="mso-tab-count: 1">      </span> <span style="mso-tab-count: 1">           </span> Für Filmaufnahmen werden zwei Fernsehteams (ein öffentlich-rechtlicher und ein privatrechtlicher Sender) zugelassen, die aus höchstens drei Personen bestehen und von den Fernsehanstalten übereinstimmend und gemeinsam gestellt werden (sogenannte Pool-Lösung). Für Fotoaufnahmen werden zwei Agenturfotografen und zwei freie Fotografen zugelassen.</font></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt 70.8pt; TEXT-INDENT: -49.5pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify; tab-stops: list 38.5pt left 49.5pt"><span style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-bidi-font-family: Arial"><font class="font3" size="3"><span style="mso-tab-count: 1">     </span> b)<span style="mso-tab-count: 1">      </span> <span style="mso-tab-count: 1">           </span> Die interessierten Anstalten, Redaktionen und Agenturen haben spätestens zwei Werktage vor dem Sitzungstag schriftlich und unter Anerkennung der vorgenannten Bestimmungen bei der Pressestelle des Landgerichts die Personen zu benennen, die die Filmaufnahmen oder Fotos fertigen sollen. Die Poolführer haben sich schriftlich zu verpflichten, das Bildmaterial auf Wunsch unverzüglich und kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Kommt eine Einigung nicht zustande, sind Fernseh- und Bildaufnahmen nicht gestattet.</font></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt 70.8pt; TEXT-INDENT: -49.5pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify; tab-stops: list 38.5pt left 49.5pt"><span style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-bidi-font-family: Arial"><font class="font3" size="3"><span style="mso-tab-count: 1">     </span> c) <span style="mso-tab-count: 1">      </span> Die Kameras sind ausschließlich im Zuhörerbereich des Sitzungssaals auf-zustellen; der Bereich der Verfahrensbeteiligten darf nicht betreten werden. Dies gilt entsprechend für Bildaufnahmen.</font></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt 70.8pt; TEXT-INDENT: -49.5pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify; tab-stops: list 38.5pt left 49.5pt"><span style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-bidi-font-family: Arial"><font class="font3" size="3"><span style="mso-tab-count: 1">     </span> d) <span style="mso-tab-count: 1">     </span> Von den Mitgliedern der 11. Strafkammer dürfen in einer Gesamtansicht Film- oder Bildaufnahmen bei deren Einzug in den Sitzungssaal bis zum Beginn der Hauptverhandlung gefertigt werden. Großaufnahmen von Einzelpersonen oder -gesichtern sind nicht zulässig. Dies gilt entsprechend auch für Sitzungsvertreter der Staatsanwaltschaft und andere Justizangehörige.</font></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt 70.8pt; TEXT-INDENT: -49.5pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify; tab-stops: list 38.5pt left 49.5pt"><span style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-bidi-font-family: Arial"><font class="font3" size="3"><span style="mso-tab-count: 1">     </span> e) <span style="mso-tab-count: 1">     </span> Film- und Bildaufnahmen der Angeklagten dürfen nur in anonymisiertem Zustand (etwa „verpixelt“) veröffentlicht werden, es sei denn, sie sind mit der Veröffentlichung ihres Bildnisses einverstanden.</font></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt 70.8pt; TEXT-INDENT: -49.5pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify; tab-stops: list 38.5pt left 49.5pt"><span style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-bidi-font-family: Arial"><font class="font3" size="3"><span style="mso-tab-count: 1">     </span> f) <span style="mso-tab-count: 1">      </span> Film- oder Bildaufnahmen sind nach Aufforderung des Vorsitzenden oder der von ihm beauftragten Personen (Pressesprecher, Justizwachtmeister) sofort einzustellen, die Geräte abzuschalten und aus dem Sitzungssaal zu entfernen.</font></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt 70.8pt; TEXT-INDENT: -49.5pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify; tab-stops: list 38.5pt left 49.5pt"><span style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-bidi-font-family: Arial"><font class="font3" size="3"><span style="mso-tab-count: 1">     </span> g) <span style="mso-tab-count: 1">     </span> Die Aufnahmen dürfen nur zur aktuellen Berichterstattung über das vorliegende Strafverfahren verwendet werden.</font></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt 70.8pt; TEXT-INDENT: -49.5pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify; tab-stops: list 38.5pt left 49.5pt"><span style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-bidi-font-family: Arial"><font class="font3" size="3"><span style="mso-tab-count: 1">     </span> h)<span style="mso-tab-count: 2">       </span> Etwaige Interviews mit Verfahrensbeteiligten oder anderen Personen sind nur außerhalb des Sitzungssaals gestattet.</font></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt 22pt; TEXT-INDENT: -22pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify; tab-stops: 22.0pt 49.5pt"><span style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-bidi-font-family: Arial"><font class="font3" size="3">6.<span style="mso-tab-count: 1">   </span> Die Akkreditierung der Medienvertreter wird vom Pressesprecher des Landgerichts Stuttgart geregelt.</font></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt 22pt; TEXT-INDENT: -22pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify; tab-stops: 22.0pt 49.5pt"> </p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt 22pt; TEXT-INDENT: -22pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-ALIGN: justify; tab-stops: 22.0pt 49.5pt"> </p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-AUTOSPACE: ideograph-numeric; TEXT-ALIGN: justify; mso-layout-grid-align: auto; punctuation-wrap: hanging; mso-vertical-align-alt: auto"><font class="font3" size="3"><i style="mso-bidi-font-style: normal"><span style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-bidi-font-family: Arial">Dr. Florian Bollacher, Pressesprecher in Strafsachen</span></i></font></p>
</div>]]></description>
      <pubDate>Thu Aug 09 00:00:00 CEST 2012</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Bahnprojekt Stuttgart 21: Baulandkammer verhandelt zur Höhe der Enteignungsentschädigung für die Belastung von Grundstücken mit Tunneldienstbarkeit]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/Einladung+zum+Jahrespressegespraech+2012</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 11.04.2022</p><div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker1369298">&nbsp;</a></div><div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<div class="WordSection1">
<table style="border-collapse: collapse; margin: auto auto auto 0.4pt; mso-table-layout-alt: fixed; mso-padding-alt: 0cm 0cm 0cm 0cm;"
class="MsoNormalTable" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0">
<tbody>
<tr style="mso-yfti-irow: 0; mso-yfti-firstrow: yes; mso-yfti-lastrow: yes; page-break-inside: avoid;">
<td style="width: 25.5pt; background-color: transparent; border: #f0f0f0; padding: 0cm;" valign="top" width="34"><br />
<br />
</td>
<td style="width: 456.45pt; background-color: transparent; border: #f0f0f0; padding: 0cm;" valign="top" width="609">
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt; line-height: 18pt; mso-line-height-rule: exactly;" class="MsoNormal">&#160;</p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p class="FoRCeD">Vor der Baulandkammer des Landgerichts Stuttgart werden am&#160;</p>
<p style="text-align: center;" class="FoRCeD"><span style="text-decoration: underline;"><strong>13. April 2022 ab 10.30 Uhr (Saal
155)</strong></span></p>
<p>zwei Verfahren &#252;ber die H&#246;he der Enteignungsentsch&#228;digung f&#252;r die Belastung von Grundst&#252;cken mit einer
Tunneldienstbarkeit im Zusammenhang mit dem Bahnprojekt Stuttgart 21 verhandelt (Aktenzeichen 50 O 12/21 und 50 O 13/21). Beteiligte sind
die DB Netze AG, das Regierungspr&#228;sidium Stuttgart und von der Tunneldienstbarkeit betroffene Grundst&#252;ckseigent&#252;mer.</p>
<p>Konkret geht es um die Errichtung der Tunnelr&#246;hre zur Herstellung der Zuf&#252;hrung des Hauptbahnhofs Stuttgart nach Stuttgart-Bad
Cannstatt (Achse 176, Fernbahntunnel). Die mittlere Unterfahrungstiefe betr&#228;gt ca. 39 Meter. Zur Errichtung, zur dauerhaften
Belassung, zum Betrieb und zur Unterhaltung der Tunnelr&#246;hren erfolgte durch das Regierungspr&#228;sidium Stuttgart die zwangsweise
Belastung der betroffenen Grundst&#252;cke in Form der Eintragung einer pers&#246;nlichen Dienstbarkeit, nachdem eine Einigung der DB Netz
AG mit den Grundst&#252;ckseigent&#252;mern &#252;ber ein einvernehmliches Vorgehen (n&#228;mlich eine einvernehmliche Eintragung einer
Dienstbarkeit gegen Zahlung einer einvernehmlich festgesetzten Entsch&#228;digung) nicht zustande kam. Rechtlich handelt es sich bei einer
solch zwangsweisen Bestellung einer Dienstbarkeit um eine Teilenteignung.</p>
<p>Gegenstand der beiden Verfahren ist nunmehr die festzusetzende H&#246;he der Entsch&#228;digung der betroffenen
Grundst&#252;ckseigent&#252;mer f&#252;r diese zwangsweise Belastung ihrer Grundst&#252;cke. Das Regierungspr&#228;sidium Stuttgart als
Enteignungsbeh&#246;rde ist bei der von ihm festgesetzten Entsch&#228;digung der von der DB Netze AG anhand eines Rahmengutachtens von
Oktober 2002 ermittelten Wertminderung nicht gefolgt. Es hat vielmehr die Entsch&#228;digung auf der Grundlage eines von ihm eingeholten
Sachverst&#228;ndigengutachtens (&#8222;Bewertungsmatrix zu Wertminderungen durch Tunneldienstbarkeiten&#8220;) von Juli 2020, das eine
&#8222;Mindestentsch&#228;digung&#8220; vorsieht und seiner Ansicht nach in den konkreten und bei einer Vielzahl von anderen F&#228;llen
herangezogen werden k&#246;nne, festgesetzt.</p>
<p>Der Antrag der DB Netze AG auf gerichtliche Entscheidung greift diese Festsetzung an und vertritt unter Verweis auf das Rahmengutachten
von Oktober 2002 die Auffassung, die Entsch&#228;digungsfestsetzung sei fehlerhaft zu hoch erfolgt.</p>
</div>
</div>]]></description>
      <pubDate>Mon Apr 11 00:00:00 CEST 2022</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Eröffnungsentscheidung im Verfahren „Hochschule Ludwigsburg“]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/Eroeffnungsentscheidung+im+Verfahren+_Hochschule+Ludwigsburg_</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 28.11.2018</p><justify><b>5. Große Strafkammer eröffnet Verfahren gegen früheren Rektor und Kanzler und lehnt Eröffnung gegen 13 Professoren ab</b></justify><div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker1348830">&nbsp;</a></div><div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<div class="WordSection1">
<table style="border-collapse: collapse; mso-yfti-tbllook: 480; mso-padding-alt: 0cm 5.4pt 0cm 5.4pt;" class="MsoNormalTable" border="0"
cellpadding="0" cellspacing="0">
<tbody>
<tr style="mso-yfti-irow: 0; mso-yfti-firstrow: yes; mso-yfti-lastrow: yes;">
<td style="padding-right: 5.4pt; padding-left: 5.4pt; padding-bottom: 0cm; width: 244.45pt; padding-top: 0cm; background-color: transparent; border: #f0f0f0;"
 valign="top" width="326">
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt;" class="MsoNormal"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;"><span style="font-size: 16pt;">PRESSEMITTEILUNG</span></strong></p>
</td>
<td style="padding-right: 5.4pt; padding-left: 5.4pt; padding-bottom: 0cm; width: 244.5pt; padding-top: 0cm; background-color: transparent; border: #f0f0f0;"
 valign="top" width="326">
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: right;" class="MsoNormal" align="right"><span style="font-size: medium;" class="font3">28.
November 2018</span></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt;" class="MsoNormal"><!--?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" ?--><span style="font-size: medium;" class="font3">&#160;</span></p>
<p style="margin: 0px; text-align: justify; line-height: 150%;"><span style="margin: 0px; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial; font-size: medium;">Die 5. Gro&#223;e Strafkammer des Landgerichts Stuttgart hat mit Beschluss vom 27. November
2018 die Anklage der Staatsanwaltschaft Stuttgart vom 2. Januar 2017 gegen den fr&#252;heren Rektor und den fr&#252;heren Kanzler der
Hochschule f&#252;r Finanzen und &#246;ffentliche Verwaltung in Ludwigsburg wegen des Vorwurfs der gemeinschaftlich begangenen Untreue in
13 F&#228;llen zugelassen und das Hauptverfahren er&#246;ffnet. In ihrer Funktion als Rektor bzw. Kanzler sollen sie 13 an der Hochschule
lehrenden Professoren zu Unrecht Zulagen gew&#228;hrt haben. Mit der Hauptverhandlung soll schnellstm&#246;glich begonnen
werden.</span></span></p>
<p style="margin: 0px; text-align: justify; line-height: 150%;"><span style="margin: 0px; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial; font-size: medium;">&#160;</span></span></p>
<p style="margin: 0px; text-align: justify; line-height: 150%;"><span style="margin: 0px; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial; font-size: medium;">Zugleich hat die Kammer die Er&#246;ffnung des Hauptverfahrens gegen die 13 Professoren, die
die Zulage empfangen haben, aus tats&#228;chlichen Gr&#252;nden abgelehnt. Die Kammer sah keinen hinreichenden Tatverdacht bez&#252;glicher
der ihnen von der Staatsanwaltschaft Stuttgart vorgeworfenen Beihilfe zur Untreue.</span></span></p>
<p style="margin: 0px; text-align: justify; line-height: 150%;"><span style="margin: 0px; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial; font-size: medium;">&#160;</span></span></p>
<p style="margin: 0px; text-align: justify; line-height: 150%;"><span style="margin: 0px; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial; font-size: medium;">Nach Auswertung der 65 Aktenordner umfassenden Ermittlungsakte und vorl&#228;ufiger
Bewertung des hoch komplexen und juristisch anspruchsvollen Sachverhalts, kam die Kammer in dem 76-seitigen Beschluss zu dem Ergebnis, dass
eine Verurteilung der 13 Professoren &#8222;&#228;u&#223;erst unwahrscheinlich&#8220; sei. Es sei nicht zu erwarten, dass eine
Hauptverhandlung mit den zur Verf&#252;gung stehenden Beweismitteln &#8211; vor allem den Zeugenaussagen sowie den zu verlesenden Urkunden
&#8211; zu einer Verurteilung f&#252;hren w&#252;rde. So fehle es vor allem an aussagekr&#228;ftigen Belegen, dass die 13 Professoren eine
Unrechtm&#228;&#223;igkeit der Zulagengew&#228;hrung zumindest billigend in Kauf genommen haben. Die nicht f&#252;r Besoldungsfragen
zust&#228;ndigen Professoren durften sich angesichts der schwierigen besoldungsrechtlichen Rechtslage bei der Umstellung von der C- auf die
W-Besoldung auf die Rechtm&#228;&#223;igkeit der Entscheidung der Hochschulleitung verlassen. Stichhaltige Anhaltspunkte f&#252;r ein
kollusives Zusammenwirken zwischen Rektor, Kanzler und Professoren h&#228;tten die Ermittlungen nicht ergeben.</span></span></p>
<p style="margin: 0px; text-align: justify; line-height: 150%;"><span style="margin: 0px; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial; font-size: medium;">&#160;</span></span></p>
<p style="margin: 0px; text-align: justify; line-height: 150%;"><span style="margin: 0px; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial; font-size: medium;">Gegen diese Entscheidung steht der Staatsanwaltschaft Stuttgart die sofortige Beschwerde zu,
die nach Zustellung des Beschlusses binnen einer Woche beim Landgericht Stuttgart einzulegen ist. Beschwerdegericht ist das
Oberlandesgericht Stuttgart.</span></span></p>
<p style="margin: 0px; text-align: justify; line-height: 150%;"><span style="margin: 0px; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial; font-size: medium;">&#160;</span></span></p>
<p style="margin: 0px; text-align: justify; line-height: 150%;"><br />
</p>
<br />
<br />
<p style="margin: 0px; text-align: justify; line-height: 150%;"><span style="margin: 0px; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial; font-size: medium;">Dr. Johannes Fridrich</span></span></p>
<p style="margin: 0px; text-align: justify; line-height: 150%;"><span style="margin: 0px; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial; font-size: medium;">Mediensprecher f&#252;r allgemeine Angelegenheiten und Strafsachen, Tel.
0711/212-380</span></span></p>
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt;" class="MsoNormal"><span style="margin: 0px; line-height: 150%; font-family: 'Arial',sans-serif; font-size: 12pt;"><br />
</span></p>
<br />
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<br />
<br />
<br />
<p style="margin: 0px; text-align: justify; line-height: 150%;"><span style="margin: 0px; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial; font-size: medium;">&#160;</span></span></p>
<p style="margin: 0px; text-align: justify; line-height: 150%;"><span style="margin: 0px; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial; font-size: medium;">Die einschl&#228;gigen Vorschriften lauten:</span></span></p>
<p style="margin: 0px; line-height: 150%;"><strong><span style="margin: 0px; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial; font-size: medium;">&#160;</span></span></strong></p>
<p style="margin: 0px; line-height: 150%;"><strong><span style="margin: 0px; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial; font-size: medium;">Aus der Strafprozessordnung (StPO):</span></span></strong></p>
<p style="margin: 0px; line-height: 150%;"><strong><span style="margin: 0px; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial; font-size: medium;">&#160;</span></span></strong></p>
<p style="margin: 0px; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;"><strong><span style="margin: 0px; line-height: 150%;">&#167; 203 (Er&#246;ffnungsbeschluss)<br />
</span></strong> <em><span style="margin: 0px; line-height: 150%;">Das Gericht beschlie&#223;t die Er&#246;ffnung des Hauptverfahrens, wenn
nach den Ergebnissen des vorbereitenden Verfahrens der Angeschuldigte einer Straftat hinreichend verd&#228;chtig
erscheint.</span></em></span></span></p>
<p style="margin: 0px; text-align: justify; line-height: 150%;"><em><span style="margin: 0px; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial; font-size: medium;">&#160;</span></span></em></p>
<p style="margin: 0px; line-height: 150%;"><strong><span style="margin: 0px; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial; font-size: medium;">&#167; 210 Rechtsmittel gegen den Er&#246;ffnungs- oder
Ablehnungsbeschluss</span></span></strong></p>
<p style="margin: 0px; text-align: justify; line-height: 150%;"><em><span style="margin: 0px; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial; font-size: medium;">(1) Der Beschlu&#223;, durch den das Hauptverfahren er&#246;ffnet worden ist, kann von dem
Angeklagten nicht angefochten werden.</span></span></em></p>
<p style="margin: 0px; text-align: justify; line-height: 150%;"><em><span style="margin: 0px; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial; font-size: medium;">(2) Gegen den Beschlu&#223;, durch den die Er&#246;ffnung des Hauptverfahrens abgelehnt oder
abweichend von dem Antrag der Staatsanwaltschaft die Verweisung an ein Gericht niederer Ordnung ausgesprochen worden ist, steht der
Staatsanwaltschaft sofortige Beschwerde zu.</span></span></em></p>
<p style="margin: 0px; text-align: justify; line-height: 150%;"><em><span style="margin: 0px; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial; font-size: medium;">(3) (..)</span></span></em></p>
<p style="margin: 0px; text-align: justify; line-height: 150%;"><em><span style="margin: 0px; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial; font-size: medium;">&#160;</span></span></em></p>
<p style="margin: 0px; line-height: 150%;"><strong><span style="margin: 0px; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial; font-size: medium;">Aus dem Strafgesetzbuch (StGB):</span></span></strong></p>
<p style="margin: 0px; text-align: justify; line-height: 150%;"><em><span style="margin: 0px; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial; font-size: medium;">&#160;</span></span></em></p>
<p style="margin: 0px; line-height: 150%;"><strong><span style="margin: 0px; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial; font-size: medium;">&#167; 266 (Untreue)</span></span></strong></p>
<p style="margin: 0px; line-height: 150%;"><em><span style="margin: 0px; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial; font-size: medium;">(1) Wer die ihm durch Gesetz, beh&#246;rdlichen Auftrag oder Rechtsgesch&#228;ft
einger&#228;umte Befugnis, &#252;ber fremdes Verm&#246;gen zu verf&#252;gen oder einen anderen zu verpflichten, mi&#223;braucht oder die
ihm kraft Gesetzes, beh&#246;rdlichen Auftrags, Rechtsgesch&#228;fts oder eines Treueverh&#228;ltnisses obliegende Pflicht, fremde
Verm&#246;gensinteressen wahrzunehmen, verletzt und dadurch dem, dessen Verm&#246;gensinteressen er zu betreuen hat, Nachteil zuf&#252;gt,
wird mit Freiheitsstrafe bis zu f&#252;nf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.</span></span></em></p>
<p style="margin: 0px; line-height: 150%;"><em><span style="margin: 0px; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial; font-size: medium;">(2) &#8230;</span></span></em></p>
<p style="margin: 0px; line-height: 150%;"><strong><span style="margin: 0px; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial; font-size: medium;">&#160;</span></span></strong></p>
<p style="margin: 0px; line-height: 150%;"><strong><span style="margin: 0px; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial; font-size: medium;">&#167; 27 Strafgesetzbuch (Beihilfe)</span></span></strong></p>
<p style="margin: 0px; line-height: 150%;"><em><span style="margin: 0px; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial; font-size: medium;">(1) Als Gehilfe wird bestraft, wer vors&#228;tzlich einem anderen zu dessen vors&#228;tzlich
begangener rechtswidriger Tat Hilfe geleistet hat.</span></span></em></p>
<p style="margin: 0px; line-height: 150%;"><em><span style="margin: 0px; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial; font-size: medium;">(2) &#8230;</span></span></em></p>
</div>
</div>]]></description>
      <pubDate>Wed Nov 28 00:00:00 CET 2018</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Pressemitteilung des Ministeriums der Justiz und für Europa vom 16.03.2020: Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus (COVID-19)]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/Pressemitteilung+des+Ministeriums+der+Justiz+und+fuer+Europa+vom+16_03_2020</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 16.03.2020</p>Betrieb in der Justiz wird auf den zwingend erforderlichen Dienstbetrieb und unaufschiebbare Verhandlungen beschränkt - alle unaufschiebbaren Verhandlungen und Maßnahmen sollen weiter stattfinden.<div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker1282255">&nbsp;</a></div><div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<p>Minister der Justiz und f&#252;r Europa Guido Wolf: &#8222;Der Rechtsstaat funktioniert auch in der Krise: alle unaufschiebbaren
Verhandlungen und Ma&#223;nahmen sollen weiter stattfinden.&#8220;<br />
 &#160;<br />
 Zur dringend erforderlichen Verlangsamung der weiteren Ausbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2) muss ab morgen der Betrieb in der Justiz
auf den zwingend erforderlichen Dienstbetrieb und unaufschiebbare Verhandlungen beschr&#228;nkt werden. Ein entsprechendes Schreiben des
Ministeriums ist am vergangenen Wochenende an die Justizpraxis im Land versandt worden. Das gab Minister der Justiz und f&#252;r Europa
Guido Wolf am heutigen Montag (16. M&#228;rz 20) in Stuttgart bekannt.&#160;</p>
<p>Minister Wolf sagte: &#8222;Die Verbreitung des Virus k&#246;nnen wir nicht mehr stoppen. Es kommt aber entscheidend darauf an, dass wir
die Verbreitung verlangsamen. Das verlangt uns allen einiges ab. Diese historische Situation erfordert auch&#160; f&#252;r die Justiz
Ma&#223;nahmen, wie sie in der Geschichte Baden-W&#252;rttembergs bislang noch nicht notwendig waren: In Umsetzung der Beschl&#252;sse des
Ministerrats vom 13. M&#228;rz 2020, wonach alle nicht notwendigen sozialen Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren sind, ist die
Anwesenheit in den Dienstgeb&#228;uden der Justiz ab 17. M&#228;rz 2020, vorl&#228;ufig bis einschlie&#223;lich 19. April 2020, auf ein
unabdingbar erforderliches Ma&#223; zu beschr&#228;nken.&#8220;&#160;</p>
<p>Wolf weiter: &#8222;Es muss sich niemand Sorgen machen. Der Rechtsstaat funktioniert auch in der Krise. Vorbehaltlich der richterlichen
Unabh&#228;ngigkeit wird jedoch nur der zwingend erforderliche Dienstbetrieb sichergestellt. Ich sage ausdr&#252;cklich: der Betrieb wird
stark beschr&#228;nkt, aber eingestellt wird er nicht. Alle dringenden und wichtigen Verhandlungen und Ma&#223;nahmen werden weiter
stattfinden. Dazu geh&#246;ren ermittlungsrichterliche T&#228;tigkeiten, Haftsachen, eilige Familiensachen und generelle Eilentscheidungen
sowie zum Beispiel langlaufende Strafverhandlungen. Die Verhandlungen, die stattfinden m&#252;ssen, werden weiter &#246;ffentlich sein, so
verlangt es das Gesetz. Ein Bereitschaftsdienst bei Gerichten und Staatsanwaltschaften besteht. Die Strafverfolgung durch die
Staatsanwaltschaften ist sichergestellt. Wenn ein T&#228;ter auf frischer Tat festgenommen wird, kann er also weiterhin einem Haftrichter
vorgef&#252;hrt werden. Die Ma&#223;nahmen sind einschneidend, aber zum Schutze der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der
Verfahrensbeteiligten und zur Verz&#246;gerung der weiteren Ausbreitung des Coronavirus zwingend erforderlich.&#8220; Minister Wolf warb um
Verst&#228;ndnis, dass die erforderlichen Ma&#223;nahmen in der Folge dazu f&#252;hren k&#246;nnen, dass nicht besonders eilbed&#252;rftige
Verfahren l&#228;nger dauern k&#246;nnten.&#160;</p>
<p>F&#252;r die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Justiz bedeutet dies konkret, dass sie ab dem morgigen Dienstag soweit m&#246;glich
von zuhause aus arbeiten. Soweit insbesondere im so genannten Servicebereich Heimarbeit noch nicht m&#246;glich ist, soll zur
Dienstverrichtung lediglich das f&#252;r die Aufrechterhaltung der Funktionsf&#228;higkeit erforderliche Personal im wechselnden
Schichtbetrieb in den Dienstgeb&#228;uden anwesend sein. 42 Gerichtsstandorte sind bereits mit der elektronischen Akte ausgestattet, so
dass f&#252;r die dortigen Richterinnen und Richter vollwertiges mobiles Arbeiten im Homeoffice m&#246;glich ist.&#160;</p>
<p>Um die Gew&#228;hrleistung effektiven Rechtsschutzes &#8211; insbesondere in Eilf&#228;llen &#8211; weiter zu st&#228;rken, werden in
den n&#228;chsten Tagen 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gerichte und Staatsanwaltschaften mit Fernzug&#228;ngen in das
Landesverwaltungsnetz ausgestattet, darunter auch 200 Arbeitspl&#228;tze von Serviceeinheiten.&#160;</p>
<p>Im Justizvollzug wurden bereits Ende Januar 2020 die Justizvollzugsanstalten des Landes &#252;ber das Coronavirus informiert und erste
Ma&#223;nahmen in Abstimmung mit der zentralen Hygienekommission des Vollzugs eingeleitet. Bereits mit Erlass vom 3. M&#228;rz 2020 hat das
Justizministerium Baden-W&#252;rttemberg zum Schutz vor m&#246;glichen Ansteckungen veranlasst, dass der Besuch in den
Justizvollzugsanstalten auf das gesetzlich vorgesehene Mindestma&#223; von einer Stunde pro Monat bei erwachsenen H&#228;ftlingen
beschr&#228;nkt wird. Zuvor betrug dies aus Gr&#252;nden der Resozialisierung in den meisten Anstalten das drei- oder vierfache.&#160;</p>
<p>Nunmehr sind jedoch auch im Bereich des Justizvollzugs weitere Ma&#223;nahmen zwingend erforderlich: &#8222;Wir wissen, dass dies
f&#252;r die Gefangenen eine einschneidende Ma&#223;nahme ist, wir kommen aber in der jetzigen Situation nicht umhin,&#160; zum Schutz der
Gefangenen und der Bediensteten Gefangenenbesuche vorerst vollst&#228;ndig auszusetzen. &#220;ber dringend erforderliche Ausnahmen
entscheiden die Anstaltsleitungen im Einzelfall. Als Ausgleich werden Telefonzeiten der Gefangenen ausgeweitet.&#8220;&#160;</p>
<p>Minister Wolf stellte zudem klar: &#8222;Jeder, der zu einer Freiheitsstrafe verurteilt ist, hat diese abzusitzen, vorzeitige
Entlassungen gibt es nicht.&#8220; In einem speziellen Bereich, dem Bereich der Ersatzfreiheitsstrafen, w&#252;rden jedoch Strafantritte
zun&#228;chst um drei Monate verschoben: &#8222;Wer eine Ersatzfreiheitsstrafe antritt, wurde lediglich zu einer Geldstrafe verurteilt, hat
diese bislang aber nicht bezahlt und muss daher ersatzweise eine Haftstrafe absitzen. Die jetzige Lage erfordert, um Kapazit&#228;ten in
den Anstalten freizuhalten und um das Personal zu entlasten, dass wir aktuell anstehende Ersatzfreiheitsstrafen zun&#228;chst um drei
Monate verschieben. Auch hier handelt es sich jedoch lediglich um eine Verschiebung, nicht um einen Erlass. Wer seine Geldstrafe nicht
zahlt, dem droht in den kommenden Monaten weiterhin die Ersatzfreiheitstrafe.&#160;</p>
<p>Im Personal einer Vollzugseinrichtung, konkret im Justizvollzugskrankenhaus Hohenasperg, hat sich inzwischen bei drei Bediensteten ein
erster COVID-19-Verdacht best&#228;tigt. Entsprechend der allgemeinen Empfehlungen befinden sich &#160; die zehn Kontaktpersonen in
Quarant&#228;ne. Die betroffene Station wurde isoliert. Dort gibt es bisher jedoch keine weiteren Anzeichen f&#252;r eine Infektion. Bei
weiteren Verdachtsf&#228;llen werden entsprechende Ma&#223;nahmen ergriffen.&#160;</p>
<p>Hintergrundinformationen:</p>
<p>Die Landesregierung hat auf dem Landesportal Baden-W&#252;rttemberg.de alle aktuellen Informationen der einzelnen Ministerien sowie die
wichtigsten Links, wie zum Robert-Koch-Institut oder dem Bundesgesundheitsministerium zusammengefasst.&#160;</p>
<p>Sie erreichen die Seite unter der URL: www.baden-wuerttemberg.de/infos-corona (bitte Kleinschreibung beachten). Die Seite wird laufend
aktualisiert.</p>
<br />
<br />
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt; line-height: 150%; text-autospace: ideograph-numeric; text-align: justify; mso-layout-grid-align: auto; punctuation-wrap: hanging; mso-vertical-align-alt: auto;"
 class="MsoNormal"><em style="mso-bidi-font-style: normal;">Homepage des Ministeriums der Justiz und f&#252;r Europa: <a href='http://www.justiz-bw.de' class=' link link-external' target='_blank'>www.justiz-bw.de</a>&#160;</em></p>
</div>]]></description>
      <pubDate>Mon Mar 16 00:00:00 CET 2020</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Urteil wegen Hetzjagd auf junge Migranten in Winterbach]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/1195995</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 26.03.2012</p> <div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker1311175">&nbsp;</a></div><div class="basecontent-pbsbw---html-editor"><DIV class=Section1>
<TABLE class=MsoNormalTable style="MARGIN: auto auto auto 0.4pt; BORDER-COLLAPSE: collapse; mso-table-layout-alt: fixed; mso-padding-alt: 0cm 0cm 0cm 0cm" cellSpacing=0 cellPadding=0 border=0>
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<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 18pt; mso-line-height-rule: exactly"><B style="mso-bidi-font-weight: normal"><SPAN style="mso-bidi-font-family: Arial"><FONT class=font3 size=3>Urteil wegen Hetzjagd auf junge Migranten in Winterbach<o:p></o:p></FONT></SPAN></B></P></TD></TR></TBODY></TABLE></DIV><SPAN style="FONT-SIZE: 12pt; FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-size: 10.0pt; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'; mso-ansi-language: DE; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA"><BR style="PAGE-BREAK-BEFORE: auto; mso-break-type: section-break" clear=all></SPAN>
<DIV class=Section2>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-AUTOSPACE: ideograph-numeric; TEXT-ALIGN: center; mso-layout-grid-align: auto; punctuation-wrap: hanging; mso-vertical-align-alt: auto" align=center><B><SPAN style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-bidi-font-family: Arial"><o:p><FONT class=font3 size=3>&nbsp;</FONT></o:p></SPAN></B></P>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-AUTOSPACE: ideograph-numeric; TEXT-ALIGN: justify; mso-layout-grid-align: auto; punctuation-wrap: hanging; mso-vertical-align-alt: auto"><SPAN style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-bidi-font-family: Arial; mso-bidi-font-weight: bold"><FONT class=font3 size=3>Die 3. Gro&#223;e Jugendkammer hat am Vormittag zwei heute 21 bzw. 22 Jahre alte M&#228;nner wegen gemeinschaftlicher gef&#228;hrlicher K&#246;rperverletzung in neun F&#228;llen zu einer Freiheits- bzw. Jugendstrafe von jeweils 2 Jahren und 5 Monaten verurteilt.<o:p></o:p></FONT></SPAN></P>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-AUTOSPACE: ideograph-numeric; TEXT-ALIGN: justify; mso-layout-grid-align: auto; punctuation-wrap: hanging; mso-vertical-align-alt: auto"><SPAN style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-bidi-font-family: Arial; mso-bidi-font-weight: bold"><o:p><FONT class=font3 size=3>&nbsp;</FONT></o:p></SPAN></P>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-AUTOSPACE: ideograph-numeric; TEXT-ALIGN: justify; mso-layout-grid-align: auto; punctuation-wrap: hanging; mso-vertical-align-alt: auto"><SPAN style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-bidi-font-family: Arial; mso-bidi-font-weight: bold"><FONT class=font3 size=3>Nach einer aufw&#228;ndigen und in Anbetracht des Aussageverhaltens mehrerer der fast 40 vernommenen Zeugen schwierigen Beweisaufnahme an 17 Verhandlungstagen seit 16. Januar 2012 sah es die Kammer als erwiesen an, dass die beiden Angeklagten in der Nacht vom 09. auf den 10. April 2011 G&#228;ste eines Geburtstagsfestes mit &#252;berwiegend rechtsradikal eingestellten Teilnehmern auf einer Streuobstwiese bei Winterbach waren. Nebenan auf einem anderen Gartengrundst&#252;ck grillte eine Gruppe junger M&#228;nner mit Migrationshintergrund. Gegen 01:45 Uhr kam es, nachdem einzelne Personen der beiden Feiern kurz zuvor aneinander geraten waren, zu einem Angriff von mindestens 10 Rechtsradikalen unter Beteiligung der beiden Angeklagten auf die neun G&#228;ste der Grillfeier. <o:p></o:p></FONT></SPAN></P>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-AUTOSPACE: ideograph-numeric; TEXT-ALIGN: justify; mso-layout-grid-align: auto; punctuation-wrap: hanging; mso-vertical-align-alt: auto"><SPAN style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-bidi-font-family: Arial; mso-bidi-font-weight: bold"><o:p><FONT class=font3 size=3>&nbsp;</FONT></o:p></SPAN></P>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-AUTOSPACE: ideograph-numeric; TEXT-ALIGN: justify; mso-layout-grid-align: auto; punctuation-wrap: hanging; mso-vertical-align-alt: auto"><SPAN style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-bidi-font-family: Arial; mso-bidi-font-weight: bold"><FONT class=font3 size=3>Hierbei wurden die neun Migranten, die panikartig fl&#252;chteten, von den Rechtsradikalen gejagt. Teilweise wurden die Migranten auch aufgesp&#252;rt und dann geschlagen und/oder getreten. Au&#223;erdem erlitten die Gesch&#228;digten durch St&#252;rze auf der Flucht verschiedene Verletzungen. Unter anderem kam es zu einer Milzverletzung, einem Armbruch und einer Meniskusverletzung. Alle Gesch&#228;digten leiden zudem, auch teilweise heute noch, unter erheblichen Angstzust&#228;nden.<o:p></o:p></FONT></SPAN></P>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-AUTOSPACE: ideograph-numeric; TEXT-ALIGN: justify; mso-layout-grid-align: auto; punctuation-wrap: hanging; mso-vertical-align-alt: auto"><SPAN style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-bidi-font-family: Arial; mso-bidi-font-weight: bold"><o:p><FONT class=font3 size=3>&nbsp;</FONT></o:p></SPAN></P>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-AUTOSPACE: ideograph-numeric; TEXT-ALIGN: justify; mso-layout-grid-align: auto; punctuation-wrap: hanging; mso-vertical-align-alt: auto"><SPAN style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-bidi-font-family: Arial; mso-bidi-font-weight: bold"><FONT class=font3 size=3>Im Zuge des Angriffs wurde durch mindestens eine Person aus den Reihen der Angreifer zwischen 01:47 und 01:50 Uhr eine Holzh&#252;tte auf dem Grundst&#252;ck der Migranten auf nicht n&#228;her feststellbare Art und Weise angez&#252;ndet. In diese Gartenh&#252;tte hatten sich gegen 01:46 Uhr drei junge M&#228;nner aus der Gruppe der Migranten aus Angst vor den Angreifern gefl&#252;chtet. Etwas sp&#228;ter suchten noch zwei weitere vollkommen ver&#228;ngstigte Personen in der bereits brennenden H&#252;tte Zuflucht. Die H&#252;tte brannte, nachdem die sich darin befindenden Personen gegen 01:57 Uhr den Mut zur Flucht aufgebracht hatten, vollst&#228;ndig nieder.<o:p></o:p></FONT></SPAN></P>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-AUTOSPACE: ideograph-numeric; TEXT-ALIGN: justify; mso-layout-grid-align: auto; punctuation-wrap: hanging; mso-vertical-align-alt: auto"><SPAN style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-bidi-font-family: Arial; mso-bidi-font-weight: bold"><o:p><FONT class=font3 size=3>&nbsp;</FONT></o:p></SPAN></P>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-AUTOSPACE: ideograph-numeric; TEXT-ALIGN: justify; mso-layout-grid-align: auto; punctuation-wrap: hanging; mso-vertical-align-alt: auto"><SPAN style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-bidi-font-family: Arial; mso-bidi-font-weight: bold"><FONT class=font3 size=3>Eine irgendwie geartete Beteiligung der beiden Angeklagten an der Brandlegung konnte nach den Feststellungen der Kammer nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden. Zum Einen waren die Personenbeschreibungen einer hieran m&#246;glicherweise beteiligten Person in Anbetracht eines &#228;hnlichen Erscheinungsbild bei (fast) allen Angreifern (Glatze / dunkle Kleidung) &#252;berhaupt nicht trennscharf. Zum Anderen konnten, selbst nach der Einholung eines Brandgutachtens, keine weitergehende Feststellungen zur Entstehung und dem Verlauf des Brandes sowie zum Zeitpunkt der Brandlegung getroffen werden.<o:p></o:p></FONT></SPAN></P>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-AUTOSPACE: ideograph-numeric; TEXT-ALIGN: justify; mso-layout-grid-align: auto; punctuation-wrap: hanging; mso-vertical-align-alt: auto"><SPAN style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-bidi-font-family: Arial; mso-bidi-font-weight: bold"><o:p><FONT class=font3 size=3>&nbsp;</FONT></o:p></SPAN></P>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-AUTOSPACE: ideograph-numeric; TEXT-ALIGN: justify; mso-layout-grid-align: auto; punctuation-wrap: hanging; mso-vertical-align-alt: auto"><SPAN style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-bidi-font-family: Arial; mso-bidi-font-weight: bold"><FONT class=font3 size=3>In Anbetracht der gef&#228;hrlichen und be&#228;ngstigenden Art und Weise des Angriffs mit vielen Verletzungsopfern gelangte die Kammer zu der &#220;berzeugung, dass eine Jugend- bzw. Freiheitsstrafe in nicht bew&#228;hrungsf&#228;higer H&#246;he angemessen ist.<o:p></o:p></FONT></SPAN></P>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-AUTOSPACE: ideograph-numeric; TEXT-ALIGN: justify; mso-layout-grid-align: auto; punctuation-wrap: hanging; mso-vertical-align-alt: auto"><SPAN style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-bidi-font-family: Arial; mso-bidi-font-weight: bold"><o:p><FONT class=font3 size=3>&nbsp;</FONT></o:p></SPAN></P>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-AUTOSPACE: ideograph-numeric; TEXT-ALIGN: justify; mso-layout-grid-align: auto; punctuation-wrap: hanging; mso-vertical-align-alt: auto"><SPAN style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-bidi-font-family: Arial; mso-bidi-font-weight: bold"><FONT class=font3 size=3>Der Kammervorsitzende Holzhausen f&#252;hrte hierzu aus: &#8222;Die in der Tat zum Ausdruck kommende gruppenspezifische Menschenfeindlichkeit, die dazu gef&#252;hrt hat, dass die in der brennenden H&#252;tte befindlichen Personen mehr Angst vor den Rechten als vor dem Feuer hatten, erfordert diese Strafh&#246;he.&#8220;<o:p></o:p></FONT></SPAN></P>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-AUTOSPACE: ideograph-numeric; TEXT-ALIGN: justify; mso-layout-grid-align: auto; punctuation-wrap: hanging; mso-vertical-align-alt: auto"><SPAN style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-bidi-font-family: Arial; mso-bidi-font-weight: bold"><o:p><FONT class=font3 size=3>&nbsp;</FONT></o:p></SPAN></P>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-AUTOSPACE: ideograph-numeric; TEXT-ALIGN: justify; mso-layout-grid-align: auto; punctuation-wrap: hanging; mso-vertical-align-alt: auto"><SPAN style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-bidi-font-family: Arial; mso-bidi-font-weight: bold"><FONT class=font3 size=3>Urteil des Landgerichts Stuttgart vom 26. M&#228;rz 2012 - 3 KLs 3 Js 31114/11 Hw.<o:p></o:p></FONT></SPAN></P>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-AUTOSPACE: ideograph-numeric; TEXT-ALIGN: justify; mso-layout-grid-align: auto; punctuation-wrap: hanging; mso-vertical-align-alt: auto"><I style="mso-bidi-font-style: normal"><SPAN style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-bidi-font-family: Arial"><o:p><FONT class=font3 size=3>&nbsp;</FONT></o:p></SPAN></I></P>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-AUTOSPACE: ideograph-numeric; TEXT-ALIGN: justify; mso-layout-grid-align: auto; punctuation-wrap: hanging; mso-vertical-align-alt: auto"><FONT class=font3 size=3><I style="mso-bidi-font-style: normal"><SPAN style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-bidi-font-family: Arial">Dr. Florian Bollacher, Stellvertretender Pressesprecher in Strafsachen</SPAN></I><SPAN style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt"><o:p></o:p></SPAN></FONT></P></DIV><SPAN style="FONT-SIZE: 12pt; FONT-FAMILY: Arial; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'; mso-ansi-language: DE; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA"><BR style="PAGE-BREAK-BEFORE: auto; mso-break-type: section-break" clear=all></SPAN>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt 14.2pt"><SPAN style="FONT-SIZE: 11pt"><o:p>&nbsp;</o:p></SPAN></P>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"><o:p><FONT class=font3 size=3>&nbsp;</FONT></o:p></P>?></div>]]></description>
      <pubDate>Mon Mar 26 00:00:00 CEST 2012</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Kreditvermittler zu mehrjährigen Freiheitsstrafen verurteilt]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/1195987</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 23.02.2012</p> <div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker1340100">&nbsp;</a></div><div class="basecontent-pbsbw---html-editor"><SPAN style="FONT-SIZE: 11pt"><?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" /><o:p>
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<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 18pt; mso-line-height-rule: exactly"><?xml:namespace prefix = v ns = "urn:schemas-microsoft-com:vml" /><v:shapetype id=_x0000_t75 path="m@4@5l@4@11@9@11@9@5xe" stroked="f" filled="f" o:preferrelative="t" o:spt="75" coordsize="21600,21600"><v:stroke joinstyle="miter"></v:stroke><v:formulas><v:f eqn="if lineDrawn pixelLineWidth 0"></v:f><v:f eqn="sum @0 1 0"></v:f><v:f eqn="sum 0 0 @1"></v:f><v:f eqn="prod @2 1 2"></v:f><v:f eqn="prod @3 21600 pixelWidth"></v:f><v:f eqn="prod @3 21600 pixelHeight"></v:f><v:f eqn="sum @0 0 1"></v:f><v:f eqn="prod @6 1 2"></v:f><v:f eqn="prod @7 21600 pixelWidth"></v:f><v:f eqn="sum @8 21600 0"></v:f><v:f eqn="prod @7 21600 pixelHeight"></v:f><v:f eqn="sum @10 21600 0"></v:f></v:formulas><v:path o:connecttype="rect" gradientshapeok="t" o:extrusionok="f"></v:path><o:lock aspectratio="t" v:ext="edit"></o:lock></v:shapetype><v:shape id=_x0000_i1025 style="WIDTH: 21pt; HEIGHT: 9pt" o:allowoverlap="f" type="#_x0000_t75"><v:imagedata bilevel="t" grayscale="t" o:title="BW_Loewe_rechts" src="file:///D:\Users\lkemmner\AppData\Local\Temp\msohtmlclip1\01\clip_image001.png"></v:imagedata></v:shape><SPAN style="mso-bidi-font-family: Arial"><o:p></o:p></SPAN></P></TD>
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<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"><B style="mso-bidi-font-weight: normal"><SPAN style="mso-bidi-font-size: 12.0pt"><FONT class=font3 size=3>Kreditvermittler zu mehrj&#228;hrigen Freiheitsstrafen verurteilt<o:p></o:p></FONT></SPAN></B></P></TD></TR></TBODY></TABLE></DIV>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt 14.2pt"><SPAN style="FONT-SIZE: 12pt; FONT-FAMILY: 'Arial','sans-serif'; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'; mso-bidi-font-size: 10.0pt; mso-ansi-language: DE; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA"><BR style="PAGE-BREAK-BEFORE: auto; mso-break-type: section-break" clear=all></SPAN></P>
<DIV class=WordSection2>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-AUTOSPACE: ideograph-numeric; TEXT-ALIGN: center; mso-layout-grid-align: auto; punctuation-wrap: hanging; mso-vertical-align-alt: auto" align=center><B><SPAN style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-family: Arial; mso-bidi-font-size: 12.0pt"><o:p><FONT class=font3 size=3>&nbsp;</FONT></o:p></SPAN></B></P>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"><SPAN style="mso-bidi-font-size: 12.0pt"><o:p><FONT class=font3 size=3>&nbsp;</FONT></o:p></SPAN></P>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%"><SPAN style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt"><FONT class=font3 size=3>Die 14. Gro&#223;e Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Stuttgart unter dem Vorsitz von Dr. Hartmut Schnelle hat mit Urteil vom 21. Februar 2012 den, einschl&#228;gig vorbestraften, 43-j&#228;hrigen faktischen Gesch&#228;ftsf&#252;hrer einer in Stuttgart angesiedelten Kreditvermittlungsgesellschaft wegen (versuchten) Betruges zu einer Freiheitstrafe von vier Jahren verurteilt. Zwei ebenfalls angeklagte Mitarbeiterinnen des Unternehmens erhielten Bew&#228;hrungsstrafen von einem Jahr und sechs Monaten und zwei Jahren.<o:p></o:p></FONT></SPAN></P>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%"><SPAN style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt"><o:p><FONT class=font3 size=3>&nbsp;</FONT></o:p></SPAN></P>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 155%; TEXT-ALIGN: justify"><SPAN style="LINE-HEIGHT: 155%; mso-bidi-font-size: 12.0pt"><FONT class=font3 size=3>Das in den Jahren 2006 bis Ende 2009 in unterschiedlicher Besetzung betriebene Gesch&#228;ftsmodell des Unternehmens richtete sich gezielt an unerfahrene Personen, die sich in einer finanziellen Notlage befanden. Dabei wurde bei den Kunden &#252;ber Werbeanzeigen in &#252;berregionalen Zeitungen und im Videotext mit Slogans wie &#8222;Kredit abgelehnt? Das muss nicht sein! Wir bieten Ihnen Kredite auch ohne Auskunft/Eintragung&#8220; &#8222;Sofortanfrage absolut unverbindlich und kostenfrei&#8220; der Eindruck erweckt, dass es der Firma m&#246;glich sei, Kunden in wirtschaftlich schwieriger Lage Kredite zu vermitteln und dass den Antragstellern durch die Kreditanfrage keine Kosten entst&#252;nden.<o:p></o:p></FONT></SPAN></P>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 155%; TEXT-ALIGN: justify"><SPAN style="LINE-HEIGHT: 155%; mso-bidi-font-size: 12.0pt"><o:p><FONT class=font3 size=3>&nbsp;</FONT></o:p></SPAN></P>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 155%; TEXT-ALIGN: justify"><SPAN style="LINE-HEIGHT: 155%; mso-bidi-font-size: 12.0pt"><FONT class=font3 size=3>Nach der in der f&#252;nfmonatigen Hauptverhandlung gebildeten &#220;berzeugung der Wirtschaftskammer ging es den Angeklagten dagegen darum, unter dem Anschein einer seri&#246;sen Kreditvermittlung den nahezu mittellosen Kunden einen willk&#252;rlich festgesetzten Betrag von je knapp 50 Euro f&#252;r angeblich entstandene Auslagen in Rechnung zu stellen, ohne dass es hierf&#252;r eine rechtliche Grundlage gab. Zus&#228;tzlich sollten Kunden f&#252;r Zusatzprodukte wie Bausparvertr&#228;ge gek&#246;dert werden.<o:p></o:p></FONT></SPAN></P>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 155%; TEXT-ALIGN: justify"><SPAN style="LINE-HEIGHT: 155%; mso-bidi-font-size: 12.0pt"><o:p><FONT class=font3 size=3>&nbsp;</FONT></o:p></SPAN></P>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 155%; TEXT-ALIGN: justify"><SPAN style="LINE-HEIGHT: 155%; mso-bidi-font-size: 12.0pt"><FONT class=font3 size=3>Der beabsichtigte Schaden bei den &#252;ber 50.000 geprellten Kunden betrug beim Hauptangeklagten, der w&#228;hrend des gesamten Tatzeitraums nach der &#220;berzeugung der Kammer als, so der Kammervorsitzende, &#8222;spiritus rector&#8220; die F&#228;den in der Hand hielt, insgesamt mindestens 2, 5 Millionen Euro.<o:p></o:p></FONT></SPAN></P>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%"><o:p><FONT class=font3 size=3>&nbsp;</FONT></o:p></P>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"><SPAN style="COLOR: black; mso-bidi-font-family: Arial"><FONT class=font3 size=3>Urteil des Landgerichts Stuttgart vom 21. Februar 2012 -</FONT><SPAN style="mso-spacerun: yes"><FONT class=font3 size=3>&nbsp; </FONT></SPAN><FONT class=font3 size=3>14 KLs 166 Js 9323/11</FONT></SPAN></P>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-AUTOSPACE: ideograph-numeric; TEXT-ALIGN: justify; mso-layout-grid-align: auto; punctuation-wrap: hanging; mso-vertical-align-alt: auto"><I style="mso-bidi-font-style: normal"><SPAN style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-family: Arial; mso-bidi-font-size: 12.0pt"><o:p><FONT class=font3 size=3>&nbsp;</FONT></o:p></SPAN></I></P>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-AUTOSPACE: ideograph-numeric; TEXT-ALIGN: justify; mso-layout-grid-align: auto; punctuation-wrap: hanging; mso-vertical-align-alt: auto"><I style="mso-bidi-font-style: normal"><SPAN style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-family: Arial; mso-bidi-font-size: 12.0pt"><o:p><FONT class=font3 size=3>&nbsp;</FONT></o:p></SPAN></I></P>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-AUTOSPACE: ideograph-numeric; TEXT-ALIGN: justify; mso-layout-grid-align: auto; punctuation-wrap: hanging; mso-vertical-align-alt: auto"><I style="mso-bidi-font-style: normal"><SPAN style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-family: Arial; mso-bidi-font-size: 12.0pt"><o:p><FONT class=font3 size=3>&nbsp;</FONT></o:p></SPAN></I></P>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-AUTOSPACE: ideograph-numeric; TEXT-ALIGN: justify; mso-layout-grid-align: auto; punctuation-wrap: hanging; mso-vertical-align-alt: auto"><FONT class=font3 size=3><I style="mso-bidi-font-style: normal"><SPAN style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-family: Arial; mso-bidi-font-size: 12.0pt">Lars Kemmner, Pressesprecher in Strafsachen</SPAN></I><SPAN style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt"><o:p></o:p></SPAN></FONT></P></DIV>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt 14.2pt"><SPAN style="FONT-SIZE: 12pt; FONT-FAMILY: 'Arial','sans-serif'; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'; mso-ansi-language: DE; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA"><BR style="PAGE-BREAK-BEFORE: always; mso-break-type: section-break" clear=all></SPAN></P>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt 14.2pt"><SPAN style="FONT-SIZE: 11pt"><o:p>&nbsp;</o:p></SPAN></P>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt 14.2pt">&nbsp;</o:p></SPAN></P>?></div>]]></description>
      <pubDate>Thu Feb 23 00:00:00 CET 2012</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Jahrespressegespräch 2020: Wirtschaftsverfahren prägen Geschäftseingang]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/Jahrespressegespraech+2020_+Wirtschaftsverfahren+praegen+Geschaeftseingang</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 31.07.2020</p>Pressegespräch 2020: Umfangreiche Wirtschaftsverfahren prägen den Geschäftseingang am Landgericht / Präsident Dr. Singer: &quot;Durch Personalstärkung und Spezialisierung können wir die hohe Qualität sichern.&quot;<div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker1286336">&nbsp;</a></div><div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<div class="WordSection1">
<table style="border-collapse: collapse; mso-yfti-tbllook: 480; mso-padding-alt: 0cm 5.4pt 0cm 5.4pt;" class="MsoNormalTable" border="0"
cellpadding="0" cellspacing="0">
<tbody>
<tr style="mso-yfti-irow: 0; mso-yfti-firstrow: yes; mso-yfti-lastrow: yes;">
<td style="padding-right: 5.4pt; padding-left: 5.4pt; padding-bottom: 0cm; width: 244.45pt; padding-top: 0cm; background-color: transparent; border: #f0f0f0;"
 valign="top" width="326">
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt;" class="MsoNormal"><strong style="mso-bidi-font-weight: normal;"><span style="font-size: 16pt;">&#160;</span></strong></p>
</td>
<td style="padding-right: 5.4pt; padding-left: 5.4pt; padding-bottom: 0cm; width: 244.5pt; padding-top: 0cm; background-color: transparent; border: #f0f0f0;"
 valign="top" width="326">
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: right;" class="MsoNormal" align="right"><span style="font-size: medium;"
class="font3">&#160;</span></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>
<p style="text-align: justify;" class="link-block"><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">In 2019 haben
die erstinstanzlichen Zivilkammern beim Landgericht Stuttgart im Vergleich</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">zu 2018 rund 24 Prozent mehr Eing&#228;nge verzeichnet. Im ersten
Halbjahr 2020 wurden</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">mit einem Plus von rund acht Prozent
im Vergleich zum Vorjahreszeitraum noch einmal</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">deutlich
mehr Klagen eingereicht. Eine Trendwende zeichnet sich nicht ab.</span></p>
<p style="text-align: justify;" class="link-block"><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">Dabei
pr&#228;gen vor allem die umfangreichen Wirtschaftsverfahren den Gesch&#228;ftseingang</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">am gr&#246;&#223;ten Gericht des Landes. S&#228;mtliche Klagen gegen die
heimische Wirtschaft k&#246;nnen</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">am Landgericht Stuttgart
erhoben werden. In Kartell-, Urheber- und Markensachen</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">sowie Wirtschaftsstrafverfahren ist das Hauptstadtgericht sogar f&#252;r
den gesamten w&#252;rttembergischen</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">Landesteil
ausschlie&#223;lich zust&#228;ndig. Im Herbst 2020 wird zudem ein</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">&#8222;Stuttgart Commercial Court&#8220; eingerichtet, der die
Attraktivit&#228;t des Landgerichts f&#252;r gro&#223;e</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">Wirtschaftsstreitigkeiten weiter steigert.</span></p>
<p style="text-align: justify;" class="link-block"><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">Der
Pr&#228;sident des Landgerichts Dr. Andreas Singer erl&#228;utert dazu: &#8222;Die starke Stellung</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">der Automobilindustrie bildet sich in den anh&#228;ngigen Verfahren in
besonderem Ma&#223;e ab.</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">Die zahlreichen Dieselklagen,
Kapitalanlegerklagen und Kartellverfahren stellen uns vor gro&#223;e Herausforderungen. Eine starke, unabh&#228;ngige und effektive Justiz
ist wesentlicher</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">Standortfaktor einer erfolgreichen
Wirtschaftsregion. Nur wenn uns die Durchsetzung des</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">Rechts
in angemessener Zeit gelingt, kann die Wirtschaft verl&#228;sslich planen und rechtssicher</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">handeln. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, m&#252;ssen wir jetzt
reagieren.&#8220;</span></p>
<p style="text-align: justify;" class="link-block"><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">Ende 2018 waren
am Landgericht Stuttgart noch 8.492 erstinstanzliche Zivilverfahren anh&#228;ngig.</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">Ende 2019 waren es bereits 9.852 Verfahren. Zum 30.06.2020 sind es
jetzt</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">10.146. Dies entspricht einem Bestandsaufbau von rund
19 Prozent in 1 &#189; Jahren. &#8222;Dass</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">der
Bestandsaufbau geringer als die Steigerung der Eingangszahlen ausf&#228;llt zeigt, dass</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">wir uns der Klageflut mit aller Kraft entgegenstemmen. Klar ist aber
auch, dass wir angesichts</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">der schieren Masse auf weitere
Verst&#228;rkung angewiesen sind. Durch Personalst&#228;rkung</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">und Spezialisierung k&#246;nnen wir die hohe Qualit&#228;t unserer
Rechtsprechung sichern&#8220;,</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">erl&#228;utert der
Pr&#228;sident.</span></p>
<p style="text-align: justify;" class="link-block"><strong><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">Zweite
Klagewelle gegen VW &#8211; Klagen gegen Daimler-Konzern nehmen weiter zu</span></strong><br />
 <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">Gegen VW sind in zwei Klagewellen seit 2018 rund 3.200
Dieselklagen am Landgericht</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">Stuttgart eingegangen.
&#8222;Daneben wurden allein im ersten Halbjahr 2020 rund 1.700 Dieselklagen</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">gegen den Daimler-Konzern erhoben. Das sind bereits mehr Klagen als im
gesamten</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">Jahr 2019 mit 1.500 Neueing&#228;ngen gegen den
Stuttgarter Autobauer. Die Klagen</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">gegen den Daimler-Konzern
nehmen damit seit nunmehr einem Jahr kontinuierlich zu&#8220;,</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">berichtet der Pr&#228;sident. Am 27. Oktober 2020 wird sich der
Bundesgerichtshof mit der</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">Zul&#228;ssigkeit des sogenannten
&#8222;Thermofensters&#8220; befassen.</span></p>
<p style="text-align: justify;" class="link-block"><strong><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">Spezialkammern f&#252;r Kapitalanlegerklagen
eingerichtet</span></strong><br />
 <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">Daneben sind am Landgericht Stuttgart rund 250 Anlegerklagen
gegen die Porsche Automobil</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">Holding SE (PSE) und die
Volkswagen AG sowie rund 95 Verfahren gegen die</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">Daimler AG
erhoben worden. Darin werfen Kapitalanleger den Beklagten im Wesentlichen</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">vor, diese h&#228;tten aufgrund unterlassener Mitteilungen &#252;ber
kursrelevante Vorg&#228;nge um</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">den sogenannten
Diesel-Abgasskandal Wertpapiere zu teuer erworben und dadurch</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">Kursdifferenzsch&#228;den erlitten. Die Forderungen gegen die Daimler AG
belaufen sich auf</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">rund 906 Mio. Euro. Gegen die VW AG und
PSE machen alleine institutionelle Kl&#228;ger mit</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">11
Klagen rund 711 Mio. Euro geltend. &#8222;Im Hinblick auf den Umfang und die Komplexit&#228;t dieser Verfahren haben wir als bundesweit
erstes Gericht zum Jahresbeginn zwei Spezialkammern</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">eingerichtet. Mit der Spezialisierung wollen wir die hohe Qualit&#228;t
unserer Entscheidungen</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">sichern&#8220;, erl&#228;utert der
Pr&#228;sident.</span></p>
<p style="text-align: justify;" class="link-block"><strong><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">Kartellschadenersatzverfahren &#252;ber 64.000 Lkw</span></strong><br />
 <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">Aktuell sind am Landgericht Stuttgart alleine 280 Klagen zum
Lkw-Kartell anh&#228;ngig. Nahezu</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">s&#228;mtliche Klagen
richten sich zumindest auch gegen Daimler, daneben teilweise</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">auch gegen MAN und Iveco. &#8222;Die Verfahren betreffen sehr selten nur
einzelne, sondern</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">in der Regel hunderte, vereinzelt sogar
&#252;ber 10.000 Lkw. F&#252;r die Frage, ob und in welcher</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">H&#246;he ein Anspruch besteht, muss jedes einzelne Fahrzeug
&#252;berpr&#252;ft werden&#8220;, berichtet</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">der
Gerichtspr&#228;sident. Insgesamt geht es bei den Klagen vor der Kartellkammer um etwa</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">64.000 Lastkraftwagen. Die jeweiligen Schadenersatzforderungen liegen
zwischen 3.500</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">Euro und rund 100 Mio. Euro. Bis zum
heutigen Tage seien im Zusammenhang mit dem</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">Lkw-Kartell
Schadenersatzklagen &#252;ber insgesamt rund 600 Mio. Euro anh&#228;ngig gemacht</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">worden, berichtet Singer.</span></p>
<p style="text-align: justify;" class="link-block"><strong><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">Spezialkammer f&#252;r Steuerberater- und Wirtschaftspr&#252;ferhaftung
pr&#252;ft Beratung zu</span></strong><br />
 <strong><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">Cum/Cum- und Cum/Ex-Gesch&#228;ften</span></strong><br />
 <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">Derzeit nimmt der Insolvenzverwalter &#252;ber das Verm&#246;gen
der Maple Bank die Wirtschaftspr&#252;fungsgesellschaft</span><br />
 <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">Ernst &amp; Young GmbH auf Schadenersatz in H&#246;he von
95</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">Mio. Euro in Anspruch. Die Haftung der Beklagten wird im
Kern darauf gest&#252;tzt, dass die</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">Beklagte in ihrer
Eigenschaft als Abschlusspr&#252;ferin die Jahresabschl&#252;sse der Maple Bank</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">pflichtwidrig testiert und in ihrer Eigenschaft als Steuerberaterin die
Maple Bank fehlerhaft</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">beraten habe. Bei
pflichtgem&#228;&#223;em Verhalten der Beklagten w&#228;ren die Cum/Cum- sowie</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">Cum/Ex-Gesch&#228;fte der Maple Bank unterblieben. Unter
Ber&#252;cksichtigung der nun erfolgten</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">R&#252;ckforderung
von Kapitalertragssteuer-Erstattungen durch den Fiskus seien diese</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">Gesch&#228;fte verlustreich gewesen und h&#228;tten letztlich zur
Insolvenz der Maple Bank gef&#252;hrt.</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">&#8222;Auch dieses
Verfahren wird vor einer eigens auf Steuerberater- und Wirtschaftspr&#252;ferhaftung</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">spezialisierten Zivilkammer gef&#252;hrt. Damit wollen wir am
Landgericht auch</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">in h&#246;chst anspruchsvollen und
komplexen Materien effektiven Rechtsschutz in angemessener</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">Zeit gew&#228;hrleisten,&#8220; sagt Singer.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><em><span style="line-height: 150%;">RiLG Elena Gihr</span></em><em><span style="line-height: 150%;">,
Presssprecherin in Zivilsachen, Tel.: 0711-212-3800</span></em></p>
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt;" class="MsoNormal"><br />
 &#160;</p>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: 'Arial','sans-serif'; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'; mso-bidi-font-size: 10.0pt; mso-ansi-language: DE; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA;">&#160;</span></p>
</div>]]></description>
      <pubDate>Fri Jul 31 00:00:00 CEST 2020</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Urteil wegen der Parkplatzmorde]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/1195979</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 01.02.2012</p> <div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker1419328">&nbsp;</a></div><div class="basecontent-pbsbw---html-editor"><DIV class=WordSection1>
<TABLE class=MsoNormalTable style="MARGIN: auto auto auto 0.4pt; BORDER-COLLAPSE: collapse; mso-table-layout-alt: fixed; mso-padding-alt: 0cm 0cm 0cm 0cm" cellSpacing=0 cellPadding=0 border=0>
<TBODY>
<TR style="mso-yfti-irow: 0; mso-yfti-firstrow: yes; mso-yfti-lastrow: yes; page-break-inside: avoid">
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<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 18pt; mso-line-height-rule: exactly"><?xml:namespace prefix = v ns = "urn:schemas-microsoft-com:vml" /><v:shapetype id=_x0000_t75 path="m@4@5l@4@11@9@11@9@5xe" stroked="f" filled="f" o:preferrelative="t" o:spt="75" coordsize="21600,21600"><v:stroke joinstyle="miter"></v:stroke><v:formulas><v:f eqn="if lineDrawn pixelLineWidth 0"></v:f><v:f eqn="sum @0 1 0"></v:f><v:f eqn="sum 0 0 @1"></v:f><v:f eqn="prod @2 1 2"></v:f><v:f eqn="prod @3 21600 pixelWidth"></v:f><v:f eqn="prod @3 21600 pixelHeight"></v:f><v:f eqn="sum @0 0 1"></v:f><v:f eqn="prod @6 1 2"></v:f><v:f eqn="prod @7 21600 pixelWidth"></v:f><v:f eqn="sum @8 21600 0"></v:f><v:f eqn="prod @7 21600 pixelHeight"></v:f><v:f eqn="sum @10 21600 0"></v:f></v:formulas><v:path o:connecttype="rect" gradientshapeok="t" o:extrusionok="f"></v:path><?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" /><o:lock aspectratio="t" v:ext="edit"></o:lock></v:shapetype><v:shape id=_x0000_i1025 style="WIDTH: 21pt; HEIGHT: 9pt" o:allowoverlap="f" type="#_x0000_t75"><v:imagedata bilevel="t" grayscale="t" o:title="BW_Loewe_rechts" src="file:///D:\Users\lkemmner\AppData\Local\Temp\msohtmlclip1\01\clip_image001.png"></v:imagedata></v:shape><SPAN style="mso-bidi-font-family: Arial"><o:p></o:p></SPAN></P></TD>
<TD style="BORDER-RIGHT: #f0f0f0; PADDING-RIGHT: 0cm; BORDER-TOP: #f0f0f0; PADDING-LEFT: 0cm; PADDING-BOTTOM: 0cm; BORDER-LEFT: #f0f0f0; WIDTH: 456.45pt; PADDING-TOP: 0cm; BORDER-BOTTOM: #f0f0f0; BACKGROUND-COLOR: transparent" vAlign=top width=609>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 18pt; mso-line-height-rule: exactly"><B style="mso-bidi-font-weight: normal"><SPAN style="mso-bidi-font-family: Arial"><FONT class=font3 size=3>Lebenslange Freiheitsstrafe wegen Parkplatzmorden<o:p></o:p></FONT></SPAN></B></P></TD></TR></TBODY></TABLE></DIV><SPAN style="FONT-SIZE: 12pt; FONT-FAMILY: 'Arial','sans-serif'; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'; mso-bidi-font-size: 10.0pt; mso-ansi-language: DE; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA"><BR style="PAGE-BREAK-BEFORE: auto; mso-break-type: section-break" clear=all></SPAN>
<DIV class=WordSection2>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-AUTOSPACE: ideograph-numeric; TEXT-ALIGN: center; mso-layout-grid-align: auto; punctuation-wrap: hanging; mso-vertical-align-alt: auto" align=center><B><SPAN style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-family: Arial; mso-bidi-font-size: 12.0pt"><o:p><FONT class=font3 size=3>&nbsp;</FONT></o:p></SPAN></B></P>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%"><FONT class=font3 size=3>Im Verfahren wegen der sogenannten Parkplatzmorde hat die Schwurgerichtskammer 1a des Landgerichts Stuttgart heute Vormittag einen 57-j&#228;hrigen Mann des zweifachen Mordes und der gef&#228;hrlichen K&#246;rperverletzung in Tateinheit mit versuchter N&#246;tigung schuldig gesprochen und ihn zu einer lebenslangen Gesamtfreiheitsstrafe verurteilt.</FONT></P>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%"><o:p><FONT class=font3 size=3>&nbsp;</FONT></o:p></P>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%"><FONT class=font3 size=3>Die Kammer sah es nach einer aufw&#228;ndigen Beweisaufnahme, welche die Kammer zur Vernehmung eines Zeugen auch nach Belgien f&#252;hrte, als erwiesen an, dass der Angeklagte, am 08. Mai 2010 gegen 23.15 Uhr in der Parkbucht &#8222;H&#246;lzertal&#8220; an einer Landesstra&#223;e in der N&#228;he von Magstadt einen ihm unbekannten 30-j&#228;hrigen Mann durch einen gezielten Schuss in den Kopf get&#246;tet hat, wobei sich das Opfer des Angriffs nicht versah. Am 02. Juli 2010 um die Mittagszeit erschoss der Angeklagte, nach den Feststellungen der Kammer, in der N&#228;he des Autobahnparkplatzes &#8222;Steingrund&#8220; an der Bundesautobahn A5 bei M&#246;rfelden-Walldorf einen ihm wiederum unbekannten arglosen 70-j&#228;hrigen Mann ebenfalls durch einen Schuss in den Hinterkopf. Der Angeklagte verwendete hiernach jeweils die gleiche Sportpistole mit Munition des Kalibers 0.32. Bei beiden Tatorten handelt es sich um Treffpunkte &#252;berwiegend homosexueller M&#228;nner f&#252;r anonyme und unverbindliche Sexualkontakte.</FONT></P>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%"><o:p><FONT class=font3 size=3>&nbsp;</FONT></o:p></P>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%"><FONT class=font3 size=3>Die Kammer geht auch davon aus, dass der Angeklagte am Nachmittag des 06. Juni 2010 in Freudenstadt einen &#220;berfall auf einen belgischen Touristen begangen hat, indem er sich in der Innenstadt zu diesem in seinen Pkw setzte. Hierbei hat er sein Opfer mit einem Messer mit der Klingenl&#228;nge von 17 cm bedroht und aufgefordert loszufahren. Nachdem sich sein Opfer zur Wehr setzte, fl&#252;chtete der Angeklagte zu Fu&#223;.</FONT></P>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%"><o:p><FONT class=font3 size=3>&nbsp;</FONT></o:p></P>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%"><FONT class=font3 size=3>Der Angeklagte hat in dem Verfahren, das 20 Verhandlungstage in Anspruch nahm, keine Angaben gemacht.</FONT></P>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%"><o:p><FONT class=font3 size=3>&nbsp;</FONT></o:p></P>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%"><FONT class=font3 size=3>Zu der &#220;berzeugung von der T&#228;terschaft des voll schuldf&#228;higen Angeklagten gelangte die Kammer unter anderem aufgrund von DNA-Spuren des Angeklagten an den Tatorten und aufgrund der verwendeten Munition.</FONT></P>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%"><o:p><FONT class=font3 size=3>&nbsp;</FONT></o:p></P>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%"><FONT class=font3 size=3>Die Schwurgerichtskammer geht aufgrund der obigen Feststellungen davon aus, dass der Angeklagte heimt&#252;ckisch und aus niederen Beweggr&#252;nden n&#228;mlich mit Vernichtungswillen, wobei er sich zum &#8222;Herrscher &#252;ber Leben und Tod&#8220; aufgeschwungen habe, handelte. Man gehe zugleich davon aus, dass der Angeklagt nicht aus &#8222;Hass auf Homosexuelle&#8220; gehandelt habe, wie die Vorsitzende Richterin Ute Baisch ausf&#252;hrte.</FONT></P>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%"><o:p><FONT class=font3 size=3>&nbsp;</FONT></o:p></P>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%"><FONT class=font3 size=3>Die Kammer stellte zudem die besondere Schwere der Schuld fest und ordnete die Unterbringung des Angeklagten in der Sicherungsverwahrung an, weil die Gesamtw&#252;rdigung der Taten und der Person des Angeklagten ergeben hat, dass dieser zur Begehung erheblicher Straftaten neigt und deshalb f&#252;r die Allgemeinheit gef&#228;hrlich ist. Dies unter anderem deshalb, weil der Angeklagte die sehr schweren Straftaten &#8222;anlasslos&#8220; an offenbar willk&#252;rlich ausgew&#228;hlten Personen und in sehr schneller Abfolge beging und bei seiner Verhaftung, rund ein halbes Jahr nach den Taten, s&#228;mtliche Tatmittel im Kofferraum seines Pkw mit sich gef&#252;hrt habe.</FONT></P>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%"><o:p><FONT class=font3 size=3>&nbsp;</FONT></o:p></P>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%"><FONT class=font3 size=3>Urteil des Landgerichts Stuttgart vom 01. Februar 2012 - 100 Ks 114 Js 114864/10<SPAN style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-weight: bold; mso-bidi-font-family: Arial; mso-bidi-font-size: 12.0pt"><o:p></o:p></SPAN></FONT></P>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-AUTOSPACE: ideograph-numeric; TEXT-ALIGN: justify; mso-layout-grid-align: auto; punctuation-wrap: hanging; mso-vertical-align-alt: auto"><SPAN style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-weight: bold; mso-bidi-font-family: Arial; mso-bidi-font-size: 12.0pt"><o:p><FONT class=font3 size=3>&nbsp;</FONT></o:p></SPAN></P>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-AUTOSPACE: ideograph-numeric; TEXT-ALIGN: justify; mso-layout-grid-align: auto; punctuation-wrap: hanging; mso-vertical-align-alt: auto"><I style="mso-bidi-font-style: normal"><SPAN style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-family: Arial; mso-bidi-font-size: 12.0pt"><o:p><FONT class=font3 size=3>&nbsp;</FONT></o:p></SPAN></I></P>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%; TEXT-AUTOSPACE: ideograph-numeric; TEXT-ALIGN: justify; mso-layout-grid-align: auto; punctuation-wrap: hanging; mso-vertical-align-alt: auto"><FONT class=font3 size=3><I style="mso-bidi-font-style: normal"><SPAN style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-family: Arial; mso-bidi-font-size: 12.0pt">Lars Kemmner, Pressesprecher in Strafsachen</SPAN></I><SPAN style="LINE-HEIGHT: 150%; mso-bidi-font-size: 12.0pt"><o:p></o:p></SPAN></FONT></P></DIV><SPAN style="FONT-SIZE: 12pt; FONT-FAMILY: 'Arial','sans-serif'; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'; mso-ansi-language: DE; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA"><BR style="PAGE-BREAK-BEFORE: auto; mso-break-type: section-break" clear=all></SPAN>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt 14.2pt"><SPAN style="FONT-SIZE: 11pt"><o:p>&nbsp;</o:p></SPAN></P>
<P class=MsoNormal style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"><o:p><FONT class=font3 size=3>&nbsp;</FONT></o:p></P>?></div>]]></description>
      <pubDate>Wed Feb 01 00:00:00 CET 2012</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[LG Stuttgart verhandelt heute über Verpflichtung der Robert Bosch GmbH zur Vorlage von Unterlagen (22 O 205/16; 22 O 348/16)]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/LG+Stuttgart+verhandelt+heute+ueber+Verpflichtung+der+Robert+Bosch+GmbH+zur+Vorlage+von+Unterlagen+_22+O+205_16_+22+O+348_16_</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 13.06.2018</p> <div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker1447518">&nbsp;</a></div><div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<div class="WordSection1">
<table style="margin: auto auto auto 0.4pt; border-collapse: collapse; mso-padding-alt: 0cm 0cm 0cm 0cm; mso-table-layout-alt: fixed;"
class="MsoNormalTable" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0">
<tbody>
<tr style="mso-yfti-irow: 0; mso-yfti-firstrow: yes; mso-yfti-lastrow: yes; page-break-inside: avoid;">
<td style="width: 25.5pt; background-color: transparent; border: #f0f0f0; padding: 0cm;" valign="top" width="34"><br />
</td>
<td style="width: 456.45pt; background-color: transparent; border: #f0f0f0; padding: 0cm;" valign="top" width="609"><br />
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: left; line-height: 150%;" class="MsoNormal" align="center"><span style="margin: 0px; line-height: 150%; font-family: 'Arial',sans-serif; font-size: 11pt;">Das Landgericht Stuttgart hat heute in zwei
Zwischenstreiten (22 O 205/16, 22 O 348/16) die Frage zu behandeln, ob die Robert Bosch GmbH sich auf ihr Zeugnisverweigerungsrecht
gegen&#252;ber einer gerichtlich angeordneten Urkundenvorlage berufen darf.</span></p>
<p style="margin: 16px 0px 0px; line-height: 150%; text-indent: 0cm;"><span style="margin: 0px; line-height: 150%; font-family: 'Arial',sans-serif; font-size: 11pt;">Hintergrund der beiden Zwischenstreite sind die
Klagen eines privaten sowie institutioneller Anleger gegen die Porsche Automobil Holding wegen Kurssch&#228;den im Zusammenhang mit der
Verwendung einer unzul&#228;ssigen Abschalteinrichtung bei der Volkswagen AG. Die beklagte PSE ist an der VW AG mit rd. 52 % der
Stimmrechte beteiligt. Gestritten wird um die Frage, ob die Beklagte deshalb zu sog. Ad-hoc-Mitteilung verpflichtet ist.</span></p>
<p style="margin: 16px 0px 0px; line-height: 150%; text-indent: 0cm;"><span style="margin: 0px; line-height: 150%; font-family: 'Arial',sans-serif; font-size: 11pt;">Das Landgericht hat die Frage zu kl&#228;ren, ob
die Urkundenvorlage einen unmittelbaren verm&#246;gensrechtlichen Schaden bei der Robert Bosch GmbH verursachen w&#252;rde (&#167;&#160;384
Nr. 1 ZPO und ob die Vorlage der Urkunden eine Gefahr der Verfolgung wegen einer Straftat oder Ordnungswidrigkeit begr&#252;ndet (&#167;
384 Nr. 2 ZPO). Schlie&#223;lich ist zu kl&#228;ren, ob sich die Robert Bosch GmbH auf eine Geheimhaltungsvereinbarung mit der VW AG
bez&#252;glich des Schriftwechsels zur Abschalteinrichtung berufen kann (384 Nr. 3 ZPO).</span></p>
<p style="margin: 0px; text-align: justify; line-height: 150%;"><span style="margin: 0px; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial; font-size: medium;">&#160;</span></span></p>
<p style="margin: 0px; text-align: justify; line-height: 150%;"><em><span style="margin: 0px; line-height: 150%;"><span style="font-family: Arial; font-size: medium;">Bernhard Schabel, Pressesprecher f&#252;r Zivilsachen</span></span></em></p>
</div>]]></description>
      <pubDate>Wed Jun 13 00:00:00 CEST 2018</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Zwei Mitarbeiter von Heckler &amp; Koch wegen illegaler Waffenexporte zu Bewährungsstrafen verurteilt]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/Urteil+im+Verfahren+gegen+Mitarbeiter+von+Heckler+_+Koch</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 21.02.2019</p>Landgericht Stuttgart ordnet gegen den Waffenhersteller Einziehung der Verkaufserlöse in Millionenhöhe an<div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker1394325">&nbsp;</a></div><div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<div class="WordSection1">
<table style="border-collapse: collapse; mso-yfti-tbllook: 480; mso-padding-alt: 0cm 5.4pt 0cm 5.4pt;" class="MsoNormalTable" border="0"
cellpadding="0" cellspacing="0">
<tbody>
<tr style="mso-yfti-irow: 0; mso-yfti-firstrow: yes; mso-yfti-lastrow: yes;">
<td style="padding-right: 5.4pt; padding-left: 5.4pt; padding-bottom: 0cm; width: 244.45pt; padding-top: 0cm; background-color: transparent; border: #f0f0f0;"
 valign="top" width="326"><br />
</td>
<td style="padding-right: 5.4pt; padding-left: 5.4pt; padding-bottom: 0cm; width: 244.5pt; padding-top: 0cm; background-color: transparent; border: #f0f0f0;"
 valign="top" width="326"><br />
<br />
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<br />
<br />
<table style="margin: auto auto auto 0.4pt; border-collapse: collapse; mso-padding-alt: 0cm 0cm 0cm 0cm; mso-table-layout-alt: fixed;"
class="MsoNormalTable" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0">
<tbody>
<tr style="mso-yfti-irow: 0; mso-yfti-firstrow: yes; mso-yfti-lastrow: yes; page-break-inside: avoid;">
<td style="width: 25.5pt; background-color: transparent; border: #f0f0f0; padding: 0cm;" valign="top" width="34">
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt; line-height: 18pt; mso-line-height-rule: exactly;" class="MsoNormal">&#160;</p>
</td>
<td style="width: 456.45pt; background-color: transparent; border: #f0f0f0; padding: 0cm;" valign="top" width="609"><br />
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>
<p>Die 13. Gro&#223;e Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Stuttgart hat heute das Urteil gegen f&#252;nf angeklagte fr&#252;here
Mitarbeiter eines Waffenherstellers verk&#252;ndet.</p>
<p>Gegen zwei der Angeklagten, einen ehemaligen Vertriebsleiter und eine ehemalige Sachbearbeiterin, wurden wegen bandenm&#228;&#223;iger
Ausfuhr von G&#252;tern aufgrund erschlichener Genehmigung nach dem Au&#223;enwirtschaftsgesetz in mehreren F&#228;llen bzw. wegen Beihilfe
hierzu Bew&#228;hrungsstrafen &#252;ber ein Jahr zehn Monate und ein Jahr f&#252;nf Monate verh&#228;ngt. Die &#252;brigen drei
Angeklagten, darunter zwei ehemalige Gesch&#228;ftsf&#252;hrer und Ausfuhrverantwortliche sowie ein stellvertretender Vertriebsleiter,
wurden freigesprochen.</p>
<p>Zudem wurde gegen den Waffenhersteller die Einziehung von Verkaufserl&#246;sen in H&#246;he von rund 3,7 Mio. Euro angeordnet.</p>
<p>Das Landgericht ist nach zehnmonatiger Hauptverhandlung, der Einvernahme zahlreicher Zeugen und der Verlesung einer Vielzahl von
Urkunden zu der &#220;berzeugung gelangt, dass der Waffenhersteller 4219 Sturmgewehre, 2 Maschinenpistolen und 1759 Magazine nach Mexiko
ausgef&#252;hrt hat, die dort von der zentralen Beschaffungsstelle an die mexikanischen Bundesstaaten Jalisco, Chiapas, Chihuahua und
Guerrero weiterver&#228;u&#223;ert wurden.<br />
 &#8195;<br />
 Die Ausfuhren nach Mexiko waren nach Auffassung der Kammer zwar inhaltlich von den Genehmigungen des Bundesministeriums f&#252;r
Wirtschaft und Energie und des Bundesamts f&#252;r Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle gedeckt. Diese waren jedoch aufgrund bewusst unrichtiger
Angaben erschlichen worden, da den deutschen Genehmigungsbeh&#246;rden als unzuverl&#228;ssig erkannte Endverbleibserkl&#228;rungen der
mexikanischen Beh&#246;rden vorgelegt wurden.</p>
<p>Die damaligen Hauptakteure der illegalen Ausfuhren sind nach den Feststellungen der Kammer der ehemalige, bereits verstorbene Leiter des
Vertriebsteams f&#252;r Mexiko-Gesch&#228;fte sowie ein Verkaufsrepr&#228;sentant des Waffenherstellers, der sich in Mexiko aufh&#228;lt
und nicht zum Prozess erschienen ist.</p>
<p>Der Vorsitzende Richter machte deutlich, dass Gegenstand des Verfahrens ausschlie&#223;lich der illegale Waffenexport war, nicht auch
der Einsatz von Waffen in Mexiko.</p>
<br />
<br />
<p>Das Urteil ist noch nicht rechtskr&#228;ftig.</p>
<br />
<br />
<p><em>Urteil LG Stuttgart vom 21.02.2019 - Az.: 13 KLs 143 Js 38100/10</em><br />
 <em>Dr. Bettina K&#252;nzel und Dr. Johannes Fridrich, Mediensprecher in Strafsachen</em></p>
<p><br />
<br />
<br />
<br />
<br />
</p>
<p>&#8195;<br />
 <em>Au&#223;enwirtschaftsgesetz (AWG)</em><br />
 <em>&#167; 18 Strafvorschriften</em><br />
 <em>(1) Mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu f&#252;nf Jahren wird bestraft, wer</em><br />
 <em>1.</em><br />
 <em>einem</em><br />
 <em>a)</em><br />
 <em>Ausfuhr-, Einfuhr-, Durchfuhr-, Verbringungs-, Verkaufs-, Erwerbs-, Liefer-, Bereitstellungs-, Wei-tergabe-, Dienstleistungs- oder
Investitionsverbot oder</em><br />
 <em>b)</em><br />
 <em>Verf&#252;gungsverbot &#252;ber eingefrorene Gelder und wirtschaftliche Ressourcen</em><br />
 <em>eines im Amtsblatt der Europ&#228;ischen Gemeinschaften oder der Europ&#228;ischen Union ver&#246;ffentlich-ten unmittelbar geltenden
Rechtsaktes der Europ&#228;ischen Gemeinschaften oder der Europ&#228;ischen Union zuwiderhandelt, der der Durchf&#252;hrung einer vom Rat
der Europ&#228;ischen Union im Bereich der Gemeinsamen Au&#223;en- und Sicherheitspolitik beschlossenen wirtschaftlichen
Sanktionsma&#223;-nahme dient oder</em><br />
 <em>2.</em><br />
 <em>gegen eine Genehmigungspflicht f&#252;r</em><br />
 <em>a)</em><br />
 <em>die Ausfuhr, Einfuhr, Durchfuhr, Verbringung, einen Verkauf, einen Erwerb, eine Lieferung, Bereit-stellung, Weitergabe, Dienstleistung
oder Investition oder</em><br />
 <em>b)</em><br />
 <em>die Verf&#252;gung &#252;ber eingefrorene Gelder oder wirtschaftliche Ressourcen</em><br />
 <em>eines im Amtsblatt der Europ&#228;ischen Gemeinschaften oder der Europ&#228;ischen Union ver&#246;ffentlich-ten unmittelbar geltenden
Rechtsaktes der Europ&#228;ischen Gemeinschaften oder der Europ&#228;ischen Union verst&#246;&#223;t, der der Durchf&#252;hrung einer vom
Rat der Europ&#228;ischen Union im Bereich der Ge-meinsamen Au&#223;en- und Sicherheitspolitik beschlossenen wirtschaftlichen
Sanktionsma&#223;nahme dient.</em></p>
<p><em>(2) Mit Freiheitsstrafe bis zu f&#252;nf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer gegen die Au&#223;enwirt-schaftsverordnung
verst&#246;&#223;t, indem er</em><br />
 <em>1.</em><br />
 <em>ohne Genehmigung nach &#167; 8 Absatz 1, &#167; 9 Absatz 1 oder &#167; 78 dort genannte G&#252;ter ausf&#252;hrt,</em><br />
 <em>2.</em><br />
 <em>entgegen &#167; 9 Absatz 2 Satz 2 dort genannte G&#252;ter ausf&#252;hrt,</em><br />
 <em>3.</em><br />
 <em>ohne Genehmigung nach &#167; 11 Absatz 1 Satz 1 dort genannte G&#252;ter verbringt,</em><br />
 <em>4.</em><br />
 <em>ohne Genehmigung nach &#167; 46 Absatz 1, auch in Verbindung mit &#167; 47 Absatz 1, oder ohne Ge-nehmigung nach &#167; 47 Absatz 2
ein Handels- und Vermittlungsgesch&#228;ft vornimmt,</em><br />
 <em>5.</em><br />
 <em>entgegen &#167; 47 Absatz 3 Satz 3 ein Handels- und Vermittlungsgesch&#228;ft vornimmt,</em><br />
 <em>6.</em><br />
 <em>ohne Genehmigung nach &#167; 49 Absatz 1, &#167; 50 Absatz 1, &#167; 51 Absatz 1 oder Absatz 2 oder &#167; 52 Absatz 1 technische
Unterst&#252;tzung erbringt oder</em><br />
 <em>7.</em><br />
 <em>entgegen &#167; 49 Absatz 2 Satz 3, &#167; 50 Absatz 2 Satz 3, &#167; 51 Absatz 3 Satz 3 oder &#167; 52 Absatz 2 Satz 3 technische
Unterst&#252;tzung erbringt.</em></p>
<p><em>(3) Ebenso wird bestraft, wer gegen die Verordnung (EG) Nr. 2368/2002 des Rates vom 20. Dezember 2002 zur Umsetzung des
Zertifikationssystems des Kimberley-Prozesses f&#252;r den internationalen Handel mit Rohdiamanten (ABl. L 358 vom 31.12.2002, S. 28), die
zuletzt durch die Verordnung (EG) Nr. 1268/2008 (ABl. L 338 vom 17.12.2008, S. 39) ge&#228;ndert worden ist, verst&#246;&#223;t, indem
er</em><br />
 <em>1.</em><br />
 <em>entgegen Artikel 3 Rohdiamanten einf&#252;hrt oder</em><br />
 <em>2.</em><br />
 <em>entgegen Artikel 11 Rohdiamanten ausf&#252;hrt.</em><br />
 <em>(4) Ebenso wird bestraft, wer gegen die Verordnung (EG) Nr. 1236/2005 des Rates vom 27. Juni 2005 betreffend den Handel mit bestimmten
G&#252;tern, die zur Vollstreckung der Todesstrafe, zu Folter oder zu anderer grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder
Strafe verwendet werden k&#246;nn-ten (ABl. L 200 vom 30.7.2005, S. 1; L 79 vom 16.3.2006, S. 32), die zuletzt durch die Verordnung (EU)
2016/2134 (ABl. L 338 vom 13.12.2016, S. 1) ge&#228;ndert worden ist, verst&#246;&#223;t, indem er</em><br />
 <em>1.</em><br />
 <em>entgegen Artikel 3 Absatz 1 Satz 1 dort genannte G&#252;ter ausf&#252;hrt,</em><br />
 <em>2.</em><br />
 <em>entgegen Artikel 3 Absatz 1 Satz 3 technische Hilfe erbringt,</em><br />
 <em>3.</em><br />
 <em>entgegen Artikel 4 Absatz 1 Satz 1 dort genannte G&#252;ter einf&#252;hrt,</em><br />
 <em>4.</em><br />
 <em>entgegen Artikel 4 Absatz 1 Satz 2 technische Hilfe annimmt,</em><br />
 <em>5.</em><br />
 <em>entgegen Artikel 4a Absatz 1, Artikel 6a oder Artikel 7d dort genannte G&#252;ter durchf&#252;hrt,</em><br />
 <em>6.</em><br />
 <em>entgegen Artikel 4b eine Vermittlungst&#228;tigkeit erbringt,</em><br />
 <em>7.</em><br />
 <em>entgegen Artikel 4c eine Ausbildungsma&#223;nahme erbringt oder anbietet,</em><br />
 <em>8.</em><br />
 <em>ohne Genehmigung nach Artikel 5 Absatz 1 Satz 1 oder Artikel 7b Absatz 1 Satz 1 dort genannte G&#252;ter ausf&#252;hrt,</em><br />
 <em>9.</em><br />
 <em>ohne Genehmigung nach Artikel 7a Absatz 1 Buchstabe a oder Artikel 7e Absatz 1 Buchstabe a technische Hilfe erbringt oder</em><br />
 <em>10.</em><br />
 <em>ohne Genehmigung nach Artikel 7a Absatz 1 Buchstabe b oder Artikel 7e Absatz 1 Buchstabe b eine Vermittlungst&#228;tigkeit
erbringt.</em><br />
 <em>Soweit die in Satz 1 genannten Vorschriften auf die Anh&#228;nge II, III oder IIIa zur Verordnung (EG) Nr. 1236/2005 verweisen, finden
diese Anh&#228;nge in der jeweils geltenden Fassung Anwendung.</em></p>
<p><em>(5) Ebenso wird bestraft, wer gegen die Verordnung (EG) Nr. 428/2009 des Rates vom 5. Mai 2009 &#252;ber eine Gemeinschaftsregelung
f&#252;r die Kontrolle der Ausfuhr, der Verbringung, der Vermittlung und der Durchfuhr von G&#252;tern mit doppeltem Verwendungszweck (ABl.
L 134 vom 29.5.2009, S. 1, L 224 vom 27.8.2009, S. 21) verst&#246;&#223;t, indem er</em><br />
 <em>1.</em><br />
 <em>ohne Genehmigung nach Artikel 3 Absatz 1 oder Artikel 4 Absatz 1, 2 Satz 1 oder Absatz 3 G&#252;ter mit doppeltem Verwendungszweck
ausf&#252;hrt,</em><br />
 <em>2.</em><br />
 <em>entgegen Artikel 4 Absatz 4 zweiter Halbsatz G&#252;ter ohne Entscheidung der zust&#228;ndigen Beh&#246;rde &#252;ber die
Genehmigungspflicht oder ohne Genehmigung der zust&#228;ndigen Beh&#246;rde ausf&#252;hrt,</em><br />
 <em>3.</em><br />
 <em>ohne Genehmigung nach Artikel 5 Absatz 1 Satz 1 eine Vermittlungst&#228;tigkeit erbringt oder</em><br />
 <em>4.</em><br />
 <em>entgegen Artikel 5 Absatz 1 Satz 2 zweiter Halbsatz eine Vermittlungst&#228;tigkeit ohne Entscheidung der zust&#228;ndigen
Beh&#246;rde &#252;ber die Genehmigungspflicht oder ohne Genehmigung der zust&#228;ndigen Beh&#246;rde erbringt.</em><br />
 <em>Soweit die in Satz 1 genannten Vorschriften auf Anhang I der Verordnung (EG) Nr. 428/2009 verweisen, findet dieser Anhang in der
jeweils geltenden Fassung Anwendung. In den F&#228;llen des Satzes 1 Nummer 2 steht dem Ausf&#252;hrer eine Person gleich, die die Ausfuhr
durch einen anderen begeht, wenn der Person bekannt ist, dass die G&#252;ter mit doppeltem Verwendungszweck ganz oder teilweise f&#252;r
eine Verwendung im Sinne des Artikels 4 Absatz 1 der Verordnung (EG) Nr. 428/2009 bestimmt sind.</em><br />
 <em>(5a) Mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer gegen die Verordnung (EG) Nr. 1236/2005
verst&#246;&#223;t, indem er</em><br />
 <em>1.</em><br />
 <em>entgegen Artikel 4d dort genannte G&#252;ter ausstellt oder zum Verkauf anbietet oder</em><br />
 <em>2.</em><br />
 <em>entgegen Artikel 4e eine Werbefl&#228;che oder Werbezeit verkauft oder erwirbt.</em><br />
 <em>Soweit die in Satz 1 genannten Vorschriften auf den Anhang II zur Verordnung (EG) Nr. 1236/2005 verwei-sen, findet dieser Anhang in
der jeweils geltenden Fassung Anwendung.</em><br />
 <em>(6) Der Versuch ist strafbar.</em><br />
 <em>(7) Mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr wird bestraft, wer</em><br />
 <em>1.</em><br />
 <em>in den F&#228;llen des Absatzes 1 f&#252;r den Geheimdienst einer fremden Macht handelt,</em><br />
 <em>2.</em><br />
 <em>in den F&#228;llen der Abs&#228;tze 1 bis 4 oder des Absatzes 5 gewerbsm&#228;&#223;ig oder als Mitglied einer Bande handelt, die sich
zur fortgesetzten Begehung solcher Taten verbunden hat, oder</em><br />
 <em>3.</em><br />
 <em>eine in Absatz 1 bezeichnete Handlung begeht, die sich auf die Entwicklung, Herstellung, Wartung oder Lagerung von Flugk&#246;rpern
f&#252;r chemische, biologische oder Atomwaffen bezieht.</em></p>
<p><em>(8) Mit Freiheitsstrafe nicht unter zwei Jahren wird bestraft, wer in den F&#228;llen der Abs&#228;tze 1 bis 4 oder des Absatzes 5
als Mitglied einer Bande, die sich zur fortgesetzten Begehung solcher Taten verbunden hat, gewerbsm&#228;&#223;ig handelt.</em></p>
<p><em>(9) In den F&#228;llen des Absatzes 1 Nummer 2, des Absatzes 2 Nummer 1, 3, 4 oder Nummer 6, des Absat-zes 4 Satz 1 Nummer 5 oder
des Absatzes 5 Satz 1 steht einem Handeln ohne Genehmigung ein Handeln auf Grund einer durch Drohung, Bestechung oder Kollusion erwirkten
oder durch unrichtige oder unvoll-st&#228;ndige Angaben erschlichenen Genehmigung gleich.</em></p>
<p><em>(10) Die Abs&#228;tze 1 bis 9 gelten, unabh&#228;ngig vom Recht des Tatorts, auch f&#252;r Taten, die im Ausland be-gangen werden,
wenn der T&#228;ter Deutscher ist.</em></p>
<p><em>(11) Nach Absatz 1, jeweils auch in Verbindung mit Absatz 6, 7, 8 oder Absatz 10, wird nicht bestraft, wer</em><br />
 <em>1.</em><br />
 <em>bis zum Ablauf des zweiten Werktages handelt, der auf die Ver&#246;ffentlichung des Rechtsaktes im Amtsblatt der Europ&#228;ischen
Union folgt, und</em><br />
 <em>2.</em><br />
 <em>von einem Verbot oder von einem Genehmigungserfordernis, das in dem Rechtsakt nach Num-mer 1 angeordnet wird, zum Zeitpunkt der Tat
keine Kenntnis hat.</em></p>
<p><br />
</p>
</div>]]></description>
      <pubDate>Thu Feb 21 00:00:00 CET 2019</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Schadenersatzklagen von Anlegern gegen Daimler AG: Vorlagebeschluss an das Oberlandesgericht Stuttgart zur Durchführung eines Kapitalanlegermusterverfahrens]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/Schadenersatzklagen+von+Anlegern+gegen+Daimler+AG_+Vorlagebeschluss+an+das+Oberlandesgericht+Stuttgart+zur+Durchfuehrung+eines+Kapitalanlegermusterverfahrens</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 15.01.2021</p><b>29. Zivilkammer legt 68 Feststellungsziele im Zusammenhang mit angeblich unterlassener bzw. unrichtiger öffentlicher Kapitalmarktinformation vor</b><div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker1348177">&nbsp;</a></div><div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<p style="text-align: justify; line-height: 150%; margin-bottom: 18pt;">Die 29. Zivilkammer hat mit Vorlagebeschluss vom 14.01.2021 dem
Oberlandesgericht Stuttgart 68 Feststellungsziele zur Durchf&#252;hrung eines Kapitalanlegermusterverfahrens nach dem
Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) wegen angeblich unterlassener bzw. unrichtiger &#246;ffentlicher Kapitalmarktinformation der
Daimler AG vorgelegt (Aktenzeichen 129 AR 1/21 Kap).</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%; margin-bottom: 18pt;"><br />
 <strong>Anlegerklagen am Landgericht Stuttgart</strong><br />
 Am Landgericht Stuttgart sind derzeit &#252;ber 100 Schadenersatzklagen von Anlegern gegen die Daimler AG anh&#228;ngig. Darin werfen die
Kl&#228;ger dem Autobauer vor, jedenfalls seit 2012 bei zahlreichen Dieselfahrzeugmodellen im Zusammenhang mit der Stickoxidemission
unzul&#228;ssige Abschalteinrichtungen verbaut zu haben. Die Kl&#228;ger, die Aktien der Daimler AG erworben und diese inzwischen zum Teil
auch schon wieder ver&#228;u&#223;ert haben, vertreten die Ansicht, die Beklagte habe ihre Entscheidung, unzul&#228;ssige
Abschalteinrichtungen einzubauen, sowie deren Umsetzung bereits vor dem Zeitpunkt des Erwerbs der Aktien &#8211; als Insiderinformation
bzw. in den Gesch&#228;fts- und Zwischenberichten &#8211; ver&#246;ffentlichen m&#252;ssen, was nicht erfolgt sei. Aufgrund der Verletzung
ihrer lnformationspflichten sei die Daimler AG folglich verpflichtet, den Anlegern ihren Schaden (Kursdifferenzschaden oder
Transaktionsschaden &#8211; realisiert bzw. in Buchpositionen) zu ersetzen. Die am Landgericht Stuttgart geltend gemachten Forderungen
gegen die Daimler AG belaufen sich derzeit auf rund 1,26 Mrd. Euro.</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%; margin-bottom: 18pt;"><br />
 <strong>Vorgelegte Feststellungsziele</strong><br />
 Mit dem Vorlagebeschluss wurden nunmehr die Voraussetzungen daf&#252;r geschaffen, entsprechend den Antr&#228;gen der Kl&#228;ger ebenso
wie der beklagten Daimler AG f&#252;r die Anlegerschadenersatzklagen anspruchsrelevante Umst&#228;nde (sogenannte
&#8222;Feststellungsziele&#8220;) vorab durch das &#252;bergeordnete Oberlandesgericht verbindlich kl&#228;ren zu lassen. Die Kammer hat
entschieden, gem. &#167; 6 Abs. 1 KapMuG dem Oberlandesgericht Stuttgart insgesamt 68 Feststellungsziele (62 von Seiten der verschiedenen
Anlegerkl&#228;ger und 6 von Seiten der beklagten Daimler AG) zur Durchf&#252;hrung eines Musterverfahrens vorzulegen; 30
Feststellungsziele wurden als unzul&#228;ssig verworfen bzw. von den Antragstellern wieder zur&#252;ckgenommen.</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%; margin-bottom: 18pt;">Unter anderem wurden die folgenden (zwischen den Parteien
streitigen) Feststellungsziele vorgelegt:</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%; margin-bottom: 18pt;">&#8226; Es wird festgestellt, dass die Beklagte jedenfalls ab dem
10.07.2012 gegen &#167; 15 Abs. 1 Satz 1 WpHG a.F. versto&#223;en hat, indem sie es unterlie&#223;, ihre Entscheidung zum Einsatz
verbotener Abschalteinrichtungen in mindestens 24 Diesel-fahrzeugmodellen mit den Motorentypen OM 622, OM 626, OM 642 und OM 651 (&#8230;)
unverz&#252;glich zu ver&#246;ffentlichen.</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%; margin-bottom: 18pt;">&#8226; Bei jeder von der Beklagten getroffenen Entscheidung,
Abschalteinrichtungen in ihren Fahrzeugen einzubauen, um die tats&#228;chlichen Emissionen (z.B. Stickoxid-Aussto&#223;) zu verschleiern,
handelt es sich um eine Insiderinformation im Sinne von &#167; 13 WpHG a.F. (bis 01.07.2016) bzw. im Sinne von Art. 7 MMV (ab 02.07.2016).
Die Beklagte hat es bis zur Antragstellung unterlassen, diese Insiderinformationen unverz&#252;glich im Sinne des &#167; 37b Abs. 1 WpHG
i.V.m. &#167; 15 WpHG a.F. bzw. Art. 17 Abs. 1 MMV zu ver&#246;ffentlichen.</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%; margin-bottom: 18pt;">&#8226; Die Unterlassung beruhte auf Vorsatz oder zumindest auf
grober Fahrl&#228;ssigkeit der Beklagten. Indem die Beklagte diese unverz&#252;gliche Mitteilung unterlassen hat, hat sie sittenwidrig im
Sinne des &#167; 826 BGB gehandelt. Diese Unterlassung war in Bezug auf die Beeinflussung der Anlageentscheidungen Dritter auch
vors&#228;tzlich im Sinne des &#167; 826 BGB.</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%; margin-bottom: 18pt;">Dar&#252;ber hinaus enth&#228;lt der Vorlagebeschluss Fragen unter
anderem zu Aussagen der Daimler AG, Abgaswerte nicht manipuliert zu haben; zu der behaupteten Installation der Abschalteinrichtungen; zu
der Zusage der Beklagten an das Kraftfahrt-Bundesamt, Umr&#252;stungen vorzunehmen; zu Gesch&#228;fts-, Zwischen- und Quartalsberichten der
Daimler AG; zu Ad-Hoc-Mitteilungen des Autobauers und zu Fragen der Schadensberechnung sowie der Verj&#228;hrung von Anspr&#252;chen. Der
Vorlagebeschluss wird in K&#252;rze im Klageregister beim elektronischen Bundesanzeiger ver&#246;ffentlicht.</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%; margin-bottom: 18pt;"><strong>Ausblick</strong></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%; margin-bottom: 18pt;">Der Beschluss des Landgerichts Stuttgart ist nicht anfechtbar. Nach
Bekanntgabe des Vorlagebeschlusses im Klageregister wird das Landgericht &#252;ber die Frage der Aussetzung der hier anh&#228;ngigen
Anlegerklagen entscheiden. Nach Abschluss des Musterverfahrens und m&#246;glicher bindender Feststellungen k&#246;nnen die ausgesetzten
einzelnen Schadenersatzklagen vor dem Landgericht Stuttgart auf dieser Grundlage fortgef&#252;hrt werden.</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><em><span style="line-height: 150%;">Elena Gihr, Sprecherin des Landgerichts Stuttgart
in Zivilsachen</span></em></p>
</div>]]></description>
      <pubDate>Fri Jan 15 00:00:00 CET 2021</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Urteil im Verfahren um die „Tote auf dem Pragfriedhof“]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/Urteil+im+Verfahren+um+die+_Tote+auf+dem+Pragfriedhof_</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 13.04.2016</p>Lebenslange Freiheitsstrafe für Mord auf dem Pragfriedhof <div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker1345074">&nbsp;</a></div><div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<div class="WordSection1"><span style="font-size: small; text-decoration: underline;"><span style="font-family: 'Arial','sans-serif'; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-bidi-font-size: 10.0pt; mso-ansi-language: DE; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA;">Urteil
des Landgerichts Stuttgart vom 13.04.2016 - 9 Ks 112 Js 91941/15</span></span></div>
<div class="WordSection1"> </div>
<p>Im Verfahren um die „Tote auf dem Pragfriedhof“ hat die 9. Schwurgerichtskammer des Landgerichts Stuttgart am achten
Verhandlungstag den 30-jährigen Angeklagten wegen Mordes an einer 21-Jährigen schuldig gesprochen und ihn zu einer lebenslangen
Freiheitsstrafe verurteilt.</p>
<p>Die Kammer sah es nach Durchführung einer umfangreichen Beweisaufnahme, in deren Verlauf insgesamt 27 Zeugen und sechs
Sachverständige gehört wurden, als erwiesen an, dass der Angeklagte am 9. September 2015 gegen 23 Uhr der Geschädigten auf
dem Stuttgarter Pragfriedhof zunächst durch Schläge mit einem Keramikgefäß sowie durch Fußtritte schwere
Verletzungen am Kopf zufügte und anschließend so lange auf ihrem Hals- und Brustbereich kniete, bis diese verstarb. Zudem ging
die 9. Schwurgerichtskammer davon aus, dass der Angeklagte bei der Tötung die Arg- und Wehrlosigkeit der Geschädigten ausgenutzt
und somit heimtückisch gehandelt hat.</p>
<p>Zu der Überzeugung von der Täterschaft des Angeklagten gelangte die Kammer durch die Gesamtwürdigung einer Vielzahl von
Indizien, unter anderem verschiedener Spuren am Tatort sowie an der Kleidung bzw. den Schuhen des Angeklagten.</p>
<p> </p>
<p>Das Urteil ist nicht rechtskräftig.</p>
<p><br />
<br />
</p>
<p><em>Dr. Bettina Gebert</em><em>, 2. Mediensprecherin in Strafsachen, Tel. 0711/212-3800</em></p>
<p><br />
<br />
</p>
</div>]]></description>
      <pubDate>Wed Apr 13 00:00:00 CEST 2016</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Urteilsverkündung im &quot;Porsche-Verfahren&quot;]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/Urteilsverkuendung+im+_Porsche-Verfahren_</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 15.03.2016</p>Termin zur Urteilsverkündung und Akkreditierungshinweise für Medienvertreter<div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker1436043">&nbsp;</a></div><div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<p>Die Urteilsverkündung in dem „Porsche-Verfahren“ gegen zwei Angeklagte wegen des Vorwurfes der
informationsgestützten Marktmanipulation wird voraussichtlich am</p>
<p align="center"><strong>Freitag, den 18. März um 10.00 Uhr im Saal 1</strong></p>
<p>erfolgen.</p>
<p>Die bereits zum Prozessauftakt erfolgte Akkreditierung der Medienvertreter für reservierte Sitzplätze im Sitzungssaal hat
weiterhin Gültigkeit. Auch die vereinbarten Poolführerschaften für Film- und Fotoaufnahmen im Sitzungssaal bestehen
fort.</p>
<p>Hinsichtlich der weiteren Einzelheiten wird auf die Verfügung zur Aufrechterhaltung der Sicherheit und Ordnung gemäß
§ 176 Gerichtsverfassungsgesetz vom 09.09.2015 und deren Ergänzung vom 29.09.2015 (vgl. Pressemitteilungen des Landgerichts
Stuttgart vom jeweils selben Tag) verwiesen.</p>
<p> </p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Elena Gihr</em><em>, Mediensprecherin in Strafsachen, Telefon: 0711-212-3800</em></p>
</div>]]></description>
      <pubDate>Tue Mar 15 00:00:00 CET 2016</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Eröffnung des Hauptverfahrens und Verhandlungstermine in dem Strafverfahren im Zusammenhang mit der Insolvenz einer Drogeriemarktkette]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/Beginn+der+Hauptverhandlung+im+Verfahren+wegen+der+sog_+_Parkplatzmorde_</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 09.12.2016</p>Anklage zur Hauptverhandlung zugelassen<div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker1309704">&nbsp;</a></div><div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><span style="line-height: 150%;">Die 11. Gro&#223;e Wirtschaftsstrafkammer hat in dem
Strafverfahren im Zusammenhang mit der Insolvenz einer Drogeriemarkt-Kette das Hauptverfahren er&#246;ffnet und die Anklage der
Staatsanwaltschaft Stuttgart gegen den fr&#252;heren Inhaber des Unternehmens, dessen Ehefrau, seine beiden Kinder und zwei
Wirtschaftspr&#252;fer jeweils in vollem Umfang zur Hauptverhandlung zugelassen.</span></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><span style="line-height: 150%;">Die Kammer hat au&#223;erdem - jeweils ganztags
beginnend um 9.00 Uhr - die folgenden Verhandlungstermine bestimmt:</span><span style="line-height: 150%;">&#160;</span></p>
<p style="line-height: 150%; margin-left: 141.6pt;"><span style="line-height: 150%;">Montag, 6.3.2017,</span></p>
<p style="line-height: 150%; margin-left: 141.6pt;"><span style="line-height: 150%;">Montag, 13.3.2017,</span></p>
<p style="line-height: 150%; margin-left: 141.6pt;"><span style="line-height: 150%;">Montag, 20.3.2017,</span></p>
<p style="line-height: 150%; margin-left: 141.6pt;"><span style="line-height: 150%;">Montag, 27.3.2017,</span></p>
<p style="line-height: 150%; margin-left: 141.6pt;"><span style="line-height: 150%;">Montag, 3.4.2017,</span></p>
<p style="line-height: 150%; margin-left: 141.6pt;"><span style="line-height: 150%;">Dienstag, 4.4.2017,</span></p>
<p style="line-height: 150%; margin-left: 141.6pt;"><span style="line-height: 150%;">Dienstag, 25.4.2017,</span></p>
<p style="line-height: 150%; margin-left: 141.6pt;"><span style="line-height: 150%;">Dienstag, 2.5.2017,</span></p>
<p style="line-height: 150%; margin-left: 141.6pt;"><span style="line-height: 150%;">Montag, 8.5.2017,</span></p>
<p style="line-height: 150%; margin-left: 141.6pt;"><span style="line-height: 150%;">Montag, 15.5.2017,</span></p>
<p style="line-height: 150%; margin-left: 141.6pt;"><span style="line-height: 150%;">Montag, 22.5.2017,</span></p>
<p style="line-height: 150%; margin-left: 141.6pt;"><span style="line-height: 150%;">Montag, 29.5.2017,</span></p>
<p style="line-height: 150%; margin-left: 141.6pt;"><span style="line-height: 150%;">Montag, 19.6.2017,</span></p>
<p style="line-height: 150%; margin-left: 141.6pt;"><span style="line-height: 150%;">Montag, 26.6.2017,</span></p>
<p style="line-height: 150%; margin-left: 141.6pt;"><span style="line-height: 150%;">Montag, 3.7.2017,</span></p>
<p style="line-height: 150%; margin-left: 141.6pt;"><span style="line-height: 150%;">Montag, 10.7.2017,</span></p>
<p style="line-height: 150%; margin-left: 141.6pt;"><span style="line-height: 150%;">Montag, 17.7.2017,</span></p>
<p style="line-height: 150%; margin-left: 141.6pt;"><span style="line-height: 150%;">Montag, 24.7.2017,</span></p>
<p style="line-height: 150%; margin-left: 141.6pt;"><span style="line-height: 150%;">Montag, 31.7.2017,</span></p>
<p style="line-height: 150%; margin-left: 141.6pt;"><span style="line-height: 150%;">Montag, 7.8.2017,</span></p>
<p style="line-height: 150%; margin-left: 141.6pt;"><span style="line-height: 150%;">Freitag, 11.8.2017,</span></p>
<p style="line-height: 150%; margin-left: 141.6pt;"><span style="line-height: 150%;">Montag, 4.9.2017,</span></p>
<p style="line-height: 150%; margin-left: 141.6pt;"><span style="line-height: 150%;">Montag, 11.9.2017,</span></p>
<p style="line-height: 150%; margin-left: 141.6pt;"><span style="line-height: 150%;">Montag, 18.9.2017,</span></p>
<p style="line-height: 150%; margin-left: 141.6pt;"><span style="line-height: 150%;">Montag, 25.9.2017 und</span></p>
<p style="line-height: 150%; margin-left: 141.6pt;"><span style="line-height: 150%;">Montag, 9.10.2017.</span></p>
<br />
<br />
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><span style="line-height: 150%;">Vor und w&#228;hrend des Verfahrens ist seitens der
Pressestelle beabsichtigt, &#252;ber einen<br />
 E-Mail-Verteiler verfahrensbezogene Informationen zu versenden. Bitte teilen Sie uns unter Angabe des Aktenzeichens an
Pressestelle@LGStuttgart.Justiz.bwl.de mit, wenn Sie in diesen Verteiler aufgenommen werden m&#246;chten.</span></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><span style="line-height: 150%;">Hinweise f&#252;r Medienvertreter betreffend etwaige
Akkreditierungsverfahren sowie Informationen zur Sitzplatzvergabe werden zu gegebener Zeit ver&#246;ffentlicht.</span></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><span style="line-height: 150%;">&#160;</span><span style="line-height: 150%;">Das
Aktenzeichen lautet 11 KLs 152 Js 53670/12.</span></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><em><span style="line-height: 150%; font-size: 11pt;">&#160;</span></em></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><span style="font-size: medium;"><em><span style="line-height: 150%;">Elena
Gihr</span></em><em><span style="line-height: 150%;">, Mediensprecherin in Strafsachen, Tel. 0711/212-3800</span></em></span></p>
</div>]]></description>
      <pubDate>Fri Dec 09 00:00:00 CET 2016</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Reduzierung des Dienstbetriebs am Landgericht Stuttgart im Hinblick auf die Corona Epidemie]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/Medieninformation+im+Verfahren+gegen+ehemalige+Porsche_Vorstaende</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 17.03.2020</p>Reduzierung des Dienstbetriebs am Landgericht Stuttgart im Hinblick auf die Corona Epidemie - unaufschiebbare Dienstgeschäfte gesichert<div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker1413928">&nbsp;</a></div><div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Nachdem der
Ministerrat und das Ministerium der Justiz und f&#252;r Europa dringend empfohlen haben, alle nicht notwendigen sozialen Kontakte und die
Anwesenheit in Dienstgeb&#228;uden auf das unabdingbar erforderliche Ma&#223; zu beschr&#228;nken, hat auch die Leitung des Landgerichts
Stuttgart entsprechende Ma&#223;nahmen ergriffen, um einerseits m&#246;glichst umfassend dem Gesundheitsschutz zu dienen, andererseits aber
den zwingend erforderlichen Dienstbetrieb aufrecht zu erhalten.<br />
</span></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Insbesondere ist durch
einen Notfallplan sichergestellt, dass ab dem 17. M&#228;rz 2020 bis &#8211; vorl&#228;ufig &#8211; zum 19. April 2020 unaufschiebbare
Verhandlungen und Dienstgesch&#228;fte, z.B. die Bearbeitung von Haftsachen, Unterbringungssachen, Auslieferungssachen und Eil-Sachen aller
Fachbereiche sowie die</span> ermittlungsrichterliche T&#228;tigkeit, gesichert sind und die daf&#252;r notwendige Infrastruktur zur
Verf&#252;gung steht. Alle aufschiebbaren Verhandlungen werden vorbehaltlich der richterlichen Unabh&#228;ngigkeit</span> <span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">vorerst nicht stattfinden; dies betrifft insbesondere Zivilverfahren und zahlreiche
Familiensachen. Die Parteien, sonstige Beteiligte und Rechtsanw&#228;lte werden hiervon &#8211; gegebenenfalls telefonisch &#8211;
unterrichtet.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Das f&#252;r die Aufrechterhaltung der Funktionsf&#228;higkeit erforderliche
Personal wird im Wechsel</span> <span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">in den Dienstgeb&#228;uden anwesend sein. Dadurch
wird der gerichtliche Betrieb zumindest im unabdingbaren Ma&#223;e aufrechterhalten. Alle anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden
&#8211; sofern m&#246;glich &#8211; nach Abstimmung mit der Gerichtsverwaltung von zu Hause aus arbeiten.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Unter Wahrung des &#214;ffentlichkeitsgrundsatzes sind &#246;ffentlich
zug&#228;ngliche Bereiche soweit wie m&#246;glich geschlossen. Durch eine Hausverf&#252;gung der Pr&#228;sidentin des Oberlandesgerichts
und des Pr&#228;sidenten des Landgerichts Stuttgart wurde zudem angeordnet, dass Personen, die Symptome einer Corona-Erkrankung zeigen oder
innerhalb der jeweils letzten 14 Tage pers&#246;nlich Kontakt mit einer Corona-infizierten Person hatten oder sich innerhalb der jeweils
letzten 14 Tage in einem Corona-Risikogebiet nach der aktuellen Definition des Robert-Koch-Instituts aufgehalten haben, ab sofort das
Oberlandesgericht und das Landgericht Stuttgart nicht mehr betreten d&#252;rfen. Ausnahmen k&#246;nnen nur nach vorheriger
Anmel</span><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">dung an der Pforte durch die Pr&#228;sidentin des Oberlandesgerichts
bzw. durch den Pr&#228;sidenten des Landgerichts oder &#8211; f&#252;r die Teilnahme an &#246;ffentlichen Sitzungen &#8211; durch die/den
jeweiligen Vorsitzenden erteilt werden.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Weitere Informationen entnehmen Sie bitte auch der Pressemitteilung des
Ministeriums der</span><br />
 <span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Justiz und f&#252;r Europa vom 16. M&#228;rz 2020, die Sie ebenfalls auf dieser
Homepage finden.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Aktuelle Informationen zu den am Landgericht erstinstanzlich verhandelten
Strafsachen finden Sie stets auch online auf der Homepage des Landgerichts unter "Aktuelles". Gerne d&#252;rfen Sie sich in Einzelfragen
auch an die Pressestelle des Landgerichts wenden.</span></p>
<p><span style="font-size: small;" class="font3"><em>RLG Dr. Christoph Buchert, Pressesprecher Landgericht Stuttgart<br />
</em></span></p>
<p><br />
 <span style="font-size: small;" class="font3"><em>Pressetelefon: 0711/212-3800</em></span></p>
<p><span style="font-size: small;" class="font3"><em>Pressehandy: 0174/7319821</em></span></p>
<p><span style="font-size: small;" class="font3"><em>eMail: <a href='mailto:pressestelle@lgstuttgart.justiz.bwl.de' class=' p-icon-email' target='_blank'>pressestelle@lgstuttgart.justiz.bwl.de</a></em></span></p>
</div>]]></description>
      <pubDate>Tue Mar 17 00:00:00 CET 2020</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Urteil im sogenannten &quot;Raserprozess&quot;]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/Hauptverhandlung+im+_Parkplatzmordverfahren_+aufgehoben</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 15.11.2019</p>Jugendkammer verurteilt den Angeklagten zu 5 Jahren Jugendstrafe<div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker1301893">&nbsp;</a></div><div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<p style="text-align: justify;">Die 4. Gro&#223;e Strafkammer &#8211; Jugendkammer &#8211; des Landgerichts Stuttgart hat heute das Urteil
im sogenannten Raserprozess verk&#252;ndet:</p>
<p style="text-align: justify;">Der Angeklagte wurde wegen verbotenen Kraftfahrzeugrennen und vors&#228;tzlicher
Stra&#223;enverkehrsgef&#228;hrdung zu einer Jugendstrafe von 5 Jahren verurteilt.</p>
<p style="text-align: justify;">In einem von gro&#223;em &#246;ffentlichen Interesse begleiteten Verfahren hat die Jugendkammer unter dem
Vorsitz der Vorsitzenden Richterin am Landgericht Cornelie E&#223;linger-Graf an insgesamt 16 Verhandlungstagen knapp 100 Zeugen,
Sachverst&#228;ndige und sachverst&#228;ndige Zeugen vernommen.</p>
<p style="text-align: justify;">Sachverst&#228;ndig beraten hielt es das Gericht f&#252;r geboten, auf den zum Tatzeitpunkt
20-j&#228;hrigen Angeklagten aufgrund seiner erheblichen Reifeverz&#246;gerungen das Jugendstrafrecht anzuwenden.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Jugendkammer konnte sich unter Anwendung des Zweifelgrundsatzes nicht die &#220;berzeugung bilden, dass
der Angeklagte hier vors&#228;tzlich den Tod der beiden Opfer herbeigef&#252;hrt hat und ging von einer fahrl&#228;ssigen T&#246;tung aus.
Allerdings nahm die Kammer an, dass der Angeklagte durch sein Fahrverhalten jedenfalls die zugrundeliegende Gefahr vors&#228;tzlich
herbeigef&#252;hrt hat.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach Auffassung der Jugendkammer war der Angeklagte demnach wegen Verbotenen Kraftfahrzeugrennen
gem&#228;&#223; &#167; 315d Abs. 1 Nr. 3, Abs. 5 StGB in Tateinheit mit einer vors&#228;tzlichen Stra&#223;enverkehrsgef&#228;hrdung
gem&#228;&#223; &#167; 315c Abs. 1 Nr. 2d StGB zu bestrafen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Strafvorschrift des &#167; 315d StGB erfasst nicht nur illegale Autorennen, sondern ausdr&#252;cklich
auch das grob r&#252;cksichtslose und verkehrswidrige Fahren mit H&#246;chstgeschwindigkeit im Stra&#223;enverkehr (&#8222;Rasen&#8220;).
Das Gericht sah zudem die besondere Erfolgsqualifikation des Absatz 5 der Vorschrift als gegeben an, da der Angeklagte durch die Tat den
Tod zweier Menschen verursacht hat.</p>
<p style="text-align: justify;">Soweit erkennbar, handelt es sich um die erste Verurteilung bundesweit, die sich auf die neue
Strafvorschrift des &#167; 315d StGB in der Variante der Erfolgsqualifikation st&#252;tzt. Der Gesetzgeber hatte die Vorschrift erst am
30.09.2017 in das Strafgesetzbuch eingef&#252;gt und damit eine wesentliche Strafbarkeitsl&#252;cke geschlossen.</p>
<p style="text-align: justify;">Daneben verurteilte die Kammer den Angeklagten aufgrund seiner grob verkehrswidrigen und
r&#252;cksichtslosen Fahrweise wegen vors&#228;tzlicher Stra&#223;enverkehrsgef&#228;hrdung.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Gericht hielt wegen der Schwere der Schuld die Verh&#228;ngung einer Jugendstrafe in H&#246;he von 5
Jahren f&#252;r erforderlich und erzieherisch geboten.</p>
<p style="text-align: justify;">Zudem wurde dem Angeklagten untersagt, f&#252;r die Dauer von vier Jahren nach seiner Haftentlassung
Kraftfahrzeuge im Stra&#223;enverkehr zu f&#252;hren.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Urteil ist noch nicht rechtskr&#228;ftig.</p>
<br />
<br />
<p>Urteil LG Stuttgart vom 15.11.2019 &#8211; Az. Az. 4 Kls 60 Js 24715/19 jug.<br />
 Pressekontakt: Dr. Christoph Buchert, Mediensprecher in Strafsachen</p>
<br />
<br />
<p><em>&#167; 315d StGB</em><br />
 <em>Verbotene Kraftfahrzeugrennen</em><br />
 <em>(1) Wer im Stra&#223;enverkehr</em><br />
 <em>1. ein nicht erlaubtes Kraftfahrzeugrennen ausrichtet oder durchf&#252;hrt,</em><br />
 <em>2. als Kraftfahrzeugf&#252;hrer an einem nicht erlaubten Kraftfahrzeugrennen teilnimmt oder</em><br />
 <em>3. sich als Kraftfahrzeugf&#252;hrer mit nicht angepasster Geschwindigkeit und grob verkehrswidrig und r&#252;cksichtslos fortbewegt,
um eine h&#246;chstm&#246;gliche Geschwindigkeit zu erreichen,</em><br />
 <em>wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.</em><br />
 <em>(2) Wer in den F&#228;llen des Absatzes 1 Nummer 2 oder 3 Leib oder Leben eines anderen Menschen oder fremde Sachen von bedeutendem
Wert gef&#228;hrdet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu f&#252;nf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.</em><br />
 <em>(3) Der Versuch ist in den F&#228;llen des Absatzes 1 Nummer 1 strafbar.</em><br />
 <em>(4) Wer in den F&#228;llen des Absatzes 2 die Gefahr fahrl&#228;ssig verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit
Geldstrafe bestraft.</em><br />
 <em>(5) Verursacht der T&#228;ter in den F&#228;llen des Absatzes 2 durch die Tat den Tod oder eine schwere Gesundheitssch&#228;digung
eines anderen Menschen oder eine Gesundheitssch&#228;digung einer gro&#223;en Zahl von Menschen, so ist die Strafe Freiheitsstrafe von
einem Jahr bis zu zehn Jahren, in minder schweren F&#228;llen Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu f&#252;nf Jahren.</em></p>
<p>&#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160;&#160;</p>
</div>]]></description>
      <pubDate>Fri Nov 15 00:00:00 CET 2019</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Aussetzung des Strafprozesses gegen frühere Verantwortliche der Hochschule Ludwigsburg]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/Tote+auf+dem+Pragfriedhof_+Eroeffnung+des+Hauptverfahrens+und+Verhandlungstermine</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 09.01.2020</p>5. Große Strafkammer muss Verfahren gegen ehemalige Verantwortliche der Hochschule Ludwigsburg aussetzen. Zeitnahe Neuverhandlung angestrebt.<div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker1450726">&nbsp;</a></div><div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">Die 5. Gro&#223;e Strafkammer des
Landgerichts Stuttgart hat aufgrund eines unvorhergesehenen Krankheitsfalls mit Beschluss vom 09. Januar 2020 die laufende Hauptverhandlung
gegen den fr&#252;heren Rektor und den fr&#252;heren Kanzler der Hochschule f&#252;r Finanzen und &#246;ffentliche Verwaltung in
Ludwigsburg ausgesetzt. Die weiteren Termine entfallen. Der Prozess soll nach M&#246;glichkeit bereits im Februar neu begonnen
werden.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">Die Staatsanwaltschaft Stuttgart
hatte gegen den fr&#252;heren Rektor sowie den fr&#252;heren Kanzler der Hochschule Ludwigsburg Anklage erhoben wegen des Vorwurfs der
gemeinschaftlich begangenen Untreue in 13 F&#228;llen. In ihrer Funktion als Rektor bzw. Kanzler sollen die Angeklagten 13 an der
Hochschule lehrenden Professoren rechtswidrige Gehaltszulagen gew&#228;hrt haben. Die 13 Professoren, die in den Genuss der Zulagen kamen,
m&#252;ssen sich in einem eigenen Strafverfahren wegen Beihilfe vor dem Landgericht verantworten. Das Strafverfahren gegen die 13
Professoren wurde im Zuge eines durchgef&#252;hrten Beschwerdeverfahrens zur eigenst&#228;ndigen Verhandlung abgetrennt.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">Die 5. Gro&#223;e Strafkammer
hatte seit Oktober vergangenen Jahres an insgesamt 9 Verhandlungstagen ein umfangreiches Beweisprogramm absolviert. Aufgrund einer nicht
vorhersehbaren schwerwiegenden Erkrankung einer dem Spruchk&#246;rper angeh&#246;ren-den Berufsrichterin war die Strafkammer nun gezwungen,
die laufende Hauptverhand-lung auszusetzen, da die nach &#167; 229 Abs. 1 StPO maximal zul&#228;ssige Unterbrechungsdauer von 3 Wochen
nicht eingehalten werden kann. Die Aussetzung bedeutet den Abbruch der Hauptverhandlung mit der Folge, dass eine neue Verhandlung
stattfinden muss.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">Der Grundsatz der Beschleunigung
des Verfahrens nach Art. 6 Abs. 1 EMRK verlangt, dass Strafverfahren z&#252;gig und ohne l&#228;ngere Unterbrechungen gef&#252;hrt werden,
damit der lebendige Eindruck der Hauptverhandlung und das Erinnerungsverm&#246;gen nicht beeintr&#228;chtigt werden. Die
Strafprozessordnung sieht demnach f&#252;r Unterbrechungen der Hauptverhandlung sehr starre Fristen vor. Da infolge der schwerwiegenden
Erkrankung einer Berufsrichterin das Verfahren nicht innerhalb der hier ma&#223;geblichen 3-Wochen-Frist in derselben Gerichtsbesetzung
fortgesetzt werden kann, ist eine Wiederholung der Hauptverhandlung erforderlich.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">Die weiterhin zust&#228;ndige 5.
Gro&#223;e Strafkammer des Landgerichts Stuttgart strebt einen schnellst m&#246;glichen Verfahrensfortgang an. Die Neuverhandlung des
Verfahrens soll nach M&#246;glichkeit bereits ab dem kommenden Februar stattfinden.</span></p>
<p><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">Pressekontakt:</span><br />
<span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">RLG Dr. Christoph Buchert</span><br />
<span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">Erster Mediensprecher f&#252;r allgemeine Angelegenheiten und
Strafsachen</span><br />
<span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">Tel. 0711/212-3800</span><br />
<span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">pressestelle@lgstuttgart.justiz.bwl.de</span></p>
<p>Az. 5 KLs 120 Js 6253/15</p>
<br />
<br />
</div>]]></description>
      <pubDate>Thu Jan 09 00:00:00 CET 2020</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Jahrespressegespräch 2020: Folgen der Corona-Pandemie für das Landgericht Stuttgart]]></title>
      <link>https://landgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/Akkreditierung+im+Wasserwerfer_Verfahren</link>
      <description><![CDATA[<p>Datum: 31.07.2020</p>Corona-Pandemie führt zu neuartigen Zivilverfahren - Klagewelle erwartet / Präsident Dr. Singer: &quot;Der Rechtsstaat hat sich bewährt. Auch in schwierigen Zeiten ist auf die Gerichte Verlass.&quot;<div style="height: 1px;overflow: hidden"><a name="anker1402626">&nbsp;</a></div><div class="basecontent-pbsbw---html-editor">
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;" class="link-block"><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">Heute folgten zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der regionalen und
&#252;berregionalen</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">Medien der Einladung zum
j&#228;hrlichen Pressegespr&#228;ch am Landgericht Stuttgart. Zu den</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">zentralen Themen geh&#246;rten der Umgang der Justiz mit dem Coronavirus
und die neuartigen</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">Zivilverfahren infolge der Pandemie am
gr&#246;&#223;ten Gericht des Landes.</span></p>
<p style="line-height: 150%;" class="link-block"><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;"><strong>Der
Rechtsstaat hat sich bew&#228;hrt</strong></span><br />
 <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">&#8222;Der Rechtsstaat hat sich bew&#228;hrt&#8220;, betonte der
Pr&#228;sident des Landgerichts Stuttgart</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">Dr. Andreas
Singer in seinem Res&#252;mee zur Phase des bundesweiten Lockdowns. Binnen</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">weniger Tage habe man ein tragf&#228;higes Konzept f&#252;r einen
&#220;bergangsbetrieb entwickelt.</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">&#8222;Wichtige Eilsachen
wurden zu jeder Zeit entschieden. Wir haben den notwendigen</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">Dienstbetrieb immer aufrechterhalten. Kein einziger Haftbefehl wurde
aufgehoben.&#8220;</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">Dank des gro&#223;artigen Einsatzes der
Richterinnen und Richter und des gesamten Unterst&#252;tzungspersonals habe das Landgericht die schwierige Phase des Lockdowns
insgesamt</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">gut bew&#228;ltigt: &#8222;Auch in schwierigen
Zeiten ist auf die Gerichte Verlass.&#8220; Als Beleg</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">verwies Singer unter anderem auf den Prozessauftakt im sogenannten
Schwertm&#246;rder-</span><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">Verfahren, der am 17. April 2020 unter
strengsten Sicherheitsvorkehrungen stattfand. Um</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">Gro&#223;verfahren mit einer Vielzahl von Verfahrensbeteiligten unter
Einhaltung der Abstandsgebote</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">verhandeln zu k&#246;nnen,
w&#252;rden auch die Hochsicherheitss&#228;le des Oberlandesgerichts</span> <span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;">in Stammheim genutzt.</span></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;" class="link-block"><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: small;"><strong>Corona-Pandemie f&#252;hrt zu neuartigen
Zivilverfahren</strong><br />
 Inzwischen sieht der Pr&#228;sident das Landgericht gut aufgestellt: &#8222;Wir haben gelernt, mit dem Virus umzugehen&#8220;. Die
Sitzungss&#228;le seien mit Trennscheiben ausgestattet, der laufende Gesch&#228;ftsbetrieb den Hygieneerfordernissen angepasst. Es gebe
infolge der kurzfristigen Terminsverlegungen zu Pandemiebeginn aber noch einen erheblichen Verfahrensstau und Verz&#246;gerungen.
Zus&#228;tzliche Sorgen bereiten Singer die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie, die das Gro&#223;stadtgericht am
Wirtschaftsstandort Stuttgart besonders nachhaltig treffen k&#246;nnten: &#8222;Die Corona-Pandemie hat am Landgericht Stuttgart zu
neuartigen Zivilverfahren gef&#252;hrt.&#8220; Laut Singer seien am Landgericht Stuttgart bereits erste Klagen gegen
Versicherungsunternehmen wegen coronabedingter Betriebsschlie&#223;ungen anh&#228;ngig. Bei den Kl&#228;gern handle es sich
&#252;berwiegend um Gastronomie- und Hotelbetriebe. Mit weiteren Klagen sei zu rechnen: &#8222;Dies d&#252;rfte erst der Anfang einer
Klagewelle sein&#8220; ist sich der Pr&#228;sident sicher und verweist auf die Angaben des Deutschen Hotel- und Gastst&#228;ttenverbandes
(Dehoga), wonach bundesweit rund 70.000 Betriebe durch die Pandemie akut in ihrer Existenz gef&#228;hrdet seien. Die Klagen seien komplex.
Entscheidungen von Obergerichten, an denen man sich orientieren k&#246;nne, gebe es nicht. F&#252;r die rechtliche Pr&#252;fung der
Anspr&#252;che der Versicherungsnehmer werde es vor allem auf die Auslegung der jeweils ma&#223;geblichen Bedingungen der
Betriebsunterbrechungsversicherung ankommen, welche bei den einzelnen Versicherern unterschiedlich ausgestaltet seien. &#8222;Das sind auch
f&#252;r unsere spezialisierten Versicherungskammern ganz neuartige rechtliche Fragestellungen&#8220;, erl&#228;utert Singer. Auch sei
bereits eine Amtshaftungsklage gegen das Land Baden-W&#252;rttemberg anh&#228;ngig: Die Betreiberin eines Yoga-Studios begehrt
Entsch&#228;digung, weil sie aufgrund der Corona-Verordnung ihr Studio schlie&#223;en musste. Weitere Amtshaftungsklagen gegen das Land
Baden-W&#252;rttemberg sowie St&#228;dte und Gemeinden wegen coronabedingter Betriebsschlie&#223;ungen seien laut Singer angek&#252;ndigt.
Hinzu k&#228;men Zivilklagen in Zusammenhang mit Zahlungsschwierigkeiten, Stornierungen und Unternehmensinsolvenzen als unmittelbare Folge
der Pandemie. Nach &#252;bereinstimmenden Angaben von creditreform und ifo-Institut k&#246;nnte sich im Herbst eine Insolvenzwelle
anbahnen. &#8222;Das wirtschaftliche Ausma&#223; der Pandemie wird man erst im Herbst sehen, da die Pflicht, einen Insolvenzantrag zu
stellen bis Ende September ausgesetzt ist&#8220;, betont Singer. Zudem erwarte er eine steigende Anzahl von Strafverfahren wegen
unrechtm&#228;&#223;ig beantragter Corona-Soforthilfen. Wegen der teils hohen F&#246;rdersummen seien auch Anklagen wegen
Subventionsbetrugs zu den Wirtschaftsstrafkammern des Landgerichts m&#246;glich.</span></p>
<p><br />
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;" class="link-block"><em><span style="line-height: 150%;">RLG Dr. Christoph Buchert und
RLG Dr. Johannes Steinbach</span></em><em><span style="line-height: 150%;">, Pressesprecher in Strafsachen,</span></em></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;" class="link-block"><em><span style="line-height: 150%;">Telefon:
0711/212-3800.</span></em></p>
<p class="link-block">&#160;</p>
<p class="link-block">&#160;</p>
</div>]]></description>
      <pubDate>Fri Jul 31 00:00:00 CEST 2020</pubDate>
    </item>
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